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Tödliches Feuer

GeschichteAllgemein / P16
Gabriela Dawson Kelly Severide Matthew Casey Sylvie Brett
09.11.2018
29.12.2019
30
39.232
5
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09.11.2018 1.208
 
Tödliches Feuer

Prolog

Es war ein harter Tag für die Männer und Frauen der Feuerwache 51 gewesen, weshalb sich am Abend alle im Molly’s trafen, um den Tag einfach zu vergessen und wieder auf andere Gedanken zu kommen.

Brett hatte einem jungen Mädchen nicht mehr helfen können, was ihr ziemlich wehtat und ihr einige Gedanken bescherte, denn die Kleine hatte ihr vertraut, kurz bevor sie einen Herzstillstand erlitt und starb. Die Männer der Rüstgruppe hatten ebenso einen schlechten Tag und auch die Drehleiter hatte keinen angenehmen Tag gehabt.

„Hermann, gibst du mir noch einen?“, fragte Sylvie Brett leicht angetrunken, zumindest empfand sie das so, und verlangte noch einen Schnaps.
„Für dich ist aber langsam mal Schluss“, sagte Hermann und schenkte ihr noch einen aus.
„Wieso das denn? Ich bin doch noch so gut wie nüchtern“, protestierte sie und stand auf, um es ihm zu zeigen. Bei diesem Versuch stolperte sie rückwärts direkt in die Arme von Kelly.
„Ich glaub, ich bringe dich besser mal nach Hause“, sagte er und zog sie wieder hoch, sodass sie wieder auf ihren eigenen Füßen stand, wenn auch nur mit Hilfe.
„Nein, ich will aber noch nicht“, erwiderte sie und versuchte, sich zu wehren, was ihr nicht sonderlich gut gelang.

„Für dich ist jetzt Schluss! Du kannst noch nicht mal mehr geradeaus laufen! Ich bringe dich jetzt nach Hause und ich diskutiere da auch gar nicht mehr weiter mit dir!“, erwiderte Kelly ernst und zog Brett am Arm raus.

„Wieso bist du so gemein zu mir? Ich wollte doch einfach nur ein wenig trinken! Und vor allem den Abend mit euch allen genießen!“, protestierte Sylvie und wollte wieder zurück in die Bar.
„Du willst dich nur betrinken, weil du das Mädchen heute Morgen verloren hast. Normalerweise trinkst du nie so viel! Du solltest deinen Schmerz von der Arbeit nicht mit Hilfe von Alkohol verdrängen. Ich weiß und auch du weißt, dass ihr Dinge von der Arbeit nicht mit nach Hause nehmen sollt, aber wir beide wissen ganz genau, dass das nie funktioniert“, versuchte Kelly, sie ein wenig auf andere Gedanken zu bringen. Er konnte es einfach nicht leiden, wenn Kollegen beziehungsweise gute Freunde nach der Arbeit so eine schlechte Laune hatten oder nach einem Fall trauerten beziehungsweise sich Gedanken machten.

Da auch er ein bisschen mehr Alkohol getrunken hatte, was aber wiederrum normal für ihn war, gingen die beiden zu Fuß zu Kellys Wohnung, da er Sylvie in ihrem Zustand ungern alleine Zuhause lassen wollte, denn sowohl Otis als auch Jo waren noch in der Bar.

„Wieso bist du eigentlich so nett zu mir? Du warst noch nie so freundlich zu mir“, sagte Sylvie mit ein paar Unterbrechern, da sie sich zwischendurch auf ihre Schritte konzentrieren musste. Obwohl Kelly sie stützte, hatte sie einige Probleme, sich auf den Beinen zu halten.
„Weil ich genau weiß, wie du dich fühlst. Ich habe auch schon einige Menschen verloren, die mir vertraut haben und mir vor allem wichtig waren! Außerdem sind wir beide schon längst mehr als Kollegen. Sylvie, wir sind bereits Freunde. Und als Freund sehe ich mich in der Verantwortung, mich um dich zu kümmern. Ich weiß von deinem Liebeskummer. Ich will einfach nur freundschaftlich für dich da sein“, erklärte Kelly ihr und öffnete genau in diesem Moment die Tür zu seinem Haus.


„Setz dich erstmal hier hin. Ich mache dir eben das Gästezimmer fertig“, sagte Kelly und setzte sie auf der Couch ab.
„Ach, lass mal“, entgegnete Sylvie und stand auf. Langsam lief sie auf ihn zu und näherte sich seinen Lippen. Da Kelly derzeit Single war und nie nein sagte, wenn einer Frau mit ihm schlafen wollte, erwiderte er ihren Kuss. Für ihn würde das Ganze sowieso eine einmalige Sache sein.

Relativ schnell landeten die beiden in seinem Schlafzimmer. Auf dem Weg dorthin hatten sie sich langsam ihren Klamotten entledigt und waren auf seinem Bett gelandet. Kelly war einfach nur froh, dass er keinen Mitbewohner hatte, der derzeit anwesend war. Stella würde das Ganze lediglich falsch verstehen und vor allem würde es morgen die ganze Wache wissen. Für ihn stellte diese Nacht keine feste Beziehung dar, weshalb er hoffte, dass es Sylvie genauso war. Es sollte sowieso bei einer einmaligen Nacht bleiben.

Relativ schnell merkte Sylvie die wirklich Wirkung des ganzen Alkohols, den sie zu sich genommen hatte. Auf über einen Promille würde sie auf jeden Fall kommen. Normalerweise war sie nicht die Art von Person, die ihren Liebeskummer in Alkohol ertränkte, doch dieser Liebeskummer hatte sich so sehr in Herz gebrannt, dass sie in diesem Moment keinen anderen Ausweg mehr sah.

Nach ein paar wilden erregenden Momenten schlief Sylvie ein. Man hatte ihr relativ schnell die Müdigkeit und den Alkohol angemerkt, aber Kelly wollte sie nicht darauf ansprechen, da so etwas bei betrunkenen Personen immer gewagt war, das hatte er gelernt. Aber auch bei ihm siegte schnell die Müdigkeit.


Sylvie schlug ihre Augen auf und das erste, was ihr durch den Kopf schoss war: „Wo bin ich?“ Während sie das dachte, richtete sie sich auf und ließ sich kurz darauf wieder ins Kissen fallen – ihr Kopf brummte und es fühlte sich an, als würde jemand mit dem Hammer auf ihren Kopf klopfen.

„Guten Morgen“, grüßte Kelly sie mit einem Lächeln und in der linken Hand ein Glas Wasser und in der rechten eine Kopfschmerztablette.
„In leiser Vorahnung habe ich dir mal eine Kopfschmerztablett mitgebracht. Ich könnte mir denken, dass dein Kopf ziemlich wehtut“, fügte er scherzhaft hinzu.
„Gib die her! Es fühlt sich an, als würde mein Kopf gleich explodieren. Warum hab ich gestern nur so viel getrunken? Ach ja, was mache ich eigentlich in deinem Bett?“, fragte Sylvie total verwirrt, nachdem sie die Aspirin dankend genommen hatte.
„Du warst gestern so betrunken, dass ich dich nicht mehr alleine nach Hause lassen wollte und naja, du kannst es dir doch sicherlich denken. Ich war ja immerhin auch nicht ganz nüchtern.“
„Haben wir etwa?“, fragte Sylvie verlegen, worauf Kelly nickte.

„Für mich war das aber eine einmalige Sache. Ich bin weder in dich verliebt, noch möchte ich mir dir zusammen sein, weil du eben nur eine gute Freundin bist. Für mich war das alles nur eine einzige Nacht“, erwiderte Kelly direkt klarstellend.
„Auf jeden Fall. Wir beide sind lediglich Freunde. Ich glaube, ich sollte nie mehr so viel Alkohol trinken! Jedes Mal, was wirklich selten ist, wache ich auf und weiß nichts mehr. Irgendwie habe ich einen kompletten Filmriss, zudem was gestern Abend passiert ist. Ich gehe jetzt aber mal besser“, stotterte Sylvie und war zugleich ein wenig peinlich berührt.

Sie schämte sich dafür, dass sie mit einem guten Freund im Bett gelandet war – im betrunken Zustand.
„Es war wirklich nur eine einmalige Sache!“, sagte sie und verließ sein Haus mit dem Gedanken, dass bei dieser Nacht nichts passiert war.

Die eigentlichen Folgen dieser Nacht würden allen noch zum Verhängnis werden…



A/N: Hallo,
dies ist meine allererste Geschichte in diesem Bereich, weshalb ich mich sehr über Meinungen, egal ob positiv oder mit konstruktiver Kritik, freuen würde.
Ebenso möchte ich einer netten und tollen Person dafür danken, dass sie mich in den letzten Wochen ermutigt hat und mich überhaupt zu dieser Idee gebracht hat. Danke P.B.?
LG EndlessDream01
PS: ich weiß nicht, wie oft etwas komen wird.
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