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...Bis dass der Tod uns scheidet

von hime11
GeschichteDrama, Krimi / P18
Inu-Yasha Kagome Kikyou Miroku Sango Sesshoumaru
05.11.2018
11.02.2019
15
43.610
7
Alle Kapitel
57 Reviews
Dieses Kapitel
4 Reviews
 
 
05.11.2018 3.302
 
Hii^^


Herzlich Willkommen zu einer neuen FF von mir und diese ist mal etwas völlig anderes, etwas dass ich noch nie in dieser Art geschrieben habe:
Ein Krimi!

Diese FF wird dadurch auch wesentlich kürzer ausfallen, als man es bei mir gewohnt ist und ich würde mich freuen wenn der ein oder andere vielleicht fleißig miträtseln könnte^^ Vielleicht kann jemand den Fall ja schon lösen, bevor die Story zu Ende geht :)


Und nun wünsche ich euch viel Spaß bei Kapitel 1 !!!






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1. 12.00 Uhr – Vor der Tragödie



Ein kleiner Park mit eigenem Rosengarten und romantischem Springbrunnen, Vögel die zwitschernd durch die Luft flogen, helle Strahlen der Mittagssonne die sich glitzernd auf der Wasseroberfläche brachen. Ein majestätisches Gebäude inmitten dieser Idylle, beinahe wie ein kleines Schloss, aus hellem Stein, mit großen Fenstern, durch welche die Sonnenstrahlen in das Innere fielen.
In diesem herrschte reges Treiben, beinahe schon helle Aufregung. Menschen liefen durch die Flure hin und her, Blumen wurden angebracht, die letzten  Stühle der Sitzreihen mit silberfarbenen Bändern versehen. Helle Rosenblüten wurden auf dem roten Teppich ausgestreut, der Pfarrer las sich soeben noch einmal das Gelübde durch, um später auch ja keinen Fehler zu machen. Die ersten Gäste betraten derweil des geschmückten Saal, in dem in wenigen Minuten die romantische Trauung abgehalten werden würde.
Eine Hochzeit wie aus einem Märchen, bei welcher weder Kosten noch Mühen gescheut worden waren. Schließlich sollte es heute der schönste Tag im Leben der beiden Liebenden werden, den alle ausgiebig mit ihnen feiern wollten!


Etwas zittrig nahm er die Krawatte, die er zuvor ordentlich auf seinem Bett abgelegt hatte. Sie war in einem satten Rot gehalten, hob sich deutlich vom weißen Hemd und dem schwarzen Anzug ab. Etwas unbeholfen band er das Stoffstück um seinen Hals fest, er trug nur äußerst selten Krawatten, eben nur zu besonderen Anlässen. Und heute war ein so besonderer Anlass: Seine Hochzeit.
„Inu Yasha?“
Der Genannte hörte ein leises Klopfen an der Tür seines Zimmers. Alle Gäste waren in diesem prächtigen Anwesen untergekommen, dass man eigens für diesen Tag angemietet hatte. Er wusste auch gleich wer vor seiner Tür stand, hatte die Stimme sofort erkannt.
„Komm rein.“ sagte er daher und entdeckte wie erwartet Miroku im Türrahmen, sein bester Freund schon seit Schulzeiten. Selbstverständlich wollte er auch seinen großen Tag nicht verpassen, freute sich bestimmt sehr für seinen guten Freund, der heute sein Glück besiegeln würde.
„Ich hoffe wir stören dich nicht.“ kam es nun noch von einer weiteren Stimme, bevor sich auch noch sein älterer Bruder in das Zimmer begab, der wie immer einen perfekt sitzenden Anzug trug und die Krawatte meisterhaft gebunden hatte. Würde Inu Yasha dieses Talent nur ebenfalls besitzen.
„Nein, ich bin für jede Ablenkung dankbar. Ich bin nervöser als gedacht.“ gab der junge Mann zu, betrachtete sich dabei im Spiegel. So fuhr er sich noch einmal durch das helle Haar, welches im leicht über die Schultern fiel und noch etwas wirr aussah. Zu oft hatte er sich heute aus Nervosität die Haare gerauft.
„Das sieht man.“ meinte Sesshoumaru, sein Bruder, mit einem amüsierten Schmunzeln auf den Lippen. Er lief zu ihm, half ihm etwas mit der Krawatte. „So, jetzt bist du bereit vor den Altar zu treten.“ fügte er anschließend hinzu, legte ihm eine Hand brüderlich auf die Schulter. „Du bist doch bereit, oder?“
„Absolut.“ bestätigte der heutige Bräutigam, seine goldenen Augen sprühten dabei förmlich vor Selbstsicherheit. Er hatte keine Zweifel, es fühlte sich einfach nur richtig an wenn er an den heutigen Tag dachte. Schon jetzt musste er leicht schmunzeln, wenn er an den Moment dachte, an dem er vor dem Altar stehen würde, seine wunderschöne Frau an seiner Seite wissend…
„Sehr gut. Dad meinte auch, dass die Vorbereitungen alle abgeschlossen sind. Sie warten nur noch auf dich… und natürlich auf deine Braut.“ erklärte der Ältere der beiden Brüder, der wahrscheinlich gekommen war, um ihm genau das zu sagen.
„Und die solltest du nicht vergessen.“ klinkte sich nun auch Miroku erneut in die Unterhaltung ein. Er holte eine kleine Schachtel aus dem Inneren seines grauen Anzugs, unter dass er ein violettes Hemd gezogen hatte. Mit einem kleinen Lächeln hielt er es Inu Yasha entgegen, hatte die Schatulle mit den Eheringen für ihn aufbewahrt.
„Auf keinen Fall, ohne die geht es schlecht.“ stimmte er seinem Freund zu, nahm die Schachtel in die Hand. Er öffnete diese kurz, die goldenen Ringe funkelten ihm entgegen, wiesen fast die gleiche Farbe wie seine Augen auf. „Ich denke es kann los gehen...“ murmelte er anschließend, schloss die Schatulle wieder und steckte sie in die Hosentasche seines Anzugs.
Nun war wirklich alles bereit, sodass er noch einmal tief durch atmete und anschließend selbstsicher aus dem Raum lief.


Vorsichtig steckte die junge Frau eine kleine Haarnadel in die hübsche Frisur, an der sie nun schon fast eine Stunde gesessen hatte. Sie arbeitete noch ein paar Perlen in das dunkle Haar, kontrollierte anschließend ob das Pony auch ja lückenlos auf der Stirn der Braut lag, schließlich sollte sie vollkommen makellos aussehen, wenn sie in wenigen Augenblicken zum Altar schreiten würde.
„Mom, kannst du mir den Schleier geben?“ bat sie anschließend und nahm das seidige Stoffstück entgegen, dass sie oberhalb der Flechtfrisur befestigte, welche sie im Nacken zusammengesteckt hatte. Lediglich zwei Strähnen fielen noch über die blassen Schultern der Frau, bildeten einen schönen Kontrast zur hellen Haut und dem weißen Kleid. „Perfekt.“ sagte sie leise, korrigierte noch einmal den Schleier und trat dann einen Schritt zurück. Mit einem kleinen Lächeln betrachtete sie die Braut… Ihre ältere Schwester, die heute hoffentlich den schönsten Tag ihres Lebens vor sich hatte.
„Und, glaubst du Inu Yasha wird mich so heiraten?“
„Er wäre blind und blöd, wenn er es nicht täte.“ kam es sogleich von ihrer Mutter, die schon ein paar kleine Tränchen in den Augen hatte, vollkommen gerührt schien vom Anblick ihrer älteren Tochter.
„Mom, heb dir die Tränen doch für die Trauung auf.“ kicherte die Braut auch gleich, lief auf die kurzhaarige Frau zu und ergriff die leicht kalten Hände. Sie war garantiert ebenso nervös.
„Erinnere mich nicht daran, ich sollte mir wohl lieber eine Packung Taschentücher einpacken.“ schmunzelte sie, strich ihrer älteren Tochter dann kurz über den Arm. „Du siehst wirklich wunderschön aus, Kikyou.“ flüsterte sie anschließend, schien wirklich unglaublich glücklich und stolz auf ihre Tochter zu sein.
„Das hab ich vor allem Kagome zu verdanken.“ richtete Kikyou das Wort an ihre jüngere Schwester, die den ganzen Morgen in das Styling der Älteren investiert hatte.
Dennoch sah sie selber sehr hübsch aus, war garantiert besonders früh aufgestanden, um sich das glänzende grüne Kleid anzuziehen, das schmale Träger besaß und in mehreren Lagen um ihre Knie schwang. Silberne Akzente hatte sie durch einen schmalen Gürtel an ihrer Taille gesetzt, sowie durch die gleichfarbigen Absatzsandalen und Handschuhe die kurz vor ihren Ellenbogen endeten. Die schwarzen Haare hatte sie zu hübschen Locken gedreht und mithilfe einer Haarspange ein paar Strähnen zu einem Kranz gesteckt. Wie immer lagen die Ponyfransen leicht wirr auf der blassen Stirn und die freundlichen braunen Augen hatte sie mit etwas Make-Up betont. Sie sah wirklich wie eine würdige Trauzeugin aus und würde ein hübsches Bild neben der ansehnlichen Braut abgeben.
„Dafür musst du dich nicht bedanken, Schwesterherz. Natürlich möchte ich, dass du an deinem großen Tag alle Blicke auf dich ziehen kannst.“ erwiderte Kagome mit einem kleinen Lächeln auf den Lippen. „Vielleicht solltest du vor der Trauung nochmal den Lippenstift nachziehen. Der Roséfarbene passt am besten.“ fiel der Schwarzhaarigen  anschließend ein, sodass kurz in der Schminktasche ihrer Schwester wühlte und ihr den richtigen Lippenstift auf die kleine Kommode in der Suite zu stellen.
„Du gehst wohl schon?“ wollte die Mutter der beiden etwas verwundert wissen und schaute mit gerunzelter Stirn zu ihrer jüngeren Tochter.
„Ja, der Pfarrer hat Sesshoumaru und mich gebeten vor der Trauung noch einmal alles wichtige mit ihm abzuklären, weil wir die Trauzeugen sind.“ erklärte sie und schnappte sich ihre kleine silberne Handtasche. „Wir sehen uns dann ja vor dem Altar.“
„Ganz bestimmt.“ schmunzelte Kikyou und freute sich wirklich auf diesen besonderen Moment, der ihr in wenigen Minuten bevorstehen würde.


Lautes Getuschel und Gerede hallte durch den festlichen geschmückten Saal, in dem in wenigen Minuten die Trauung starten würde. Die beiden Trauzeugen besprachen gerade noch ein paar wichtige Dinge mit dem Pfarrer, Kellner sausten durch die Gäste und informierten sich über ihr Wohlergehen.
Neugierig ließ sie ihre nussbraunen Augen durch den Raum wandern. Sie saß in der ersten Reihe, hatte demnach einen perfekten Blick über die Reihen und auf den Altar. Kurz überschlug sie die langen Beine die in Pumps mit Perlmuttglanz steckten, die perfekt zu ihren gleichfarbigen Handschuhen passten, schaute sich weiter in dem Treiben um, dass kurz vor der Trauung im Saal herrschte.
„Guten Tag schöne Frau, etwas dagegen wenn ich mich neben Sie setze?“
Sie schaute sogleich in die Richtung aus der die Stimme gekommen war, ein kleines Schmunzeln legte sich auf die rosafarbenen Lippen.
„Aber nur weil Sie es sind.“ spielte sie einfach mit, bevor sich ihr Freund neben sie setzte, für den natürlich auch ein Platz in der ersten Reihe reserviert war. Sie gehörten schließlich zu den besten Freunden des Brautpaares, durften daher mit ein paar anderen Freunden und den Familienmitgliedern in der ersten Reihe platznehmen. „Und, ist Inu Yasha sehr nervös?“ wollte sie von Miroku wissen, der eben noch kurz bei ihm gewesen war. Nun war sie aber froh ihn bei sich zu haben. Aufgrund der hohen Gästezahl waren die jungen Paare die keine Kinder hatten in die Einbetträumlichkeiten aufgeteilt worden, sodass sich das Paar bisher eher sporadisch gesehen hatte
„Total, er steht schon ganz ungeduldig vor der Tür des Saals und wartet darauf dass es endlich losgeht.“ erzählte der junge Mann mit einem amüsierten Schmunzeln auf den Lippen.
„Es müsste ja gleich soweit sein.“ antwortete die Brünette, die Haare wie so oft zu einem Pferdeschwanz gebunden hatte. Schlicht, aber dennoch hübsch.
„Ist das deine Haarspange, Sango?“ wurde sie plötzlich von der Seite angesprochen und wandte ihren Blick daher nach links. Glücklicherweise saßen ein paar bekannte Gesichter neben ihr, sie gehörten alle zu einem Freundeskreis und konnten beieinander sitzen.
„Danke Kagura, ich hab gar nicht gemerkt, dass sie heruntergefallen ist.“ antwortete die junge Frau gleich und nahm ihrer Bekannten die Spange ab, steckte sich diese wieder ordentlich in das dunkle Haar.
„Ich hoffe doch, dass es bald losgeht. Ich bin schon ganz gespannt drauf wie die Braut aussehen wird.“ kam es sichtlich neugierig von Kagura, die wahrscheinlich vor allem ein neues Klatschthema haben wollte, dass sie mit ihren Kolleginnen besprechen konnte.
„Sie wird bestimmt ganz umwerfend aussehen.“ pflichtete ihr Sitznachbar, Naraku wenn sich Sango recht entsann, gleich zu. Sie wusste dass er wohl recht gut mit Kikyou befreundet war, sie selber kannte ihn aber kaum. Das traf auf viele Gäste im Saal zu, es waren wirklich so einige Leute eingeladen worden. Lediglich eine Handvoll waren ihr bekannt.
„Ja, das glaube ich auch.“ meinte die Brünette mit einem kleinen Lächeln, bevor sie einen Blick auf die Uhr im Saal warf, die ihr anzeigte dass es in wenigen Minuten losgehen würde.


Die Hände hatte er in den Hosentaschen des hellgrauen Anzugs gesteckt, das Jackett hatte er offen, die letzten Knöpfe des hellblauen Hemdes nicht geschlossen. Das kurze braune Haare sah etwas liederlich aus, tiefe Schatten lagen unter seinen Augen. Man sah deutlich, dass er sehr schlecht geschlafen hatte, eigentlich überhaupt keine Lust hatte hier zu sein. Doch er versuchte gute Miene zum bösen Spiel zu machen, die paar Stunden würde er schon irgendwie aushalten.
Gelangweilt schaute er sich um, nahm aus dem Augenwinkel wahr wie die schweren Vorhänge vor die Fenster gezogen worden. Anscheinend wollte man keine neugierigen Blicke von außen auf die Feierlichkeit dringen lassen. Ihm war das eigentlich ziemlich egal, sollten diese Snobs doch machen was sie wollten.
Der Blick seiner dunklen Augen richtete sich schließlich auf eine schwarzhaarige Frau, die soeben vom Altar weglief und ein paar silberne Bänder an einem Blumenstock richtete. Wahrscheinlich war ihr von vorne aufgefallen, dass irgendwas noch nicht ganz perfekt war. Ein paar sekundenlang beobachtete er sie, entschied sich aber schließlich zu ihr zu gehen.
„Hey.“ sagte er einfach locker, nachdem er vor ihr stehen geblieben war. Sie zuckte kurz zusammen, scheinbar hatte sie ihn nicht kommen sehen.
„Hojo?“ kam es nur sichtlich verwirrt von ihr. Sie schien wirklich nicht erwartet zu haben, dass er sie von sich aus ansprach. „Was gibt’s?“ Hojo wusste, dass sie versuchte ihre Nervosität zu verstecken, ganz normal wirken wollte.
„Nichts, ich hab dich nur gesehen und dachte es wäre komisch, wenn ich mich einfach so auf meinen Platz verziehe.“
„Ähm… Ja, das wäre es wohl.“ antwortete die Schwarzhaarige, fuhr sich durch eine der dunklen Strähnen, die sie sich heute zu hübschen Locken frisiert hatte.
„Du siehst wirklich hübsch aus, Kagome.“ konnte er sich daher nicht verkneifen zu sagen. Es war irgendwie ein wenig unangenehm, dennoch setzte sie ein halbwegs echtes Lächeln auf.
„Danke.“ antwortete sie leise, wirklich ehrlich klang es nicht. „Ich sollte dann wieder zum Altar gehen, die Trauung wird gleich losgehen.“
„Klar, du bist ja schließlich ihre Trauzeugin.“ kam es mit leichtem Nicken von Hojo, bevor sich Kagome einfach schnell in Bewegung setzte. Er bemerkte wie sich noch einmal kurz zu ihm umwandte, anschließend aber ihren Platz an der Seite des Altars einnahm. Ein kleines Seufzen entkam ihm, während er noch ein paar Sekunden auf ihre schlanke Gestalt schaute.
„Möchten Sie ein Glas zur Einstimmung?“ wurde der junge Mann auf einmal von der Seite angesprochen. Ein Kellner mit einem Tablett voll Sekt stand vor ihm. Er sah recht jung aus, verdiente sich vielleicht etwas zum Studium dazu.
„Ach, was soll´s.“ murmelte Hojo nach einigen Sekunden und nahm sich eines der Gläser. „Danke.“ sagte er noch leise zum rothaarigen Jungen gewandt, bevor er noch im Gehen einen großen Schluck nahm und sich auf seinen Platz in der ersten Reihe zu bewegte.


Tief atmete Inu Yasha durch, fummelte noch einmal an seinem Kragen herum, damit er auch ja ordentlich aussah. Kurz ließ er seinen Blick durch die Gästereihen wandern, hatten doch inzwischen so gut wie alle zu ihren Plätzen gefunden. Gleich würde es losgehen, seine Braut würde auf ihn zu schreiten und er merkte wie er immer nervöser wurde, sein Herz mit jeder Sekunde schneller schlug.
„Alles okay? Du siehst so aus, als würdest du jeden Moment umkippen.“ kam es mit einem kleinen Schmunzeln auf den Lippen von Sesshoumaru. Er war sein Trauzeuge, stand daher nah bei ihm und merkte wohl nur zu deutlich wie angespannt sein Bruder gerade war.
„Ich fühle mich auch so, als würde ich jeden Moment umkippen.“
„Ich schätze das ist vollkommen normal, wenn man bedenkt dass du in wenigen Minuten verheiratet bist. Aber du wirst das schon packen, da bin ich mir sicher.“ versuchte der Ältere dem Bräutigam etwas Mut zu machen, legte eine Hand auf seine Schulter.
„Und dann wirst du merken, dass es gar keinen Grund gegeben hat so nervös zu sein.“ kam es plötzlich von seiner Mutter, die noch einmal von ihrem Platz in der ersten Reihe aufgestanden war. Sie hatte wohl deutlich gemerkt, dass er gerade etwas Zuspruch gebrauchen konnte. „Die Hochzeit wird wunderschön werden, da sind dein Vater und ich uns absolut sicher.“ fuhr sie fort, richtete dabei noch einmal seine Krawatte, die wohl wieder etwas verrutscht war.
„Ihr beide habt ja auch genug Geld in diese Feier investiert.“ hörte man Sesshoumaru von der Seite murmeln, sodass ihm Izayoi, welche lediglich die Mutter des jüngeren Sohnes war, einen nicht besonders freundlichen Blick zuwarf.
„Das habe ich jetzt nicht gehört, Sesshoumaru.“ kam es recht nüchtern von ihr, beide hatten noch nie das beste Verhältnis gehabt.
„Natürlich nicht.“ murrte der Ältere, als der Pfarrer die Gäste bat ihre Plätze einzunehmen und die Gespräche einzustellen. Soeben war auch die Mutter der Braut in den Saal gekommen, Kikyou wartete nachdem direkt vor der geschlossenen Flügeltür.  
Auch seine eigene Mutter nahm nun wieder Platz, hatte schon ein Taschentuch in der Hand. Er musste schmunzeln als er das sah, ließ seine goldenen Augen noch einmal über die Gästeschar wandern, anschließend blickte er zu den beiden Trauzeugen. Beide lächelten ihn ermutigend an, sodass er noch einen tiefen Atemzug nahm, die Schultern straffte und erwartungsvoll zur Flügeltür schaute, als sich diese zu den ersten Takten des Hochzeitsmarsches öffnete…


Ein Raunen ging durch die Gästereihen, gebannt waren alle Blicke auf die hübsche Braut gerichtet, die anmutig über den roten Teppich schritt. Sie sah wunderschön aus in ihrem weißen Kleid, dass viele Spitzenelemente aufwies, eng anlag und eine Schleppe hatte die sich stark vom dunklen Teppich abhob, ebenso kontrastreich wie ihr dunkles Haar von der porzellanweißen Haut. Inu Yasha streckte seiner Braut seine Hand entgegen, welche sie mit leichtem Lächeln ergriff, sich so von ihm vor den Altar geleiten ließ.
Dieser war wunderschön geschmückt worden, eine gläserne Vase hatte man für den Brautstrauß vorbereitet, der aus weißen und roten Rosen bestand. Kagome nahm ihrer Schwester den Strauß ab, stellte ihn vorsichtig in die Vase, während ein paar sekundenlang alles still war im festlichen Saal.
„Wir haben uns heute hier versammelt, um Zeuge zu werden, wie diese beiden jungen Liebenden den Bund der Ehe miteinander eingehen. Ein Bündnis mit großer Bedeutung, welches viele Veränderungen mit sich bringt, aber auch viel Glück. Eine Verbindung die jedermann sehen kann, deren Bedeutung aber nur diejenigen spüren können, die sich für die Ehe entscheiden. Eine Entscheidung für das gesamte Leben, welches diese beiden an der Seite des anderen verbringen wollen.“ Alle hingen an den Worten des Pfarrers, während sich das baldige Ehepaar gegenüber stand, einander verliebt anlächelte. „Ich frage daher Sie...“ wandte sich der ältere Herr schließlich an Inu Yasha. „Ob Sie die hier anwesende Kikyou Higurashi zu Ihrer Ehefrau nehmen wollen, versprechen sie zu lieben und zu ehren, bis dass der Tod sie scheidet?“
Jeder wusste wie die Antwort auf diese Frage lautete und auch Inu Yasha war diese natürlich vollkommen klar. So setzte er zu der einzig richtigen Antwort auf diese Frage an… als urplötzlich das Licht im Saal ausging und alle in völlige Dunkelheit gehüllt wurden.
Sofort machte sich große Aufregung breit, die Gästen begannen miteinander zu reden, jeder schaute sich vollkommen orientierungslos um. Die schweren Vorhänge verbannten jegliches Licht aus dem Raum, man konnte nicht einmal die Hand vor den eigenen Augen sehen.
Auf einmal mischten sich noch andere Geräusche zu der allgemeinen Unruhe, die zunächst niemand wirklich zuzuordnen wusste. Ein lautes Klirren, Schmerzensgeräusche… danach wieder vollkommene Stille. Irgendetwas war zu bruch gegangen, irgendjemand war verletzt worden und genauso plötzlich wie das Licht ausgegangen war, kam es nun wieder.
Erschrocken blinzelten alle in die plötzliche Helligkeit, niemand wusste was los war, jeder war vollkommen verwirrt. Was war geschehen? Woher waren all diese seltsamen Geräusche gekommen? War jemandem etwas passiert?
„Kikyou, was ist los?!“
Alle richteten ihre Blick zum Altar, die meisten Gäste waren aufgestanden. Der Ausruf war von Inu Yasha gekommen, an dessen Hand man schon von weitem Schnittverletzungen erkennen konnte. Blut tropfte auf den Boden, doch dass schien den Bräutigam nicht weiter zu interessieren. Seine ganze Aufmerksamkeit lag auf der Braut, die urplötzlich in sich zusammengesackt war. Wie eine weiße Porzellanpuppe lag sie auf dem roten Teppich, einige der Gäste aus den ersten Reihen waren schnell zum Brautpaar gelaufen. Auch die Trauzeugen schauten geschockt auf das Geschehen, immer wieder riefen sie Kikyou´s Namen, bekamen jedoch keine Antwort. Die junge Frau schien vollkommen regungslos und ausnahmslos jeder im Saal schaute sprachlos auf die Tragödie, die sich soeben abspielte…





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Das war es auch schon mit diesem Kapitel, dass eher ein bisschen Vorgeplänkel war und der Einstieg in diese Story.
Richtig los geht es mit diesem Krimi erst im nächsten Kapitel^^

Ich hoffe euch hat der Einstieg gefallen, ich bin auf jeden Fall gespannt auf eure Meinung, weil ich bisher ja noch nie eine FF dieser Art verfasst habe :)


Das neue Kapitel kommt dann auch nächsten Montag online!

Bis dahin !!!


LG hime11
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