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Tödliches Feuer

GeschichteAllgemein / P16
Gabriela Dawson Kelly Severide Matthew Casey Sylvie Brett
09.11.2018
29.12.2019
30
39.232
5
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1 Review
 
15.09.2019 1.256
 
Kapitel 18

„Nein, lassen Sie das! Was machen Sie denn da!!! Hören Sie sofort auf“, schrie Hermann und rannte los. Er wollte Sylvie helfen, koste es, was es müsse.
Auch die anderen erkannten die Situation und keiner wusste, wie sie ausgehen würde…


Hermann rannte zu Sylvie, während alle anderen panisch zusahen.
„Was soll dieser Scheiß?! Ich habe dir überhaupt nichts getan!“, schrie Sylvie und war sich nicht sicher, ob sie überhaupt hätte etwas sagen sollen.
„Doch, du hast mich mit meinem Mann betrogen und du weißt ganz genau, was ich jetzt vorhabe“, erwiderte die Frau und zielte mit der Waffe genau auf Sylvies Bauchmitte. Ihr einziges Ziel war es, dass Kind nun umzubringen. Koste es, was es wolle.

Die Kollegen schrien immer wieder, doch die Waffe war noch immer auf Sylvie gerichtet, die wie angewurzelt da stand und ihre Hände beschützend vor ihren Bauch hielt.
Die Finger bewegten sich an der Waffe immer näher an den Auslöser und in Sylvie stieg die Panik. Sie konnte sich einfach nicht bewegen, aber sie wollte ihr Kind auch nicht verlieren. Ihre Finger hatten nun den Auslöser erreicht und sie betätigten ihn wie von selbstständig.

„Nein“, schrien alle und die Kugel näherten sich immer weiter, doch dann geschah es.
Sylvie wurde zur Seite geschubst und die Kugel traf einen lebensrettenden Menschen, der nun am Boden lag.

„Hermann, nein“, schrie Sylvie und sie sah die Blutlache, die sich um seinen Körper bildete. Die eben noch komplett erstarrte Atmosphäre löste sich binnen Sekunden auf und ein Teil der Kollegen rannte zu Hermann. Boden hatte die Polizei verständigt, die nun endlich eintraf. Für den Mann im Unfallauto kam jede Hilfe zu spät und so lag der Fokus nun woanders.
„Hermann, bitte bleib bei uns“, flüsterte Kidd unter Tränen und drückte ihre Hände auf die Schusswunde.

„Sylvie, geht es dir gut?“, fragte Gabby und kniete sich neben ihre am Boden liegende beste Freundin.
„Mit mir ist alles in Ordnung, aber wie geht es Hermann?“, entgegnete Sylvie und wollte aufstehen, doch es gelang ihr nicht. Sie stand erkennbar unter Schock und ihr gesamter Körper zitterte.
„Ihm wird geholfen und zu dir kommt auch gleich Rettungsdienstpersonal“, antwortete Gabby und blieb bei Sylvie knien.

„Gabby, bitte sag den Kollegen nichts von meiner Schwangerschaft“, flüsterte Sylvie flehend. Sie konnte es gerade einfach nicht verkraften. Diese Situation hatte ihr den Rest gegeben.
„Du musst es ihnen aber sagen. Wie sollen sie dich denn sonst untersuchen?“
„Ich kläre das selber. Ich möchte das jetzt einfach nicht“, weinte Sylvie und da Gabby sie nun nicht noch mehr aufregen wollte, beließ sie es dabei und strich ihrer Freundin immer wieder beruhigend über die Schulter. Das starke Zittern konnte sie damit dennoch nicht unterdrücken.


„Wir legen Sie jetzt erstmal auf eine Trage und untersuchen Sie dann im RTW“, sagte der Kollege vom Rettungsdienst zu Sylvie und legte sie gemeinsam mit seiner Kollegin auf die Trage.
„Brett, geht es Ihnen gut?“, fragte Boden, bevor Sylvie in den Rettungswagen geschoben wurde.
„Mir geht es gut. Das ist nur eine Routineuntersuchung“, entgegnete Sylvie mit stockender Stimme. Sie tat nur so stark, in Wirklichkeit hatte ihr diese Situation wirklich Angst eingejagt.
„Sylvie, du musst jetzt nicht stark tun, du kannst ruhig zugeben, dass dir diese Situation Angst gemacht hat. Eine Bedrohung mit der Waffe steckt man nicht einfach so weg“, mischte sich Gabby ein, ehe Sylvie endgültig in den Rettungswagen geschoben wurden und sich die Türen schlossen, damit sie Sylvie in Ruhe untersuchen konnten.


„Tut Ihnen irgendetwas weh? Ihr Chief hatte mir erzählt, dass Sie vorhin an einem Unfall beteiligt waren“, fragte der Rettungssanitäter Sylvie.
„Nein, es ist alles gut. Ich stehe nur ein wenig unter Schock nach diesem Ereignis“, erwiderte Sylvie.
„Ich würde Sie trotzdem gerne einmal abtasten, um eventuelle Verletzungen feststellen zu können“, sagte der Mann.
„Das möchte ich aber eigentlich nicht. Mir geht es wirklich gut“, versicherte Sylvie dem Personal vom nachgerückten Rettungswagen.
„Sie sind doch auch vom Fach und kennen die Schritte. Ich möchte nicht, dass wir irgendetwas übersehen.“ Wie Sylvie solche Leute hasste, die alles ganz vorschriftsmäßig machen wollten und überhaupt nicht auf die Patienten eingingen. Normalerweise würde sie sich aber auch nicht so vehement gegen die Untersuchung sträuben.

„Scott, vielleicht gehst du einfach mal raus und schaust, ob du da irgendwo noch helfen kannst. Ich schaffe das hier drinnen auch alleine“, meldete seine Partnerin sich erstmalig zu Wort.
„Na gut, aber sobald du irgendwas brauchst, sag mir Bescheid.“ Mit diesen Worten verließ er den RTW und schaute sich draußen um.


„Es tut mir leid, dass er so überkorrekt und aufdringlich war. Er will einfach nur seine Arbeit machen und alles richtig erledigen“, entschuldigte die Rettungssanitäterin sein Verhalten.
„So, nun nochmal von vorne. Ich bin Saskia und würde dich nun gerne einmal untersuchen“, fing sie das Gespräch an.
„Ich möchte das aber eigentlich immer noch nicht“, gestand Sylvie und hielt ihre Jacke am Bund fest, damit keiner sie einfach hochzog.

Saskia setzte sich neben Sylvie und lächelte ihr zu. Normalerweise behandelten sie Kinder so, aber Saskia merkte, dass Sylvie die gesamte Situation deutlich mehr zugesetzt hatte, als sie zugab.
„Warum denn nicht? Hier drinnen ist alles in Ordnung. Die Polizei hat die verrückte Frau festgenommen. Sie kann dir gar nichts mehr tun“, startete Saskia erneut einen Versuch.
„Weißt du, ich habe etwas gemacht, was ich eigentlich hätte gar nicht machen dürfen. Eigentlich hätte ich gar nicht bei diesem Einsatz dabei sein dürfen“, gestand Sylvie, aber ohne irgendwelche Details zu nennen.
„Ich habe Schweigepflicht, das müsstest du eigentlich wissen. Erzähl es mir, es wird dir sicherlich helfen“, ermutigte Saskia ihre Kollegin.

„Ich hätte eigentlich schon lange nicht mehr im Außendienst fahren dürfen. Ich bin in der 16. Woche schwanger“, sagte Sylvie und sprach dieses Geheimnis erstmalig vor einem Fremden aus.
„Erstmal meinen herzlichen Glückwunsch, aber du weißt ja nun selbst, wie gefährlich das ist. Gerade deshalb sollte ich dich nun besser einmal untersuchen, damit wir später schauen können, wie es deinem Kind geht. Ich verspreche dir auch, dass es im Krankenhaus nur die Gynäkologin von mir erfahren wird. Aber ich bin sicherlich nicht die erste, die dir sagt, dass du auf jeden Fall mit deinem Chief reden solltest.“
„Ja, ich werde mit ihm reden, sobald das hier alles vorbei ist. Nach diesem Unfall möchte ich das nicht alles nochmal erleben“, sagte Sylvie, auch wenn sie sich noch nicht so sicher war, wie schlimm die Standpauke von Boden werden würde.

Sylvie nahm ihre Hand vom Bund ihrer Jacke weg und ermöglichte Saskia somit, die Untersuchung fortzusetzen. Die Untersuchung verlief ohne irgendwelche Befunde.
„Ich würde aber gerne noch einen Ultraschall im Krankenhaus machen lassen.“
„Na gut, aber niemand außer der Ärztin soll davon erfahren“, versicherte Sylvie sich noch einmal.
„Ja, aber guck mal. Lange kannst du den aber auch nicht mehr verstecken. Dein Bauch ist für erfahrende auf jeden Fall schon erkennbar. Spätestens nächste Woche wirst du den nicht mehr verstecken können. Dein Kind ist nun schon so gut wie vollständig ausgebildet und es wäscht nun nur noch“, führte Saskia Sylvie die Situation noch einmal vor Augen und dann sagte sie ihrem Kollegen Bescheid, dass er sie ins Krankenhaus fahren solle.




Hallo,
ich bin endlich wieder zum Schreiben gekommen. Meine Motivation für diese Geschichte ist deutlich größer als die Zeit es mir momentan ermöglicht. Ich werde versuchen, weiterhin regelmäßig etwas hochzuladen. Spätestens in drei Wochen, denn da sind wieder Ferien.
Ich hoffe, dass euch das Kapitel gefallen hat, auch wenn es eher ein Übergangskapitel war. Über Meinungen, egal ob positiv oder mit konstruktiver Kritik würde ich mich dennoch sehr freuen.
Liebe Grüße,
EndlessDream01
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