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Halloween - Ein amerikanischer Kult erreicht Mittelerde

OneshotHumor, Parodie / P12
OC (Own Character)
03.11.2018
03.11.2018
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Halloween in Mittelerde? Hallo? Will Amerika jetzt seine Tradition bis nach Arda verbreiten? Die Antwort lautet: Natürlich! Nichts ist schöner als ein schönes mörderisches Halloween in Mittelerde. Und deswegen begrüßen wir, Narya Dolwethil und Taura Maril, hier: Ruby! Taura Maril

„Das“, verkündete sie böse, „ist das hirnrissigste, was ich je gehört habe!“
„Ach komm. Das hast du bei unseren letzten Ideen, die auch nur annähernd mit dir zu tun hatten auch gesagt“, erwiderte ich und ließ Fakeblut über mein Gesicht rinnen.
Narmacli saß auf der Badewanne und jonglierte mit Pinseln, wobei sie kläglich scheiterte und vor den herunterrieselnden Malwerkzeugen den Kopf einzog. „Also ich finde die Idee gut. Seid ihr endlich fertig?“
Ich drehte mich um und sie grinste. „Du siehst noch grauenvoller aus als sonst. Sind die Farben und Pinsel gepackt?“
„Jap. Und auch die Masken, Leichentücher und Feenflügel.“ Ruby hatte sich als Thranduil verkleidet und mit ihrer Perücke saß sie wirklich gruselig und realistisch aus.
„Dann lasst uns loslegen!“, riefen Narya und ich im Chor.

In Imladris ging die Sonne gerade unter. Rotes Licht tauchte den Ort in einen halloweenmäßig blutigen Schein. Es waren die perfekten Voraussetzungen, um eine irre Party zu „organisieren“.
„Sollten wir hierbei umkommen,“, begann Ruby, „dann möchte ich, dass mein Sarg rot wird und das Gratistee verteilt wird. Und ihr bekommt nichts ab!“
Ja gut, vielleicht sollte ich Ruby vorstellen. Es gibt eigentlich nur vier Dinge, die ihr über sie wissen solltet: Sie hat rote Haare, ist launisch, wird von mir immer für Mitmachgeschichten eingestellt und ist vollkommen verrückt nach Tee.
Narmacli verdrehte die Augen. „Wenn du stirbst, bezahlt Elrond, schließlich sind wir hier in Imladris. Und jetzt müssen wir Elben verunstalten!“
Ja. Es dauerte nicht lange, bis wir den Versammlungssaal fanden. Wir folgten einfach den Wutausbrüchen und schreienden Diplomaten.
„Bereit?“, fragte ich meine Komplizinnen.
„Immer doch!“ Die Tür flog auf und wir platzten in eine Versammlung. Hallo Halloween!

Narya

Eigentlich folge ich Taura nicht freiwillig nach Imladris oder überhaupt irgendwohin. Glaubt mir, ihre Ideen sind mörderisch! Doch da diese Idee beinhielt, Elben an Stühle zu fesseln und sie zu verunstalten war ich natürlich dabei.
„Ihr schon wieder!“, knurrte der Herr von Imladris wütend. Argwöhnisch beäugte er unsere Vampir- und Thranduilverkleidungen. „Was stellst du denn da?“, wollte er von Ruby wissen.
„Ratet!“
Erestor, Elronds oberster Berater starrte Ruby böse an. Er hegte eine leise Abneigung gegen die Teefanatikerin, seit sie Windeln außen an seine Gewänder genäht hatte. Und dann waren da noch die Tritt-mich-Schilder, die veränderten Reden und gefälschten Berichte, die sie an alle möglichen Leute verteilt hatte. Das schlimmste allerdings lasse ich mal lieber weg. „Etwas Hässliches?“
„Ja!“
Mein Blick fiel auf Divaduil, dem wohl gerade aufging, als wer oder was (bei ihm sind wir uns ja noch nicht so sicher, was das Geschlecht angeht) Ruby verkleidet war.
„Wir haben eine Idee!“, verkündete Taura motiviert wie immer.
Elrond stand abrupt auf. „Alle Heiler in die Häuser der Heilung! Das ist ein Befehl!“
„Es hat weder etwas mit kleinen Katzen, noch mit der Eroberung der Welt zu tun!“
Ich hustete laut auf. „Ja, keine kleinen Katzen…“
„Blödmädchen…“  
Ruby trat vor. „Da wir sowieso Erus Vollmachtserklärung haben – Er hat bei unserem letzten Treffen das Kleingedruckte nicht gelesen – ist Widerstand zwecklos! Wir feiern HALLOWEEN!“
„Oh nein! Bei eurer letzten Fete in Imladris habt ihr beinahe Erestor angeschossen!“ Herr Elrond funkelte Taura wütend an.
„Ja, Taura trifft irgendwie nie ihr Ziel!“, stimmte ich zu.
Meine Freundin funkelte mich böse an. „Sei zumindest froh, dass ich den Bogen überhaupt richtigrum gehalten habe!“
„Das ist fast genauso schade.“ Könnten Blicke töten, wäre ich jetzt Narya-Kebab. Hinter viel Theaterschminke blitzten Tauras Augen wie ein loderndes Feuer. Gut, ich hatte sie auf Betriebstemperatur gebracht. Jetzt würde es gleich hochergehen. Ihre Wut sammelte sich wie eine gefährliche Aura um sie und die Elben von Imladris (und alle anderen), die diese Ausbrüche schon kannten, sanken plötzlich in ihre Stühle.
„Also… ihr feiert hier Halloween und wenn jemand etwas dagegen sagt, dann meine lieben Freunde“, sie betonte das Wort Freunde so seltsam, dass Elrond kurz doch hinter seinem Ordner, der im als Sichtschutz diente, hervorschaute, „schreiben wir“, und bei dem Wort „wir“ fragte ich mich plötzlich, ob ich auch gemeint war, „euch etwas ganz mieses an!“
„Und bitte was?“, fragte ein gewisser blonder Elbenkönig.
„Zwergenbärte, Glatzen und Schweinsnasen!“ Ein erschrockenes Raunen machte sich im Saal breit.
„Okay“, fragte Erestor mit zitternder Stimme, „Wie geht Halloween?“

Taura Maril

Eins muss man Narya lassen: Alles, was sie mit Hilfe von Pinseln anmalte, sah wirklich halloweenmäßig aus. Mit Stiften konnte sie zwar umgehen, aber wir hatten keine mit also… es war erschreckend.
Na gut, da durfte ich nichts sagen, schließlich war ich diejenige, die Thranduil mit Klopapier eingewickelt hatte und als Bemalung eine Flasche mit Fakeblut geöffnet und umgedreht hatte. Leider fiel mir erst später auf, das Thranduil seine Beine nicht mehr bewegen konnte. Eigentlich konnte er überhaupt nichts mehr tun. Weder laufen, noch sprechen und denken schon mal gar nicht.
Stolz betrachteten wir unser Werk. Dank einer Extraportion Alkohol ging es auf der Party hoch her. Ruby hatte nämlich einen Tee erfunden der… wollt ihr gar nicht wissen.
„Leute“, begann Narya.
„Ja?“
„Woll’n wir nicht langsam gehen?“
„Wieso?“, wollte Ruby wissen.
„Eru ist gerade angekommen und… er sieht wütend aus.“
„Oho…“
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