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Tödliches Feuer

GeschichteAllgemein / P16
Gabriela Dawson Kelly Severide Matthew Casey Sylvie Brett
09.11.2018
29.12.2019
30
39.232
5
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03.11.2019 1.055
 
Kapitel 21


Nach dem Gespräch oder davor wollte sie aber noch einmal Hermann besuchen und ihm danken.

Nachdem die drei bei Gabby und Matt im Haus angekommen waren, räumte jeder erst einmal seine Sachen weg oder kümmerte sich um den Haushalt. So gegen Mittag verließ Sylvie ihr Zimmer wieder in weiterer Kleidung und suchte Gabby und Matt.
„Ihr beiden, können wir vielleicht mal kurz reden? Ich muss euch etwas ganz wichtiges fragen“, bat Sylvie die beiden.
„Klar“, erwiderte Gabby und sie hatte eine Idee, was Sylvie von ihnen wollte. Gabby wusste zwar schon, was Sylvie beide fragen würde, aber sie hatte einen falschen Gedanken.


Sie setzten sich alle gemütlich auf die Couch und dann schauten sie Sylvie gespannt an.
„Also, was wolltest du uns so wichtiges fragen?“, fragte Matt unwissend.
„Gabby hat dir doch bestimmt von den beiden Mädchen erzählt, die wir bei einem Einsatz betreut und ins Krankenhaus gebracht haben“, fing Sylvie an und Gabby schaute sie herausfordernd an, denn sie wusste genau, was nun kommen würde.

Sylvie hatte sich aber fest in den Kopf gesetzt, den beiden Mädchen zu helfen und wenn Gabby es immer noch nicht schaffte, mit ihrem Mann darüber zu reden, dann würde sie das halt machen, auch wenn Gabby sie dann wahrscheinlich ein paar Tage böse anschaute.

„Kannst du es vielleicht einfach auf den Punkt bringen? Ich hasse es, wenn man ewig drumherum redet“, sagte Gabby, obwohl sie sich sicher war, dass diese Frage Matts und ihr Leben wieder völlig durcheinander bringen würde.
„Ich möchte euch bitten, dass ihr den beiden Mädchen ein Zuhause gebt, zumindest solange, bis das Amt eine geeignete Familie gefunden hat, in der die beiden ohne Angst und Gewalt aufwachsen können“, brachte Sylvie ihre Bitte auf den Punkt.

Sie beobachtete die Reaktionen der beiden ganz genau und in Gabbys Gesicht erkannte sie nicht so viel, denn Gabby war wenig überrascht über diese Frage. Das Amt würde Gabby und Matt einfach eher ein Pflegekind geben, denn zum einen hatten sie bereits eins und zum anderen sind sie verheiratet. Sylvie hingegen war zum einen alleinstehend und zum anderen war sie gerade schwanger.

„Also Sylvie, ich weiß ehrlich gesagt nicht, was ich dazu sagen soll. Warum sollen ausgerechnet wir die beiden aufnehmen? Wir sind beide berufstätig und wenig Zuhause. Zudem weißt du ganz genau, wie das damals ausgegangen ist“, erwiderte Matt stockend.
„Die beiden sind ja keine ganz kleinen Kinder und ihr arbeitet ja auch nicht die ganze Woche. Ich denke, dass die beiden hier bei euch besser aufgehoben sind, als bei ihren derzeit gewalttätigen Adoptiveltern. Die Kleine von den beiden wurde täglich misshandelt und hat noch nicht einmal in ihrem Leben eine friedliche Familie erlebt“, sagte Sylvie und versuchte, die beiden zu überzeugen, wenigstens einmal darüber nachzudenken.

„Ich weiß nicht so recht. Ich möchte mich nicht an ein Kind binden, um es dann gleich wieder zu verlieren“, gestand Gabby und Sylvie schaute sie daraufhin flehend an. Sie war überzeugt davon, dass Gabby und Matt die ideale Pflegefamilie für die beiden wäre. Zudem könnte sie sich selbst dann auch hin und wieder um die beiden kümmern.
„Ich werde euch auch helfen, wo ich nur kann. Selbstverständlich werde ich hier auch irgendwann wieder ausziehen. Aber ich bin überzeugt davon, dass ihr beiden die richtigen für die beiden Mädchen seid. Sie brauchen jetzt einfach jemanden, der ihnen Liebe schenkt und dafür seid ihr beiden genau die richtigen, davon bin ich überzeugt“, versuchte Sylvie erneut, all ihre Überredenskünste anzuwenden.

„Wir werden uns das in Ruhe überlegen“, sagte Matt nach einer Weile, weil er keine Lösung darin sah, nun ewig hin und her zu diskutieren.
„Überlegt aber bitte nicht ewig, die Mädchen können nicht ewig im Krankenhaus liegen bleiben“, sagte Sylvie, ehe sie den Raum verließ und die beiden in Ruhe überlegen ließ. Sie war sich sicher, dass Matt und Gabby nun Zeit brauchten, um nachzudenken.


Sie ging in ihr vorübergehendes Zimmer und überlegte, wie ihr Leben nun weiter gehen sollte. Sie bereute es derzeit immer mehr, mit Severide geschlafen zu haben. Es wäre alles so viel einfacher gewesen, wenn diese Nacht nie gewesen wäre. Sie wäre nicht schwanger, hätte sich niemals so gefährdet und sie könnte ganz einfach so weiter machen, als wenn nichts gewesen wäre.

‚Warum musste ich an diesem Abend bloß so viel trinken? Wieso habe ich nicht einfach aufgehört und bin nach Hause gegangen? Es wäre dann rein gar nichts passiert und wahrscheinlich hätte ich dann auch gar nicht erst diese Gefühle für ihn empfunden‘, dachte Sylvie sich und fluchte innerlich. Sie wusste zwar ganz genau, dass sie ihre Gefühle nicht beeinflussen und steuern konnte, aber sie wollte einfach nur wieder zurück in ein vernünftiges Leben, ohne die ganze Zeit daran denken zu müssen, wie sie die Umstände um den Vater lüftete, ohne dass sie dabei traurig wurde oder irgendjemand etwas ahnte.


Während sie da so gedankenverloren auf ihrem Bett saß und überlegte, wie all das weitergehen sollte, beratschlagten Gabby und Matt, wie sie mit der Bitte Sylvies umgehend sollten.
„Ich weiß nicht, ob das eine gute Idee ist, wenn wir die beiden Mädchen bei uns aufnehmen. Damals bei Louie ist das auch alles nach hinten losgegangen“, sagte Gabby und war wenig überzeugt.

„Ich weiß und ich weiß auch, wie schlimm es dich damals alles mitgenommen hat, aber die beiden Mädchen brauchen ein Zuhause und ich bin mir sicher, dass wir für die Mädchen eine gute Pflegefamilie sind. Du magst Kinder doch auch sehr und ich glaube, dass es auch dir gut tut, wenn du jemanden hast, um den du dich kümmern kannst. Die kleine Mia braucht jemanden, der mal für sie da ist und sich um sie kümmert“, versuchte Matt, seine Freundin zu überzeugen. Er war von Sylvies Vorschlag nicht abgeneigt gewesen und er war sich auch sicher, dass Kinder im Haus den beiden gut tun würden. Es wäre also ein Gewinn für beide Seiten.

Die beiden diskutierten noch eine ganze Weile, bis sie zu dem Entschluss kommen, den beiden ein vorläufiges Zuhause zu geben. Aber bevor sie dem Amt mitteilten, dass sie die beiden vorerst aufnehmen werden, wollten sie ins Krankenhaus und die Kinder kennenlernen.




Hallo,
es tut mir leid, dass es wieder so lange gedauert hat. Dieses Kapitel ist leider auch nur eher ein Übergangskapitel geworden.
Dennoch freue mich sehr über eure Meinung, egal ob positiv oder mit konstruktiver Kritik.
Liebe Grüße,
Endlessdream01
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