Venom: Ein etwas anderer Schutzengel

OneshotFreundschaft, Horror / P16
Venom / Eddie Brock
04.11.2018
04.11.2018
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Das Wichtigste vorweg:
Venom gehört nicht mir!
Alle Rechte gehen an MARVEL und die Produzenten des Filmes!!!

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Ja, ich kann auch anders ;).
Wollte mal etwas dunkleres zu diesem Fandom schreiben und das kam dann dabei heraus.
Auch, wenn ich zugeben muss, dass ich mich hier doch zurückgehalten habe.

Ich wünsche ganz viel Spaß beim Lesen.

Und ich würde mich wirklich sehr, sehr, sehr über Feedback in Form eines Kommentars von euch freuen.
Das motiviert ungemein und zeigt mir als Autor, dass ihr ehrliches Interesse an der FF habt und gerne mehr lesen möchtet. Ein Favoriteneintrag kann mir das nicht sagen und ich bezweifle mitlerweile sehr stark, dass meine FFs, wenn sie in irgendwelchen Favoritenlisten landen, überhaupt noch gelesen werden.

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Ein etwas anderer Schutzengel


Als Eddie Mrs. Chen‘s kleinen Supermarkt betrat, spürte er sofort ihre skeptischen Blicke auf seinem Körper ruhen und aus den Augenwinkeln heraus konnte er sehen, wie sie leicht vor ihm zurückwich. Und er konnte es ihr ja gar nicht verübeln. Nicht nachdem was hier vor einiger Zeit passiert war…

Er selber schauderte immer noch, wenn er daran zurückdachte wie Venom diesen Mann vor seinen Augen zerfleischt hatte. Auch, wenn der Typ es mehr als verdient hatte, so war es für Eddie nicht gerade ein schöner Anblick gewesen.

„Du gewöhnst dich dran,“ hörte er Venom in seinem Kopf sagen.

Das wage ich zu bezweifeln, antwortete er ihm in seinen Gedanken.

Er war froh darüber, dass der Symbiont per Telepathie mit ihm sprechen und seine Gedanken lesen konnte, denn so musste Eddie nicht verbal antworten, denn als er das anfangs gemacht hatte, hatten ihn die Passanten auf er Straße angesehen, als hätte er den Verstand verloren. Auch Mrs. Chen verstand immer noch nicht so recht was mit ihm passiert war und Eddie konnte ihr ansehen, dass sie sich einzureden versuchte, dass sie nie gesehen hatte, wie Eddie sich in dieses Monster verwandelt und den Mann gefressen hatte, der sie schon seit so langer Zeit bedrohte und ihr ihr Geld stahl.

Sie verlor kein Wort darüber und auch der Journalist selber hüllte sich in eisernes Schweigen.

Auch heute wieder und er zog es vor nicht mehr länger darüber nachzudenken und konzentrierte sich darauf, seinen Einkauf zu tätigen.

„Aber vergiss die Schokolade nicht! Wir lieben sie!“

Er konnte sich das breite Grinsen gar nicht mehr verkneifen, als Venom diese Worte aussprach und schnell versteckte er sich hinter einem der Regale, da Mrs. Chen ihm erneut skeptische Blicke zuwarf.

„Was immer du willst, Kumpel,“ flüsterte er zurück und demonstrativ packte er gleich zehn Tafeln ein. Er war froh darüber, wieder einen neuen Job zu haben, denn ohne ein geregeltes Einkommen wäre es schwer gewesen so viel zu Essen zu kaufen. Und der meiste Teil davon war nicht einmal für ihn. Ein Gedanke, der ihn mit den Augen rollen ließ. Vor allem als er der Meinung war, ein leises Lachen in seinem Kopf zu hören.

Zu seinem Einkauf gesellten sich noch einige Tüten Tater Tots, da sein außerirdischer „Mitbewohner“ diese ebenfalls liebte und für sich selber packte er einige Tiefkühlpizzen ein.

Vegetarisch!

Einfach aus Prinzip, da er wusste, dass Venom dieses Essen niemals anrühren würde. Und innerlich konnte er hören, wie der Symbiont knurrte, doch das war ihm egal. Daraufhin packte er gleich noch ein paar Äpfel ein und er hätte schwören können, ein Bild von Venom vor seinem inneren Auge zu sehen und wie der angewidert das Gesicht verzog.  

„Ab und an mal einen Apfel zu essen bringt dich schon nicht um. Stell dich nicht so an,“ neckte er ihn, wofür er noch ein Knurren erntete und Venom musste sich stark zurückhalten sich nicht hier und jetzt vor ihm zu manifestieren und ihm ins Gesicht zu fauchen. Doch er tat es nicht. Das wäre wahrscheinlich zu viel für Mrs. Chen gewesen. Die hatte sowieso ein wachsames Auge auf Eddie und beobachtete ihn dabei, wie er durch den kleinen Supermarkt wuselte.

Wenig später stand er bei ihr um zu bezahlen und selbst, als er ihr ein sanftes Lächeln schenkte, sah er sie schaudern.

„Ist mit dir alles in Ordnung, Eddie?“ fragte sie ihn, als sie es endlich schaffte ihm ins Gesicht zu blicken und dabei versuchte sie sich nichts von ihrem Unbehagen anmerken zu lassen.

„Natürlich. Warum sollte es anders sein?“

„Naja, hattest du nicht mal erzählt, du hättest einen Parasiten? Ist der mittlerweile weg?“

Wieder ein Knurren, lauter dieses Mal und Eddie musste sich auf die Zunge beißen um nicht zu lachen.

Venom hasste dieses böse, böse P-Wort wie nichts anderes auf diesem Planeten.

„Mehr oder weniger. Ich sage es mal so: Der Parasit ist unter Kontrolle.“

„Dieser Parasit wird gleich deine Leber fressen!“

„Wir wissen beide, dass du das nicht tun wirst.“

Mrs. Chen zog fragend eine Augenbraue nach oben, als diese Worte über Eddie’s Lippen kamen.

„Mit wem redest du?“ fragte sie und der junge Mann zuckte erschrocken zusammen.

Verdammt! Hatte er diese Worte doch laut ausgesprochen anstatt sie nur zu denken!

„Mit niemandem,“ antwortete er ihr und schnell packte er seinen Einkauf in seine Tasche und begab sich zum Ausgang, nachdem er alles bezahlt hatte.

„Ich muss dann auch wieder los. Gute Nacht, Mrs. Chen.“

Und weg war er und Mrs. Chen konnte ihm nur verwirrt hinterherblicken.

Eddie wurde wahrlich immer sonderbarer…


Draußen vor dem Laden hielt Eddie kurz inne, um seine Jacke zu schließen, denn es war kühl geworden. Kein Wunder, denn das Jahr neigte sich langsam dem Ende entgegen und es war bereits dunkel und mit der Dunkelheit war auch die Kälte gekommen.

„Entschuldige dich!“ hörte er Venom’s dunkle Stimme in seinem Kopf und er grinste.

„Nein.“

„Entschuldige dich!“

„Nein, Kumpel.“

Statt einer verbalen Antwort, spürte Eddie wie er plötzlich die Kontrolle über seinen Körper verlor und gegen eine der Mülltonnen lief und beinahe darüber flog. Ein Passant, der seinen Weg kreuzte, hielt kurz inne und sah ihn fragend an und Eddie lachte nur nervös, als er sich wieder aufrichtete und seine Tasche aufhob, die er im Eifer des Gefechts fallen gelassen hatte.

„Wohl etwas zu tief ins Glas geschaut, was?“ kam es von dem Mann und bevor Eddie die Chance bekam zu antworten, lief der Mann auch schon kopfschüttelnd weiter.

„Hey! Was sollte das?“ knurrte er, als er Venom lachen hörte und als er sich sicher war, dass der Mann ihn nicht mehr hören konnte.

„Wenn du dich nicht entschuldigst…“

Wieder ein Augenrollen und Eddie entschied sich dazu lieber nichts mehr zu sagen und ging weiter. Auch, wenn ihm das P-Wort schon wieder auf der Zunge lag…

„Noch so ein Ding und ich schwöre dir, dass ich bei Dan einen Termin für ein MRT machen werde!“

„Das würdest du nicht wagen!“

Eddie grinste siegessicher.

„Leg es lieber nicht drauf an, Kumpel.“

Venom wollte schon etwas Passendes darauf erwidern, als Eddie spürte wie die Stimmung umschwang.

„Was ist los?“

„Wir werden verfolgt. Dreh dich nicht um.“

Und tatsächlich hörte Eddie es jetzt auch: Das Geräusch von Schritten, die ihm durch die Dunkelheit folgten. Auch bemerkte er, dass er völlig alleine war und kein anderer Passant mehr auf der Straße war. Den Schritten nach zu urteilen mussten es zwei oder drei Menschen sein, die ihm folgten. Eine Situation, die ihm früher Angst eingejagt hätte. Doch jetzt machte sie ihm keine Angst. Nicht mehr, denn er wusste, dass er nicht alleine war...

Seine Gedanken nahmen ein abruptes Ende, als vor ihm ein breitschultriger Mann aus einer dunklen Gasse trat und sich ihm in den Weg stellte. Der Mann trug schwarze Klamotten und einen Schal, der sein Gesicht verdeckte, sodass Eddie ihn nicht erkennen konnte. In der Hand hielt er eine Waffe, die er nun auf ihn richtete.

„So spät noch unterwegs?“ fragte er und Eddie meinte das fiese Grinsen aus seiner Stimme heraushören zu können.

„Und dann so alleine?“ hörte er eine weitere Stimme in seinem Rücken und aus den Augenwinkeln heraus sah er, wie sich drei weitere Männer um ihn herumstellten und ihn einkreisten.

In seinem Kopf hörte er Venom knurren und er spürte, wie sich der Symbiont zurückhalten musste, um nicht die Kontrolle zu verlieren. Es war nicht nur die Tatsache, dass hier gerade ein Buffet um ihn herumstand, sondern dass besagtes Buffet auch noch die Nerven hatte seinen besten Freund zu bedrohen!

Ganz ruhig, hörte er Eddie’s Gedanken, doch er knurrte nur lauter.

„Darf ich sie fressen?“

„Noch nicht…“

Dass er diese Worte laut ausgesprochen hatte merkte er erst, als einer der Männer ihm skeptische Blicke zuwarf.

„Mit wem zur Hölle redest du da?!“

„Hast du noch einen Freund hier? Wenn ja, dann soll er schleunigst seinen Arsch aus seinem Versteck bewegen, denn ansonsten kann er gleich dein Gehirn von der Straße wischen, wenn wir dir eine Kugel in den Schädel jagen!“

Wow…er sollte sich wirklich überlegen in eine andere Gegend zu ziehen, bei den “netten“ Leuten die es hier gab…

Mehr als ein Augenrollen hatte Eddie für seine Angreifer nicht übrig, was diese so sehr verärgerte, dass der Mann vor ihm seine Waffe lud und sie auf sein Gesicht richtete.

„Brauchst gar nicht so mutig zu tun! Taschen leeren! Sofort!“ knurrte er, doch der Journalist ließ sich davon nicht einschüchtern. Trotzdem stellte er seine Tasche langsam ab.

„Und jetzt geh zur Seite!“

„Oh, du glaubst ich habe meine Tasche wegen dir abgestellt? Nein, nein. Das habe ich nicht. Ich will nur nicht, dass meine Sachen gleich überall auf der Straße verteilt sind, wenn mein Freund euch fertig macht!“

Eddie spürte eine Welle von blutrünstiger Erregung, die durch seinen Körper ging, die von seinem Symbionten herrührte und Venom knurrte gierig auf das bevorstehende Mahl. Etwas, was den jungen Mann zum Schaudern brachte, denn es waren Momente wie diese, in denen er meinte, er sei in der Lage auch in Venom’s Gedanken lesen zu können und diese bestanden derzeit nur aus „Töten!“ und „Fressen!“.

Doch er konzentrierte sich schnell wieder auf die vier Männer, die ihn erst verwundert ansahen und sich dann in alle Richtungen umschauten, doch als sie niemand anderen sehen konnten, richteten sie ihre Blicke wieder auf ihn und Eddie sah, wie auch die anderen drei Männer nun Pistolen aus ihren Jackentaschen zogen und sie auf ihn richteten.

Unwissende Idioten!

„Willst du uns verarschen? Hier ist doch niemand!“ kam es von einem der Männer.

„Wo soll denn dein Freund sein, hm? Oder hat er dich im Stich gelassen?“ bemerkte ein anderer hämisch und seine Freunde lachten dabei finster und traten näher an ihn heran.

Doch zu ihrer Verwunderung grinste Eddie zurück.

„Ihr wollt meinen Freund kennenlernen? Sagt das doch gleich!“

Er ging auf den Mann zu, der zuerst seine Waffe auf ihn gerichtet hatte und der wich sogar ein Stück vor ihm zurück, da ihm Eddie’s Mut unbehaglich war. Und anscheinend schien er zu spüren dass hier etwas ganz und gar nicht stimmte.

„Sie gehören ganz dir, V. Aber mach nicht wieder so eine Sauerei, wie beim letzten Mal, hörst du?“

„Verstanden!“

Danach geschah alles ganz schnell.

Venom manifestierte sich und Eddie verschwand im Körper des Symbionten, der nun vor dem Mann aufragte, der vor Schreck seine Waffe fallen ließ. Seine Augen waren weit aufgerissen und Angst und Unglauben spielten sich in ihnen wider, als er zu der Kreatur aufsah, die ihn weit überragte und die nun ihr Maul öffnete und ihn anbrüllte. Bevor es auch nur ein Schrei schaffte, sich aus seiner Kehle zu lösen, hatte Venom ihm schon mit einer schnellen Bewegung den Kopf von den Schultern gebissen.

„Ach du Scheiße! Was ist das für ein Ding???“

Schüsse fielen kurz nach diesen Worten, schlugen in seinen Rücken ein, doch es störte ihn nicht. Wütend fuhr der Symbiont herum, fletschte die Zähne und knurrte tief und bedrohlich, ehe er sich auf die restlichen drei Männer stürzte. Den einen riss er in Stücke, die anderen zwei packte er sich mit einigen Tentakeln und zerrte die in Todesangst schreienden Männer in eine dunkle Seitenstraße, wo er sie ebenfalls in Stücke riss und gierig verschlang.

Die ganze Zeit über hielt Eddie seine Augen geschlossen, da er es nicht sehen wollte.

Albträume suchten ihn heim, wann immer er Venom dabei beobachtete, wie er Menschen in Stücke riss und sie auffraß. Auch, wenn es sich hierbei um gesellschaftlichen Abschaum handeln mochte, so konnte er einfach nicht dabei zusehen, wie der Symbiont sie in blutige Fetzen riss oder ihnen die Köpfe abbiss.

Doch der  Angriff war so schnell wieder vorbei wie er gekommen war, die Schreie hatten aufgehört und von den vier Männern war kaum noch etwas übrig. Nur hier und dort tränkte ihr Blut den Boden, welches jedoch bald vom Regen weggewaschen werden würde, denn es fing bereits an zu nieseln.

Glücklicherweise war alles so schnell gegangen, dass niemand sonst etwas davon mitbekommen hatte. Es waren so oder so keine anderen Passanten mehr auf der Straße unterwegs, da das Wetter immer schlechter geworden war und es bereits spät war.

Und Eddie war froh darüber…

Für einen kurzen Moment stand Venom einfach nur dort, schwer atmend und dabei hielt er noch die blutigen Überreste einer der Männer in seiner klauenbewährten, blutdurchtränkten Hand.

„Ganz ruhig, V,“ hörte er Eddie’s Stimme plötzlich zu ihm durchdringen und in der Tat beruhigte er sich ein wenig. Er war während des Angriffs in einen regelrechten Blutrausch geraten und es war schwer dort wieder herauszukommen, doch Eddie schaffte es immer wieder ihn schnell zurück auf den Boden der Tatsachen zu holen und ihn zu beruhigen, denn er wusste, was passieren konnte, würde Venom sich nicht schnellstmöglich wieder  beruhigen. Mit der armen Seele, die ihm dann in die Klauen lief wollte er nicht unbedingt tauschen…

Als er sich wieder beruhigt hatte, schmiss er den blutigen Stofffetzen zu Boden und verschwand wieder in Eddie’s Körper.

Der Journalist versuchte nicht auf das Blut zu starren, welches den Boden unter seinen Füßen tränkte und stattdessen verließ er die Seitenstraße, nahm seine Tasche, die noch immer dort stand, wo er sie vor dem Blutbad abgestellt hatte und danach machte er sich schnell daran von dort zu verschwinden.


„Danke für deine Hilfe, Kumpel,“ sagte er später, als er vor der Eingangstür zu seinem Apartment stand und die Tür aufschloss.

„Gern geschehen.“

„Im Ernst, V. Die hätten mich fertig gemacht, wenn du nicht gewesen wärst.“

Der Symbiont manifestierte sich und legte sich wie eine Schlange um seine Schultern und grinste ihm finster ins Gesicht.

„Dafür haben wir sie fertig gemacht, Eddie.“

Der Mensch grinste zurück und begann dann seinen Einkauf ins Tiefkühlfach und den Kühlschrank zu räumen. Dennoch schauderte er noch immer, wenn er sich an die Schreie der Männer zurückerinnerte. Doch daran musste er sich gewöhnen, denn das war jetzt sein Leben. Außerdem hatten diese Bastarde es nicht anders verdient!

„Aber wir erzählen Anne nichts davor, okay?“

„Warum? Weil wir sie mögen?“

Ein leichter Rotschimmer legte sich auf Eddie’s Wangen und schnell wandte er sein Gesicht von dem grinsenden Symbionten ab.

„Ja…“ murmelte er nur und damit war das Thema für ihn auch beendet.


Eine Stunde später lag Eddie auf seinem Sofa und zappte sich durch die einzelnen TV Kanäle, die sein kleiner Fernseher hergab. Er war vorher unter der Dusche gewesen und hatte sich noch eine Kleinigkeit zu Essen gemacht, auch, wenn sein Magen anfangs dagegen rebelliert hatte, da er noch immer an das denken musste, was heute Abend passiert war.

Um diese Gedanken schnellstmöglich wieder loszuwerden, entschied er sich dazu eine kleine Konversation mit Venom anzufangen. Der Symbiont, oder das, was man von ihm sehen konnte, lag neben ihm auf einem Kissen und er hob den Kopf, als Eddie das Wort an ihn richtete.

„Das war schon ziemlich cool vorhin,“ sagte er.

Ja, so viel zum Thema Ablenkung. Oh man…

„Danke.“

„Hattest du mir nicht mal gesagt, dass du auf deinem Planeten ein „Loser“ warst?“

„Ja.“

„Wie kann das sein? Das vorhin, war verdammt cool! Ich meine, wenn du schon ein „Loser“ bist…wie sieht dann erst ein „Gewinner“ auf deinem Planeten aus?“

„Das willst du nicht wissen.“

„Eigentlich schon. Sonst hätte ich dich ja nicht gefragt.“

„Erinnerst du dich an Riot?“

„Ja.“

„Stell ihn dir hundertmal schlimmer vor.“

„W-was?“

Allein der Gedanke an Riot ließ ihn Gänsehaut überkommen, aber der Gedanke an einen Symbionten der hundertmal schlimmer war als Riot…das war zu viel.

„Ich wollte dir keine Angst machen. Tut mir Leid.“

„Sch-schon gut, V. Ich muss mich nur immer noch an all das gewöhnen.“

„An was?“

„Daran, dass du hier bist…oder im allgemeinen muss ich mich an den Gedanken gewöhnen, dass wir nicht alleine im All sind. All die Zeit habe ich gedacht, die Erde sei der einzig bewohnbare Planet und das es nur uns gibt.“

„Ein ziemlich egoistischer Gedanke.“

„Ich weiß.“

„Wenn du wüsstest, was es da draußen alles für Welten gibt. Ich war schon auf vielen Planeten und habe viele komische Wesen gesehen. Aber du bist anders. Ich mag dich. Sehr sogar. Ich hatte noch nie einen Freund, weißt du? Und ich denke, dass das auch einer der Gründe ist, warum mich meinesgleichen einen Loser nennt. Ich bin anders als sie, denn ich nutze meinen Wirt, also dich, nicht aus und ich lasse dir deinen freien Willen. Anders, als die anderen, die ihren Wirt zu einem Sklaven machen. Du bist mein Freund…und ich nutze meine Freunde nicht aus…“

Ein kleines Lächeln umspielte Eddie’s Mundwinkel, bei diesen ehrlichen Worten.

„Verstehe. Und weißt du was, V? Du bist auch gar nicht mal so übel…“

Sein Lächeln verwandelte sich in ein breites Grinsen und er konnte sich den nächsten Kommentar einfach nicht mehr verkneifen und natürlich musste er damit auch den schönen Moment total kaputt machen.

„Für einen Parasiten…"

Und das laute Brüllen und den anschließenden (jedoch nicht ernst gemeinten) Versuch, ihm einen Arm abzubeißen, hatte er danach auch wirklich redlich verdient…


Ende
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