Evil never looked so good (Swanqueen) (teacherxstudent)

GeschichteDrama, Romanze / P16 Slash
06.11.2018
18.05.2019
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Für einige Tage mussten sich Regina, wie auch Emma, damit begnügen, einander nur im Unterricht zu sehen. Snows Wut über Emmas Verhalten brachte ihr eine Woche Hausarrest ein und Reginas schlechtes Gewissen nagte an ihr. Immerhin nahm sie Emma mit zu sich, anstatt sie zu Graham gehen zu lassen. Dort wäre sie vermutlich nicht so lange geblieben. „Und weißt du was sie dann gesagt hat?“, fragte Snow und riss Regina aus ihren Gedanken. „Nein, was denn?“, erwiderte Regina und nippte an ihrem Kaffee. „Ich solle mich nicht so anstellen, Kinder sind nun mal so. Wie kann meine Tante so etwas zu mir sagen?“, motzte Snow und stellte ihr Teeglas ab. „Hm“, murrte Regina abwesend und driftete wieder von der Unterhaltung ab. Sie vernahm Snows aufgeregte Stimme, ihre Schimpftiraden und nickte und antwortete, wenn sie glaubte es wäre in dem Moment angebracht. „Willst du August eigentlich nicht mal auf einen Kaffee einladen?“, hörte sie Snow plötzlich sagen und schüttelte augenblicklich mit dem Kopf. „Nein? Wie kommst du darauf?“, antwortete Regina gelassen und überkreuzte die Beine. „Na ich glaube er mag dich“, sagte Snow achselzuckend und musterte ihre beste Freundin intensiv, „und du mochtest ihn damals doch auch, gib es wenigstens zu.“ „Das ist Ewigkeiten her, Mary Margret“, konterte Regina und dachte an die damalige Zeit zurück. Sie war gerade ein Jahr mit Robin zusammen, da offenbarte ihr August, ein langjähriger Freund, seine Gefühle. Regina dachte ungern daran zurück, denn es war der Tag, an dem sie einen guten Freund verlor. „Nein, du irrst dich. Wir waren nur immer sehr gute Freunde, es tat weh ihn abdriften zu sehen“, erklärte Regina, die wirklich niemals Gefühle für August gehegt hatte. „Ach Regina, gib ihm doch eine Chance. Er sieht verdammt gut aus. Er kennt dich sehr gut, ist charmant, zuvorkommend, höflich. Was willst du mehr? Er hat alles, was Robin nicht hat!“, versuchte es Mary Margret erneut, doch Regina schüttelte wieder den Kopf. „Ich möchte ihn nicht daten, Snow“, sagte Regina, deren Ton deutlich kühler geworden war. „Man könnte ja fast meinen, du hast schon wen Neues“, feixte Snow und Regina riss ruckartig ihren Kopf nach oben. „So ein Quatsch. Ich bin einfach noch nicht bereit, okay? Können wir jetzt über was anderes reden?“, flehte Regina und nahm sich ein Stück vom Apfelkuchen, der bisher unberührt auf dem Tisch stand. Snow blies die Luft aus ihrer Nase und schüttelte über Reginas Sturheit den Kopf: „Ich versteh dich nicht. Du hast die Chance einen großartigen Mann zu daten und alles was du mir sagst ist, du bist noch nicht bereit. Wann ist man schon für die Liebe bereit?“ Regina massierte sich genervt die Schläfen und antwortete: „Es gibt keinen perfekten Zeitpunkt Snow, aber die perfekte Person – und das ist mit Sicherheit nicht August. Er trägt immer noch seine alte, zerfledderte Lederjacke. Fährt auf seinem Motorrad herum als wäre er noch 18 Jahre und bringt sogar noch die gleichen Sprüche wie damals. Nein danke.“ Snow blickte ihre beste Freundin sauer an, behielt sich einen bissigen Kommentar allerdings für sich und wechselte anstatt dessen das Thema, ganz zu Reginas Freude: „Da du nicht über August sprechen möchtest, können wir da kurz über meine Tochter sprechen, die noch immer ihre Strafe absitzt?“ Regina verkniff sich ein Grinsen und antwortete: „Wenn du gerne über ihren Hausarrest reden möchtest, nur zu.“ Nun lachte auch Snow und erwiderte: „Nicht direkt. Allerdings lernt sie für deine Klausur und verzweifelt ein wenig. Eigentlich habe ich ihr verboten zum Lesezirkel zu gehen, allerdings könntest du dort vielleicht mit ihr den Stoff durchgehen?“ Regina kniff argwöhnisch die Augen zusammen, da Snow sonst immer sehr darauf bedacht war, den Beiden keine Zeit allein zu geben, warum auch immer. Emma hatte ihr von ihren Bedenken und Gefühlen berichtet, was auch Regina veranlasste Snows Verhalten näher zu betrachten. „Emma sollte eigentlich in der Lage sein, den Stoff selbst zu erarbeiten“, antwortete sie deshalb relativ nüchtern und Snow wirkte ein wenig überrascht. „Na das wollte ich damit nicht sagen, aber…“, stammelte Snow und Regina winkte um sie zum schweigen zu bringen. „Sie hat immer gut mitgearbeitet, ihre abgegebenen Hausaufgaben waren jedes Mal tadellos. Snow, sie schafft das auch ohne meine Hilfe“, sagte Regina und trank wieder etwas von ihrem Kaffee, der mittlerweile nicht mehr wirklich heiß war. „Emma ist schlau, natürlich schafft sie das. Allerdings dachte ich…“, setzte Snow erneut an und überlegte, wie sie Regina erklären sollte, dass sie mit Emma gerade überfordert war, „ich…weiß nicht wie ich mit ihr umgehen soll.“ Dieses Geständnis ließ Reginas Kopf herumfahren und sie starrte Snow ungläubig an: „Bitte was?“ „Du hast mich schon verstanden“, nuschelte diese und lehnte sich auf ihrem Stuhl zurück, „mir wird das alles gerade zu viel. Ich will nicht, dass Emma denkt ich behandle sie unfair, Regina. Aber ich habe mir wirklich Sorgen gemacht und möchte einfach nicht, dass ihr etwas geschieht. Erst heute haben wir wieder gestritten und Emma ist richtig laut geworden. Diese Angst ist riesengroß, vor allem seitdem ich schwanger bin… und dann hat sie mir von Neal erzählt und seinem Verhalten und…“ Regina rückte mit ihrem Stuhl näher an Mary Margret heran und tätschelte ihren Rücken: „Snow, du bist eine wundervolle Mutter und Emma weiß bestimmt auch, dass du dir einfach Sorgen machst. Allerdings muss sie auch ihre eigenen Erfahrungen sammeln und sie ist in einem Alter, wo man gerne…Dinge ausprobiert und Grenzen überschreitet. Das ist ganz normal.“ Regina spannte sich unbewusst an und hoffte, Snow würde ihre Worte nicht hinterfragen, etwas hineininterpretieren, aber warum sollte sie? Regina unterrichtete seit einigen Jahren die höheren Jahrgänge und sie sprach nicht diese Worte, weil sie Emma mochte und sie mehr als nur eine Schülerin für sie war, sondern weil sie diese Erfahrungen über die Jahre gesammelt hatte. „Sag mir, Snow. In der Grundschule probieren die Kinder doch auch ihre Grenzen aus, oder etwa nicht?“, Snow nickte und Regina fuhr fort, „Siehst du. Es sind andere Grenzen, aber trotzdem überschreiten sie diese. Sie müssen lernen, austesten. Bei Emma mag es vielleicht auch extremer sein, da sie noch nicht so lange bei euch ist. Im Normalfall erfährt man in einer Familie was Grenzen sind, aber das hat sie nie erleben dürfen, oder? Was weißt du über ihre Vergangenheit und wie viel Liebe sie erfahren durfte?“ Nun sprach die reine Neugierde aus Regina, da Emma bisher nicht viel erzählte was ihre Vergangenheit betraf, aber ihre Worte erreichten Snow und sie erkannte, Emma manchmal zu streng zu behandeln. „Du hast Recht“, sagte sie also, „sie kennt kein stabiles Familienleben. Ich mein, ich hatte bis vor kurzem auch noch kein Kind, aber ich bin in einer intakten Familie großgeworden und sollte ihr dieses Gefühl vermitteln und nicht eines, in dem sie glaubt immer etwas falsch zu machen. David sagt, ich soll ihr Zeit geben, nicht so streng sein, aber es fällt mir manchmal einfach schwer ruhig zu bleiben.“ „Einfach durchatmen, runterkommen und dann reagieren, das wird schon. In wie vielen Familien hat sie gelebt?“, hakte Regina nach und sah wie sich Snow langsam entspannte. „Emma sagt immer nach vier Heimen und drei Familien habe sie aufgehört zu zählen. Allerdings kennen wir ja die Wahrheit, da wir ihre Papiere bekamen“, Snows Blick wurde traurig und in Reginas Hals bildete sich schlagartig ein Knoten. War es richtig Snow auszufragen, wenn sie doch auch Emma fragen konnte? Selbst wenn diese noch Zeit brauchte? „Kannst du glauben, dass sie in sechs Familien und acht Heimen war?“, erzählte Snow geknickt, „Wie kann man so ein tolles Kind hin- und herschieben?“ „Oh“, entfuhr es Regina und sie spürte auf einmal so viele Emotionen, dass es sie regelrecht übermannte. Wut, Trauer, Hass und Scham. Scham darüber Snow auszufragen. Nie hätte sie geglaubt, sich mit solch einem Gefühl auseinandersetzen zu müssen, doch hier war es. Unaufhaltsam und wie ein großes Monster nahm es Regina für sich ein und sie spürte plötzlich den Drang wegzulaufen, von hier zu verschwinden. „Entschuldige mich kurz“, nuschelte Regina, sprang von ihrem Stuhl auf und marschierte schnellen Schrittes Richtung Toilette.

X

Die Unruhe die Regina fast zerfraß, ließ sie auch am Abend nicht los. Nach dem Treffen mit Snow war sie aufgewühlt, fühlte sich wie von einem LKW überrollt. Ihre Gedanken kreisten um Emma. Ihre Vergangenheit. Ihre verbotene Beziehung. Beziehung? Was war es überhaupt was da zwischen ihnen passierte? Snows Worte rüttelten und labten an Regina, etwas was sie nie für möglich gehalten hatte. Regina Mills war immer eine sortierte, strukturierte und klardenkende Frau. Bis Emma Swan in ihr Leben trat. Swan. Regina lief in ihrem Wohnzimmer auf und ab, wobei ihre Augen immer wieder zum Sofa huschten, wo sie die Nacht mit Emma verbracht hatte. Emmas Lachen schallte durch ihren Kopf, der Gedanke an ihr Kichern brachte Regina zum Lächeln. Ertappt über ihre Verweichlichung straffte sie ihren Rücken, setzte eine kühle Miene auf und ging weiter wortlos auf und ab. Für einen kurzen Moment war da wieder die Eiskönigin, die alles kontrollierte, sowohl Emotionen wie auch ihr Umfeld. Sie brauchte Kontrolle. Vor allem über sich selbst. Seit Emma Swan in ihr Leben trat, warf sie alles über Bord was sie sich so mühevoll aufgebaut hatte. Regina stöckelte in ihren schwarzen High Heels Richtung Küche, goss sich einen Wein ein und wollte gerade zurück ins Wohnzimmer gehen, als ein lautes Klopfen sie innehalten ließ. Es war spät. 22 Uhr. Regina Augen huschten unruhig zwischen Uhr und dem Klopfen hin und her, welches immer lauter wurde. „Regina!“, ertönte eine ihr sehr bekannte Stimme, „Mach die Tür auf!“ Er war betrunken. Natürlich war er das. Und wie konnte Regina glauben, Robin würde nicht irgendwann wieder hier auftauchen, um mit ihr reden zu wollen? Weil sie auf seine Vernunft pochte, die er aber vor Jahren im Alkohol ertränkt hatte. „Verschwinde“, rief Regina aus dem Foyer heraus. Sie erkannte Robins Umriss im Glas, der sich kaum auf den Beinen halten konnte. „Mach auf!“, brüllte er nun lauter und Regina verdrehte die Augen. Was sollten die Nachbarn nur denken? „Ich habe gesagt, du sollst verschwinden!“, antwortete Regina und lehnte sich gegen das Treppengeländer, das sich unangenehm in ihren Rücken bohrte. „Verdammt Reginaaa! Willssst du mich hier draußen stehn lassn?“, lallte Robin und Regina zückte ihr Handy. „Ich will dich hier nicht sehen, Robin. Erst recht nicht betrunken“, erklärte Regina ruhig und gelassen. Sie tippte eine Nachricht an David, der ihr umgehend antwortete und sich auf den Weg machte. Sie kannte das schon zu genüge. Es war ihr unangenehm, aber anders würde Robin nicht verschwinden.

Womit sie jedoch nicht rechnete war, mit wem David hier auftauchte. Emma. Sie hörte gut 10 Minuten später das Auto ihres guten Freundes, Türenschlagen und Robins Gefluche. Davids Stimme übertönte Robins, der vor lauter Alkohol kaum noch vernünftige Worte hervorbrachte. Doch sie verstand genau was er als nächstes sagte und Regina riss die Tür auf. „Lass die Tür zu“, befahl David, doch Regina dachte gar nicht daran. Emma stand wie versteinert am Rand des Weges und blickte Robin mit aufgerissenen Augen an. Regina eilte an ihre Seite, zog sie mit sich ins Haus und schloss die Tür. Sie blickte Emma an, die noch immer nichts sagte, weshalb Regina zaghaft fragte: „Emma? Alles in Ordnung?“ Emma nickte und verarbeitete Robins Worte, die sie dort trafen, wo es am meisten weh tat. „Emma?“, hakte Regina erneut nach, da Emmas Augen verdächtig glänzten, „Warum bist du mitgekommen?“ „Wir…“, setzte Emma an, „waren auf dem Weg zur Tankstelle, wollten Eis für Snow kaufen, aber dann hast du angerufen und wir sind direkt hierher.“ Regina seufzte laut, geleitete Emma Richtung Wohnzimmer und ging zurück zur Haustür. Dort stand David mit Robin, der wie immer eine Diskussion anfing und seinen Besuch bei Regina verteidigte. Ohne weiter über das alles nachzudenken, platzte es aus Regina heraus: „Wenn du hierherkommen willst, um mich zu belästigen, okay. Aber hör auf dabei Leute zu beleidigen, die dir nichts getan haben!“ Robin sah sie feixend an und David war bisher entgangen was Robin genau gesagt hatte, weshalb er fragend aufblickte. „Ach David“, raunte Robin und schwankte dabei leicht, „eure Pseudotochter ist doch nur solange gut, bis euer eigenes Kind auf die Welt kommt.“ „Es reicht!“, donnerte David, der urplötzlich Handschellen hervorholte und sie seinem ehemals guten Freund anlegte. „Wassss soll das?!“, fragte Robin pikiert und David lachte kehlig. „Du bist verhaftet. Wegen unerlaubten Betretens dieses Grundstücks, Beleidigung wie auch Belästigung. Und nenn Emma nie wieder unsere Pseudotochter!“, erklärte David mit einer relativ gelassenen Stimme. „Regina? Ich rufe vom Präsidium aus Snow an, sie wird Emma gleich abholen. Ist es okay, wenn sie solange bei dir bleibt?“, fragte er und Regina nickte. „Natürlich“, sagte sie atemlos und konnte noch immer nicht fassen, was hier gerade geschehen war. „Was soll der Scheiß, David! Mach die Dinger ab“, rief Robin, der nun absolut nüchtern klang. „Du wusstest dein Verhalten würde auch mal Konsequenzen haben“, sagte David und drückte ihn in Richtung Auto. „Komm Buddy, mach die Handschellen ab! Das ist doch nicht nötig!“, versuchte Robin es weiter und Regina fühlte sich entzweigerissen. Ihren langjährigen Partner so zu sehen zerriss ihr das Herz. David verschwand mit Robin ohne ein weiteres Wort, es blieb Regina nicht mal Zeit sich zu bedanken.

Benommen ging sie zurück ins Haus, wo sie Emma zusammengerollt auf ihrem Sofa entdeckte. Sie zog auf halbem Weg ihre High Heels aus, ließ sie an der Tür stehen und tänzelte in Emmas Richtung. Diese lag dort mit geschlossenen Augen, regelmäßiger Atmung und einem friedlichen Ausdruck auf dem Gesicht. Doch Regina wusste, Emma schlief nicht. Regina schnappte sich die Decke von der Sofalehne und breitete diese über Emma aus, die nun zufrieden lächelte. „Besser?“, fragte Regina zaghaft und spürte wieder, wie die Eiskönigin verschwand. „Besser“, antwortete Emma leise und streckte sich, „und ist bei dir alles in Ordnung?“ Traurig lächelte Regina und sagte: „Bei mir ist alles in Ordnung. Das ist nicht das erste Mal, Emma.“ Nun richtete Emma sich auf, rieb sich die Augen und ergriff Reginas Hand. „Taucht er öfters auf?“, Emma wirkte geschockt über Reginas Offenbarung, die sich gar nicht viel dabei dachte. „Manchmal“, mehr sagte Regina nicht, da ihr nicht danach zumute war und nahm einen Schluck von ihrem Wein, der noch unberührt auf dem Wohnzimmertisch stand. „Und weiter?“, hakte Emma nach und fuhr mit ihrem Daumen über Reginas Handinnenfläche. Regina, die noch immer keine Anstalten machte mehr zu sagen, fühlte sich nicht gut dabei Emma mehr zu erzählen, aber vielleicht war das der Anfang für eine wachsende Vertrauensbasis. Emma, die spürte wie Regina mit sich haderte, küsste ohne Vorwarnung Reginas Hals, der sich verlockend vor ihr reckte und Regina keuchte auf, als Emma vorsichtig in die zarte Haut biss. „Weiter?“, forderte Emma und biss noch einmal zu. Regina grinste breit und spürte wie ihre Anspannung nachließ. „Er taucht einmal die Woche hier auf, manchmal liegt mehr Zeit dazwischen, aber es läuft immer gleich ab“, erklärt Regina und zuckte mit den Achseln. „Warum hast du nie was gesagt?“, fragte Emma irritiert. „Was hättest du tun wollen? Er betrinkt sich, kommt her, brüllt rum und dann verscheucht David ihn meistens“, Regina lehnte sich gegen Emma, die nun mit ihrer Zunge über die zuvor gebissene Stelle leckte. „Nun“, hauchte Emma in Reginas Ohr und gegen den feuchten Pfad auf ihrer Haut, „wahrscheinlich nicht viel“, wieder biss sie zu, doch dieses Mal in Reginas Ohrläppchen, „aber ich hätte dich bestimmt ablenken können.“ Eine Gänsehaut erfasste Regina, die sich ruckartig umdrehte und Emma zurück ins Polster drückte. Sie setzte sich auf Emmas Hüften, drückte ihre Arme nach oben und lehnte sich gefährlich nah hinunter. „Glaubst du, Emma“, wisperte Regina gegen Emmas Lippen, „du hättest mich ablenken können, ja?“ „Oh ja, das glaube ich, Miss Mills“, konterte Emma und ein siegessicheres Lächeln lag auf ihren Lippen. Sie sah wie sich Reginas Augen verdunkelten und biss sich auf ihre Unterlippe. Emma versuchte sich hochzudrücken, Reginas Lippen mit ihren zu liebkosen, doch Reginas Griff war tonnenschwer und verwehrte Emma die Macht über die Situation. „Ah, ah“, tadelte Regina und grinste, „wer hat gesagt, du darfst mich ablenken?“ Reginas Stimme war voller Autorität und Emma zitterte von dem strengen Klang. „Ist es nicht das was du willst?“, schnurrte Emma als Antwort und dabei schwang ein Selbstbewusstsein mit, das Reginas Hände locker werden ließ. Emma befreite schlagartig ihre Arme und fuhr mit ihren Händen an Reginas Oberschenkeln hinauf. Wieder trug sie ein Kleid und Emma wurde bewusst, wie wenig Stoff die beiden gerade trennte und wohin sie ihr Kleid mit ihrer Bewegung schob. Regina stöhnte als Antwort, fand aber keine Worte, die sie erwidern konnte, zu sehr lenkten sie Emmas Hände auf ihrem Körper ab. „Habe ich Sie gerade etwa sprachlos gemacht, Miss Mills? Die sonst so schlagfertige Miss Mills?“, säuselte Emma, die selbst erschrocken über ihre Fragen war. Regina riss ihre Augen auf, blickte in Emmas lustgeweiteten Augen, deren grün nun auch deutlich dunkler war. Nie zuvor hatte Regina die Berührungen eines Menschen mehr gewollt als in diesem Moment, weshalb sie ihre Lippen eilig gegen Emmas presste. Emmas Hände lagen noch immer auf Reginas Oberschenkeln, deren Finger sich mittlerweile direkt unter Reginas Hüften krallten. Regina bog ihren Rücken durch und presste sich dabei weiter nach unten, nur um eine Art von Kontakt zu spüren, den sie gerade am meisten brauchte. Emma, gefangen im Moment, drückte nun zusätzlich Reginas Hüfte hinunter und spürte wie Regina nun vollends auf ihr saß, mit jedem Zentimeter ihres Körpers. Emma stöhnte auf, überrascht vom plötzlichen Kontakt und Druck, deren Stöhnen kurz darauf von Reginas Lippen eingefangen wurde. Reginas Zunge glitt über Emmas bebenden Lippen, ihre Hände vergrub sie in Emmas blondem Haar, welches mittlerweile zerzaust in alle Richtungen abstand.

„Regina?“, ertönte plötzlich Mary Margrets Stimme und Regina schmiss sich blindlinks zur Seite, landete unsanft auf dem Boden und rappelte sich eilig wieder auf. „Snow?“, fragte sie mit zitternder Stimme, richtete ihrer Haare und ging Richtung Foyer, woher Snows Stimme kam. „Ich wollte nicht einfach reinkommen, aber die Tür war nicht verschlossen und David meinte, ich solle Emma abholen“, erklärte diese und Regina, die sich gerade kurz im Spiegel betrachtete, nickte. „Ja“, sagte sie atemlos, „das ist richtig. Ehm…“ Sie hörte Emma im Wohnzimmer rumoren und Snow blickte sie fragend an. „Komm doch rein“, beendete Regina ihren Satz und zeigte Richtung Wohnzimmer. Snow schritt elegant ins Wohnzimmer hinein, so elegant wie es für eine Schwangere eben ging und entdeckte ihre Adoptivtochter zusammengerollt auf dem Sofa, eingemummelt in eine dicke Decke. „Schläft sie schon lange?“, hakte Snow nach. „Uhm“, brachte Regina mühsam hervor, „seit zehn Minuten vielleicht.“ „Emma“, säuselte Snow und rüttelte vorsichtig an ihrem Arm. Emma grummelte, schauspielerte was das Zeug hielt und hätte sogar Regina damit überzeugt, wenn sie nicht die Wahrheit kennen würde. „Du siehst aber mitgenommen aus“, schlussfolgerte Snow als Emma sich aufrichtete, „ganz zerzaust vom Schlafen.“ Snow kicherte und Emma lief knallrot an, Regina blieb im Hintergrund, damit sie sich nicht selbst verriet. „Wir sollten los, du musst morgen zur Schule“, sagte Snow und Emma stimmte ihr zu. „Bis morgen, Regina“, Emma zog ihre Jacke an und ging hinter Snow her, die es heute besonders eilig zu haben schien. „Bis morgen“, sagte nun auch Snow und Regina blieb in der Haustür stehen.
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