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Tödliches Feuer

GeschichteAllgemein / P16
Gabriela Dawson Kelly Severide Matthew Casey Sylvie Brett
09.11.2018
29.12.2019
30
39.232
5
Alle Kapitel
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Dieses Kapitel
2 Reviews
 
22.12.2019 1.163
 
Kapitel 25

Das Schwierigste hatte sie nun hinter sich gebracht...


Sylvie lief in den Aufenthaltsraum. Sie wollte nun auch endlich das Gespräch mit ihren Kollegen hinter sich bringen. Doch gerade, als sie den Raum betrat und um Ruhe bitten wollte, ertönte der Alarmgong.
Die Drehleiter wurde zur Unterstützung einer anderen Wache hinzugerufen, sodass Sylvie ihren Plan änderte und beschloss, sich gleich umzuziehen. Am heutigen Tag würde ohnehin Stella ihren Platz auf dem Rettungswagen einnehmen, zumindest solange, bis Boden einen Ersatz gefunden hatte.
Boden hatte mit Sylvie ausgemacht, dass sie Stella im Anschluss an ihre Offenbarung Bescheid sagen würde, dass diese in Absprache mit Boden auf dem Rettungswagen mitfahren würde. Eine Person auf der Drehleiter ließe sich eher überbrücken, als ein Rettungswagen mit nur einer Person.

Sylvie verzog sich in die Umkleide und zog sich in aller Ruhe um. Sie war sich ziemlich sicher, dass die Drehleiter nicht so schnell wiederkommen würde. Die Alarmierung klang nach nichts Kurzem.
Während sie sich umzog, begutachtete sie ihren Bauch. Es kam ihr nicht mehr so vor, als könne man ihn noch als Zunahme erkennen. Er rundete sich langsam ab. Wäre dies lediglich von einer Zunahme, würde er eher hängen. Aber sie machte sich keinen weiteren Kopf darum. Sie würde die Schwangerschaft nun noch in vollen Zügen genießen. Sie war nun schon seit 17 Wochen schwanger und hatte bisher kaum eine davon genossen. Mittlerweile war Kelly seit fast zwei Wochen tot und noch immer traute sie sich nicht, mit irgendjemandem zu reden.

Nachdem Sylvie sich fertig umgezogen hatte, ging sie zurück in den Aufenthaltsraum. Auch wenn sie ihre Schwangerschaft nun ohnehin öffentlich machen wollte, so fühlte sie sich in der weiteren, neuen Kleidung deutlich wohler, als in der engen Jacke, die ihren wachsenden Bauch beinahe komplett abgezeichnet hatte.


„Sylvie, da bist du ja endlich. Wo warst du denn nur so lange?“, empfing Gabby sie ein wenig zu laut. Sylvie hatte gehofft, den Raum betreten zu können, ohne dass es gleich alle mitbekamen.
„Ich hatte noch etwas zu klären“, erwiderte Sylvie, ohne irgendein Detail zu erwähnen. Sie hatte wenig Lust, mehrmals erklären zu müssen, dass sie aufgrund ihrer Schwangerschaft nun vorläufig nur noch auf der Wache arbeitete.
Zu ihrer Erlösung und Erleichterung kamen genau in diesem Moment die Kollegen der Drehleiter zurück und Sylvie war einfach nur noch froh, es nun einmal sagen zu müssen und dann Ruhe vor allen zu haben. Sie musste sich dann endlich nicht mehr verstecken. Lediglich die Frage nach dem Vater bereitete ihr nach wie vor Angst.

„Könnt ihr bitte einmal alle zuhören?! Ich möchte euch etwas sagen, zum einen, damit ihr euch nicht wundert, und zum anderen, weil ich es für an der Zeit halte“, bat Sylvie im gesamten Raum um Ruhe. Augenblicklich merkte sie, wie sich ihr Herzschlag verdoppelte. Alle Gespräche im Raum verstummten und ihre richteten ihre Augen auf Sylvie, welches noch mehr Anspannung in ihr auslöste.


„Also, es ist so: In den nächsten Monaten werde ich nicht mehr gemeinsam mit Gabby auf dem Rettungswagen 61 fahren. Ich werde nur noch hier auf der Wache Dienst schieben und mit keinem von euch in den Außeneinsatz fahren“, fing Sylvie nervös an und schaute in die gespannten, teils aber auch verwirrten Gesichter ihrer Kollegen und Freunde. „Ich werde noch etwa vier Monate hier arbeiten“, setzte Sylvie vor, doch wurde augenblicklich von Jo unterbrochen: „Wieso hörst du bei uns auf? Die 51 ist doch die beste Wache in ganz Chicago!“
„Jo, jetzt lass Sylvie doch erstmal zu Ende sprechen“, mischte Gabby sich ein, denn sie wusste als einzige in diesem Raum, worum es ging. Manch einer konnte es sich bereits denken, manch andere wiederrum standen noch immer auf dem Schlauch.

„Ich werde diese Wache selbstverständlich nicht verlassen, lediglich für die Zeit des Mutterschutzes und kurz danach. Ich werde danach schon bald wiederkommen und falls es einer von euch immer noch nicht kapiert hat: Ich bin schwanger, im fünften Monat um genau zu sein“, sprach Sylvie es endlich aus und als sie in fast allen Gesichtern ein Lächeln erkannte, war sie deutlich erleichterter. Sie fühlte sich gleich zwei Kilo leichter. Riesige Steine fielen ihr vom Herzen.
„Herzlichen Glückwunsch“, vernahm sie aus allen Ecken und manch einer ihrer engen Freunde stand sogar auf und nahm sie in den Arm.

„Warum hast du das denn nur so lange geheim gehalten? Du hättest bei diesem Einsatz vor zwei Tagen sterben können und dein Kind auch“, rief ein der Kollegen und Sylvie wusste erst nicht so recht, was sie sagen sollte. Alle freuten sich mit ihr, aber sie hatten auch alle recht: sie hatte das Leben beider gefährdet.
„Ich konnte es einfach nicht gleich sagen. Es war halt alles nicht so einfach, aber ich möchte euch jetzt keine privaten Details erzählen, bitte versteht das“, erwiderte Sylvie und hoffte, damit die Gemüter zu beruhigen.
Allen brannte eigentlich noch genau eine Frage auf der Zunge, doch sie wollten Sylvie nun nicht noch weiter strapazieren. Sie alle wollten so gerne wissen, wer der Glückliche war, doch keiner traute sich zu fragen.

Nie hatten sie Sylvie gemeinsam mit einem Mann zur Wache kommen sehen und noch nie hatte ein Mann sie hier auf der Wache besucht, weshalb sie Angst hatten, danach zu fragen. Es gab in ihren Augen genau zwei Möglichkeiten. Entweder die beiden hatten sich gleich wieder getrennt oder es war gar nur ein One-Night-Stand, was eigentlich keiner Sylvie so wirklich zu traute, oder es gibt einen Mann, den sie aber noch nie mitgebracht hat. Jeder dachte anders und doch ähnelten sich alle Gedanken.

„Ich bitte euch auch: Fragt mich nicht nach dem Vater und macht euch auch keine Gedanken darüber. Es ist mein Privatleben und dazu möchte ich einfach nichts sagen“, fügte Sylvie noch hinzu und hoffte, dass sie mit dieser Aussage Ruhe gab. Sie wusste ganz genau, dass es untypisch war, dass auf einer Feuerwache keiner den Lebensgefährten kannte, aber ihr fiel keine andere Aussage ein, mit der sie wenigstens etwas Ruhe hatte.
Irgendwann vielleicht würde sie das Geheimnis über den Vater lüften, aber zum jetzigen Zeitpunkt auf keinen Fall. Zum einen wollte sie Kelly das nicht antun und zum andere musste sie nun erst einmal selbst mit allem klarkommen, denn sie würde eine alleinerziehende Mutter werden und das war in ihrem Job schier unmöglich.

Doch in diesen Momenten wollte sie sich genau darüber keinen Kopf machen…



Hallo,
ich hoffe, dass euch das Kapitel gefallen hat. Momentan bin ich tatsächlich sehr im Schreibflow, allerdings gerade mehr in einem anderen Fandom. Diese Geschichte hier wird sich ohnehin bald dem Ende zu neigen. Ich denke mal, dass es grobgeschätzt noch etwa 4-5 Kapitel geben wird, denn ewig frumerzählen, bis die Schwangerschaft vorbei ist, macht mir wenig Sinn. Es wird denke ich, einen Zeitsprung oder so geben, mal sehen.
Über Meinungen, egal ob positiv oder mit konstruktiver Kritik, freue ich mich immer sehr.

Ich wünsche euch einen schönen vierten Advent und denke mal, dass wir uns in diesem Jahr auf jeden Fall nochmal lesen werden.
Liebe Grüße,
EndlessDream01
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