Hermine eine Slytherin. Niemals! Oder, doch?

GeschichteAbenteuer, Freundschaft / P12
Blaise Zabini Draco Malfoy Harry Potter Hermine Granger Ronald "Ron" Weasley Viktor Krum
02.11.2018
13.07.2019
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Mit geröteten Wagen spazierten Hermine, Ron und Harry durch das Schlossportal ins Innere des Gebäudes. Die drei kamen von Hagrid.
"...mir tun noch immer die Zähne von Hagrids Felsenkeksen weh!"
Ron verzog das Gesicht und seufzte kläglich.
Hermine schenkte ihm ein etwas gequältes Lächeln. "Vielleicht sollten wir ihm einmal sagen, dass seine Kekse kaum essbar sind. Kann schon sein, dass er damit keine Probleme hat! Mir klebt auf jeden Fall noch der halbe Mund zu!", meinte die Hexe genervt.
Harry riss den Mund vor gespieltem Staunen auf: "Hermine! Sag das noch einmal! Du hast nicht ernsthaft Hagrids Kekse gegessen?! Schon mal an den Zucker gedacht? Was würden deine ELTERN bloß dazu sagen!"
Für einen Moment erschrak Hermine wirklich und geriet ins Stolpern. Aber gleich darauf fing sie sich wieder. Harry hatte das Mädchen doch wirklich aus dem Konzept gebracht, sogleich hatte sie sich wieder wie das kleine Siebenjährige Kind gefühlt, das sie einmal war und dass beim Naschen erwischt worden war.
Hermine schüttelte den Kopf.
Nein! Süßigkeiten waren in Ordnung und lecker!
Gemeinsam betraten sie die Große Halle und Hermine begleitete ihre Freunde wie selbstverständlich zum Gryffindortisch.
Niemand verlor ein Wort darüber, doch die junge Slytherin sah die Augen der beiden Jungen aufleuchten. Lächelnd setzte sie sich auf ihren ehemaligen Stammplatz.
Wie ungewohnt es war, wieder neben all diesen bekannten Gesichtern zu sitzen!
Hungrig aßen die drei ihr Abendessen.
Als die Slytherin mit dem buschigen Haaren gerade ihren zweiten Teller leerte klopfte ihr jemand kräftig auf den Rücken. Sofort verschluckte sich Hermine und drehte sich röchelnd nach dem Übeltäter um.
Verschmitzt grinsend stand Fred vor ihr. "Na, Sehnsucht nach den Löwen? Endlich erkannt wie hinterlistig es im Schlangennest zugeht? Oder nein! Jetzt weiß ich es..." Der Sechsklässler verschränkte die Arme und setzte sich neben Ron auf die Bank.
"Du möchtest wieder in den kuschelig warmen Gryffindorgemeinschaftsraum, weil es dir im Kerker zu kalt ist. Hab aus sicherer Quelle gehört, die Slytherins sind unfähig richtig einzuheizen! Und der See ist auch relativ kalt, nicht?"
Er breitete weit die Arme aus. "Trau dich ruhig, Hermine. Frag, ob wir dich wieder aufnehmen. Ich bin mir sicher die meisten werden dich mit offenen Armen erwarten! Natürlich müsstest du eine kleine Gegenleistung bezahlen.
Uns wäre sehr mit näheren Informationen zu Sicherheitsvorkehrungen im und rund um den Kerker gedient.
Nur Interessenshalber, versteht sich ja von selbst."
Hermine kaute schweigend weiter ihr Essen und begann ein Gespräch mit Harry und Ron über die letzte Tanzstunde, die bezüglich des Weihnachtsballs gegeben wurde und in einer völligen Katastrophe geendet hatte.
Satt und zufrieden lehnten sich die Freunde zurück und Fred machte einen weiteren Versuch. "Und? Was ist mit unserer Abmachung? Nur einige klitzekleinen Informationen? Natürlich ganz ohne böse Absichten!"
Der Zauberer versuchte erfolglos eine Unschuldsmiene aufzusetzen, aber die Slytherin hatte nur einen skeptischen Blick für ihn übrig. "Herminchen, och, Bitte! Du bist doch meine Lieblingsslytherin!"
Bei diesen Worten musste sogar Hermine leicht lachen. "Fred, das liegt daran, dass du alle Slytherins hasst!", vermittelte sie ihm grinsend.
Fred wusste, wann er besser aufgeben sollte, zumindest vorläufig. Und so gab er die nächsten Minuten Ruhe, erst als sich die schlaue Hexe verabschiedete und aufstand rief er ihr hinterher: "Denk daran, wenn du als Eisklotz endest und frierend in der Schlangengrube sitzt!"
Ohne sich umzudrehen winkte die Hexe ihm hinter ihrem Rücken zu und verließ die Halle.
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