Stimmen in der Dunkelheit

OneshotHorror / P18
OC (Own Character)
31.10.2018
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Das Wichtigste vorweg:
Dead Space gehört nicht mir!
Alle Rechte gehen an die Entwickler des Spieles!!!

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Es ist wirklich schon sehr, sehr lange her, dass ich das letzte Mal im Dead Space Fandom aktiv war.
Keine Ahnung ob hier noch Dead Space FFs gelesen werden, aber da heute Halloween ist möchte ich meinen Teil dazu beitragen und habe hier einen (hoffentlich) gruseligen, kleinen One-Shot für euch, den ich bereits vor  langer Zeit fertiggestellt habe.

Ich hoffe es gefällt. Und HAPPY HALLOWEEN :).

Ich würde mich wirklich sehr, sehr, sehr über Feedback in Form eines Kommentars von euch freuen.
Das motiviert ungemein und zeigt mir als Autor, dass ihr ehrliches Interesse an der FF habt und gerne mehr lesen möchtet. Ein Favoriteneintrag kann mir das nicht sagen und ich bezweifle mitlerweile sehr stark, dass meine FFs, wenn sie in irgendwelchen Favoritenlisten landen, überhaupt noch gelesen werden.

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Stimmen in der Dunkelheit


Mein Name ist Peter Anderson und ich bin einer der letzten Überlebenden der USG Ishimura.

Ich schicke diese Nachricht bereits seit Wochen in die endlosen Weiten des Alls, in der Hoffnung, all diejenigen zu warnen, die dieses Schiff ansteuern.

Wenn ihr dies hört, so rate ich euch dringend umzukehren!

Betretet auf gar keinen Fall dieses Schiff, denn dies wäre euer sicherer Tod.

Die Tore der Hölle haben sich hier geöffnet und dieses Schiff in einen Ort des Schreckens, des Terrors und des Todes verwandelt.

Seit Wochen habe ich keinen meiner Kollegen mehr gesehen.

Ich kann sie nur ab und an hören.

Dann, wenn ich denke dass endlich Ruhe auf dem Schiff eingekehrt ist, kann ich sie hören.

Es sind Schreie in der Finsternis.

Schreie, die selbst bis zu mir durchdringen.

Schreckliche Schreie…

Ich habe mich nahe der medizinischen Station in einem kleinen Kontrollraum verschanzt in der Hoffnung, den nächsten Tag noch zu erleben.

Ich weiß, dass ich nicht mehr lange hierbleiben kann, denn meine Vorräte gehen zur Neige und bald werde ich gezwungen sein, nach draußen zu gehen und nach Nahrung zu suchen.

Doch noch ist es nicht so weit und noch sitze ich hier und lausche in die Finsternis hinein.

Es sind grausame Geräusche die durch das Schiff hallen.

Schreie von denen, die noch immer am Leben sind.

Doch es sind nicht die Schreie die mich ängstigen.

Es sind die anderen, die mir Furcht einflößen.

Die, die ich einst meine Freunde nannte, streifen nun durch die Gänge des Schiffes, immer hungrig und immer auf der Suche nach einem neuen Opfer, welches sie in Stücke reißen können.

Ich weiß nicht, was passiert ist, doch plötzlich ging alles den Bach runter.

Die Menschen auf dem Schiff fingen an sich merkwürdig zu benehmen und ehe wir wussten, was passierte, brach die Hölle los.

Menschen die ich kannte, die jahrelang meine Freunde gewesen waren, verwandelten sich vor meinen Augen in abscheuliche Kreaturen und sie griffen uns mit einer Brutalität an, die ich so noch nie gesehen hatte.

Jeden, den sie in ihre Klauen bekamen, rissen sie gnadenlos in Stücke oder fraßen ihn bei lebendigem Leibe auf.

Doch sie blieben nicht tot, denn selbst die Leichen wandeln im Schiff umher.

Sie sind grässlich entstellt und deformiert, wurden zu denen, die wir nur noch die „Necromorphs“ nennen. Grausame Kreaturen, die seit dem Vorfall durch die dunklen Gänge des Schiffes wandeln, immer auf der Suche nach einem neuen Opfer.

Von hier aus kann ich ihr Knurren und ihr Brüllen hören und jedes Mal lässt es mich aufs Neuste schaudern und ich bete zu Gott, dass sie mich hier nicht finden werden.

Doch es gibt noch viel schlimmere Kreaturen als die Necros.

Riesige Kreaturen.

Kreaturen, die einst Menschen waren und sich nun in diese Monster verwandelt haben.

Manche von ihnen kommen aus den Wänden, andere aus dem Boden oder der Decke.

Ich habe gesehen, wie sich selbst Neugeborene in diese Untiere verwandelten und Jagd auf die Crew dieses Schiffes machten.

Als ich damals nach einem Unterschlupf suchte, der sicher genug war, bin ich vielen von ihnen begegnet. Einige von ihnen hatten sogar Flügel entwickelt und griffen aus der Luft an, spießten ihre Opfer mit Tentakeln voller Stacheln auf und andere rissen einem mit einer einzigen schnellen Bewegung den Kopf von den Schultern.

Als es endlich still wurde, bin ich schlotternd vor Angst durch die finsteren Gänge gewandelt.

Ich erinnere mich noch an die Schreie, das Brüllen, das Knurren, das Fauchen das zu mir drang und an die rot funkelnden Augen, die überall in der Dunkelheit nach neuer Beute Ausschau hielten. Ich erinnere mich auch noch an all das Blut, welches den Boden zu meinen Füßen bedeckte, die Wände an meinen Seiten, ja selbst die Decke war voller Blut. Menschliche Körperteile säumten meinen Weg, wurden vom Aufflackern der Neonröhren über meinem Kopf für kurze Zeit sichtbar und manchmal, da kam ich an einer Wand vorbei an der in Blut geschrieben „Schneidet ihnen die Körperteile ab“ stand. Doch ich habe nie den Mut gehabt mich einem von diesen Ungeheuern zu nähern oder gar es zu bekämpfen. Ich habe mich, feige wie ich war, gegen die Wand gepresst und zugesehen wie meine Freunde von diesen Monstern zerfleischt wurden, immer in der Angst der Nächste zu sein.

Doch sie haben mich nie gesehen.

Bis heute nicht…

Doch bald ist es wieder so weit.

Bald muss ich mein sichereres Versteck verlassen und erneut auf die Suche nach Nahrung gehen.

Ich muss unbedingt am Leben bleiben, denn ich weiß, dass es für mich noch eine letzte Hoffnung gibt, dieses Schiff zu verlassen.

Es sind noch Rettungskapseln da, mit denen ich es schaffen kann von hier zu fliehen, doch die Rettungskapseln befinden sich am anderen Ende der medizinischen Abteilung und ich würde eher einen Pakt mit dem Teufel persönlich eingehen, als durch die Krankenstation zu gehen, denn von dort kommen die meisten Schreie und das meiste Brüllen…

Doch ich werde es versuchen müssen, denn einen anderen Weg gibt es für mich nicht.

In den letzten Tagen habe ich immer weniger dieser Monster vor der Tür gehört und ich habe die Hoffnung dass sie abziehen und in einen anderen Teil des Schiffes gehen.

Doch ist mir auch diese merkwürdige Stimme aufgefallen, die schon seit Tagen durch die Gänge hallt.

Als würde sie mich rufen, mir sagen, dass sie mich in das gelobte Land führen will, fern ab von dem schrecklichen Ort, an dem ich hier bin und vielleicht kann mir diese Stimme wirklich helfen, denn wann immer ich sie höre, so vergesse ich das, was auf dem Schiff geschieht, ja selbst die Rettungskapseln vergesse ich dann und ich konzentriere mich ganz allein auf die Worte, die aus der Finsternis zu mir dringen:

Sumus here muerte, nostra sanctos deus…

„Wir sind hier im Tod; wir wollen unseren heiligen Gott…“

Ende
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