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Tödliches Feuer

GeschichteAllgemein / P16
Gabriela Dawson Kelly Severide Matthew Casey Sylvie Brett
09.11.2018
29.12.2019
30
39.232
5
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28.09.2019 1.306
 
Kapitel 19

„Ja, aber guck mal. Lange kannst du den aber auch nicht mehr verstecken. Dein Bauch ist für erfahrende auf jeden Fall schon erkennbar. Spätestens nächste Woche wirst du den nicht mehr verstecken können. Dein Kind ist nun schon so gut wie vollständig ausgebildet und es wäscht nun nur noch“, führte Saskia Sylvie die Situation noch einmal vor Augen und dann sagte sie ihrem Kollegen Bescheid, dass er sie ins Krankenhaus fahren solle.


Der Rettungswagen meldete sich von der Unfallstelle ab und den Kollegen wurde Bescheid gesagt, dass es Sylvie soweit gut ging und dies nur eine Routinekontrolle sein würde.
„Wir werden im Krankenhaus besondere Rücksicht auf dich nehmen“, versicherte Saskia der Kollegin, was Sylvie aber nur mäßig beruhigte.
Hermann hatte ihr das Leben gerettet und dabei sein eigenes riskiert. Sylvie wusste nicht, wie sie das seiner Frau erklären sollte und wie sie Hermann jemals danken könnte. Auf dem Weg ins Krankenhaus geschah nichts Weiteres.


„Er ist soweit stabil. Wir werden ihn nun schnellstens ins Krankenhaus bringen, wo geschaut wird, wie wir mit der Kugel verfahren“, erklärte das Rettungsdienstpersonal, welches sich um Hermann kümmerte. Er lag intubiert auf der Trage und die Schusswunde war mit vielen Kompressen und Mullbinden verbunden wurden, damit der Blutverlust nicht noch größer wurde.
„Darf ich mitkommen?“, fragte Kidd unter Tränen. Hermann war für sie schon immer eine sehr wichtige Person gewesen und sie wollte nun so gerne bei ihm sein.
„Das geht leider nicht, aber Sie können gerne hinterher kommen“, erwiderte der Rettungssanitäter.
„Kidd, wir werden gleich geschlossen zu Sylvie und Hermann ins Krankenhaus fahren. Dann kann Gabby sich auch gleich noch einmal untersuchen lassen“, sagte Casey und zog Kidd von dem fahrenden RTW weg.
„Lassen Sie uns die Unfallstelle schnell aufklaren und dann fahren wir so schnell es geht zu den beiden“, sagte Boden und jeder nahm sich zügig die Gerätschaften der Autos und verlastete sie wieder auf den jeweiligen Autos.


Relativ schnell konnten die Autos der 51. Wache wieder zurück fahren. Entweder wurde auf den Autos gar nicht gesprochen oder es wurde sich darüber ausgeregt, wieso dass alles passiert war.
„Kannte irgendwer von euch diese Frau?“
„Nein, ich habe diese Frau noch nie gesehen“, erwiderte Otis.
„Ich habe sie schon mal irgendwo gesehen“, fing Casey an und dachte angestrengt nach, „das war die Frau, die letztens vor Sylvie an der Wache gewartet hatte.“
„Hatte Sylvie nicht aber gesagt, dass das eine Freundin von ihr ist? Wieso sollte eine ehemalige Freundin von ihr, sie erschießen wollen?“, fragte Gabby, welche nun auf der Drehleiter saß, da der Rettungswagen nicht mehr fahrbereit war.
„Ich weiß es ehrlich gesagt nicht, aber das werden wir sicherlich mit der Zeit alles erfahren. Die Polizei wird Sylvie mit Sicherheit zu den Hergängen befragen. Ich bin mir sicher, dass Antonio das nicht alles so hinnimmt“, sagte Kidd und dann erreichten sie auch schon ihre Wache.

An der Wache zogen alle sich schnell um und machten sich dann auf den Weg ins Krankenhaus, in welchem Sylvie bereits eingetroffen war.


„Hallo, Sylvie“, begrüßte die Pädiatristin Dr. Natalie Manning sie. Beide kannten sich bereits von einigen Fällen und Kindern, die Sylvie und Gabby hier hergebracht hatten.
„Hallo Natalie.“
„Was machst du denn nur für Sachen?“
„Scott, würdest du bitte eben draußen warten. Ich komme gleich zu dir, sobald ich die Übergabe gemacht habe. Du könntest schon mal den RTW wieder auffüllen“, sagte Saskia an ihren Kollegen gewandt, welcher von dieser Ansage zwar nicht wirklich begeistert war, aber nichts weiter erwiderte.

„Sylvie war zum einen an einem Verkehrsunfall beteiligt, was bitte nochmal abgeklärt werden soll und zu anderen wurde sie eben mit einer Waffe bedroht, wurde zwar gerettet, steht aber deutlich unter Schock. Die andere Sache ist, dass sie schwanger ist und sowohl bei dem Unfall als auch bei der Rettung nicht ausgeschlossen werden kann, dass Sylvies Kind etwas zugestoßen ist. Ich habe ihr versprochen, dass nur du von der Schwangerschaft erfährst. Sie hat es noch keinem gesagt und wird dies nach all dem hier selber machen“, erklärte Saskia der Ärztin vor der Tür des Behandlungszimmers, in welches man Sylvie geschoben hatte.
„Ok, danke. Du kannst die Trage gleich wieder mitnehmen.“

Nachdem der Rettungsdienst das Zimmer verlassen hatte und Sylvie mit Natalie alleine im Raum war, holte diese sich ihren Stuhl mit Rollen und setzte sich neben die Liege, auf welcher Sylvie lag.

„Erstmal herzlichen Glückwunsch, aber was machst du denn nur für Sachen? Warum hast du denn niemandem davon erzählt? Das hätte auch ganz anders ausgehen können“, belehrte die eigentliche Kinderärztin sie.
„Ich weiß. Ich werde ja auch mit Boden reden, wenn hier alles abgeklärt ist“ versicherte Sylvie und hatte nun eigentlich keine Lust mehr, darüber mit irgendwem zu reden.
„Dann werde ich jetzt erstmal einen Bodycheck machen, umzuschauen, ob ich irgendwelche Verletzungen feststellen kann und danach machen wir einen Ultraschall, um nach deinem Kind zu schauen.“

„Tut dir hierbei irgendetwas weh?“, fragte Natalie, nachdem sie Sylvie Körper mithilfe des Bodychecks kontrolliert hatte.
„Nein, es ist alles ganz normal. Kein Druckschmerz oder ähnliches“, antwortete Sylvie ehrlich, denn hier ging es um die Gesundheit ihres Kindes und um ihre eigene.
„Gut, dann mache ich jetzt den Ultraschall. Würdest du deine Einsatzjacke dafür bitte einmal ausziehen“, bat die Ärztin.

Sylvie tat, was ihr geheißen, auch wenn sie es sehr ungewohnt fand, ihren Babybauch hier preiszugeben. Aber es war ihr tatsächlich unmöglich, ihn noch weiter zu verstecken. All die Menschen aus ihrem Umfeld hatten ein bisschen Ahnung davon.
„Das ist ja doch schon ein ordentliches Bäuchlein. Wie hast du es denn geschafft, den solange vor Gabby versteckt zu halten?“, fragte Natalie neugierig, denn sie kannte Gabby nur zu gut.
„Gar nicht, ich habe es ihr irgendwann erzählt, als sie sich immer wieder Sorgen gemacht hat, aber seitdem geht sie mir wirklich auf die Nerven mit ihrer Fürsorge“, gestand Sylvie.
„Sie macht sich doch bloß Sorgen und eine Schwangerschaft ist doch auch gar nichts Schlimmes, wofür man sich schämen muss. Du brauchst sie doch gar nicht verstecken. Es gibt so viele Lösungen und du solltest stolz darauf sein und die Zeit genießen“, ermunterte Natalie sie mit einem Lächeln, während sie mit dem Ultraschallgerät über Sylvies Bauch fuhr.

Sie hatte Recht. Ich sollte die Zeit genießen und ganz offen mit meiner Schwangerschaft umgehen. So groß die Angst auch vor der Frage nach dem Vater ist, so sehr freue ich mich doch auf mein Kind und die Veränderungen meines Körpers. Ich hatte mich so sehr über den wachsenden Bauch gefreut, da sollte ich ihn auch zeigen‘, dachte Sylvie sich.

Die ganzen ermunternden Worte der anderen hatten irgendetwas in ihr bewirkt und sie nahm sich fest vor, mit den Kollegen zu sprechen und ihren Bauch endlich öffentlich zeigen zu können. Dieses ewige Versteckspiel war ohnehin anstrengend.
„Dankeschön für den Mut. Ich bin mir jetzt sicher, dass ich öffentlich damit umgehen möchte und der ganzen Welt zeigen möchte, dass ich schwanger bin“, bedankte Sylvie sich.

Die anderen hatten es geschafft, endlich zu ihr durchzudringen und ihr den nötigen Mut zu geben. Sie hatte das einfach gebraucht. Gerade jetzt, wo sie unter Schock stand, waren die freundschaftlichen und kollegialen Worte wirklich hilfreich gewesen und Sylvie hatte eine Sorge weniger.
Sie wusste zwar, dass es trotzdem nicht einfach werden würde. Schon gar nicht nach diesem Ereignis, aber sie hatte eine Belastung weniger. Der Gedanke, dass die Offenbarung nicht die perfekte Lösung war, schlich sich zwar immer noch in ihren Kopf, aber sie musste es tun. Die anderen würden sicherlich hinter ihr stehen.



Hallo,
ich hoffe, dass es euch gut geht. Ich bin endlich mal wieder zum Schreiben gekommen, auch wnen ich jetzt wieder nicht sagen kann, wann es weitergehen wird. Die Zeit ist momentan einfach knapp.
Ich hoffe dennoch, dass euch das Kapitel gefallen hat und ihr mir eine Meinung dalasst, egal ob positiv oder mit konstruktiver Kritik.
Ich wünsche euch ein schönes Wochenende.
Liebe Grüße,
EndlessDream01
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