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GeschichteRomanze, Thriller / P16 Slash
02.11.2018
13.11.2019
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„Sie können hier keine ...“, eine Krankenschwester stellte sich dem Geschäftsmann in den Weg und deutete fast anklagend auf den Kater, der wie eine lebendige Stola auf Clas' Schultern lag und bei ihrer lauten, aufgeregten Stimme den Kopf hob und verstimmt fauchte, „Katze reinbringen! Das ist ein Krankenhaus!“ „Und, das ist keine Katze.“, Clas kraulte den Kater vorsichtig, ließ die Krankenschwester aber dennoch nicht aus den Augen, „Es ist ein Kater und er gehört ihm.“ Das knappe Nicken in Richtung der, auch nach einer Woche noch immer bewachten Tür, zeigte deutlich wen der Geschäftsmann meinte, aber die ältere Frau schüttelte dennoch nur den Kopf, „Ich werde den Arzt holen.“
Bereits nach wenigen Minuten, Clas hatte den Kater nun aber auf dem Arm, sodass Larsis Kopf gegen seine Schulter lehnte. Seine grünen Augen wanderten ebenso unruhig wie der schlagende, lange Schwanz durch die leeren Gänge der eleganten Privatklinik, legten sich dann aber neugierig auf die Gestalt des herbeieilenden Arztes. „Monsieur Bråthen.“, der Arzt hielt ihm, den Kater etwas misstrauisch betrachtend, die Hand entgegen und lächelte dann scharf, „Sie sind gekommen, um ihn zu besuchen?“
„Natürlich.“, Larsi stieß Clas sanft an, aber Clas kraulte ihn nun nachlässig, musterte stattdessen den Arzt, „Wie geht es ihm? Kann er bald entlassen werden?“ „Nun ja ...“, der weißgekleidete Arzt zog ein Tablet aus der Tasche seines bauschigen Kittels und wischte mit einer hektischen Bewegung über das Display, um die Krankenakte aufzurufen, „Seine Werte sind sehr gut.“ Als Clas', eben noch so hoffnungsvoll wirkender Gesichtsausdruck sich kurz zu verdunkeln schien, lächelte der Arzt nur etwas verkrampft, „Aber … Anders klagt noch immer über Schwindelgefühle und Übelkeit. Außerdem scheint er keinen Appetit zu haben, die Teller gehen meist unberührt zurück.“ „Und woran liegt es?“, Clas' Stimme war befehlsgewohnt scharf und schien unbedingt eine Antwort zu erwarten, „Hat er doch schwerere Verletzungen …?“ „Nein.“, der Arzt schüttelte den Kopf, schien seine nächsten Worte aber dennoch vorsichtig suchen zu müssen, „Es sieht aus, als würde er nicht … gesund werden … wollen.“
„Was?“, erst schien Clas nur belustigt, aber der ernste Gesichtsausdruck seines Gegenübers blieb weiterhin ernst, sodass der Geschäftsmann sich räusperte, „Er will nicht gesund werden?“ „Psychosomatisch.“, wieder nickte der Arzt, deutete nun aber, um das Thema zu wechseln, auf den gähnenden Kater, dessen Ohren unruhig spielten, „Aber, was ist das für ein … Tier?“ „Ein Kater. Er gehört Anders.“, beim Namen seines Herrchens, schien der Kater die Ohren zu spitzen und sein Schwanz schlug wiederum unruhig, während Clas weitersprach, „Er hat ihn vermisst.“ Der Arzt ließ seinen Blick, gefolgt von einem müden Seufzen, über den Geschäftsmann wandern, bevor er dann mit einem müden Lächeln zur Seite trat, „Gehen Sie zu ihm ...“

„Hallo ...“, Clas bemühte sich seine Sorge nicht zeigen zu wollen, sondern zwang sich stattdessen zu einem, etwas verkrampft wirkenden Lächeln, als er nun die Tür öffnete, „Anders.“ Der Kater auf seinem Arm ließ keine weitere Begrüßung mehr zu, sondern sprang behände von Clas' Arm und lief zu seinem Herrchen, das auf der kleinen Couch, die am Fenster stand, saß. Der Kopf des großes Katers stieß fordernd gegen Anders' Bein und Larsi schnurrte zufrieden, als Anders ihn auf seinen Schoss hob.
Zum ersten Mal seit langem, so erschien es Clas, wirkte Anders tatsächlich entspannt, als er nun den Kater liebevoll streichelte. Larsi fauchte verspielt, als Anders schließlich vorsichtig an seinem Ohr zupfte und rollte sich dann aber auch auf den Rücken, um am Bauch gestreichelt werden zu wollen. „
Er hat dich vermisst.“, Clas hasste es diese angenehme Stille, in der man nur das zufriedene Schnurren des Katers hörte, und das erste Wiedersehen von Kater und Herrchen zu stören, aber dennoch räusperte er sich nun, „Hallo, Anders.“ „Clas.“, eine leichte Röte legte sich auf Anders' blasse, eingefallene Wangen, kaum sichtbar, bevor der junge Mann schließlich wieder den Kopf senkte und weiterhin vollkommen konzentriert den Kater zu streicheln schien, „Ich ...“
„Wie geht es dir heute?“, Clas zögerte, schien zu überlegen, ob er sich neben den Jüngeren setzen sollte, zog dann aber stattdessen doch sicherheitshalber den unbequemeren, weißen Besucherstuhl an den Tisch heran, „Alles in Ordnung?“ „Ja.“, Anders nickte knapp, hielt seinen Kopf aber weiterhin gesenkt, „Du kannst gehen.“ „Hätte ich nicht ein 'Danke' verdient?“, Clas beugte sich vor und legte eine Hand auf das schmale Knie des Jüngeren, der daraufhin vorsichtig und seltsam unsicher wirkend, den Kopf hob, „Was?“ „Na ja ...“, Clas zwang sich zu einem neckischen Lächeln und einem leichteren, wenig ernsthaften Tonfall, „Ich habe dir Larsi mitgebracht.“ „Oh.“, das Rot auf seinen Wangen vertiefte sich noch etwas, bevor Anders aber auch schon wieder den Kopf senkte, „Danke.“
„Hast du Hunger?“, nach einigen Minuten der Stille versuchte Clas erneut ein Gespräch in Gang zu bringen, scheiterte aber wieder an Anders' Einsilbigkeit, zuckte der Jüngere doch nur mit den Schultern. „Soll ich dir vielleicht einen Apfel schälen?“, bei dem Vorschlag schien Anders' blauer Blick kurz zu der großen Obstschale auf dem niedrigen Couchtisch zu wandern, bevor er wiederum Clas' Blick auszuweichen schien, aber trotzdem erntete er doch nur wieder ein nachlässiges Schulterzucken, „Hab keinen Hunger ...“ Clas seufzte, aber dennoch beugte er sich vor und begann in aller Seelenruhe einen der rotbackigen Äpfel zu schälen und bot Anders schließlich das kleine Apfelstück an, „Hier.“
„Danke.“, Anders nahm die Apfelspalte widerwillig an, hielt es dann aber, scheinbar ohne abbeißen zu wollen, in den langen Fingern. „Willst du nicht … essen?“, als Anders nun bei der scheinbar unerwarteten Ansprache verwundert aufschreckte, seufzte Clas und deutete auf das Apfelstück, „Den Apfel …?“ „Oh ...“, Anders presste die Lippen fest zusammen und seine Finger zitterten, bevor er dann den Kopf schüttelte, „Ich habe keinen Hunger … Tut mir leid … Clas.“
„Gibt es dann etwas anders, worauf du Hunger hast?“, der Geschäftsmann legte den angeschnittenen Apfel zurück und wischte sich dann die Finger an seinem teuren Anzug ab, bevor er sich an Silje, deren Tablet auf dem Bett lag, wand, „Silje? Welche Lieferservice gibt es?“ Das Display glomm in sanftem, goldenen Licht, als die AI nun die Daten suchte, „Pizza ...“ „Ich habe keinen Hunger.“, Anders unterbrach ihn etwas genervt wirkend und schob mit einer unsanften Bewegung den überraschten Kater von seinem Schoss, bevor er dann aufstand, „Ich bin müde.“
„Biest ...“, Clas seufzte und erhob sich nun ebenfalls, „Wollen wir zusammen essen?“ „Ich. Bin. Müde.“, stieß Anders noch einmal, dieses Mal mit mehr Nachdruck hervor und ließ sich schwerfällig auf die Bettkante sinken. Endlich hob er den Kopf und die blauen Augen schienen nun dunkel und sturmumwölkt, als er Clas ansah, „Bitte geh ...“ „Ich komme heute Abend wieder ...“, Clas nickte widerwillig, nickte dann aber in Richtung von Larsi, der sich wieder etwas gefangen zu haben schien und sich nun auf der Couch ausgestreckt hatte, „Soll ich Larsi bei dir lassen?“
Anders zögerte kurz und für einige Sekunden spiegelten sich in seinem Gesicht die unterschiedlichsten Emotionen wieder, bevor sein Gesichtsausdruck wieder kühl und abweisend wurde und der Jüngere mit finsterer Entschlossenheit den Kopf schüttelte, „Nein ...“ „Er hat dich vermisst ...“, versuchte Clas ihn zu überzeugen, aber der junge Norweger ignorierte ihn und verkroch sich unter der Decke, „Anders ...“ Als der Jüngere nicht reagierte, sondern nur noch tiefer unter die weiße Decke zu kriechen schien, seufzte Clas und hob den protestierend maunzenden Kater auf seinen Arm, „Ich komme nachher noch einmal wieder ...“

Anders wartete, verborgen unter den weißen Decken, bis er Clas' Schritte nicht mehr hören konnte. Dann aber zählte er noch lautlos bis 100, bevor er dann tatsächlich die Decke zurückschlug, sich im Bett aufsetzte und sich dann mit einer müden Geste durch die Haare strich. „Warum hast du gelogen?“, Siljes Stimme, irgendwo auf Höhe des Fußendes, wohin er das Tablet getreten hatte, ließ Anders ein weiteres Mal zusammenschrecken, „Was?“ „Deine Daten zeigen nicht, dass du müde bist.“, die AI zeigte, obwohl Anders sie zu ignorieren schien, nun die Biowerte, „Du bist aufgewühlt. Dein Blutdruck ist während Clas' Anwesenheit gestiegen und dein Herzrhythmus hat sich durchschnittlich um 0,32 Prozent beschleunigt...“ „Überwachst du mich?“, nun griff Anders doch nach dem unscheinbaren Tablet, dessen Display nun wieder den Avatar der künstlichen Intelligenz zeigte und runzelte die Stirn, als Silje ihn fast schuldbewusst zu mustern schien, „Silje …?“
„Ich befolge nur Anweisungen.“, lautete die ruhige Antwort, woraufhin Anders rau lachte, „Wessen Anweisungen?“ „Clas'.“, Anders wusste genau, dass die künstliche Intelligenz durchaus in der Lage war, zu lügen und war nun für einen Moment reichlich erstaunt, dass sie ohne zu zögern antwortete. Dann aber grinste er humorlos und strich sich eine blonde Strähne aus dem Gesicht, wobei er die kleine, helle Narbe der längst verheilten Platzwunde streifte, „Ich hätte es mir denken können ...“ „Clas sorgt sich um dich.“, nahm Silje das scheinbar einseitige Gespräch wieder auf und wartete kurz, um Anders doch noch die Gelegenheit zu einer Antwort zu geben, bevor sie weitersprach, „Seine Biowerte sagen, dass er dich liebt.“
„Seine … Biowerte?“, Anders zog eine Braue hoch, hob dann aber abwehrend eine Hand, „Silje, verarsch mich nicht.“ „Darauf bin ich nicht programmiert.“, die AI klang nun fast beleidigt und ihr Avatar zeigte den passenden Gesichtsausdruck, „Wenn du mir nicht glaubst, frag Clas doch selber.“ „Silje ...“, Anders streckte die Hand nach dem Tablet aus, aber das Display blieb auch weiterhin dunkel, als die AI nun schmollte.

„Wie gefällt es dir?“, Alexander trat von hinten an Lars, der am hölzernen Geländer des Fachwerkhauses stand und schlang die Arme um den Jüngeren, „Könntest du dir vorstellen …?“ „Es ist schön ...“, Lars lehnte sich gegen seinen Partner, der aber nur seufzte, „Ich kann das 'Aber' hören, Lars ...“ „Es ist perfekt.“, der Jüngere seufzte frustriert, drehte sich dann aber vorsichtig in Alex' Armen und lächelte gequält, „Ich … das Gästezimmer würde Anders gefallen ...“ „Lars.“, Alexander nahm vorsichtig die kalte Hand seines Partners und verflocht ihre Finger miteinander, bevor er ihre verschränkten Hände dann hob und kleine Küsse auf die Fingerknöchelchen hauchte, „Es ist ganz klar, dass du ihn vermisst … aber ...“ „Ich weiß, dass er tot ist ...“, Lars seufzte und senkte den Blick, „Aber, ich will es nicht … Ich ...“
„Ich bin sicher, das Haus würde ihm gefallen.“, Alexander lächelte sanft und küsste Lars nun, „Vor allem die Aussicht.“ „Aussicht?“, Lars schnaubte nun, drehte sich aber und betrachtete das herrliche Bergpanorama, das sich hinter einem, im Sonnenlicht funkelnden See, auftat, „Ich glaube, Anders wären Berge egal gewesen ...“ „Was hätte ihm dann gefallen?“, erkundigte Alex sich, musterte aber seinen Freund etwas erstaunt, als dieser nur mit den Schultern zuckte, „Keine Ahnung … Ist denn ein … Bordell in der Nähe?“ „Lars!“, Alexander lachte, wirkte aber dennoch auch etwas schockiert, während Lars nun errötete, „Ich glaube … ich kannte Anders nicht … mehr wirklich ...“ „Was meinst du … Wir kaufen das Haus ...und dann sitzen wir hier abends auf dem Balkon ...“, schlug Alexander ruhig vor, „ … und du erzählst mir dann von Anders?“ „Ernsthaft?“, Lars runzelte die Stirn und musterte seinen Freund überrascht, aber Alex lächelte nun, „Ich muss doch meinen Schwager auch noch richtig kennen lernen ...“

„Ah, Clas. Endlich“, während Anders beim Eintritt des älteren Norwegers errötete, erhellte sich Siljes Display wieder, „Anders hat eine Frage an dich.“ „So?“, der Geschäftsmann trat näher an das Bett heran und musterte den jungen Mann, der stur auf die weiße Bettdecke, in die er seine Finger verkrallt hatte, starrte erwartungsvoll, „Welche denn?“
Als Anders aber weiterhin bockig schwieg, seufzte er und setzte sich dann vorsichtig auf die Kante des Bettes, „Anders, du kannst mich alles fragen ...“ „Warum …“, der Jüngere hob vorsichtig den Kopf, aber die halb langen Haare fielen in sein Gesicht, sodass Clas seine Miene nicht mit Sicherheit lesen konnte, „ … tust du das alles?“ „Was?“, nun war der Geschäftsmann merklich erstaunt, woraufhin Anders aber seine alte Kratzbürstigkeit zurückzugewinnen schien. Die blauen Augen blitzten, als er nun eine Hand von der Bettdecke löste und eine, das kleine Privatzimmer umfassende Geste machte, „Das alles  hier ...“ „Ist das denn so schwer zu verstehen?“, Clas lachte freudlos, griff dann aber nach Anders' kalter, zittriger Hand und strich wie früher oft über den Handrücken, „Ich liebe dich, Anders. Und, ich möchte dass es dir gut geht … dass du in Sicherheit bist … Ich will dich nicht verlieren ...“
„Clas.“, Anders schluckte, hob dann aber in einer hektischen, beinahe ängstlichen Geste den Kopf und befreite seine Hand ruppig aus dem sanften Griff des älteren Mannes, während sich seine blassen Wangen röteten, „Sag das nicht.“ „Und warum nicht? Was ist so schlimm daran, dass ich dich liebe?“, erkundigte Clas sich müde, „Ist es nicht das gewesen, was du erreichen wolltest?“ Der Jüngere zuckte bei dieser müden Anschuldigung zwar zusammen, aber sein Blick blieb noch immer so störrisch wie zuvor, „Yvonne wollte es ...“ „Und du?“, irgendetwas schien in Clas' dunklen Augen zu funkeln, „Was wolltest du?“ „Ich ...“, Anders schluckte und schloss die Augen, fast als wollte er dadurch etwas an Zeit gewinnen, „Du weißt es doch ...“ „Ich will es aber hören, Anders.“, forderte Clas unbarmherzig und drängte weiter, „Was willst du?“ „Dich.“, Anders' Stimme war nur noch ein Flüstern, das in Clas' Schnauben beinahe unterging, „Und, deshalb spielst du weiterhin den Kranken? Behauptest du deshalb, dass dir schwindelig und schlecht sei? Isst du deshalb nicht? Damit ich mir weiterhin Sorgen mache und … bleiben muss?“
Der Jüngere zuckte ertappt zusammen und dieses Mal war die Röte auf seinen Wangen unverkennbar, als er den Kopf schüttelte, „Damit du … nicht gehst … Mich nicht alleine lässt ...“ „Ich will nicht gehen.“, Clas schüttelte den Kopf, „Zumindest nicht ohne dich. Anders, ich habe dir angeboten dich mitzunehmen … als meinen Mann … oder, wenn du das nicht willst, dann als Verlobten … Freund … Was auch immer. Ich möchte dich niemals alleine lassen … Was ist daran falsch? Sag es mir!“ „Nichts.“, Anders presste die Lippen fest zusammen und Clas seufzte, während er verständnislos den Kopf schüttelte, „Ich verstehe dich nicht. Du willst nicht mein Mann sein … Du scheinst nicht bei mir sein zu wollen … Du willst aber auch nicht, dass ich gehe. WARUM? Was willst du denn überhaupt, verdammt noch mal!?!?
„Ich ...“, die Stimme des Jüngeren zitterte leicht und seine blauen Augen schimmerten verräterisch, „Ich weiß es nicht.“ „Anders. Sieh mich an.“, Anders zuckte zurück, als Clas nun nach seinen kalten Händen griff und sie erstaunlich sanft festhielt, während er seine Bitte noch einmal wiederholte, „Sieh mich an, Biest.“ Nur zögerlich hob Anders seinen Blick, sah Clas beinahe ängstlich an, „Clas?“ „Sag mir einfach, was du willst. Ohne an Yvonne zu denken … Denk nur an das, was du willst ...“, der Daumen des Geschäftsmannes strich sanft über den Handrücken und er lächelte nun sanft, als er noch einmal fragte, „Anders, willst du mit mir mitkommen?“

„Clas ...“, Anders presste die Lippen aufeinander und drehte sich, sodass er den Geschäftsmann, der den Rollstuhl schob, ansehen konnte, „Ich bin kein … Invalide. Das ist vollkommen unnötig!“ „So?“, Clas beugte sich über die Schulter des Jüngeren und küsste ihn auf die Wange, „Ich habe doch versprochen, dass ich dich auf Händen tragen … oder schieben … würde.“ „Clas.“, Anders seufzte, lehnte sich nun aber zurück und zog es vor zu schweigen, als der Geschäftsmann ihn nun aus einem der versteckt liegenden Hinterausgänge schob.
„So ...“, Clas öffnete nun die Tür eines dunklen Mietwagens mit verspiegelten Scheiben und half dem zögerlichen Anders auf den Beifahrersitz, bevor er den Rollstuhl der, sie stumm begleitenden Krankenschwester übergab und sich dann seinerseits auf den Fahrersitz gleiten ließ, „Wir sollten uns wohl besser beeilen. Larsi wartet bestimmt schon auf uns.“
„Und, wohin fahren wir?“, längst hatten sie den großen Park der Privatklinik schon hinter sich gelassen und fuhren nun im stetig laufenden Verkehr einer Autobahn mit, als Anders sich nun erstmals räusperte und fragend zu Clas sah. „Lass dich überraschen, Biest.“, die freie Hand des Älteren streifte in einer kurzen, zärtlichen Geste Anders' Knie, „Ich verspreche dir, es wird dir gefallen ...“
„Solange ich da duschen kann ...“, murmelte Anders und krauste die Nase, „Dieser eklige Krankenhausgeruch ...“ „Meckerst du als Arzt auch darüber?“, erkundigte Clas sich, während er den schweren Wagen nun beschleunigte und zwei andere Wagen überholte, bevor er ohne zu blinken in eine Ausfahrt bog, „Oder ist das nur so eine Patientensache?“ „Hmmm ...“, Anders grinste, „Vielleicht kann ich es auch kaum erwarten mit dir zu duschen?“
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