Wie die Zeit vergeht

GeschichteRomanze / P16
Victor Nikiforov Yuri Katsuki
30.10.2018
08.10.2019
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Nach dem Grand-Prix lag ich erschöpft, mit ausgestreckten Gliedmaßen, auf dem Hotelbett und starrte die Decke an. Wie wird Viktor reagieren, wenn ich ihm sage, dass ich für immer mit dem Eislaufen aufhöre? Wird er enttäuscht, wütend, traurig sein oder freut es ihn? Was wird er sagen? Wird er mich hassen? Von meinen Gefühlen verwirrt stieß ich einen kleinen Klagelaut aus und legte mich auf die Seite. Unruhig wegen meinen Gefühlen und Gedanken rollte ich mich auf dem Bett hin und her. Langsam überrollte mich der Schlaf und ich schlief ein. Ich träumte von meiner und Viktors Begegnung bei mir zu Hause in Hasetsu. Damals war ich so überrascht und fassungslos, dass Viktor wirklich da war. Der Höhepunkt seines Besuchs war, als er mir meine Eros-Choreografie zeigte. Er war so vertieft in die Choreografie und ich habe ihn so bewundert. Ich wurde aus meinem Traum gerissen, weil mich jemand wachrüttelte. Leise hörte ich Viktors Stimme: "Yuri!! Was ist los??? Wieso weinst du??" Ich blinzelte und sah Viktors besorgtes Gesicht direkt vor meinem und uns trennte nur noch eine sehr sehr dünne Luftschicht. Mir schoss sofort die Röte ins Gesicht und sprang sofort auf. Dabei knallten unsere Köpfe zusammen. Ich bemerkte den Schmerz gar nicht, sondern rutschte so schnell ich konnte von Viktor weg ans andere Ende des Bettes. Mist!!! Wieso war er so nah!! ich musste so rot wie eine Tomate sein. Von meinen Gedanken abgelenkt, bemerkte ich nicht, dass Viktor aufgestanden war und sich seinen Kopf hielt. "V-Viktor!! Ist a-alles in O-Ordnung?!", vor lauter Aufregung bemerkte ich nicht einmal, dass ich stotterte. Viktor sah auf und mir in die Augen. "Was ist Yuri? Warum hast du geweint?", sein schmerzverzerrter Gesichtsausdruck hatte sich zu einem besorgten gewandelt. Langsam kam er um das Bett auf mich zu. Ich geriet in Panik und fiel vom Bett runter. Schnell kam Viktor angerannt: " Yuri, was ist bloß los mit dir???? Hast du dich verletzt???"  Ich schüttelte den Kopf und wurde noch etwas röter. "N-Nein es ist alles in Ordnung.", ich zwang mich im Satz nicht zu stottern, was ich nicht ganz hinbekam. Viktor kniete sich vor mich hin und fasste mir an die Stirn. "Du wirst doch wohl nicht krank? Du bist ganz rot." Ich betrachtete seine Bewegungen mit großen Augen. Als Viktor dann noch näherkam, um seine Stirn gegen meine zu lehnen, schubste ich ihn aus Reflex von mir und rutschte in eine Ecke des Zimmers. Viktor sah mich mit großen Augen an und saß verblüfft auf dem Fußboden. Erst jetzt sah ich, dass er seinen braunen Mantel und sein beiges Sweatshirt anhatte. Ich sah beschämt über meine Tat auf den Boden. Was für ein schöner grauer Teppichboden das ist…Sehr weich. Ich versuchte mich abzulenken. Auf einmal spürte ich, wie mich jemand hochhob. Ich sah auf und blickte in Viktors Gesicht, welches komisch neutral war. Er setzte mich auf das Bett, holte ich einen Stuhl und setzte sich gegenüber von mir auf den Stuhl. "Yuri, du sagst mir jetzt sofort was los ist.", seine Stimme hatten einen strengen Unterton. Zu zweiten Mal an diesem Tag sah ich auf den Boden und fing leise an zu sprechen. " Viktor ich habe nachgedacht…und bin zu dem Entschluss gekommen das ich mit dem Eislaufen und den Wettbewerben aufhöre", langsam nahm meine Stimme wieder ihre normale Stimmlage an, " ich danke dir für alles was du mir beigebracht hast." Ich sah auf und blickte in Viktors fassungsloses Gesicht. Sein Blick verfinsterte sich und er stand langsam auf. Ich bekam es mit der Angst zu tun. Oh nein! Warum musste ich es ihm heute sagen…Ich bin ein riesen Idiot!!! Ich bekam nur noch mit wie Viktor mich an den Schultern packte, mir eine scheuerte und aus dem Zimmer rannte. Im Unterbewusstsein vernahm wie die Tür gegen die Wand knallte und dann ins Schloss fiel. Verwirrt fasste ich mir an die Backe, wo mir Viktor eine gescheuert hatte. Sie glühte, aber das bekam ich nicht so richtig mit. Verwirrt und fassungslos saß ich auf dem Bett und wurde mir meines Fehlers bewusst. Ich stand auf und stieß gegen einen Gegenstand auf dem Boden. Dort auf dem Teppichboden lag ein kleines Päckchen mit einer kleinen Karte. das musste wohl Viktor verloren haben. Ich hob beides auf und betrachtete es neugierig. Meine schmerzende Backe spürte ich nicht. Langsam und voller Neugier klappte ich die Karte auf und las sie leise durch. Als ich die Karte durchgelesen hatte, sank ich auf den Boden und im selben Moment spürte ich wie Tränen über meine Wangen hinunterliefen. Das Päckchen mit der offenen Karte lag vor mir auf dem Boden, es war mir wohl heruntergefallen. Noch im selben Herzschlag weinte ich schon bitterlich los und schlug meine Hände vor meinem Gesicht zusammen. Was hatte ich getan!!!!!
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