Close up with You

von Aneleh12
GeschichteRomanze, Sci-Fi / P18
Kylo Ren Rey
03.11.2018
23.03.2019
21
36275
6
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8 – System

Mitten in der Nacht hörte ich, dass Kylo Ren leise aufstand.
Er kam zu mir und ich spürte wie er eine Decke auf mich legte. Eine weitere folgte.
„Danke“, flüsterte ich zögernd, bevor er sich von mir wegdrehen konnte.
„Schlaf gut“, antwortete er leise und ich sollte aufhören, seine Morgenstimme heiß zu finden.
Anschließend strich er mir eine imaginäre Strähne aus meinem Gesicht. Meine Haut fing an dieser Stelle leicht an zu kribbeln und ich hätte mein Gesicht am liebsten ein bisschen näher an seine Hand gedrückt.
Dann merkte ich, dass er sich hektisch wegdrehte, wie als ob er es am liebsten nicht getan hätte – womit er definitiv recht gehabt hätte.
Bevor ich mich noch weiter damit beschäftigen konnte, zog ich die Decken, die er mir gegeben hatte, weiter nach oben und wollte versuchen einzuschlafen.
Da sich die Oberste aber anders anfühlte, als alle anderen, öffnete ich meine Augen und zog sie noch ein Stückchen höher, um sie zu inspizieren.
Dabei wurde mir klar, dass es keine Decke war, sondern der Umhang von Kylo – was ich vor allem daran festmachte, weil er nach ihm roch.
Ich versuchte mir erst gar nicht zu überlegen, warum ich seinen Geruch erkannt hatte und schloss meine Augen wieder. Ich war viel zu müde dafür.
Tatsächlich wurde mir wärmer und ich schaffte es noch einzuschlafen.

Als ich am nächsten Morgen aufwachte, lag ich genauso wie am Abend davor. Meine Beine an den Bauch gezogen zu die Decken um mich gewickelt.
Ich drehte mich langsam um und erkannte im fahlen Licht, dass Kylo Ren nicht mehr in seinem Bett lag.
Wo war er hingegangen?
Außerdem bemerkte ich, dass sein Umhang nicht mehr auf mir lag, sondern seine anderen Decken. Diese rochen ebenfalls nach ihm.
Verwirrt stand ich auf und hängte mir einer seiner Decken um. Ich mochte seinen Geruch und er hatte irgendwie eine beruhigende Wirkung auf mich.
Verdammt! Diese Tatsache machte mir Angst, da ich diese Empfindung nicht haben sollte und ich hatte das Gefühl, dass Kylo nicht mehr nur noch mein Erzfeind war.
Ich empfand etwas für ihn, was genau in die andere Richtung ging!
Anschließend durchsuchte ich den Falken nach Ren, fand ihn aber nirgendwo. Vielleicht war er ja schon zu seinem Kommandoshuttle gegangen und wollte ein Teil vom Unterlichtantrieb holen.
Mein Verdacht bestätigte sich, als ich auch den Schlitten nicht fand.
Deshalb lief ich zur Dachluke und schaute nach draußen in Richtung des Raumschiffs. Tatsächlich konnte ich Kylo entdecken (was mich erleichterte, obwohl es mich nicht hätte kümmern sollen). Er war schon fast an seinem Kommandoshuttle angekommen.
Dann drehte ich mich einmal im Kreis und erblickte über dem Wald sehr dunkle Wolken aus denen ein Blitz zuckte. Es würde also wieder ein Unwetter geben und ich seufzte.
Bevor mir wieder kalt wurde, ging ich nach drinnen und holte den Eimer aus dem Aufenthaltsraum. Mittlerweile war ich ziemlich hungrig und holte Schnee von draußen.
Bis Kylo wieder da war, war dieser bestimmt schon geschmolzen und wir konnten etwas essen.
Solange Kylo Ren aber noch nicht da war, setzte ich mich ins Cockpit und schaute aus dem Fenster. Aus diesem ließ ich meinen Blick über die weiße Fläche gleiten. Die Sonne schien und der Himmel war wolkenlos, aber der Schein trug. Hinter dem Falken braute sich ein Sturm zusammen.
Hoffentlich hatte Kylo die dunklen Wolken am Horizont entdeckt und war rechtzeitig wieder zurück.
Ich seufzte. Warum machte ich mir Sorgen um ihn?
Tatsächlich war er rechtzeitig zurück, aber es begann bereits zu winden. Vermutlich würde man erst wieder am Nachmittag – wenn überhaupt – rausgehen können, da die Wolken, die uns fast erreicht hatte, kein Ende zu nehmen schienen.
Ren war zu mir ins Cockpit gekommen und begrüßte mich: „Hast du ausgeschlafen?“
„Ja“, antwortete ich und stand auf.
„Ich habe schon mal ein Teil für den Unterlichtantrieb geholt, da es nicht so aussieht, als ob man heute nochmal rauskommt.“
„Ich weiß“, entgegnete ich und mein Gegenüber schaute mich verwirrt an.
Deshalb fuhr ich fort: „Der Schlitten war nicht da und außerdem habe ich aus der Dachluke geschaut.“
„Achso.“
Zusammen gingen wir in den Technikraum und ich drückte ihm meine, eigentlich seine, Decke in die Hand, damit ich sie nicht auf den Boden legen musste, während ich das Teil vom Sublichtantrieb einbaute.
Dabei bemerkte ich aus dem Augenwinkel wie er auf die Decke schaute und sah quasi wie er irgendwie feststellte, dass es seine war.
Natürlich hätte ich sie auch nur zufälligerweise nehmen können, aber jeder hätte vermutlich die Unterste genommen, da es die Wärmste gewesen wäre.
Außerdem erkannte ich an seinem Lächeln, dass er irgendwie herausgefunden hatte, dass ich mit Absicht eine von seinen Decken genommen hatte.
Mist. Warum hätte ich mir nicht einfach eine von mir nehmen können?
Ich versuchte mir nichts anmerken zu lassen und baute das Teil vom Sublichtantrieb zu Ende ein.
Dann stand ich wieder auf und nahm ihm die Decke aus der Hand.
„Ist das nicht eigentlich meine?“, fragte er lächelnd.
Am liebsten hätte ich mich in Luft aufgelöst. Wieso musste er das fragen?
„Ja“, fing ich an, wollte mich dann rausreden und versuchte krampfhaft, nicht ertappt auf den Boden zu schauen, „das ist doch aber eigentlich egal und außerdem lag sie ganz oben auf meinem Bett.“
„Aber es ist ‚dein Bett‘ oder wie?“, meinte er mit einem neckischen Unterton.
„Soll ich mir eine Andere holen?“, fragte ich nicht unbedingt ernst und drehte mich zu ihm um, da ich schon ein paar Schritte gegangen war, „Mal abgesehen davon hast du sie auf ‚das Bett gelegt, in dem ich schlafe‘.“
Während ich das sagte, schaute ich ihn mit verschränkten Armen an.
Kylo lächelt und hob abwehrend seine Hände.
„Nein, ich erlaube dir, dass du dir ‚diese Decke‘ um deine Schultern legst“, erwiderte er gespielt überschwänglich und ich drehte mich kopfschüttelnd um.
Dabei musste ich lächeln und legte mir die Decke um die Schultern.
Die Atmosphäre zwischen uns hatte sich wieder gänzlich entspannt, doch gingen wir vertrauter miteinander um.
„Wollen wir etwas essen?“, schlug ich vor, „Ich habe vorhin schon Wasser geholt.“
„Gerne“, antwortete Kylo Ren.
Gemeinsam setzten wir uns auf die Bank im Aufenthaltsraum und machten uns etwas zu essen.
Obwohl es widerlich schmeckte, war ich froh, endlich wieder etwas zu essen.
Anschließend gingen wir unsere Schälchen waschen.
Draußen finge es bereits an zu stürmen und der Himmel hatte sich mit dunklen Wolken zugezogen. Die Sonne war nichtmehr zu sehen und die ersten Schneeflocken fielen vom Himmel. Außerdem war es eiskalt.
„Was machen wir jetzt?“, fragte ich Kylo, während ich die Einstiegsrampe schloss.
„Keine Ahnung“, erwiderte er schulterzucken und wir brachten unsere Schälchen in den Aufenthaltsraum.
Gerade als ich mich auf die Bank setzten wollte, hatte ich eine Idee: „Wir könnten schauen, ob wir das Lebenserhaltungssystem aus dem Energiesparmodus zurück in den normalen Modus bekommen!“
„Stimmt!“, stimmte Kylo Ren mir zu und folgte mir durch den Hauptladeraum in den vorderen Laderaum.
Dort öffnete ich die Türen zum nächsten Raum und anschließend betraten wir den zweiten Laderaum. Dieser lag direkt neben dem Gang zum Cockpit.
Ren stellte sich rechts von mir neben das Lebenserhaltungssystem und wir schauten uns es schweigend an.
Nachdenklich wollte ich von ihm wissen: „Hast du eine Ahnung wie diese Systeme funktionieren?“
„Nein“, antwortete er ehrlich und atmete geräuschvoll aus.
„Ich auch nicht“, gab ich zu und seufzte.
Das konnte ja etwas werden.
„Bestimmt ist irgendetwas bei der Landung kaputt gegangen oder es hat sich etwas gelöst“, überlegte ich, „kaputt ist es bestimmt nicht!“
„Normalerweise geht ein Lebenserhaltungssystem aber nicht bei einer Landung kaputt!“, entgegnete Kylo Ren grinsend und ich wusste auf was er hinauswollte.
Ich stemmte meine Hände in die Hüfte und meinte: „Es war eine Notlandung!“
„Bruchlandung“, verbesserte mich Kylo und ich schnaubte.
Mir war ja nichts anderes übrig geblieben.
„Meinetwegen. Es war eine Bruchlandung, da mir ‚irgendjemand‘ ins Heck geschossen hatte und der Unterlichtantrieb ausgefallen ist!“
„Dann muss dabei etwas passiert sein!“, stellte er fest.
„Habe ich doch gesagt!“, erwiderte ich leicht gereizt.
Natürlich wusste ich, dass Kylo Ren mich absichtlich aufzog – das erkannt ich an seinem Grinsen – und ich musste zugeben, er schaffte es aus irgendeinem Grund wirklich gut.
Vielleicht lag es an dem Ton, in dem er es sagte.
Damit er mich nicht gänzlich auf hundertachtzig brachte, atmete ich tief durch und zählte bis zehn, um mich zu entspannen.
Dann fragte ich schon viel ruhiger: „Und wie repariert man ein Lebenserhaltungssystem, dass bei einer Bruchlandung beschädigt wurde?“
„Indem man herausfindet, was beschädigt wurde und es repariert – logischerweise.“
„Dann sollten wir das mal tun!“
„Gute Idee!“, entgegnete er ein bisschen sarkastisch und ich konnte es nicht lassen, ihm in die Seite zu zwicken, als ich an ihm vorbei ging.
„Au!“, protestierte er und zuckte vor Schmerz zusammen.
Zuerst dachte ich, er tat nur so, als ob es ihm wehgetan hatte und schüttelte den Kopf, da ich ihn nur ein bisschen geknufft hatte.
Doch wurde mir ein paar Sekunden später bewusst, dass ich ihn genau in seine Schussverletzung gezwickt hatte.
Hecktisch drehte ich mich um.
„Tut mir Leid! Ich hatte nichtmehr an deine Verletzung gedacht.“
„Schon okay“, meinte Kylo und richtete sich mit noch leicht verzogenem Gesicht wieder auf.
Er war mir also nicht böse. Eigentlich war er mir noch nie wirklich böse gewesen.
Genauso wie ich ging er näher zum Lebenserhaltungssystem und während ich es mir genauer anschaute, fragte ich:
„Hast du mal nach der Wunde geschaut?“
„Nein.“
„Das sollte man aber schon ab und zu machen!“, erklärte ich, „Zu mindestens hättest du mal das Pflaster wechseln können.“
„Ich sehe später danach!“, legte Kylo Ren fest und ich vermutete, er würde es nicht tun.
Dann schauten wir uns beide das Lebenserhaltungssystem schweigend genauer an und suchten nach einer beschädigten Stelle, einem kaputten Kabel oder irgendetwas, was erklärte, warum das System im Energiesparmodus war.
„Guck mal!“, rief ich Kylo nach ein paar Minuten zu, da ich zwei Kabel gefunden hatte, deren Isolationsschichten geschmolzen waren und sich deshalb berührten.
Kylo Ren kam daraufhin zu mir und ich deutete mit meinem Finger auf die Stelle.
„Vielleicht hat das einen Kurzschluss verursacht“, überlegte ich laut, „ich finde jedenfalls, dass das nicht richtig aussieht.“
„Kann sein“, meinte Ren und ich zog die verschmolzenen Kabel ein bisschen näher zu uns um sie genauer betrachten zu können.
Daraufhin flogen ein paar Funken von dem Leitmaterial auf den Boden und das Lebenserhaltungssystem fing an zu piepsen.
Reflexartig ließ ich die Kabel los und ging einen Schritt zurück.
„Ja, es liegt daran!“, verbesserte Kylo Ren seine Antwort und lief zu dem Bildschirm des Systems.
Ich folgte ihm und schaute ebenfalls darauf. Es zeigte uns an, dass eine Beschädigung gefunden wurde.
„Wäre schön gewesen, wenn das Ding das schon von Anfang an angezeigt hätte, anstatt sich stumm in den Energiesparmodus zu stellen“, stellte ich mit verschränkten Armen fest, „und einen erfrieren zu lassen!“
„Wenigstens haben wir es überhaupt erfahren“, entgegnete Kylo und ich nickte, „und können es reparieren.“
„Am besten stelle ich den Falken komplett aus, nicht dass einer von uns noch einen Stromschlag bekommt, während wir es reparieren“, schlug ich vor und wollte mich zum Gehen umdrehen.
Kylo Ren hielt mich allerdings auf: „Davor sollten wir nach Taschenlampen und Kabeln suchen!“
„Stimmt!“, gab ich ihm Recht, „Im Technikraum gibt es bestimmt Kabel und vielleicht auch Taschenlampen.“
„Okay. Dann gehe ich nach hinten und du kannst hier nach Taschenlampen suchen.“
Als Antwort nickte ich und Kylo verschwand aus dem Raum.
In der Zeit, wo er weg war, durchsuchte ich die vier Laderäume und tatsächlich fand ich eine Taschenlampe im vorderen Laderaum. Diese funktionierte nur leider nichtmehr.
Kylo Ren hatte diesbezüglich auch kein Glück und fand nur die Kabel.
„Was machen wir jetzt?“, fragte ich ratlos und schaute mir die Kabel an, „Ohne Licht brauchen wir es erst gar nicht auszuprobieren.“
„Wir müssen ja auch keine Taschenlampen nehmen“, antwortete Ren.
„Was nehmen wir dann?“
„Lichtschwerter?“, schlug er vor und es klang mehr nach einer Frage, als nach einem Vorschlag.
Er hatte Recht, die Lichtschwerter hätten uns schon genügend Licht gespendet. Allerdings stand ich nicht unbedingt darauf, neben ihm stehen zu müssen und das Lebenserhaltungssystem zu reparieren, während er (genauso wie ich) ein Lichtschwert hielt.
Vermutlich hatte ich aber keine andere Wahl.
Ich muss wohl ziemlich entsetzt geschaut haben, denn er fuhr vor: „Oder hast du eine andere Idee?“
Daraufhin schüttelte ich den Kopf und meinte: „Okay. Ich gehe ins Cockpit und schalte den Falken aus. Du kannst hier warten.“
Als er nickte drehte ich mich um und machte mich auf den Weg.
Ich war schon im Gang zum Cockpit, als mir einfiel, dass wir noch Werkzeug brauchten. Deshalb drehte ich noch einmal um und ging in den Technikraum.
Dort nahm ich den Werkzeugkasten und brachte ihn in den zweiten Laderaum zu Ren.
Anschließend machte ich mich erneut auf den Weg zum Cockpit und fuhr alle Systeme des Millennium Falken runter.
Nach ein paar Sekunden war es fast stockdunkel – nur noch von Draußen kam ein wenig Licht – und ich aktivierte Lukes Lichtschwert. Es summte leise und tauchte das Innere des Falken in ein sanftes Blau.
Zögerlich machte ich mich auf den Weg zu Kylo. Ich ging zurück zum Hauptgang und von dort durch den Aufenthaltsraum in den Hauptladeraum. Dann durch den vorderen und den Frachtladeraum in den zweiten Laderaum.
Schon bevor ich Kylo Ren sah, hörte ich das Knistern seines Lichtschwerts und ich wurde unsicher.
Mittlerweile wusste ich, dass Kylo mich nicht töten wollte – nicht hier –, trotzdem machte mir die rote Klinge Angst, da sie einen in einem Bruchteil von einer Sekunde töten konnte.
Ich entdeckte Ren, der schon dabei war, die beiden verschmolzenen Kabel mit einer Zange zu durchtrennen.
Schweigend ging ich zu den neuen Kabeln und trug sie zum Lebenserhaltungssystem. Dort schaute ich, welche Länge sie ungefähr brauchten und schnitt sie an den richtigen Stellen ab.
Danach nahm ich eine Abisolierzange und entfernte an den Enden das Isoliermaterial.
Es war ziemlich umständlich, wenn man in einer Hand noch das Lichtschwert halten musste, aber ich fragte Kylo auch nicht, ob er es halten konnte (er hatte gerade nichts zu tun). Dafür vertraute ich ihm (viel) zu wenig, aber ich glaube, ihm ging es nicht anders.
Schließlich schaffte ich es und Kylo Ren nahm den Lötkolben in die Hand. Ich hingegen hielt die Enden so zusammen, dass er sie zusammenschweißen konnte.
„Scheiße!“, fluchte Ren, als er den Lötkolben anschalten wollte, „Das Teil funktioniert ohne Strom natürlich nicht.“
Ich seufzte. Das hätte uns früher einfallen müssen.
„Halt du mal die Enden fest!“, forderte ich.
Ich hatte eine Idee und er befolgte meine Anweisung.
Vorsichtig hielt ich Lukes Lichtschwert an die Stelle, die verbunden werden sollte, und sobald es diese berührte, entstand ein ekelhaftes Zischen. Aber das Leitmaterial begann zu schmelzen, weshalb ich das Schwert nicht wegnahm.
Dadurch hatte ich Lukes Lichtschwert näher zu Kylos geführt und die Farben vermischten sich teilweise, weshalb die Wände an ein paar Stellen violett schimmerten.
Als die Enden der beiden Kabel geschmolzen waren, nahm ich das Lichtschwert weg und wir warteten kurz.
„Scheint zu funktionieren!“, stellte Kylo Ren fest und bewegte die Kabel ein bisschen.
Tatsächlich schien es zu halten und wir machten das Gleiche an den drei anderen Stellen.
Anschließend nahm ich Isolierband und umwickelte damit alle vier zusammengeschweißten Stellen, als sie abgekühlt waren.
„Ich schalte den Falken wieder an!“, erklärte ich, als ich auch damit fertig war.
Kylo nickte und ich machte mich auf den Weg.
Im Cockpit fuhr ich alle Systeme wieder hoch und deaktivierte Lukes Lichtschwert.
Mittlerweile war das Pfeifen des Sturms deutlich geworden und Schneeflocken peitschten ans Fenster. Außerdem hörte man Donnergrollen in der Ferne.
Innerhalb von einer Minute waren alle Systeme wieder hochgefahren und ich machte mich wieder auf den Rückweg.
„Wir haben ein Problem!“, erklärte Ren, als ich durch den Frachtladeraum lief, „Das Lebenserhaltungssystem muss neu gestartet werden und das kann mehrere Stunden dauern.“
Was konnte eigentlich alles noch passieren?
Ich seufzte und antwortete, als ich neben ihm stand: „Okay. Wenigstens wird es dann wieder wärmer!“
„Ja“, bestätigte Kylo und drückte auf den Neustartknopf.
Anschließend, als wir uns sicher waren, dass das Lebenserhaltungssystem neu startete, liefen wir gemeinsam in den Aufenthaltsraum und setzten uns schweigend auf die Bank.
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