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Tödliches Feuer

GeschichteAllgemein / P16
Gabriela Dawson Kelly Severide Matthew Casey Sylvie Brett
09.11.2018
29.12.2019
30
39.232
5
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13.10.2019 1.109
 
Kapitel 20

Der Gedanke, dass die Offenbarung nicht die perfekte Lösung war, schlich sich zwar immer noch in ihren Kopf, aber sie musste es tun. Die anderen würden sicherlich hinter ihr stehen.


Die weitere Untersuchung verlief ohne Komplikationen und am Ende konnte Natalie Sylvie mit einem guten Gewissen entlassen. Sie hatte während der Behandlung nichts feststellen können.
„Versprich mir bitte wirklich, dass du nun mit Boden reden wirst. Ich möchte dich ungern in der nächsten Zeit wieder hiersehen weder als Patientin noch als Rettungssanitäterin. So sehr du deinen Beruf auch liebst, so sehr solltest du einsehen, dass es für dein Kind das Beste ist, wenn im Außendienst pausierst“, verabschiedete Natalie Sylvie und schenkte ihr zum Abschied noch einmal ein aufmunterndes Lächeln.

‚Wenn ich schon einmal hier bin, kann ich ja eigentlich auch gleich mal nach Mia und Lara schauen‘, dachte Sylvie sich und machte sich auf den Weg zur Kinderstation.

Als sie das Zimmer der Schwestern erreichte, sah sie, wie Antonio sich gerade in dem Zimmer befand. Sie klopfte vorsichtig und wartete darauf, dass Antonio ihr das Zeichen gab, rein zu kommen.
„Hallo Sylvie, was machst du denn hier?“, fragte Mia freudig.
„Ich wollte endlich mal wieder nach euch schauen. Ich war ja gestern nicht hier und wollte mal sehen, ob sich in den letzten zwei Tagen etwas getan hat“, erwiderte Sylvie.
„Oh ja, das hat es“, entgegnete Mia stolz und zum ersten Mal sah Sylvie das kleine Mädchen lächeln.
„Antonio hat mit dem Jugendamt geredet und wir müssen nicht zurück zu unseren Adoptiveltern. Es konnte sehr schnell nachgewiesen werden, dass wir dort nicht die benötigte Pflege und Aufmerksamkeit bekommen“; erklärte Lara Sylvie.
„Das freut mich wirklich sehr.“

„Sylvie, kann ich dich mal kurz sprechen?“, bat Antonio seine ehemalige Ex-Freundin.

Die beiden verließen das Zimmer und obwohl sie di Tür hinter sich schlossen, entfernten sie sich noch ein kleines bisschen vom Zimmer, damit die beiden Mädchen von dem Gespräch nichts belauschen konnten, denn das wollte Antonio ihnen vorerst ersparen.

„Was gibt es denn?“, fragte Sylvie und verschränkte ihre Arme wieder vor ihrem Bauch. Sie fühlte sich Antonio immer noch ein wenig hingezogen und hatte Angst, das derzeit gute Verhältnis zu Antonio durch ihre Schwangerschaft kaputt zu machen. Sie wollte es ihm in aller Ruhe sagen.
„Du weißt schon, dass die beiden in ein Kinderheim müssen, wenn keine Familie gefunden wird, die die beiden aufnimmt. Das Jugendamt sucht zwar schon auf Hochtouren nach einer Pflegefamilie, aber bisher war noch keine passende dabei. Ich habe mit dem Krankenhaus abgesprochen, dass Mia auch noch ein wenig hierbleiben darf. Normalerweise hätte sie mit ihrem gebrochenen Arm schon entlassen werden können. Lara muss ja ohnehin noch ein wenig hierbleiben, bis die Ärzte sichergehen können, dass sie wieder stabil ist“, erklärte Antonio Sylvie, welche ihm gebahnt zuhörte.

Ihr war dieser Umstand durchaus bekannt, weshalb sie nochmal mit Gabby reden wollte, ob sie den beiden Kindern nicht doch helfen konnte. Sylvie hatte sich da auch schon einen Weg überlegt, wie sie vielleicht ein bisschen Druck ausüben konnte.

„Ich kenne eventuell eine Familie bzw. ein Paar, das die beiden zumindest vorerst bei sich aufnehmen könnte. Ich werde nochmal mit den beiden reden, denn ich weiß, dass sie beide schon seit längerem ein Kind wünschen. Sobald ich mehr weiß, sage ich dir Bescheid“, erwiderte Sylvie.
„Kenne ich die Familie?“, fragte Antonio neugierig und da Sylvie ihm nicht sagen wollte, dass es sich dabei um seine Schwester und seinen Schwager handelte, schüttelte sie mit dem Kopf.
„Ich werde dir schon rechtzeitig Bescheid sagen. Ich werde das besagte Paar gleich heute noch fragen“, versicherte Sylvie und ging dann wieder in das Zimmer, um sich noch kurz mit den beiden Mädchen zu unterhalten und ihnen zu erklären, dass sie noch ein wenig im Krankenhaus bleiben würden, bis alles weitere geklärt ist. Mia verstand das noch nicht so recht, zumindest nicht, was das genau bedeutete. Lara wusste, was das bedeutete, aber gegenüber ihrer Schwester erwähnte sie nichts, da sie dieser keine Angst machen wollte.

„Mädels, tut mir leid, aber ich muss nun zurück zu meiner Arbeit und glaubt mir, es wird jetzt alles gut werden“, verabschiedete Sylvie sich und machte sich auf den Weg zurück zur Wache.


„Sylvie, da bist du ja endlich“, empfing Gabby sie im Aufenthaltsraum, „ist alles in Ordnung?“
„Bei mir ist alles gut, aber wie geht es Hermann?“, fragte Sylvie direkt. Sie konnte ihr gehütetes Geheimnis in dieser Situation nicht preisgeben. Hermann hatte sein Leben für sie riskiert und war dabei lebensgefährlich verletzt wurden.
„Hermann wurde erfolgreich operiert und befindet sich nun schon wieder auf dem Weg der Besserung. Er wird heute noch beatmet und ab morgen wollen die Ärzte die Beatmung bereits wieder abstellen“, meldete Boden, der soeben den Raum betreten hatte.

Die gesamte Mannschaft atmete auf und man konnte allen förmlich die Erleichterung ansehen.
„Brett, wie geht es Ihnen?“, fragte Boden.
„Bei mir ist alles soweit gut. Ich würde mich heute aber gerne nochmal einen Tag erholen“, antwortete Sylvie und Boden stimmte diesem sofort zu. Würde in den kommenden 10 Stunden noch ein Einsatz kommen, so würde Stella mitfahren. Auch wenn Boden seinen Leuten gerne einen freien Tag gegeben hätte, so mussten alle die letzten zehn Stunden noch durchhalten, ehe die Ablösung kam.

Die Nacht verlief Gott sei Dank einsatzlos und so konnten alle in dieser Nacht nach dem anstrengenden Tag ein wenig schlafen. Sylvie blieb die Nacht ebenfalls an der Wache.


Am nächsten Morgen verließen alle Kollegen die Wache zeitig. Manch einer wollte Hermann im Krankenhaus besuchen, andere wollten nach Hause, um sich nach den einsatzreichen letzten Stunden zu erholen. Jeder wollte den freien Tag auf seine Art und Weise verbringen.
Sylvie jedoch startete in diesen Tag mit einer ganz besonderen Aufgabe. Sie wollte mit Gabby und Casey über die beiden Mädchen aus dem Krankenhaus sprechen. Ebenso wollte sie sich auch mental schon einmal auf ihr Gespräch mit Boden am nächsten Tag vorbereiten. Nun, wo sie wusste, dass es Hermann besser ging, wollte sie ihre Schwangerschaft endlich öffentlich machen, auch wenn dies das vorläufige Ende auf dem RTW bedeutete. Nach dem Gespräch oder davor wollte sie aber noch einmal Hermann besuchen und ihm danken.



Hallo,
zuerst wollte ich mich einmal bei euch allen bedanken! Es freut mich wirklich sehr, dass euch die Geschichte scheinbar gefällt. Auch möchte ich meiner treuen Reviewerin @Pseudonitaia danken.
Ich würde gerne häufiger und regelmäßiger hochladen, denn die Motivation und Ideen habe ich, aber leider fehlt mir die Zeit dazu. Aber dennoch ist schon jetzt mehr aus dieser Geschichte geworden, als eigentlich geplant.
Ich hoffe, dass euch dieses - eher - Zwischenkapitel gefällt und über Meinungen, egal ob positiv oder mit konstruktiver Kritik würde ich mich freuen.
Liebe Grüße EndlessDream01
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