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Tödliches Feuer

GeschichteAllgemein / P16
Gabriela Dawson Kelly Severide Matthew Casey Sylvie Brett
09.11.2018
29.12.2019
30
39.232
5
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11.12.2019 1.254
 
Kapitel 24


Doch noch immer rang sie innerlich mit sich, was die beste Entscheidung für alle Beteiligten sein würde…


Sylvie legte sich auf ihr Bett und überlegte nach wie vor, was für alle die beste Entscheidung war. Sie wollte ihre Schwangerschaft so gerne preisgeben, aber sie wusste einfach nicht, wie sie es machen sollte und wie all die anderen reagieren würden.
Sie musste vorerst eine Nacht darüber schlafen. Während sie so in Gedanken verloren auf ihrem Bett lag, merkte sie nicht, wie Gabby und Matt das Haus betraten.

„Hallo Sylvie, wir sind wieder da“, rief Gabby in die Wohnung hinein.
„Ich bin in meinem Zimmer“, antwortete Sylvie und setzte sich in ihrem Bett auf. Sie schaute auf ihre Armbanduhr und erschrak darüber, wie spät es bereits war.
Die Zimmertür öffnete sich und Gabby trat mit einem Lächeln in den Raum. „Du hast wirklich nicht zu viel versprochen. Die beiden Mädchen sind zauberhaft und verdienen eine tolle Familie“; schwärmte Gabby förmlich und augenblicklich bildete sich auch auf Sylvies Gesicht ein Lächeln.
„Das freut mich wirklich, dass ihr die beiden bei euch aufnehmen wollt. Aber Gabby, ich muss auch nochmal mit dir reden“, wechselte Sylvie das Thema.
„Was gibt es denn?“
„Ich werde spätestens nächsten Monat wieder in meine Wohnung zurückkehren. Es war wirklich total nett, dass ihr mich bei euch aufgenommen habt, aber ich brauche wieder meine eigenen vier Wände. Ich bin mittlerweile ja auch gut über den Tod von Kelly hinweg. Ich weiß auch nach wie vor selbst nicht so genau, warum mich das alles so mitgenommen hat. Aber jetzt ist es an der Zeit, zurück in die eigene Wohnung zu kehren“, schilderte Sylvie ihre Gedanken und schaute Gabby ein wenig verunsichert an.
„Bist du dir sicher, dass du in deinem jetzigen Zustand alleine leben möchtest?“, versuchte Gabby, ihre Freundin zu überreden, doch noch etwas zu bleiben.
„Ja, ihr braucht wieder euren Freiraum und möchte einfach gerne zurück in meine eigenen vier Wände“, erwiderte Sylvie und stand auf, um sich noch eine Scheibe Brot zum essen zu machen.
Sie wollte danach direkt ins Bett und sich für die kommende Schicht ausruhen. Sie hatte genug vor und war sich nicht sicher, wie sie all dies überstehen sollte.



Am nächsten Morgen wachte Sylvie früher als sonst auf. Es war ungewohnt, dass sie vor ihrem Wecker wach war, aber sie war sich ziemlich sicher, dass es die innere Aufregung war, die sie nicht mehr schlafen ließ. Für ihre Verhältnisse hatte sie in dieser Nacht auch ziemlich viel geschlafen. Schon lange hatte sie nicht mehr so tief und fest geschlafen.
‚Wahrscheinlich lag es an dem Gespräch gestern mit Hermann‘, dachte Sylvie sich und stieg aus dem Bett. So hatte sie immerhin noch genügend Zeit, sich fertig zu machen und sich innerlich auf das Gespräch mit Boden vorzubereiten, welches ihr als erstes bevorstand.
Die Zeit verging wie um Fluge und um viertel vor sieben machten die drei sich auf den Weg zur Wache.


„Hallo, das seid ihr ja endlich. Sylvie, du sollst gleich zu Boden kommen“, begrüßte Jo die drei Ankommenden.
„Alles klar, ich bringe nur schnell meine Sachen weg und dann mache ich mich auf den Weg“, erwiderte Sylvie und ging in die Umkleide, um ihre Tasche in ihren Spint zu packen. Sie war sich sicher, dass Boden ihr ihre neue Kleidung geben wollte, denn mit ihrer alten fiel es ihr immer schwerer, den in letzter Zeit rasant heranwachsenden Babybauch zu verstecken. Es war zwar für den fünften Monat noch sehr klein, weshalb sie befürchtete, dass ihr Bauch wachsen würde, wenn sie all den Ballast losgeworden ist.


„Hallo Chief, sie wollten mit mir sprechen“, betrat Sylvie das Büro.
„Setzen Sie sich doch bitte“, sagte Boden und schloss die Tür, durch welche Sylvie so eben gekommen war.
„Als erstes, wie geht es Ihnen?“, fragte Boden besorgt.
„Mir geht es gut. Das Krankenhaus hatte ja auch Entwarnung gegeben und den Schock habe ich gestern verdaut. Ich war bei Hermann und habe mich bei ihm bedankt. Immerhin hat er sein Leben für mich riskiert“, erwiderte Sylvie ehrlich. Irgendwie wurde sie das Gefühl nicht so recht, dass Boden mit diesen Fragen etwas gezieltes verfolgte, wenn nicht sogar schon etwas wusste.
„Das ist schön. Hat sich das PD schon bei Ihnen gemeldet?“
„Ja, Antonio wird nachher nochmal mit einer Kollegin vorbeikommen und meine Aussage aufnehmen“, antwortete Sylvie.

„Sagen Sie mal, Sylvie. Wollen Sie mir vielleicht etwas sagen?“, sprach Boden das besagte Thema an. Nun war Sylvie sich ziemlich sicher, dass Boden bereits etwas ahnte.
„Chief, bitte, ich wollte es Ihnen eigentlich schon lange gesagt haben, aber das war alles so kompliziert und da waren da immer wieder diese Einsätze. Ich weiß, wie gefährlich das alles war, aber ich konnte einfach nicht ohne“, sagte Sylvie wie von selbst, ohne abzuwarten, worauf Boden wirklich hinaus wollte.
„Es stimmt also wirklich? Können Sie jetzt einmal Klartext mit mir sprechen“, forderte Boden seine Rettungssanitäterin auf und Sylvie war verwirrt. Er hatte sie also wirklich ausgetrickst.

„Chief, ich bin schwanger, im fünften Monat“, gestand Sylvie und senkte ihren Blick.
„Wie konnten Sie bloß dieses Risiko eingehen? Sie hätten bei jedem Einsatz sterben können. Sie haben nicht nur sich, sondern auch ihr Kind gefährdet. Sie wissen ja, was das von nun an für Sie bedeutet. Sie werden hier auf der Wache bleiben, sich um die Versorgung kümmern und auf jeden Fall nicht mehr in den Außendienst gehen“, sagte Boden ernst mit erhobenem Finger, „ich möchte auf keinen Fall, dass Sie ihr Leben noch einmal so riskieren, wie beim letzten Einsatz.“

„Ich habe es verstanden, aber jetzt verraten Sie mir bitte einmal, wie Sie darauf gekommen sind, dass ich schwanger bin. Hermann hat das gestern auch einfach so gewusst“, sprach Sylvie ihren Gedanken aus, den sie nun schon die ganze Zeit gehabt hatte.
„Wissen Sie, Sylvie. Ich bin zum einen selbst Vater und zum andere sehe ich Sie hier regelmäßig. Mir ist es nicht unbemerkt geblieben, dass sie sich verändert haben, Ihnen auch mal schlecht war und sie hin und wieder etwas schläfrig waren. Ich kenne all diese Symptome von meiner Frau und als Sie mich dann bei der letzten Schicht um neue Kleidung baten, war ich mir ziemlich sicher, aber ich hatte gehofft, dass Sie noch aus eigenen Stücken zu mir kommen. Ich kann Sie schlecht, einfach mittendrin darauf ansprechen“, erwiderte Boden und Sylvie fiel ein Stein vom Herzen. Gabby hatte es ihm also nicht erzählt.

„Es tut mir wirklich leid. Jetzt weiß ich auch, dass ich es hätte machen sollen, aber die letzten Tage und Wochen waren wirklich sehr anstrengend.“
„Sagen Sie es jetzt erst mal den Kollegen und beim nächsten Mal warten Sie nicht bis zum fünften Monat“, ermahnte Boden sie.

„Hier ist trotzdem Ihre neue Kleidung. Auf der Wache brauchen Sie die ja auch.“
Sylvie verließ Bodens Büro mit einem bedrückten Gesichtsausdruck. Er hatte nicht sauer gewirkt, aber auch nicht wirklich begeistert. Als sie aus dem Büro draußen war, wollte sie als erstes mit ihren Kollegen sprechen, ehe sie sich umziehen ging.

Das Schwierigste hatte sie nun hinter sich gebracht...


Hallo,
endlich ist das Vorabi vorbei und zur Feier des Tages habe ich tatsächlich ein Kapitel fertig geschafft. Entschuldiugt, die komische Formatierung, aber irgendwie spinnt mein Programm gerade extrem. Alle normal geschriebenen KApitel werden in fett-, kursiv- und unterschrichengedruckt geschrieben, das nervt gerade etwas. Ich werde mal schauen, was sie da machen lässt. Das Problem scheint hier zu liegen.
Ich hoffe, dass euch das Kapitel gefallen hat. Über Meinungen, egal ob positiv oder mit konstruktiver Kritik, freue ich mich immer sehr.
Liebe Grüße,
EndlessDream01
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