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Invincible

GeschichteThriller, Liebesgeschichte / P18 / Gen
Alexander Mahone Fernando Sucre Lincoln Borrows Michael Scofield OC (Own Character) Paul Kellermann
10.11.2018
24.11.2019
19
44.434
5
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Dieses Kapitel
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27.01.2019 2.437
 
„Aus den Fox River 8 sind nun die Fox River 6 geworden. Neben John Abruzzi wurde nun David Apolskis, auch Tweener genannt, im Gefecht niedergeschossen. Der Rest von ihnen ist auf der Flucht und zwar dank ihrer Komplizin, Ava Piere.“ als ihr Foto eingeblendet wurde, weiteten sich ihre braunen Augen. „So eine scheiße!“ nun wurde über sie sogar in den Nachrichten geredet.

„Diese konnte zwar vorläufig darauf festgenommen werden, wurde aber von Scofield und Burrows befreit. Sie haben den Van, in dem Pierce von FBI-Agenten Mahone transportiert wurde, überfallen und sie daraus geholt.“ „Diese Arschlöcher haben alles verdreht.“ stellte Ava geschockt fest. „Das machen sie immer.“ bestätigte Lincoln. „Reicht dir das als Beweis?“ fragte Michael T-Bag, der sich wohl damit zufriedengab, weil er nichts mehr sagte.

„Hierzu wollte sich Agent Mahone aber kaum äußern.“ an der Stelle wurde ein weiteres Interview dieses Bastards eingeblendet.

„Mr. Mahone was sagen sie dazu?“ fragte ein Reporter. „Ich war allein und sie waren zu zweit. Natürlich war es da einfach mich zu überwältigen.“ „Und was sagen sie zu den Gerüchten, dass sie Scofields Festplatte rausgefischt haben? Sind sie ihm jetzt immer einen Schritt voraus?“ Ava blickte zu Michael, der anscheinend aufgehört hatte zu atmen. „Dazu kein Kommentar.“

„Und damit hören die Meldungen um die Truppe nicht auf.“ sagte die Nachrichtensprecherin. „Was für eine Überraschung.“ T-Bag schüttelte den Kopf.

„Burrows 16-jähriger Sohn, Lincoln Burrows Junior wurde mittlerweile vom zweifachen Mord an seiner Mutter und seinem Stiefvater freigesprochen und wird übermorgen aus der Haft, aus der Anstalt in Arizona, entlassen.“ Ava drehte sich zu Lincoln, der geschockt aussah.

„Ich wusste gar nicht, dass du einen Sohn hast.“ bemerkte T-Bag und stellte sich zu Ava. „Bist du schon bereit Mama zu werden?“ diesmal rammte sie ihm ihren Ellbogen in den Bauch, sodass er sich hustend nach vorne beugte. „Fuck! Willst du mich umbringen?“

Ava erinnerte sich an die Geschichte. Der Kleine sollte seine eigene Mutter und seinen Stiefvater umgebracht haben. Dies hatte sie allerdings nie geglaubt. Warum hätte er das tun sollen? Er hatte ein gutes Leben und dann drehte er einfach so durch? Das ergab keinen Sinn. Jeder schob es auf die Gene von seinem Vater, doch das hielt sie wiederum für einen Schwachsinn. Sie waren alle eigenständige Menschen, trafen ihre eigenen Entscheidungen.

„Lincoln.“ sprach sein Bruder, weil dieser sich nicht gerührt hatte. „Sie lassen ihn raus Michael, ich muss zu ihm.“ „Ich weiß, ich verstehe dich, aber genau darauf warten sie. Hast du nicht gehört, was sie gerade gesagt haben? Die haben meine Festplatte. Noch ein bisschen und er wird von Panama erfahren.“ „Ich weiß, aber ich kann ihn nicht alleine lassen. Ich habe ihn schon einmal im Stich gelassen, das kann ich nicht schon wieder machen.“ nervös rieb er sich die Hände. „Panama?“ hackte Ava nach. „Ja, das ist unser Zufluchtsort. Dort wollen wir ein neues Leben anfangen.“

„Da wir schon mal davon reden. Ich hätte auch noch etwas vor und bräuchte ein Auto.“ wieder mischte sich T-Bag mit ein. „Was könntest du schon vorhaben?“ erkundigte sich Sucre. „Ich habe auch Pläne.“ erklärte er gespielt entsetzt.

„Ich muss mehr über diesen Kerl erfahren. Ich muss wissen, mit dem ich es zu tun habe, um mich gegen ihn zur Wehr setzen können.“ überlegte Michael. „Dafür habe ich wiederum keine Zeit. LJ kommt übermorgen raus, ich gehe zu ihm.“

„Was ist mit Franklin und dem Geld?“ wollte Sucre wissen. „Ich weiß, aber das ist im Moment unser geringstes Problem. Wir können ihn auch noch später suchen.“ kam es von Michael. „Erstmal würde ich mich um Mahone kümmern.“ „Und ich muss zu meinem Sohn.“ wiederholte Lincoln mit Nachdruck. „Und ich … hau auch ab.“ fügte T-Bag hinzu. Darum war Ava auch sehr froh.

„Dann liegt es wohl an mir das Geld aufzuspüren.“ wieder dieses Geld. Aber so viel hatte ihre Mutter doch gar nicht im Haus, dass es sich dafür lohnte, jemandem hinterher zu jagen. „Was ist eigentlich mit diesem Geld? Warum seid ihr ausgerechnet bei uns eingebrochen?“ wollte sie wissen.

„Weißt du, wer D.B. Cooper war?“ fragte Michael. Ava erinnerte sich die Geschichte mit dem entführten Flugzeug und der verschwundenen Million. „Ja, warum?“ „Ich habe ihn kennengelernt und er hat mir erzählt, dass es eigentlich 5 Millionen waren. Er hat das Geld hier in Tooele unter einem Turm versteckt, doch als wir hierhergekommen sind, stand an der Stelle das Haus deiner Mutter. Wir haben versucht das Geld unauffällig auszugraben und abzuhauen, doch es kam anders als gedacht. Du warst ja selbst dabei.“ nun wurde Ava einiges klarer.

„Was soll das, Hübscher? Du kannst ihr doch nicht alles erzählen!“ beschwerte sich T-Bag. „Lass das mal meine Sorge sein.“ entgegnete Michael. „Und was ist, wenn sie es sich anders überlegt und alles der Polizei erzählt?“ „Sie hat sich uns anvertraut. Da kann ich ihr jawohl auch erzählen, warum sie in das Ganze mitreingezogen wurde.“

„Was sollen wir jetzt tun?“ wollte Sucre wissen, ging gar nicht auf das Gesagte von T-Bag ein. „So wie es aussieht, müssen wir uns aufteilen.“ da war der Satz, der Ava zum Nachdenken brachte. Und was war mit ihr? Was sollte sie nun tun? „Aber dafür brauchen wir alle jeweils ein Auto.“

Es war also beschlossen. Lincoln, Ava, Sucre und T-Bag fuhren zu einem Autohaus, während Michael noch etwas erledigen wollte.

Dort verhandelten Lincoln und T-Bag mit dem Händler, während Sucre telefonierte und Ava auf ihn wartete. Sie musste unbedingt ihrer Mutter mitteilen, dass es ihr gutging. Diese war vermutlich schon krank vor Sorge.

„Echt?“ rief Sucre auf einmal aufgeregt und riss Ava aus ihren Gedanken. „Oh man, das ist unglaublich. Du hast ja keine Ahnung, wie sehr ich das gebraucht hab!“ sie verstand nicht genau, was los war, doch als er auflegte, ließ er einen Freudenschrei los.

Lächelnd schüttelte sie den Kopf. „Was ist los?“ Sucre lief auf sie zu und wirbelte sie kurz in der Luft. „Du glaubst es nicht, sie hat ‚nein‘ gesagt!“ er strahlte bis über beide Ohren. „Was? Wer?“ lachte sie, als er sie endlich losließ. „Maricruz, die Liebe meines Lebens und die zukünftige Mutter meines Kindes! Sie sollte meinen Cousin heiraten, hat es aber nicht getan! Sie liebt mich also doch noch!“

„Das ist schön. Freut mich für dich.“ deshalb sei er also ausgebrochen. Um diese Hochzeit zu verhindern und seine Familie zurückzuholen. Wie sie schon vermutet hatte, war er ein guter Mensch, der das alles nur aus Liebe getan hatte.

„Bei mir steht also eine Planänderung an! Franklin kann warten.“ stellte er auf einmal fest und lief zu den Anderen. Ava ging selbst zur Telefonzelle und wählte die Nummer ihrer Mutter. Sie wusste, sie musste schnell sein, denn es könnte abgehört werden.

„Hallo?“ sie klang mitgenommen. „Mom, ich bin‘s.“ flüsterte die junge Frau. „Ava? Ava! Oh mein Gott, mein Schatz geht es dir gut?“ weinte sie schon fast in den Hörer. „Sei bitte nicht so laut.“ bat sie gleich. „Und ja, es ist alles in Ordnung.“ „Wo bist du? Haben sie dir etwas getan?“ „Das kann ich dir nicht sagen, aber ich bin in Sicherheit. Sie tun mir nichts, sie passen auf mich auf.“ Ava war selbst erschrocken davon, dass sie es zugab.

„Mein Kleines, bitte komm zurück. Natürlich weiß ich, dass du nichts gemacht hast, aber die Leute erzählen schreckliche Dinge über dich und dann dieser Bericht im Fernsehen, sie haben …“ „Ich weiß.“ unterbrach Ava sie gleich. „Hör mir bitte gut zu: Glaub nicht alles, was du im Fernsehern siehst. Ich bin keine Kriminelle und ich bin auch keine Komplizin. Ich habe nichts Unrechtes getan, aber ich kann noch nicht zurück, sonst lande ich im Gefängnis. Man hat mich reingelegt und solange ich das nicht geklärt hab, muss ich untertauchen.“

„Okay, okay, gut.“ sie schien durchzuatmen. „Bitte pass auf dich auf.“ „Mach ich.“ „Mein Schatz, ich vermisse dich so.“ „Ich vermisse dich auch Mom, aber ich muss los.“ „Nein, bitte, warte.“ bat sie panisch, sodass sich Avas Brust zusammenzog. So hatte sie ihre Mutter seit dem Tod ihres Vaters nicht mehr so reden hören. „Alles wird gut, ich rufe bald wieder an. Ich liebe dich.“ „Ich liebe dich auch.“ Ava legte auf und lehnte ihren Kopf gegen die Wand. Es war so schwer, sie alleine zu lassen, aber wie sie selbst gesagt hatte, sie konnte nicht zurück. Sie hatte gar keine Wahl. Schließlich lehnte sie sich von der Wand weg und ging nach hinten.

Dort sah sie, dass Michael auf die Gruppe zu kam. „Wo warst du?“ fragte Ava. „Ich habe da ein paar Infos gesammelt.“ erklärte er stolz. „Ich weiß jetzt wo Mahones Ex-Frau wohnt und werde ihr mal einen Besuch abstatten. So werde ich mehr über ihn erfahren.“

„Und werde Maricruz aufsuchen.“ sprach Sucre fröhlich dazwischen. „Michael, stell dir vor, sie hat Hector nicht geheiratet.“ „Schön. Endlich mal gute Neuigkeiten.“ nickte Michael. „Hier deine Schlüssel.“ meinte Lincoln. „Danke.“ er nahm Michael und Ava in den Arm und schüttelte Lincoln die Hand.

Dann lief er zu seinem Wagen. „Sucre?“ rief Ava, eher er einstieg und er blickte zu ihr auf. „Tut mir leid, dass ich dir eine verpasst habe.“ sie sprach vom Vorfall im Haus. „Schon vergessen.“ er zwinkerte ihr zu und fuhr davon.

Ava fiel auf, dass ihr bester Freund fehlte. „Wo ist eigentlich Bagwell?“ „Der ist schon abgehauen. Hat gesagt, dass es ihm das Herz brechen würde, wenn er sich persönlich verabschieden müsste.“ zitierte ihn Lincoln. Ava verdrehte die Augen. War ja klar. „Ist es klug, ihn alleine ziehen zu lassen?“  „Nein, überhaupt nicht. Aber im Moment haben wir keine Wahl. Wir haben Wichtigeres zu tun.“ gestand Michael.

„Ava?“ „Hm?“ „Lincoln und ich müssen uns hier vorübergehend trennen. Du musst dich nun entscheiden. Willst du bleiben und mit uns nach Panama fliehen oder wirst du deinen eigenen Weg gehen?“ da war die Frage, die sie sich auch schon gestellt hatte. Jetzt kam sie nicht mehr drum herum, musste eine Entscheidung treffen, also überlegte sie.  

Sollte sie nun alleine weiterziehen? Sie hatte doch überhaupt keine Ahnung, wie es war auf der Flucht zu sein. Normalerweise war sie auf der anderen Seite des Gesetzes. Alleine loszuziehen, war also keine gute Option.

Klüger wäre es, sich an die Brüder zu halten. Doch sie würden sich ja auch trennen. Mit wem sollte sie da mitgehen?

Sie schaute zu Michael. Er war ein guter Kerl, den sie ungern alleine ließ. Sie verspürte sogar ein Bedürfnis sich um ihn zu kümmern, ihn zu beschützen. Wie eine Schwester eben. Außerdem würde sie ihm zu gerne helfen, Mahone dranzukriegen.

Dann blickte sie zu Lincoln. Er war der Grund, warum sie noch hier war. Er hatte ihr das Leben gerettet und das mehrmals. Sie fühlte sich schuldig, wollte ihm etwas zurückgeben. Das ist es, dachte sie. Das war der entscheidende Grund. Sie würde ihm helfen seinen Sohn abzuholen.

Erst da fiel ihr auf, dass sie sich bei ihm noch gar nicht dafür bedankt hatte.

„Ich habe keine Ahnung, wie es ist auf der Flucht zu sein, also bleibe ich bei euch, bis sich das Ganze geklärt hat.“ Michael nickte. „Genauer gesagt, würde ich gerne mit Lincoln mitgehen.“ über diese Antwort war er sichtlich überrascht. Michael nickte lächelnd. „Warum willst du mit mir losziehen? Bei Michael wäre es sicherer.“ widersprach er. „In Arizona würde vermutlich das gesamte FBI auf mich warten.“ „Genau deswegen.“ antwortete sie. „Ich will dir helfen, so wie du mir geholfen hast.“

„Das halte ich für keine gute Idee.“ widersprach er auf einmal. „Warum?“ „Ich stimme ihr zu, Lincoln. Alleine ist es sehr riskant. Du brauchst jede Hilfe, die du kriegen kannst.“ mischte sich nun Michael ein. Lincoln sah ihn ungläubig an und schien erst mit sich zu kämpfen, eher er etwas sagte.

„Gut, dann sage ich es so, wie es ist: Ich will nicht, dass du mir im Weg bist. Ich riskiere alles, indem ich meinen Sohn daraus hole und nachdem ich fast gar nichts über dich weiß, zum Beispiel was du aushältst, ist es ein zusätzliches Risiko.“

„Ist das dein Ernst?“ Ava verschränkte die Arme vor der Brust. „Du bist der meistgesuchte Mann in den USA, auf dich ist ein Kopfgeldausgesetzt und du kannst keinen Schritt machen, ohne gleich erkannt zu werden und ich wäre dir im Weg?“ unfassbar, dass er das überhaupt zur Sprache brachte.

„Sie hat Recht.“ wiederholte Michael. „Nach ihr wird zwar auch gefahndet, aber sie ist nicht so bekannt wie du oder ich. Sie kann sich freier bewegen und als Polizistin weiß sie, auf was man achten muss und worauf es ankommt. Sie wäre die perfekte Partnerin.“ zählte er auf. „Sie kann schon auf sich selbst aufpassen, das haben wir gesehen.“

„Es wäre dennoch besser, wenn du sie mitnimmst.“ Lincoln sprach zu Michael, der Ava ansah. Sie senkte frustriert den Blick. Natürlich würde sie ihn nicht zwingen. Es war an ihr, ihm ihre Hilfe anzubieten, doch, wenn er sie nicht wollte, sollte ihr das auch recht sein. Es enttäuschte sie dennoch irgendwie.

„Ich treffe mich später noch mit Sara. Ich will alleine mit ihr sprechen und ihr Vertrauen wiedergewinnen. Wenn ich Ava mitnehme, wird es sie nur verunsichern.“ die junge Frau verstand nicht genau von wem er sprach oder was es genau zu bedeuten hatte, doch es brachte Lincoln zum Nachdenken. Schließlich blickte er zu ihr und nickte. „Gut. Dann komm mit.“ „Dankeschön.“ schnaubte Ava ironisch. „Ich versuche dir auch nicht im Weg zu stehen.“

„Hört auf, streitet nicht. Wir sind nun ein Team und müssen zusammenarbeiten.“ Michael sah Ava eindringlich. „Wir sind doch ein Team, oder?“ darüber musste sie selbst kurz nachdenken. Sie steckten in der gleichen Situation und hatten dasselbe Ziel. „Ja, das sind wir.“ bestätigte sie entschlossen.

„Es wird nun langsam Zeit. Wir müssen los.“ bemerkte er danach. „Ja.“ Lincoln nahm seinen kleinen Bruder in den Arm, drückte ihn fest an sich. „Viel Glück.“ „Dir auch.“ Michael klopfte ihm auf den Rücken und ließ ihn los. „Du weißt ja, wo wir uns treffen.“ Lincoln nickte.

Danach wandte Michael sich an Ava und auch sie nahm ihn den Arm. „Danke, Michael. Ohne dich hätte ich es nicht soweit geschafft.“ gab sie zu. „Du musst dich nicht bedanken. Es war ja auch meine Schuld, dass du überhaupt in dem Schlamassel gelandet bist.“ er ließ von ihr ab. „Trotzdem, danke für alles.“

Sie ließen voneinander ab und Michael reichte ihr auf einmal ihre Waffe wieder zurück. Etwas irritiert nahm Ava diese entgegen. „Danke, aber brauchst du die nicht?“ „Ihr habt sie nötiger als ich.“ „Gut.“ „Pass auf ihn auf, ja?“ Lincoln verdrehte die Augen und Ava nickte lächelnd.

Dann gingen sie zu ihrem neuen Auto, einem etwas älteren Dodge, stiegen ein und fuhren los.
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