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Tödliches Feuer

GeschichteAllgemein / P16
Gabriela Dawson Kelly Severide Matthew Casey Sylvie Brett
09.11.2018
29.12.2019
30
39.232
5
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31.08.2019 1.256
 
Kapitel 17

Sie erreichten den Einsatzort, doch dieses Mal sollte der Einsatz jedem und besonders Sylvie im Gedächtnis bleiben.


Alle Autos erreichten den Einsatzort und alles sah wie ein Routineeinsatz aus, doch beim Betrachten des Bildes verspürte jeder ein mulmiges Gefühl in der Magengegend. Das Haus brannte zwar nicht wirklich, zumindest waren keine Flammen erkennbar, aber alle fühlten sich an Kellys Tod erinnert.
„Casey, Sie gehen mit zwei Männern rein und suchen die vermisste Person. Sie nehmen sicherheitshalber ein C-Rohr mit, um ein mögliches Feuer zu bekämpfen. Beeilen Sie sich bitte und sobald ich sage, dass Sie rauskommen sollen, kommen Sie auch raus“, sagte Boden an Casey gewandt und nachdem dieser seinen Auftrag erhalten hatte, wandte Boden sich wieder zum Gehen ab.

Sylvie und Brett schoben schon einmal die Trage aus dem Rettungswagen. Danach schauten sie sich ein wenig um und Gabby erkannte Sylvies innere Anspannung sofort.
„Sylvie, ich schaffe das auch alleine. Du kannst gerne im Rettungswagen warten“, sagte Gabby an ihre Freundin gewandt, doch Sylvie machte keine Anstalt. Sie reagierte nicht einmal auf die Aussage ihrer Freundin, denn sie schaute sich weiter um.

Um den Einsatzort hatten sich bereits viele Schaulustige versammelt, die das Geschehen mit gebahnten Augen verfolgten. Sylvie schüttelte immer wieder den Kopf über diese Menschen, die einen Feuerwehreinsatz verfolgten, den Einsatzkräften wohlmöglich sogar noch im Weg standen und dann auch noch alles mit ihrem Handy filmte. Solche Gaffer waren immer die schlimmsten.


Sylvies Blicke schweiften immer wieder über die ganzen Schaulustigen, bis sie an einer Frau hängenblieb, die ihr sehr bekannt vorkam. Unter all den Schaulustigen stand keine geringere Frau, als die vermeintliche Ehefrau von Kelly, welche Sylvie ganz genau beobachtete. Trotzdem ließ Sylvie sich dies nicht anmerken und wandte ihren Blick wieder ab, um sich auf den Einsatz zu konzentrieren, denn genau in diesem Moment kamen die Feuerwehrmänner aus dem Haus.
„Chief, wir haben das gesamte Haus durchsucht und keine Person gefunden. Die Verrauchung entstand durch ein angebranntes Essen. Wir haben die Fenster geöffnet und damit ist alles gut“, berichtete Casey und nahm sich die Atemschutzmaske ab.

Boden nahm dies zur Kenntnis und nach einigen Minuten, in welchen die Männer und Frauen der Wache 53 die Einsatzstelle noch beobachteten, klarte sich die Einsatzstelle langsam auf. Alle machten sich auf den Rückweg und gerade, als der Rettungswagen 61, welcher vorweg fuhr, um die Ecke bog, geschah es. Aus einer Seitenstraße fuhr ein Auto, dessen Geschwindigkeit viel zu schnell war.

Der Rettungswagen konnte nicht mehr ausweichen und so fuhr das Auto direkt in die rechte Seite des Rettungswagens und kam nach einigen Metern des Schiebens zum Stehen.
Die Drehleiter, welche direkt dahinter war, erschrak und kam sofort zum Stehen. Casey sprang aus dem Truck und stürmte sofort zur Fahrerseite des Rettungswagens. Er hat so eine Angst um seine Frau. Ihr durfte einfach nichts passiert sein. Auch die restlichen Kollegen sprangen von der Drehleiter. Jeder von ihnen lief direkt zum Rettungswagen, um zu schauen, wie es ihren Kolleginnen ging.

„Gabby, ist alles gut bei dir?“, fragte Casey seine Frau direkt.
„Ja, mit mir ist alles in Ordnung. Wir ist nichts passiert, aber was ist mit Sylvie?“, entgegnete Gabby und versuchte nach rechts zu schauen, doch sie erkannte nicht allzu viel. Ihre größte Sorge war, dass es das Kind oder gar Sylvie nicht geschafft hatte.
„Komm erstmal raus“, sagte Casey und half seiner Frau aus dem zerbeulten Auto, was sich zwar ohne schwere Rettungsgeräte aber dennoch schwierig gestaltete. Nachdem Gabby aus dem Auto war, wollte Casey sie eigentlich noch einmal kurz anschauen und gegebenenfalls abtasten, doch Gabby lief direkt zur anderen Seite, auch welcher die restlichen Kollegen gerade dabei waren, die Tür, welche durch den Aufprall des anderen Autos zum Teil verbeult war.

„Wie geht es ihr?“, fragte Gabby direkt.
„Es geht ihr gut. Sie kann mit uns reden und hat nur ein paar Schürfwunden und Schrammen, aber die Tür ist verbeult, dass wir die Tür zerschneiden müssen“, erwiderte Hermann und widmete sich wieder der Öffnung.
„Sylvie, kannst du mich hören?“, rief Gabby.
„Ja, mir geht es gut. Ich komme halt nur nicht mehr alleine hier raus“, entgegnete Sylvie und augenblicklich verlangsamte sich Gabbys Herzschlag wieder. Casey zog seine Frau ein wenig zur Seite, damit die Kollegen in Ruhe weiterarbeiten konnten.

„Dawson, geht es Ihnen gut?“, fragte Boden mit einem besorgten Unterton.
„Mir geht es sehr gut. Unser Auto hat es am schlimmsten getroffen“, antwortete Gabby und das stimmte, denn die beiden hatten wirklich Glück gehabt, dass das Auto mehr in den hinteren Teil des Rettungswagens gekracht war. Wäre das Auto frontal gekommen und auf Höhe der Beifahrertür, hätte das Ganze sicherlich anders ausgehen können.
„Ich möchte dennoch, dass Sie sich einmal von dem Personal des anderen RTWs untersuchen lassen und danach nochmal zu einem komplett Check-up mit ins Krankenhaus fahren“, ordnete Boden an und ließ Gabby dann wieder bei Casey stehen.

Während die einen Kollegen Sylvie aus dem RTW befreiten, kümmerte sich die Besatzung des Rüstwagens um den Fahrer des zu schnell gefahrenen Porsches, denn dieser Fahrer war deutlich in seinem Auto eingeklemmt, welches so gut wie keine Motorhaube mehr besaß. Die Feuerwehrmänner und –frauen setzten alles daran, diesen Mann aus seinem Auto zu befreien und ihn dann noch lebend in den Rettungswagen der Kollegen einer anderen Wache zu bringen. Hätten sie gewusst, wer das wirklich war und was dieser ganze Unfall in Wirklichkeit für eine Bedeutung hatte, dann wäre dies sicherlich anders ausgegangen.



Sylvie war aus dem Rettungswagen befreit wurden und zur Sicherheit erst einmal an den Straßenrand gesetzt, damit ihr Kreislauf nicht doch noch schlapp machte.
„Sylvie, ist wirklich alles in Ordnung?“, fragte Jo besorgt.
„Ja, mir geht es wirklich gut. Ich habe mich nur ein bisschen erschrocken“, erwiderte Sylvie ein bisschen genervt von all der Fürsorge ihrer Kollegen.
Sylvie bekam von Boden die gleiche Ansage, dennoch durfte sie erstmal ein wenig abseits am Straßenrand sitzen bleiben.


Während sie da so alleine saß und all die Kollegen sich um den schwer eingeklemmten Fahrer des anderen Autos kümmerten, schaute sie sich wieder einmal um und erkannte erneut diese verrückte Frau, doch dieses Mal sollte alles nicht so glimpflich ausgehen.
„Ich habe dir doch gesagt, dass du schon noch dein Wunder erleben wirst. Eigentlich hatte ich ja gehofft, dass du deutlich schwerer verletzt wirst und wenigstens dein Kind verlierst, aber dann muss ich halt einfach nachhelfen“, sagte diese verrückte Frau einfach, während sie näher zu Sylvie kam. Sylvie beobachtete ihre Handlung ganz genau und dann erkannte sie, wie sie eine Waffe aus ihrer Tasche zog. Sie stand noch mit ein wenig Abstand zu Sylvie und richtete die Waffe nun auf ihren Bauch.
„Was habe ich Ihnen nur getan? Wir können doch über alles in Ruhe reden“, sagte Sylvie mit zitternder Stimme. Sie hatte Angst, wahnsinnige Angst.


Hermann drehte sich für einen kurzen Moment in Sylvies Richtung und erkannte die auf Sylvie gerichtete Waffe.
„Nein, lassen Sie das! Was machen Sie denn da!!! Hören Sie sofort auf“, schrie Hermann und rannte los. Er wollte Sylvie helfen, koste es, was es müsse.
Auch die anderen erkannten die Situation und keiner wusste, wie sie ausgehen würde…




Hallo,
auch wenn ich bei diesem Kapitel nicht so wirklich vorangekommen bin und es dieses Mal irgendwie nicht ganz so gut finde, wollte ich es euch nicht vorenthalten.
Über Meinungen, egal on positiv oder mit konstruktiver Kiritk, würde ich mich sehr freuen. Nun kommt nochmal etwas Spannung und dann mal sehen, wie sich diese Geschichte noch weiterentwickelt. SIe ist bereits jetzt schon länger, als eigentlich mal geplant.
Ich wünsche euch ein schönes Wochenende.
Liebe Grüße EndlessDream01
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