Das Leben geht weiter II

GeschichteRomanze, Familie / P16 Slash
06.11.2018
15.01.2019
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„Wir haben uns hier versammelt, um Abschied von Stella Halstead zu nehmen. Viel zu früh wurde sie aus diesem Leben gerissen zu groß ist der Verlust, den ihre Familie hinnehmen muss...!“ begann der Priester zu sprechen.

Heute fand die Beerdigung von Stella statt. Gestern erst hatte man Erin und die Zwillinge aus dem Krankenhaus entlassen. Jay hatte in der Zwischenzeit das fehlende Babybettchen aufgestellt und auch einen Kinderwagen für Zwillinge besorgt. Mit der Hilfe seines Bruders waren diese Arbeiten schnell erledigt gewesen und auch Voight hatte versprochen, dem Paar unter die Arme zu greifen. Er war schockverliebt gewesen in seine zwei neuen Enkelkinder und auch seine Abneigung gegen Halstead hatte sich etwas gebessert.

„Halt durch Baby! Wir haben es fast geschafft!“, flüsterte Jay seiner Verlobten in die Ohren. Die Kinder waren eingeschlafen und Louis saß neben Will und hörte dem Priester aufmerksam zu. „Ich weiß. Und dann ist es für die Ewigkeit!“, murmelte sie zurück. Er wusste, dass für Erin mit dem Ende des heutigen Tages ein sehr schweres und tiefes Kapitel begann. Sie hatten ihre jüngste Tochter verloren und nichts konnte dieses Loch jemals schließen.

Die Trauerfeier war kurz gehalten und am Ende zog die gesamte Gemeinschaft Richtung Friedhof. Am hintersten Eck des Feldes war ein kleines, weißes Holzkreuz in die Erde gesteckt worden. Und davor lag ein tiefes Loch mit Erde daneben. Dort würde seine Stella, sein kleiner Stern ihr letztes Bettchen finden.

„Mich erinnert der Friedhof an Ruhe!“, murmelte Erin und hakte sich bei Jay unter. „Ja. Er ist ruhig. Aber Abends würde ich trotzdem nicht gerne hier alleine sein. Willst du mir irgendwann erzählen, was im OP wirklich passiert ist?“, fragte er plötzlich. „Irgendwann. Aber nicht heute und auch nicht morgen!“, gab sie als Antwort.

Seit dem Vorfall, wo sie fast gestorben wäre, dachte sie jede Sekunde an Stella und ihre Worte. Sie hatte beschlossen, niemand von dem Vorfall zu erzählen. Es sollte ihr Geheimnis bleiben und man hätte sie nur für verrückt gehalten, wenn sie es erzählt hätte. Nein. Stella und sie hatten eine Verbindung, die niemand wissen sollte. Irgendwann würde sie Jay vielleicht die Geschichte erzählen. Irgendwann, aber im Moment hortete sie diese Erinnerung wie einen Schatz in ihrem Herzen und ihrem Gedächtnis.

Kaum hatte man Stellas Sarg in das Loch gleiten lassen, brach in Erin ein Damm. Der Damm, der seit ihrem Tod nur darauf gewartet hatte, zu brechen. Hemmungslos schluchzte sie und ließ den Tränen freien Lauf. Da hörte sie die Stimme. „Sei nicht traurig Mum. Ich komme wieder. Versprochen! Und solange beschütze ich euch! Erinnere dich immer an mich, wenn du den Schnee siehst und traurig bist. Merk dir, dass ich dir dann ein Zeichen sende, dass ich immer bei dir bin! Und danke, dass du mir meinen Namen gegeben hast! Ich hab dich ganz doll lieb Mummy, das solltest du wissen!“ Und wie um ihren Worten ein Zeichen zu geben, begann es plötzlich zu schneien.

~ENDE~

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So Teil 2 ist damit fertig :D Aber ich wäre ja nicht ich, wenn ich nciht schon Teil drei am Start hätte :P
Teil III: https://www.fanfiktion.de/s/d/5c3e15fb0003b173388a71de/Das-Leben-geht-weiter-III
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