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Invincible

GeschichteThriller, Liebesgeschichte / P18 / Gen
Alexander Mahone Fernando Sucre Lincoln Borrows Michael Scofield OC (Own Character) Paul Kellermann
10.11.2018
24.11.2019
19
44.434
5
Alle Kapitel
21 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
02.10.2019 2.239
 
Hallo Leute!

Tut mir leid, dass ich solange für ein neues Kapitel gebraucht habe, aber ich war in letzter Zeit ziemlich eingebunden und bin deshalb erst jetzt dazu kommen, etwas zu schreiben. Ich hoffe es gefällt euch!

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Michael schaffte es ein Treffen mit Sara zu organisieren. So stand die Gruppe ein paar Tage später in Evansville, Indiana und wartete gespannt auf deren Ankunft.

Während Kellermann sich entfernt hatte, um zu telefonieren, merkte Ava, dass Michael regelrecht strahlte. Er konnte es kaum erwarten, sie zu treffen. Er war selten so gut drauf und umso mehr freute sich die ehemalige Polizistin darauf, die Frau kennenzulernen, die dafür verantwortlich war.

Ava beobachtete den ankommenden Zug und die aussteigenden Leute. „Da ist sie.“ Lincoln beugte sich zu ihr runter und deutete auf eine schlanke Frau, etwa in ihrer Größe mit kurzen, dunkelbraunen Haaren und haselnussbraunen Augen.

Sara steuerte sogleich auf Michael zu und der Blick, mit dem beide einander ansahen, ließ das Herz der jungen Frau höherschlagen.

„Hi.“ lächelte Sara. „Hallo.“ Michael erwiderte das Lächeln, bevor er sich räusperte. „Ava das ist Sara, Sara das ist Ava.“ „Hey.“ die Frauen reichten einander lächelnd die Hände. „Ich habe von dir aus den Nachrichten erfahren.“ gestand Sara. „Und ich von dir von Michael.“ „Lincoln.“ begrüßte sie auch den Älteren. „Sara.“ er nickte ihr zu.

„Ihr braucht also meine Hilfe?“ stellte die Frau fest. „Ja.“ bestätigte Michael. „Leider wissen wir nicht genau was es ist, aber du musst es von deinem Vater bekommen haben.“ „Ich habe in seinem Haus nur das gefunden.“ sie zeigte einen Schlüssel mit einem ihnen unbekannten Logo darauf. „Wisst ihr, zu was der gehört?“ Ava überlegte, doch ihr fiel nichts ein.

„Übrigens.“ setzte Michael an und zeigte auf Paul der sich kurz zu ihnen drehte. „Wir arbeiten nicht mehr alleine.“ sofort veränderte sich Saras Gesichtsausdruck. Sie wirkte starr vor Angst.

„Stimmt was nicht?“ erkundigte sich Ava. „Er … Michael, er hat versucht mich umzubringen!“ alle hielten vor Schreck inne. „Zuerst hat er sich als ein Freund ausgegeben, doch dann hat er mir gezeigt, wer er wirklich ist. Er hat mich gefunden und mich gefoltert, damit ich ihm diesen Schlüssel gebe.“ Michael wirkte wie versteinert, als er sich das anhörte.

„Er wollte mich in der Badewanne ertränken, doch ich konnte mich befreien. Michael er ist ein schlechter Mensch, wie kommt ihr dazu, mit ihm zusammenzuarbeiten?“ „Ich, er …“ der jüngere Bruder wusste auf einmal nicht, was er sagen sollte.

„Jetzt haben wir wirklich keinen Grund mehr, ihn am Leben zu lassen.“ knurrte Lincoln und stürmte sogleich auf Paul zu. Michael folgte ihm auf den Fuß und auch Ava lief ihnen nach. Verdammt, das hatte ihnen gerade noch gefehlt. Sie hatten sich doch erst wieder vertragen.  

Wütend packten die beiden Brüder den ehemaligen Agenten und schmetterten ihn gegen die Wand. „Was zum …“ setzte er an, wurde aber sogleich von Michael unterbrochen. „Du hast uns nicht erzählt, dass du versucht hast, sie umzubringen!“ „Das war … damals war ich noch auf der falschen Seite, ich musste es tun, aber ich hätte sie nicht umgebracht.“ rechtfertigte er sich.

„Ja genau, du hättest mich einfach ertrinken lassen.“ sprach Sara dazwischen. Dabei merkte Ava, diese kaum merklich zitterte und Tränen in ihren Augen glitzerten. Sie legte schützend ihre Arme um sie, zog sie an sich ran.

Normalerweise hätte die junge Frau sich für ihren neuen Kollegen eingesetzt, doch nun konnte sie es nicht. Obwohl sie Paul auf irgendeine komische Weise mochte, fand sie es dennoch schrecklich was er Sara angetan hatte. Es war grausam und ihre Reaktion war nur all zu verständlich.

„Ihr braucht mich noch.“ brachte Paul angestrengt hervor. „Nein.“ Sara schüttelte den Kopf. „Wir werden auch ohne dich herausfinden, zu was der Schlüssel gehört.“ „Das braucht ihr nicht, denn ich weiß es schon.“ entgegnete der ehemalige Agent. „Zu was?“ hackte Michael nach und verstärkte den Druck um Pauls Hals. „Es ist das Emblem eines Zigarrenclubs in Chicago. Ich kann euch dorthin bringen.“

„Alles, was aus seinem Mund kommt, ist eine Lüge.“ entgegnete Sara und setzte zum Gehen an. „Warte.“ bat Ava. „Er hat uns bisher geholfen und er wird uns auch unbeschadet dorthin bringen, nicht wahr?“ sie wandte sich an Paul. „Das habe ich doch gerade gesagt.“ sie blickte Michael und Lincoln eindringlich an, die sich zu entspannen schienen. Schließlich ließen sie von Paul ab, der sich seine Jacke zurechtstrich. „Ich weiß auch schon, wie wir in den Zug gelangen.“

Als der besagte Zug da war, schafften sie es ohne Probleme hinein. Kellermann tat so, als würde er gefährliche Verbrecher nach Chicago bringen und beanspruchte ein ganzes Abteil für sich. Der Schaffner erklärte sich hiermit einverstanden.  

So stiegen sie ein und Sara setzte sich zu Michael, Ava nahm neben Lincoln Platz. „Ruht euch aus, bis nach Chicago ist es ein langer Weg.“ wies Paul alle an und nahm als Letzter Platz.

Eine halbe Stunde später erhob sich Michael von seinem Sitz. „Hat noch jemand Durst?“ fragte er in die Runde, doch Ava schüttelte den Kopf, Paul schien zu schlafen. „Nein, aber ich geh trotzdem mit.“ erklärte Lincoln und stand ebenfalls auf.

Ava sah ihnen nach, wobei sie überlegte, etwas zu schlafen. Sie würde noch ihre ganze Kraft brauchen.

Doch auf einmal hörte sie etwas und entdeckte, wie Sara versuchte Paul mit einem Seil zu erwürgen. Fuck! Erschrocken sprang sie auf und lief zu ihr.

„Was machst du da? Hör auf!“ brüllte die ehemalige Polizistin. Sara schien aber wie in Trance, blendete sie vollkommen aus. Verzweifelt griff Ava nach ihr von hinten und schaffte es nur mit Mühe sie von ihm wegzuziehen.  Hustend rieb Paul sich seinen Hals.

„Lass mich los, ich werde ihn umbringen!“ zischte die Ärztin. „Du Miststück!“ Paul griff nach seiner Waffe. „Dann muss ich wohl doch beenden, was ich das letzte Mal angefangen habe!“ ob er es aus Wut sagte oder es ernst meinte, wusste Ava nicht, aber sie tauschte dennoch Platz mit Sara, sodass sie sie mit ihrem Körper abschirmte. „Paul, hör auf, reiß dich zusammen!“ schrie sie verzweifelt.

„Die Schlampe hat versucht mich umzubringen!“ widersprach er. „Und du hast es bei ihr versucht, also seid ihr jetzt quitt.“ Paul und Sara funkelten einander weiter an. „Ich weiß, es ist nicht einfach, aber ihr müsst euch beruhigen. Das hier bringt uns gar nichts.“ Ava gab nicht auf und schaffte es tatsächlich, dass Paul seine Waffe wegsteckte.

„Wenn sie so etwas noch einmal versucht, kann ich für nichts garantieren.“ schnaufte der ehemalige Agent und setzte sich wieder hin. Sara riss sich von Ava los und stürmte raus, wobei auch schon Michael und Lincoln zurückkamen. „Was ist los?“ wunderte sich der jüngere Bruder. „Ich brauche einen Moment für mich.“ erklärte seine Freundin und er folgte ihr.

Die restliche Zugfahrt verlief zum Glück ohne Probleme. Jeder starrte schweigsam aus dem Fenster, während Ava sich an Lincoln gelehnt hatte, der sie ab und zu auf ihr braunes Haar küsste.

Die junge Frau genoss das. Seit Tagen hatten sie nicht miteinander gestritten und tauschten Zärtlichkeiten aus. Es war fast zu schön, um wahr zu sein.

In Chicago angekommen, schafften sie es unbemerkt den Zug zu verlassen, klauten sie einen Wagen und fuhren zu diesem Zigarrenclub.

„Wie wollen wir das anstellen?“ überlegte Ava, nachdem sie davor geparkt hatten. „Ich schlage vor, dass ihr mir den Schlüssel gebt und ich da reingehe. Immerhin wird nach mir nicht gefahndet.“ schlug Paul vor. „Ganz bestimmt.“ gab Sara sarkastisch zurück und legte ihre Hand auf Michaels Schulter. „Komm, wir machen das schon.“ „Ist gut.“ gemeinsamen stiegen sie aus.

„Meint ihr, dass sie das schaffen werden?“ wollte Ava wissen. „Ich denke schon. Die beiden haben schon Schlimmeres gemeistert.“ Lincoln war positiv gestimmt. „Das glaube ich nicht.“ entgegnete Paul. „Mal nicht den Teufel an die Wand.“ schnaubte die ehemalige Polizistin. „Zwei gesuchte Menschen gehen in einen Club voller reicher, alter Säcke, die über das Politische bestens informiert sind. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis sie erkannt werden.“

„Oder sie gehen rein und nehmen sich einfach das, was sie brauchen und gehen unauffällig wieder raus.“ widersprach Ava. „Hab etwas Vertrauen.“ „Ne.“ er schüttelte den Kopf und wie aufs Stichwort, fuhren einige Polizeiautos an ihnen vorbei. Die junge Frau zuckte zusammen. „Ganz ruhig.“ flüsterte Lincoln.

Ein paar Minuten später tauchten Sara und Michael auf und setzten sich erneut in den Wagen. „Wir haben es leider nicht geschafft.“ meinte Michael, woraufhin Paul Ava einen vielsagenden Blick zu warf und sie deshalb die Augen verdrehte.

„Allerdings ich habe schon eine andere Idee.“ fuhr der jüngere Bruder fort und als ihn alle fragend ansahen, holte er eine Liste der Mitglieder dieses Clubs heraus und zeigte ihnen diese. „Ein alter Bekannter könnte uns helfen.“ Ava blickte auf den Flyer und erkannte darauf den ehemaligen Direktor von Fox River, Henry Pope.

„Meinst du, dass er uns hilft?“ fragte Lincoln. „Leider ist unser letztes Treffen etwas unglücklich verlaufen und ich müsste etwas Überzeugungsarbeit leisten, aber er ist ein guter Mensch und wird uns bestimmt anhören. Wir müssen es zumindest versuchen.“ Ava hoffte, dass er Recht hatte.

Wenig später suchten Michael und Sara diesen alleine auf, während Kellermann, Lincoln und Ava sich auf einem gegenüberliegenden Dach des Clubs verschanzten.

Die junge Frau beobachtete die Umgebung und lauschte dabei dem Gespräch zwischen Lincoln und Paul.

„Du hast so viele Menschen getötet und genauso vielen das Leben ruiniert. Da ist es doch kein Wunder, dass sie versucht hat dich umzubringen. Ich meine, ich habe es auch versucht, aber du hast in ihr einen Schutzengel gefunden.“ der ältere Bruder machte eine Kopfbewegung in Avas Richtung und Paul blickte zu ihr.

„Das war mein Job. Ich habe gedacht, dass ich damit die Welt verbessern kann. Die Welt für sie bessermachen konnte.“ er sprach bestimmt von Caroline Reynolds. „Du hast die Präsidentin also wirklich geliebt.“ stellte Lincoln fest. „Das geht dich nichts an.“ schnaufte Paul und wechselte sogleich das Thema, weil es ihm wohl mittlerweile unangenehm war.

„Euren Plan finde ich zu riskant. Hättet ihr mich dorthin geschickt, hätten wir es schon längst bei uns.“ „Ja genau, damit du mit der Aufnahme abhaust und wir dich nie wiedersehen? Vergiss es.“ zischte Lincoln. „Hätte ich nicht.“ der ehemalige Agent schüttelte den Kopf.

„Früher, da war ich bereit, alles für die Company zu tun, doch nachdem sie mich so eiskalt abserviert haben, habe ich auch keinen Grund mehr dazu, wieder zurückzugehen. Im Gegenteil. Ich werde sie alle mit in den Abgrund nehmen.“ „Karma ist eine Bitch.“ grinste Lincoln und spielte wohl auf die Abfuhr, die Paul von Caroline bekommen hatte.

Ava stand auf und streckte sich, wobei sie nach unten sah und einen älteren Mann im Anzug entdeckte. „Ist er das?“ Lincoln nahm sein Fernglas. „Ja, sie haben es also geschafft ihn zu überreden.“ sie sahen zu wie der Mann den Club betrat und warteten ab.

Eine viertel Stunde später kam Henry aus dem Gebäude. Lincoln rief sogleich Michael an. „Er ist draußen.“ auf einmal fuhr ein schwarzer Wagen vor ihn, der ihm den Weg versperrte. „Scheiße!“ fluchte Paul. „Da ist jemand bei ihm.“ gab Lincoln an Michael weiter und gemeinsamen liefen die drei runter auf die Straße.  

Unten bemerkte Ava, dass Michael einen kleineren Mann asiatischer Herkunft, der vor Henry stand, mit seinem Auto anfuhr. Als dessen Kollege auf ihn schießen wollte, schaltete Paul ihn aus.

Lincoln hingegen stürmte auf den Asiaten zu und schlug auf ihn ein. „Du Arschloch, lass uns endlich in Ruhe!“ brüllte er dabei. „Verdammt.“ Ava rannte auf diesen zu und zerrte Lincoln weg. „Dafür haben wir jetzt keine Zeit, komm schon!“ gemeinsam liefen sie zu Michaels Wagen und stiegen ein.

Doch als Paul ebenfalls einsteigen wollte, versperrte Sara die Tür. „Was soll das?“ brüllte Ava, während Paul gegen das Fenster hämmerte. „Mach auf!“ forderte er, doch Sara ließ es sein. Ava und Paul sahen sich noch ein letztes Mal an, bevor Michael Gas gab und wegfuhr. Die junge Frau sah ihm traurig nach und bekam noch mit, dass er von dort flüchten konnte.

„War das wirklich notwendig?“ fauchte die ehemalige Polizistin wütend. „Ist das dein Ernst? Er ist für das ganze Schlamassel verantwortlich und hat versucht uns alle umzubringen. Er soll froh sein, noch zu leben.“ „Mach dir nichts draus.“ Lincoln wandte sich an Sara. „In der kurzen Zeit hatten die beiden eine kranke Bruder-Schwester-Beziehung entwickelt. Sie hat wohl etwas für Mörder übrig.“ meinte er ironisch, doch Ava fand es überhaupt nicht lustig.

Paul hatte gerade angefangen sich zu ändern, er brauchte jemanden, der ihn auf diesem Weg hielt und sie glaubte diejenige zu sein. Vielleicht aber würde er sich auch an seine richtige Schwester wenden. Sie hoffte es zumindest.

Sie brachten Henry nach Hause, wo er ihnen den USB-Stick mit der Aufnahme übergab. „Ich hoffe, dass die Wahrheit endlich ans Licht kommt.“ meinte dieser. „Haben sie sich die Aufnahme angehört?“ interessierte es Ava. „Ja, das habe ich und nun bin ich vollkommen auf eurer Seite.“ wenn er das sagte, musste es wohl etwas richtig Gravierendes sein.

„Danke, Henry. Sie haben ja keine Ahnung, wie sehr sie uns heute geholfen haben.“ sagte Michael. „Scofield, ich habe gedacht, dass ihr nur ein Haufen Lügner und Betrüger seid.“ gestand er. „Aber nach dem was ich gehört habe, weiß ich, dass alles, was du mir erzählt hast, die Wahrheit ist.“ „Danke.“ Michael nickte und gemeinsam stiegen sie in ihr Auto und fuhren zum nächsten Hotel.

Dort nahmen sie sich ein Zimmer und spielten die Aufnahme auf einem Laptop ab.

Alle vier waren gleichermaßen geschockt von dem, was sie dabei erfuhren.
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