What is your reality?

von malin2828
GeschichteAllgemein / P12
Mare Barrow Maven Calore OC (Own Character) Tiberias "Cal" Calore
08.11.2018
08.11.2018
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Grüße an Luisa, wegen der ich diese Geschichte angefangen habe. Alles Gute zum Geburtstag, du Kek. Hab dich lieb und wehe du ließt das, wenn die anderen dabei sind. Werde das nebenbei noch  weiter schreiben. See you later, Lea <3 :D


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Der König rief zur Volkszählung. Ich wäre nicht gegangen, wenn ich nicht gewusst hätte, dass er mich erwarten und mich zur Not mit Gewallt geholt hätte. Ich wusste er war nicht wütend auf mich, weil ich seinem Bruder ein Dolch durch Herz gerammt hatte, wer weiß vielleicht hätte er es sogar selber gemacht  und doch...und doch war Cal ein verdammtes Arschloch. Meine Schwester wartete bereits an der Tür, ein weißer Handschuh zierte heute ihre kaputte Hand. Mitleidig dachte ich daran zurück, solange bis sie mich vorwurfsvoll ansah. Sie wollte kein Mitleid und erst recht nicht von mir. Eine Bitterkeit die durch den Tot meines Bruders und durch meine Schuld an ihrer Hand hochkam, wirkte erdrückend, so dass ich rasch an ihr vorbei aus dem Haus lief, dass, seit Cal König war, uns gehörte. Die Rebellen hatten, als Cal an die Macht , einen Vertrag mit ihm abgeschlossen und so kamen die meisten von uns zu einem gewissen Betrag.

Nach kurzer Zeit kam meine Mutter, sie hatte sich heute besonders schick angezogen. Ein gelbes Kleid schmiegte sich um ihre Hüften und kleine Glitzersteine ließen es funkeln. Ich hatte ihr nicht von mir und Cal erzählt, weshalb sie auch überrascht reinblickte, als sie mich erkannte. Ich hatte meine braunen Haare offen gelassen und lediglich mit einer Spange verschönert die ich hinten reingesteckt hatte. Ich trug nicht einmal ein Kleid und hatte mir auch sonst keine Mühe gemacht meinen Missmut zu verbergen.

Die Fahrt war anstrengend. Sie war nicht sonderlich lang, doch alleine die Vorstellung von dem was auf mich zu kam zerrte an meinen Kräfte. Nicht wortwörtlich, wobei ich mir selbst dabei nicht sicher war. Die Eingangshalle war imposant, doch nicht so wie man es von Maven erwarten würde. Es hatte einen rustikalen Touch. Mehrere Kellnerinnen liefen umher, dass war dann wohl der Bereich für die höher gestellten Gäste. Sofort drehte ich mich um und wollte rausstürmen, doch etwas packte mich am Arm. Doch es war nicht wie ich gehofft hatte meine Schwester, die ich nun da ich genauer hinsah am Eingangstor bemerkte, sondern einer der alten Wiederständler. Ich kannte ihn nur von sehen, doch es muss einer der Roten gewesen sein, die man kurz vor meinem Aussteigen aufgesucht hatte. Ich betrachtete den Jungen. Seine grünen Augen fixierten mich und seine blonden Haare hingen ihm ins Gesicht. Er war sehr jung, wobei das auch nur Illusion hätte sein könnten.
>Du bist Mare, oder?<  fragte er mit fester Stimme. Ich bückte mich leicht zu ihm hinunter >Ja, und wer bist du?<
Anstelle einer Antwort rannte er weg. Verwirrt blieb ich zurück.

Ich konnte nicht schnell genug rauskommen. Wie konnte der Platzweiser uns nur hier her schicken? Als mir klar wurde warum, war es auch schon zu spät. Eine Gestallt lief in mich hinein. Wie ich zu geben musste, eine ziemlich widerwertige und doch wunderschöne Gestallt: Cal. >Mare.< flüsterte er.  Seine Augen strahlten so sehr, dass ich mich nicht lösen konnte. Einen Moment sahen wir uns schweigend an. Doch ich wusste ich sollte mich, nein musste mich lösen. >Ich denke, du solltest gehen.< Schnell drehte ich mich um, falls sich mein Herz doch noch durch setzte und ich mich nie wieder lösen konnte und ihm wieder um den Hals fiel. Doch Cal schien diese Idee nicht zu gefallen. Er zog mich so schnell und harsch zurück, dass ich gegen seine Brust taumelte. >Warte. Ich muss mit dir reden.< Ihm so nahe zu sein entfachte das Feuer in mir, dass ich zu verdrängen versuchte. In gewissermaßen sein Feuer. Ich war ihm so nah, dass die Wärme seiner Haut fast schon brannte. >Es gibt nicht zu reden, Cal.<
>Ist es wegen Maven? Ich verzeihe dir, dass du ihn getötet hast.< >Du verzeihst mir? Denkst du wirklich, dass es an Maven liegt?< >Warum sonst gehst du mir die ganzen Monat schon aus den Weg?" Sein Feuer brannte kurz auf, doch verflüchtete sich im nächsten Moment auch schon wieder. >Weißt du eigentlich wie sehr ich dich vermisst habe die ganze Zeit über. Weißt du eigentlich wie viele Räume ich bereits zerbrannt habe, nur weil du nicht da warst? Glaubst du wirklich ich hätte wissen wollen über wie viele Menschen ich herrsche, dass ist mir alles nicht wichtig. Nur du bist mir wichtig, Mare. Bitte lass mich mit dir reden. Nur einen Moment.<  >Du klingst bereits jetzt schon wie dein Bruder." So als hätte er sich an mir verbrannt, ließ er mich los.
Geschockt ließ ich ihn zurück. Er hatte sich kein Stück bewegt.

Die weitere Zeit verlief ruhig. Ich hatte den Moment noch einige male Revue passieren lassen, ehe ich mich wieder zu meiner Familie gesellte die meinen Abgang nur mit einem fragenden Blick kommentierten.

Die Versammlung lief ebenso ruhig. Wir stellten uns ohne Sinn und ohne Logik in die Reihen die uns zu gewiesen wurden. Nur die Schreiber verstanden scheinbar wie man das ganze zu verstehen hatte. Ich stand neben einem kleinen Mädchen, dass mich mit großen Augen anstarrte. Ich war hier nicht unbekannt, auch wenn ich mir das wünschte. Hinter mir war ein Mann, der geistesabwesend durch die Gegend schaute und immer mal wieder ein paar Gegenstände fixierte. Beide hatten einfache Kleidung, auch wenn ich mir sicher war, dass es das beste war, was sie besaßen.

Nach einigen Stunden schienen die Gelehrten zufrieden und ließen von uns ab. Eine Glocke ertönte und sollte uns wahrscheinlich zum gehen auffordern. Ich ging in die Richtung meiner Familie, während alle anderen versuchten durch das Gedränge die Tore zu passieren. Wir gingen als letztes raus. Ich konnte es kaum erwarten diesen Ort mit seinen ganzen Erinnerungen endlich zu verlassen.

>Und dafür haben wir den ganzen Weg hierher gemacht< klagte meine Mutter. Ich konnte ihr nur zu stimmen. >Mama, pass auf was du sagst. Der König könnte dich hören und du weißt, was der letzte König mit Ma-< Sie unterbrach sich selbst, auch wenn uns allen klar war, was sie sagen wollte. >Du kannst es ruhig sagen.< sagte ich ruhig. >Nein, schon gut. Es tut mir leid. Ich wollte das eigentlich nicht sagen.< >Wirklich es ist egal. Du warst es ja nicht, die mich eingesperrt hat.< Stille.