Lerne zu vertrauen

GeschichteAllgemein / P12
Alexander Stephens
03.11.2018
13.12.2018
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Die Sirenen heulten, Alessa hörte sie immer näher kommen. Sie brauchte ein Versteck, möglichst schnell, doch wo? In einer kleinen Seitengasse fand sie eine große Mülltonne. Sie rannte so schnell sie konnte und kauerte sich möglichst eng dahinter. Durch den kleinen Schlitz zwischen Tonne und Wand konnte sie die Scheinwerfer der Polizei Autos sehen. Die Sirenen waren nun so laut das sie in ihren Ohren schmerzten. "Kommen sie raus" rief einer der Polizisten durch ein Megafon, doch Allesa rührte sich nicht. Sie hielt die Luft an als sie einen Lichtkegel näher kommen sah. Ein weiterer Polizist suchte die Gasse ab in der Alessa sich versteckte. Wenn er näher kam würde sie nicht mehr fliehen können. Ihr Herz schlug so schnell und stark das sie es im ganzen Körper spühren konnte. Dann verschwand das Licht der Taschenlampe wieder. Noch einmal sah sie durch den Schlitz zur Straße, auch das Licht der Autos war verschwunden, doch sie hat nicht gehört das sie wegfuhren. Alessa wartete noch einen Moment, dich alles blieb still. Langsam kroch sie aus ihrem Versteck, noch immer hörte sich nichts. Sie schien sicher zu sein. Mit leisen Schritten trat sie auf die Straße und tatsächlich, die Polizei war weg. Erleichtert machte sich Alessa auf den weg nach Hause. Es war schon fast Mitternacht und sie wusste genau wo die Polizisten um diese Zeit in Arcadia Bay Streufe fuhren, also nahm sie einen Weg der zwar länger aber sicherer war.
Eine halbe Stunde später war sie schließlich zu Hause. Um ihre Mutter nicht zu wecken kletterte sie über einen Baum, der gebau vor ihrem Zinner stand, durch das Fenster. Erschloft und noch immer zitternd vor Aufregung ließ sie sich in ihr Bett fallen und schlief sofort ein.

"Alessa, Frühstück ist fertig." rief ihre Mutter und weckte Alessa damit auf. Langsam streckte sie sich und stieg aus dem Bett. Erst jetzt merkte sie das sie sich am Vorabend nicht mehr umgezogen hatte. Ihre Jeans war schmutzig und die Lederjacke hatte Risse bekommen durch die alte Mülltonne. "Verdammter Misst" dachte sie "So darf Mom mich nicht sehen"
Sie öffnete ihren Kleiderschrank und kramte eine Dunkelgraue Hose, ein schwarzes Tanktop und eine Blaugraue Jeansjacke heraus. Nachdem sie sich umgezogen hatte verließ sie ihr Zimmer und ging die Treppe hinunter in die Küche, wo ihre Mutter bereits ungeduldig wartete.
"Morgen Mom" sagte Alessa, noch etwas verschlafen. "Guten Morgen. Hast du gut geschlafen?" fragte ihre Mutter mit einem stark sarkastischen Unterton ohne ihre Tochter dabei anzusehen. "Naja, ging schon" antwortete Alessa vorsichtig. Nun erntete sie einen strafenden Blick ihrer Mutter. "Alessa, die Polizei war gestern Abend hier. Was hast du schon wieder angestellt?" fragte sie wütend. Alessa hob unschuldig die Schultern. "Wieso glaubst du immer das ich etwas anstelle? Vielleicht habe ich ja jemanden das Leben gerettet und die Cops wollten mir dafür danken" Alessas Sarkasmus war sehr gut, doch gegen ihre Mutter kam sie dennoch nicht an. Diese schlug wütend nit der Handfläche auf die Arbeitsplatte neben dem Herd. "Verdammt noch mal. Wenn du so weiter machst landest du noch im Gefängnis. Wir könnten uns nichtmal einen Anwalt leisten." so wütend hatte Alessa ihre Mutter noch nie erlebt. Sie wollte noch etwas erwidern doch ihre Mutter gab einen Wink das sie nichts mehr hören wollte. "Geh in die Schule" waren ihre letzten Worte und bevor die Situation noch mehr eskalierte tat Alessa das auch.

Eine halbe Stunde Fußweg später kam sie an der Universität an in der sie Kunst studierte. Als Kind liebte es sie es zu zeichnen doch seit einem knappen Jahr hatte sie nurnoch Freude an ihren kleinen Graffitis. Sie hatte im Studium wenig Freunde, genauer gesagt garkeine. Sie war mit ihren 24 Jahren die älteste Studentin aber auch eine der schlausten. Ihre Intelligenz nutzte sie jedoch kaum, was den Lehrern natürlich nicht gefiel.
In Gedanken vesunken schlenderte sie über den Campus Richtung Eingangstür. Sie achtete nicht darauf ob etwas vor ihr war, meist gingen die anderen ihr sowieso aus dem Weg. Plötzlich stieß sie gegen etwas, oder besser gegen jemand. Erschrocken blickte sie nun auf und sah einen Mann in einem Schwarzen Anzug der sie sorgebvoll ansah. "Alles in Ordnung mit Ihnen?" fragte er freundlich. "Ähhh...ja... Tut mir Leid" stammelte sie. "Frau Ryans, mal wieder nicht bei der Sache" sagte der Schuldirektor tadelnd. Alessa hatte garnicht bemerkt das auch er vor ihr stand. "Ist schon in Ordnung, es ist ja nichts passiert" nahm sie der Mann in Schutz. Darauf wusste selbst der Direktor nichts mehr zu sagen und verabschiedete sich. Auch Alessa wollte in das Gebäude doch der Mann hielt sie fest. "Geht es Ihnen wirklich gut? Sie wirken etwas bedrückt" erkundigte er sich. "Alles gut" antwortete Alessa nur und bemühte sich ihn nicht anzusehen. Warum war sie plötzlich so schüchtern? "Frau Ryans also, Direktor Meyer hat mir bereits von ihnen erzählt." sagte der Mann nun. Alessa blickte ihn erschocken und skeptisch an. "Sind sie ein neuer Lehrer?" fragte sie vorsichtig. Warum sollte der Direx sonst über sie reden? "Nein, ich bin Anwalt." sagte er lachend und gab Alessa eine seiner Karten. "Alexander Stephens" stand darauf. Scheiße, was wollte ein Anwalt hier? Ist man ihr auf die Schliche gekommen? "Und was machen sie hier?" wollte Alessa wissen. "Ein Schüler dieser Uni wurde gestern mit einer Überdosis ins Krankenhaus gebracht. Ich ermittle nun ob er die Drogen von einem anderen Schüler hat und wenn ja von wem" erklärte er. Alessa wurde nervös, sie wusste welcher Schüler gemeint war. "Verstehe, naja da kann ich Ihnen leider nicht helfen und ich muss auch zum Unterricht" zum ersten mal wollte sie wirklich zum Unterricht. "Ich würde später gern noch einmal mit Ihnen sprechen." meinte Herr Stephens noch. Alessa nickte nur und lief schnellen Schrittes in das Schulgebäude.
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