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Tödliches Feuer

GeschichteAllgemein / P16
Gabriela Dawson Kelly Severide Matthew Casey Sylvie Brett
09.11.2018
29.12.2019
30
39.232
5
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17.11.2019 1.327
 
Kapitel 22


Aber bevor sie dem Amt mitteilten, dass sie die beiden vorerst aufnehmen werden, wollten sie ins Krankenhaus und die Kinder kennenlernen.

„Sylvie, wir wollen uns auf den Weg zum Krankenhaus machen, um die beiden Mädchen mal zu besuchen und ein wenig kennenzulernen“, teilte Gabby ihrer Freundin mit, nachdem diese herein gesagt hatte.
„Oh, das finde ich schön. Ich würde gerne mitkommen und Hermann besuchen. Ich muss mich einfach bei ihm bedanken“, sagte Sylvie und erhob sich von ihrem Bett.

„Bist du dir sicher, dass du so los möchtest?“, hakte Gabby nach und war ein bisschen verwirrt.
„Wieso? Was ist denn?“, fragte Sylvie verwirrt, während sie gerade ihre Tasche packte.
„Na, schau doch mal an dir herunter. Bist du dir sicher, dass du so in die Öffentlichkeit möchtest und am Ende sämtliche Frage beantworten?“, antwortete Gabby und deutete auf Sylvies enges T-Shirt, unter welchem sich deutlich der Babybauch abzeichnete.
„Mist, das hätte ich ja ganz vergessen. Hier in meinem Zimmer ist das ja egal, aber draußen sollte ich das vielleicht nicht anziehen“, erwiderte Sylvie und ging zu ihrem Kleiderschrank.

„Wann willst du es den anderen eigentlich endlich sagen? Du siehst doch selbst, dass es jederzeit erkannt werden kann. Jeder, der dich ein bisschen besser kennt, sieht, dass du schwanger bist. Selbst, wenn man es nicht weiß“, sagte Gabby und versuchte erneut, Sylvie ins Gewissen zu reden. Wäre sie nicht Sylvies beste Freundin gewesen, hätte sie ihr auch nicht gesagt, dass man ihren Babybauch erkennen konnte, aber so fies war sie dann doch nicht.

Sylvie stand vor ihrem Schrank und suchte vergebens nach einem weiten, gut kaschierenden T-Shirt.
„Mensch Sylvie, sag es Boden und den Kollegen einfach, dann hast du dieses Problem nicht mehr“, scherzte Gabby und verdrehte erkennbar die Augen.
„Das habe ich doch auch bald vor, aber nicht mehr heute, Ich muss nun Hermann unbedingt besuchen“, sagte Sylvie und fand endlich ein T-Shirt, das den Bauch zumindest so weit versteckte, dass sie sagen konnte, sie hätte bloß ein wenig zugenommen. Dies zusagen, fiel ihr komischerweise einfacher, als einfach zuzugeben, dass sie schwanger war.

„Können wir dann jetzt endlich los?“, fragte Gabby schmunzelnd. Sie war sich sicher, dass Matt bereits auf sie wartete.
„Klar. Ich bin fertig.“


Die beiden Frauen verließen Sylvies Zimmer und trafen im Flur auf Matt, der bereits auf die beiden wartete.
„Seid ihr endlich soweit?“, fragte er lachend, „Warum brauchen Frauen eigentlich immer so lang?“
„Das ist ein Geheimnis, das ihr nie herausbekommen werdet“, entgegneten die beiden lachend und verließen dann gemeinsam mit Matt das Haus. Es war bereits gegen Mittag, sodass sich die drei sicher waren, dass ein Besuch im Krankenhaus niemanden stören würde.


Im Krankenhaus trennten sich die Wege der drei. Gabby und Matt gingen zum Empfang der Kinderstation, um Bescheid zu sagen und Sylvie lief in Richtung Normalstation, auf welche Hermann an diesem Tag verlegt wurde.

Nachdem sie Hermanns Zimmer gefunden hatte, hielt sie nochmal kurz an, bevor sie dieses betrat. Sylvie atmete nochmal tief durch und legte sich bereits ein paar Worte zurecht. Sie war Hermann einfach so unendlich dankbar, dass er sie und ihr Kind gerettet hatte und sein Leben dafür riskiert hatte.

Sie klopfte an der Tür und wartete auf das Herein von Hermann.
„Hey Sylvie, was machst du denn hier?“, fragte Hermann und schaute sie an. Sylvie war ein wenig erschrocken von dem Bild, welches sich ihr bot. Überall an Hermanns Körper waren Kabel oder Schläuche, die in sämtliche Richtungen verliefen.
„Ich musste dich einfach besuchen. Hermann, du hast mir das Leben gerettet. Wärst du nicht gewesen, hätte diese Frau mich bestimmt erschossen“, brach es aus Sylvie heraus. Sie hatte bei dieser Aussage Tränen in den Augen.

„Ich konnte einfach nicht anders. Ich kann doch nicht einfach zusehen, wie du von einer durchgeknallten Frau erschossen wirst“, erwiderte Hermann.
„Ja, aber dafür hat sie dich getroffen.“
„Weißt du Sylvie, ich wurde schon so oft getroffen oder verletzt. Ich werde die hier auch überstehen. Aber bei dir wäre das mit Sicherheit anders ausgegangen“, sagte Hermann und schenkte Sylvie ein Lächeln.
„Wie meinst du das?“, fragte Sylvie verwirrt und wusste nicht so recht, was Hermann hatte damit sagen wollen. Sie verstand nicht, worauf diese Andeutung hinaus sollte. Sie stand sprichwörtlich auf dem Schlauch.

„Mensch Sylvie, jetzt stell dich mal nicht so an. Ich bin nun wirklich nicht blind. Gib es doch einfach zu, du freust dich mit Sicherheit darüber“, sagte Hermann und sorgte mit dieser Aussage für noch mehr Verwirrung bei Sylvie.
„Was willst du eigentlich von mir?“, fragte Sylvie.
„Du bist wirklich seltsam. Man erkennt es doch mittlerweile. Sylvie, du bist schwanger!“, erwiderte Hermann und verschlug Sylvie damit für einen kurzen Moment die Sprache.
„Wie…wie kommst du denn da drauf?“, stotterte Sylvie, nachdem sie ihre Sprache wiedergefunden hatte.
„Also stimmt es. Sylvie, ich habe selbst nicht nur ein Kind und ich weiß, wie das bei Cindy war. Außerdem kannst du kaum so viel zunehmen, wie dein Bauch in den letzten zwei Wochen gewachsen ist“, erklärte Hermann seine Aussage und Sylvies erster Gedanke war, ob es die anderen vielleicht auch schon herausgefunden haben.

„Hermann, hast du mit irgendwem darüber geredet?“, fragte Sylvie panisch.
„Nein, ich habe es natürlich für mich behalten, aber du musst jetzt endlich mit Boden und den anderen reden. Die Einsätze sind für dich viel zu gefährlich. In welchem Monat bist du jetzt? 5. oder 6.?“, hakte Hermann ernst nach und ermahnte Sylvie indirekt.
„Ich bin jetzt Anfang fünfter Monat, aber wieso hast du es bloß so gut erkannt? Ich habe es doch immer gut kaschiert.“

„Ich weiß einfach, wie sich der Bauch einer Schwangeren verändert und es war bei Cindy auch nicht anders“, sagte Hermann und zeigte auf Sylvies Bauch, „nachdem sie ihre Schwangerschaft nicht mehr verdrängt hatte, wuchs der Bauch ziemlich schnell. Ich denke mal, dass du es Gabby gerade erzählt hattest, als ich die erste Veränderung bemerkt habe.“

Für Sylvie klang das alles im ersten Moment total surreal und sie war sich nicht sicher, wie sie damit umgehen sollte, dass Hermann nun davon wusste, doch dann verspürte sie schnell das Gefühl der Erleichterung. Dieses Gespräch hatte ihr gut getan. Hermann hatte ihr keine Vorwürfe gemacht und ganz sanft mit ihr gesprochen. Er war tatsächlich sowas wie ein Vater auf der Wache.
„Sylvie, bitte versprich mir, dass du nicht mehr euer Leben riskierst und mit Boden redest. Es kann doch nicht ewig so weiter gehen. Du möchtest die Schwangerschaft doch mit Sicherheit auch noch genießen und die Veränderungen an deinem Körper bemerken.“

Erst jetzt merkte Sylvie, wie sehr sie ihre Schwangerschaft bisher verdrängt hatte und es nicht wahrhaben wollte.
„Ich wollte doch ohnehin schon länger mit Boden reden, aber irgendwie ging es immer nicht und dann kam dieser Einsatz. Danach habe ich mir fest vorgenommen, bei der nächsten Schicht mit ihm zu reden. Ich werde es morgen machen. Gleich als erstes. Ich muss sowieso zu ihm und meine neue Kleidung abholen“, versprach Sylvie ihm.

Da Hermann nun von ihrer Schwangerschaft wusste, machte sie sich während dem Rest ihres Besuchs keine Sorgen mehr darum, dass er etwas entdecken konnte. Sie blieb noch ein bisschen bei ihm, bis er langsam müde wurde und ein wenig schlafen wollte. Aus diesem Besuch ging Sylvie sehr positiv gestärkt. Er hatte recht, sie wollte die letzten Monate ihrer Schwangerschaft sehr genießen.



Hallo,
ich bin endlich mal wieder zum Schreiben gekommen und muss sagen, dass ich mit dem Kapitel eigentlich zufrieden bin. Langsam bewege ich mich endlich wieder dahin, wo ich eigentlich schon lange sein wollten. Mir sind einfach zu viele spannende Ideen dazwischen gekommen, aber so bekommt die Geschichte halt noch ein paar mehr Kapitel. Spannend wird es auf jeden Fall auch nochmal und zu dem Unfall erfahrt ihr demnächst auch noch mehr.
Über Meinungen oder auch eure Ideen/Vorschläge/Überlegungen freue ich mich immer sehr.
Liebe Grüße,
EndlessDream01
P.S.: Bis zum nächsten Kapitel könnte ich dieses Mal eventuell bis Mitte Dezember dauern, da ich in wenigen Wochen mein Vorabitur schreiben werde.
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