Überarbeitet und krank (Escargoon x King DDD)

von Sickfic
GeschichteFreundschaft, Schmerz/Trost / P12
Escargon König Nickerchen/King Dedede
10.11.2018
10.11.2018
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Escargoon ist krank!


Da lag er; der dicke Monarch im samtroten Königsgewand und nahm ein Sonnenbad auf der Terrasse seines Schlosses. Seinen zweikantigen Hintern hatte er auf der weißen Sonnenliege platziert; die Arme hatte er in den Nacken gelegt. Mit seiner altbekannten Sonnenbrille auf der Nase starrte er in den strahlend schönen Himmel und beobachtete die Wolken, wie sie langsam am Horizont Richtung Süden vorbeizogen. Die Sonne brannte dabei erbarmungslos auf ihn nieder, doch musste man sich bei ihm keine Sorgen um einen Sonnenstich machen; verblödelt war er sowieso schon und tiefer konnte das Niveau auch nicht mehr sinken. Außerdem würden alle eine Party feiern, wenn es den selbstsüchtigen König von Dreamland nicht mehr geben würde. Nur leider lebte er noch und gar nicht einmal so schlecht. Das Schloss war angenehm klimatisiert; würde es ihm draußen zu heiß werden, so würde er einfach nach drinnen gehen. So schnell würde ihm aber nicht warm werden, denn King DDD liebte lange Sonnenbäder genauso wie er lange Bäder in seiner Lieblingswanne mochte. Er könnte stundenlang einfach nur auf der faulen Haut liegen und nichts tun.
Nun mag dies ja ganz angenehm für die Bewohner Dreamlands klingen; der König kümmerte sich um nichts und ließ sie an einem heißen Sommertag mit seinen bestellten Monstern in Ruhe. Die Kinder konnten draußen an der frischen Luft spielen, die Erwachsenen konnten ihre Pflichten nachgehen und das Dorf konnte für einen Tag in Frieden leben. Selbst die Schlossbewohner genossen den Störenfried freien Tag; Die Ritter trainierten irgendwo in den Wäldern, die Waddle Dees chillten auf der Veranda und die königliche Familie war außer Haus, ehm, Schloss.
Eigentlich war es für jeden ein wirklich friedvoller, entspannender Tag… Außer für einen.

Warum kann ich nicht einmal einen Tag frei haben?“, dachte sich Escargoon, als er mit schleppenden Schleimschritten zu seinem König ging. In seinen leicht zitternden Händen hielt er ein Tablett mit einem Eistee, welchen King DDD vor ein paar Minuten bestellt hatte. Vorsichtig balancierte er es und fürchtete, etwas zu verschütten, doch seine Sorge war unbegründet. Er erreichte seine Majestät ohne auch nur einen Tropfen Eistee verschüttet zu haben.
„Zu langsam.“, schimpfte King DDD mit ihm und nahm das Glas vom Tablet. Dann musterte er es und fing wieder an zu meckern: „Wo ist der Strohhalm?“
„Ehm… kommt sofort.“, meinte Escargoon und eilte zurück in die Küche. Der Schweiß rannte ihm von der Stirn und die Schnecke sah aus, als hätte sie einen Marathonlauf hinter sich.
„Ich…kann…nicht…mehr.“, keuchte Escargoon zwischen seinen hastig genommenen Atemzügen und hustete einmal stark. Dann sah er verlegen zu Boden, „Ich hoffe, dass hat er nicht gehört.
Er seufzte einmal. Dann nahm er einen Strohhalm und ging zurück zu King DDD. Schon auf dem Weg durch die langen Hallen des Schlosses konnte er den König nach ihm schreien hören: „Escargoon! Wo bist du?! Fächle mir kühle Luft zu!“
Sein Geschrei gibt mir Kopfschmerzen.“, dachte sich Escargoon nur gekränkt und massierte sich mit der freien Hand die pochende Schläfe, „Ich habe keine Lust mehr.
„Was brauchst du denn so lange, du Schnecke?!“, regte sich der König auf, als sein Diener endlich mit dem Strohhalm gekommen war, „Nun fächle mir mal kühle Luft zu. Na los!“
Escargoon seufzte nur: „Kann ich nicht einmal fünf Minuten Pause haben?“
„Nein!“, kam die harte Antwort von King DDD, der mit den Fingern schnipste, „Und nun nimm den Fächer in die Hand!“
Mit einem Seufzen tat der Schneckerich, was von ihm verlangt wurde. Er nahm den großen Palmenfächer in die schwitzigen, zitternden Hände und fing an mit wenig Kraft zu fächeln. Der Fächer war an sich schon schwer, doch heute schien er aufgrund der Hitze noch schwerer als normal zu sein. Escargoon hatte das Gefühl von diesem runtergezogen zu werden; er fühlte sich schlapp und erschöpft. Er hatte nicht die Kraft, um den Fächer auf und ab zu bewegen, geschweige denn damit überhaupt kühle Luft zu produzieren.
„Escargoon!!“, schrie King DDD wütend und riss ihm den Fächer aus der Hand. Die Schnecke sah ihn verwirrt an, „Kannst du nicht einmal etwas richtig machen!? Du bist wirklich zu nichts zu gebrauchen, weißt du das?!“
„Ja, eure Majestät.“, antwortete Escargoon mit einem traurigen Kopfnicken. Widersprechen hätte ihm nichts genützt, also musste er dem König wohl oder übel recht geben.
„Aber wenn du es weißt, warum änderst du nichts daran?!“, wollte King DDD wütend von ihm wissen.
Escargoon sank kraftlos zu Boden, „Weil ich komplett erschöpft und überarbeitet bin.“
Nach seiner Antwort folgte ein starkes Husten, welches nicht gesund klang. Doch das konnte der König ja nicht wissen. Mit rasendem Ausdruck im Gesicht erhob er sich von seiner Sonnenliege und zog Escargoon am Arm hoch. Dann schrie er ihn: „Und was soll ich deiner Meinung nach jetzt tun? Dich von deiner wichtigen Arbeit befreien? Dich in Ruhe lassen?! Dich am besten gleich feuern?!?“
Escargoon schwieg die ganze Zeit über. Sein Kopf pochte und hämmerte vor Schmerz und die laute Stimme des Schreihalses machte es nicht besser; eher im Gegenteil. Sein Kopf war kurz vor der Explosion. Leise wimmernd schloss er die Augen und wünschte sich festen Boden unter den Füßen. Zudem schmerzte sein Arm, weil King DDD so fest daran zog. Gerade tat ihm eigentlich jeder Knochen weh und er wünschte sich, dass die Zeit still stände. Einfach, damit er mal einen ruhigen Moment für sich hatte, damit er sich entspannen konnte, neue Kräfte tanken konnte und sich ausruhen konnte. Seit Tagen hatte er weder geschlafen, noch richtig gegessen. Sein schlanker Körper war noch dünner geworden und seine Kräfte hatten stetig nachgelassen. Außerdem fühlte er sich schlecht, erschöpft; krank. Er war krank. Zwar wusste er nicht mehr ganz genau, wann die Halsschmerzen angefangen hatten, doch er war schon seit einigen Tagen krank. Damit hatten auch die Schlafprobleme angefangen; Der Husten hatte ihn ständig geweckt und er konnte kaum durchschlafen. Wenn er dann einmal eingeschlafen war, wollte King DDD etwas von ihm. So fand er nie die Ruhe, die er brauchte, um sich zu erholen. Seine Erkältung war bis dato nur schlimmer geworden; einige Symptome wie eine laufende Nase konnte er mit Nasenspray und Erkältungsmedizin in den Griff bekommen. Andere Symptome konnte er trotz der großen Medikamentenmenge, die er eingenommen hatte, nicht verstecken. Der Hustenblocker wirkte schon nicht mehr und die Schmerzmittel verblassten langsam auch in ihrer Wirkung, sodass er sich wieder schlechter fühlte.
Ausgerechnet vor DDD!“, schimpfte Escargoon mit sich selbst. Er hatte sich geschworen, keine Schwäche vor DDD zu zeigen. Das würde nur mächtig schief gehen und in zusätzlicher Folter enden. Er seufzte einmal langsam, bis er endlich den Mut fand, etwas zu sagen: „Bitte…Hör auf.“
King DDD musterte ihn nur skeptisch, aber ließ ihn runter auf den Boden, „Du gibst mir Befehle?“
Escargoon schüttelte nur den Kopf und versuchte zu sprechen, doch hatte er gerade keine Worte, die er sagen wollte. Er wollte einfach nur schweigen um seinen entzündeten Hals nicht zu belasten.
„Ist ja jetzt auch egal.“, sagte King DDD schließlich und stemmte die Arme in die Hüfte, „Mir ist langweilig. Los, lass uns ein Monster bestellen!“ Mit diesen Worten ergriff er Escargoons Arm und zog ihn hinter sich mit in die Thronhalle…
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