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Der Fotograf von damals

Kurzbeschreibung
GeschichteDrama, Freundschaft / P12 / Gen
Dr. Kai Hoffmann Dr. Kathrin Globisch Dr. Martin Stein
31.10.2018
31.10.2018
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31.10.2018 567
 
„Dr. Hoffmann?“ die Frage riss Kai aus seinen Gedanken „Was halten Sie davon?“ Dr. Steins wiederholtes frage richtete sich wieder an den Chefarzt. Die Röntgenaufnahme, welche er von Dr. Martin Stein vorgelegt bekommen hatte zeigte ein gebrochenes Schlüsselbein und auf einer weiteren Aufnahme einen Unterarm, der ebenfalls gebrochen war. Dr. Hoffmann hatte sich die Aufnahmen schon vor einer Stunde in seinem Büro angesehen und sich Notizen zu diesem Patienten gemacht, nur hatte er die in seinem Büro liegen lassen. Nun versuchte er sich die Notizen wieder in den Kopf zu rufen „Dr. Hoffmann? Ist alles in Ordnung bei Ihnen? Sie sind heute sehr abwesend und Blass.“ Dieser Kommentar riss Kai nun vollständig aus seinen Gedanken. Er fand den Gedanken befremdlich, dass sich andere um ihn sorgten. Schließlich war er der Chefarzt dieser Klinik! Er sorgte sich um seine Untergebenden und Patienten und nicht umgekehrt. „Danke Dr. Stein, mir geht es gut. Ich habe mir nur nochmal Gedanken zu diesem Patienten gemacht. Die Gerinnungsstörung des Patienten macht mir Sorgen. Wir sollten bei der OP…“ es folgte ein langer Dialog zwischen Dr. Kai Hoffmann und Dr. Martin Stein.  Die Besprechung zog sich noch über mehrere Stunden da andere Ärzte ihre Patienten und ihre Besonderheiten. Mit den Worten „Einen erfolgreichen Tag.“ die Morgenkonferenz und wollte gerade seine gewohnte Runde zu seinen Patienten gehen, da kam Martin Stein noch einmal auf ihn zu. „Sind Sie sicher, dass es Ihnen gut geht? Sie sind doch sehr blass und schwitzen etwas.“ „Dr. Stein Ihre sorge in allen Ehren, aber ich fühle mich gut, es ist mir heute nur noch nicht möglich gewesen etwas zu essen.“ wehrte der Chefarzt ab und verließ das Ärztezimmer.

„Solltest du nicht mittlerweile wissen, dass man unseren Chefarzt vor vollendete Tatsachen stellen muss.“ Martin drehte sich um und stand vor seiner langjährigen Freundin Dr. Kathrin Globisch. Sie grinste Ihn an. „Ja und wenn das nichts bringt dann muss Roland ran. Auf den hört dieser Sturkopf wenigstens.“ scherzte Martin weiter „Aber du hast recht, Dr. Hoffmann sah wirklich nicht gut aus. Seine Blässe hat mit fehlender Nahrungsaufnahme bestimmt nichts zu tun.“ bestärkte Kathrin Martins vorherige Aussage über die Gesichtsfarbe des Arztes. „Am besten wir beobachten ihn für heute und reden dann mit Roland.“ Überlegte Katrin laut. Die Erwähnung des Klinikleiters brachte Martin ins Grübeln. Dr. Roland Heilmann war in letzter Zeit eine Seltenheit in der Klinik. Er und die Verwaltungschefin Sarah Marquardt waren seit letztem Monat auf einer, wie Roland es bezeichnet hatte, „Arztkonferenz- und Tagungstour“ und so waren die beiden nun in ganz Deutschland unterwegs. In einer Woche sollten sie wieder in Leipzig sein.
Ihn wegen der Sturheit des Chefarztes zu belangen erschien Martin dann doch zu viel. Auch wenn es die einzige Möglichkeit gewesen wäre Kai Hoffmann zu einer sofortigen Untersuchung zu bewegen oder ihn nach Hause zu schicken. „Ich finde wir sollten Roland erst mal da raus halten. Er hat schon genug um die Ohren. Es sollte unsere Trumpfkarte sein falls er sich nicht überzeugen lässt.“ Kathrin stutzte und dachte kurz über die Worte seines Freundes nach „Ja du hast Recht.“ Sie besprachen ihre Strategie und verabredeten sich später auf einen Kaffee in der Cafeteria.

Kathrin verließ das Ärztezimmer und ging auf ihre zugeteilte Station. >Gut, dass ich heute auf der gleichen Station wie dieser Sturschädel bin< ging es ihr noch durch den Kopf, als auch schon der erste Patient ihre Aufmerksamkeit forderte.
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