friendship goals

von huffle
GeschichteRomanze, Freundschaft / P18 Slash
29.10.2018
09.12.2018
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Dieses Kapitel
6 Reviews
 
 
Hohohoooo....
Da hat der Nikolaus doch tatsächlich ein neues Kapitel für euch alle in Gepäck ;)
Ich hoffe ihr freut euch darüber und zu verdanken habt ihr das nicht nur dem Nikolaus, sondern auch der lieben Green-Tea die hiermit ihren Weihnachtswunsch eingelöst hat ;) ❤️
Es ist ein kleines Monster geworden und ihr müsst euch vermutlich etwas `durchkämpfen´, aber dieses Kapitel war mir so unglaublich wichtig!!
Und ich hoffe, das durchhalten lohnt sich auch für euch.
Danke für eure süßen Rückmeldungen und die Spekulationen, was denn passiert sein könnte, nach dem Lesen wisst ihr es dann mit Gewissheit.

Vergangenes


Wie konnte man etwas erklären, das man nie wirklich verstanden hatte, wie fand man am besten den Anfang, wenn man selbst nicht wusste wann genau und vor allem warum es überhaupt angefangen hatte und wie schaffte man es über etwas zu reden, dass das Leben verändert und einen zutiefst verletzt hatte, ohne erneut verletzt zu sein.
Alles was er begraben hatte, verdrängt und gemieden, in den Tiefen verscharrt hatte, kam zurück ans Tageslicht.
Es war an der Zeit Klaas endlich einzuweihen, ihn teilhaben zu lassen und ihm zu erklären, warum er so war, warum er so geworden war und was passiert war.
Der Zeitpunkt um sein Einmachglas zu öffnen war da, alles auszukippen, den Inhalt zu zerkauen, zu schlucken und ihn endlich richtig zu verarbeiten.
Klaas würde ihn verstehen und er würde auch für ihn da sein, natürlich würde er das, aber die Angst, dass er ihn dann nicht mehr so sah wie zuvor war groß.
Die Angst, Klaas dadurch zu verlieren, sein Vertrauen zu verlieren, weil er nicht früher darüber gesprochen hatte und die Angst, seinen Glauben zu verlieren.
Wenn Klaas diese Geschichte gehört hatte, sie begriffen hatte und nur halb so gut kombinierte und Schlüsse zog, wie er es sonst tat, dann konnte er möglicherweise nicht mehr glauben, dass Joko wirklich alles zwischen ihnen genau so wollte.
Dass er ihre enge Freundschaft genau so wollte, dass Klaas sich wirklich immer auf ihn verlassen konnte und dass er bedingungslos hinter Klaas stand, egal was auch passieren würde.
Dann verlor Klaas vielleicht auch den Glauben daran, dass sie so viel mehr sein konnten und wahrscheinlich auch von Anfang an waren, als nur enge Freunde.
Denn irgendwie betraf es Klaas, nicht direkt aber doch indirekt.
Eigentlich betraf es ihn nicht, aber dennoch konnte er es falsch verstehen, wenn er denn wollte.

Im Moment war Klaas einfach nur für ihn da und vermittelte ihm genau die Ruhe, die er brauchte, genau dieses Gefühl von Geborgenheit und Sicherheit wie er es schon immer tat.
Es gab nichts, das Joko mehr beruhigte als Klaas' Herzschlag zu hören, seine sanften Berührungen zu spüren, die jeden Muskel entspannten und eben einfach Klaas selbst, weil er eine solche Ruhe ausstrahlte.
Er war der rettende Fels auf den man sich verlassen konnte.
Irgendwann hatte Joko dann doch angefangen zu erzählen, unstrukturiert, vollkommen wirr und durcheinander, aber Klaas hörte zu, streichelte ihn durch seine Geschichte und die Erinnerung, die er am liebsten nicht hätte.
Nur ab und zu drückte er Joko etwas fester an sich, an genau den richtigen Stellen, dann wenn es schwer wurde und der Mut weiterzureden kurzzeitig gefehlt hatte. Nicht ein einziges Wort hatte Klaas' Lippen verlassen, aber jedes einzelne Wort von Joko hatte er aufgesogen und versuchte es zu verarbeiten.
Es war gut, dass Klaas so still war, Jokos Worte reichten für zwei und waren laut genug, legten sich beklemmend über sie beide und hüllten sie in einen viel zu engen Kokon, aus dem der Ausbruch schwierig und beinahe unmöglich war.

Zu Viert waren sie zu Schulzeiten immer unterwegs, ein richtiges Glückskleeblatt und hatten alles, was sie brauchten aneinander.
Jakob, Thomas, David und er selbst.
Sie waren die besten Freunde, immer unzertrennlich und eine eingeschworene Clique. Sie brauchten niemanden sonst, hatten auch mit den anderen aus ihrer Jahrgangsstufe wenig zu tun, weil sie einander vollkommen reichten.
Sie machten alles zusammen, verbrachten die Pausen und ihr Freizeit immer miteinander und nie in einer größeren Gruppe, weil sie sie vier die gleichen Interessen und Hobbys hatten und weil es eigentlich schon immer so war, schon in der Grundschule hatte sich diese enge Freundschaft entwickelt.
Es war nicht so, dass sie die Anderen nicht mochten oder hin und wieder doch etwas mit ihnen unternahmen, vor allem als sie älter wurden und immer öfter auf Partys oder zum Feiern unterwegs waren, aber der Kern waren nunmal sie vier und alles war gut, genau so wie es war.

In der Oberstufe hatte es dann irgendwann angefangen, sie mussten ein Referat zu zweit in einem Leistungskurs halten, durften sich nicht wie sonst üblich ihren Partner aussuchen, sondern bekamen vom Lehrer einen zugelost.
Es war kein Problem, warum auch, schließlich kannten sie ihre Mitschüler, sie hatten mit niemandem Streit, sondern waren nur nicht mit ihnen befreundet.
Das Los brachte Joko mit Tim zusammen, ein ruhiger und angenehmer Mitschüler, scheinbar nicht sonderlich beliebt bei allen anderen, eher ein Einzelgänger gezwungenermaßen, aber das wusste Joko zu diesem Zeitpunkt noch nicht und generell war es ihm auch egal.
Er gab bisher nie etwas auf die Meinung seiner Mitschüler, oder auf die Gerüchte die sie verbreiteten, er kannte sie nicht einmal, hielten sie sich doch alle vier so gut es ging aus dem Geschwätz und der Gerüchteküche heraus.
Deshalb stand er Tim auch neutral gegenüber, kannte ihn einfach zu wenig, um sich ein Urteil über ihn zu erlauben.
Das änderte sich allerdings nach den ersten beiden Treffen, in denen sie zusammen an ihrem Referat gearbeitet hatten, er fand Tim wirklich sympathisch und angenehm, konnte nicht verstehen was seine Mitschüler für ein Problem mit ihm hatten und warum er keine richtigen Freunde hatte.
Irgendwie tat er Joko leid und er konnte es nicht lassen Tim darauf anzusprechen, ihn zu Fragen, was der genaue Grund dafür war.
Seine Antwort schockierte Joko, er hatte nicht mitbekommen, dass die anderen ihn nur ausgrenzten und nichts mit ihm zu tun haben wollte, weil er schwul war.
Er hatte nicht mitbekommen, dass Mitschüler ihn beleidigt und ausgelacht hatten, weil er so in seiner eigenen Welt mit seinen besten Freunden gefangen war.

Und das war der Zeitpunkt an dem Joko sein eigenes Verhalten in Frage stellte, bereute dass sie vier sich so abgekapselt hatten und bereute, dass er nichts davon gemerkt hatte.
Er wollte Tim helfen, wollte verhindern dass dieser Zustand und die Situation so für ihn blieb, weil er nicht verstehen konnte und wollte, warum seine Sexualität für andere ein so großes Problem darstellen konnte.
Er fing klein an, holte Tim in der Pause zu ihrem Grüppchen dazu und seine Freunde schienen kein Problem mit ihm zu haben, im Gegenteil.
Jakob und Thomas waren aufgeschlossen wie immer, verstanden sich auf Anhieb auch gut mit Tim, nur David schien nicht wirklich begeistert von ihm, zweifelte daran, dass es eine gute Idee war, sich mit ihm sehen zu lassen und befürchtete selbst in die Schusslinie zu geraten.
Leider stellte sich schnell heraus, dass diese Zweifel berechtigt waren, die anderen Mitschüler sprangen darauf an, sparten nicht mit dummen Kommentaren und überflüssigen Bemerkungen, erst recht weil Joko nicht einsah, ihn anders zu behandeln als seine anderen Freunde.
Er umarmte schon immer gerne und bislang war es keinem negativ aufgefallen, aber scheinbar glaubten die anderen nun etwas zu wissen und zu erkennen, denn für sie war es natürlich etwas ganz anderes, wenn man einen homosexuellen Mann umarmte.

Es brodelte in der Gerüchteküche, nicht heftig, aber dennoch braute sich etwas zusammen. Es war erträglich für Joko, er wusste dass es nur Lügen und Spekulationen waren und er hatte nach wie vor seinen engen Freundeskreis, auf den er sich verlassen konnte.
Den feinen Riss, der durch seine Freundschaft zu David ging und der immer größer wurde, hatte er anfangs nicht bemerkt, hatte übersehen oder übersehen wollen, dass er sich langsam aber sicher von ihrem Grüppchen distanzierte.
Die Gerüchte ließen nie nach, wurden mehr und auch einige Beleidigungen kamen vereinzelt hinzu, Joko tat sie mit einem Schulterzucken ab, war sich sicher, dass es mit der Zeit aufhören würde, erst recht als Tim doch wieder aus ihrem Freundeskreis gerissen wurde, weil sein Vater versetzt wurde und sie deshalb umziehen musste.
Eigentlich war er sich da sicher, dass es nun ganz aufhören würde, schließlich gab es keinen Grund mehr.
Den hatte es auch nie gegeben, er hatte sich doch nur mit jemandem angefreundet, da waren keine Gefühle und selbst wenn es so gewesen wäre, gab das niemandem das Recht beleidigend zu werden.
Aber es hörte nicht auf, es wurde mehr und auch etwas schlimmer.
Sätze und ekelhafte Fragen fielen, die Joko nahe gingen und ihn verletzten.
Tiefer verletzten als sie sollten weil kein Fünkchen Wahrheit in ihnen steckte und am schlimmsten verletzte ihn David zwei Wochen später.
Er streute ein neues Gerücht, das alle anderen in den Schatten stellte und Jokos Herz zertrümmerte, weil es von einem seiner besten Freunde kam.

'Ich will nicht, dass du mich jetzt wieder anbaggerst, weil dein Arschficker weggezogen ist.'
Der Schock saß tief, nicht nur bei ihm, auch Jakob und Thomas war der Mund offen stehen geblieben, als dieser Satz in einer Traube von Menschen fiel. Ungläubig waren sie alle drei, konnten nicht glauben, was da gerade passierte.
Niemals, noch nicht einmal ansatzweise, gab es einen Grund dafür.
David zog alle auf seine Seite, hetzte und stellte sich selbst mehr oder weniger als Opfer dar, um bei den anderen dazuzugehören.
Vermutlich weil es seine einzige Chance war und er ansonsten alleine und ohne Freunde dagestanden hätte und vermutlich weil er Angst hatte, sonst selbst ins Visier zu geraten.
Er verbreitete rasend schnell, dass er es schon immer gewusst hatte, das es stimmte, dass Joko schwul war und eine Beziehung mit Tim geführt hatte und dass Joko vorher in ihn verliebt war, er hätte nur vor allen geschwiegen, weil er sich geschämt hatte. Jede Berührung und jede von Jokos Umarmungen sei ihm unangenehm gewesen und seine Anspielungen erst recht, weil er sich dabei immer unwohl fühlte.
Jedes Wort davon war gelogen und jedes einzelne traf genau in seine Seele.
Es war eine Sache von Menschen beleidigt zu werden, die ihm nicht wichtig waren, aber eine ganz andere von einem Freund, der immer zu seinen engsten Vertrauten gehörte, so hintergangen zu werden.

Aber Jakob und Thomas waren da, gaben ihm Halt und stärkten ihn, kämpften gegen alle Gerüchte und Unwahrheiten und erreichten doch nichts.
Es war eine unangenehme und häßliche Eigenschaft der Menschen, nur zu sehen und zu glauben, was sie sehen und glauben wollten und es war noch häßlicher, das alles in Worten und dämlichen Fragen verpackt zu hören.
Jeder Tag machte es schlimmer und Joko wollte sich immer mehr zurückziehen und nichts mehr unternehmen, weil er die Lust an allem verloren hatte.
Aber wieder waren Jakob und Thomas für ihn da, er war dankbar dafür, dass sie  ihm dieses Verhalten nicht immer durchgehen ließen, ihn immer öfter überredeten und sanft zwangen sich nicht zu verkriechen und auszugehen, aber trotzdem bei ihm blieben, wenn er doch zuhause sein wollte, aber an seiner Grundsituation änderte sich dadurch nichts.
Aber er wollte etwas ändern, wollte sich Hilfe suchen und ausbrechen aus diesem Teufelskreis, um nicht länger zu leiden.
Weder Jakob noch Thomas wussten zu Beginn was er vorhatte, aber er hatte sich schließlich doch seinem Vater anvertraut.
Seinem Vater, der seit dem Tod seiner Mutter sowieso komplett überfordert war und als er davon hörte noch mehr und dessen einzige Sorge es zu sein schien, dass die Gerüchte nicht stimmten.

'Aber du bist doch normal und nicht schwul, oder?' - immer wieder hatte er ihn genau das gefragt, dutzende, hunderte Male, immer und immer wieder und Joko hatte es jedes mal bestätigt.
Es stimmte auch, er war nicht schwul, hatte es auch nie in Betracht gezogen.
Er hatte noch nie romantische Gefühle für einen Mann, weder für Tim noch für David noch für sonst jemanden.
Gedanken über die Bedeutung von dem Wort ‚`normal´ hatte er sich keine gemacht, nicht in dieser Situation, zu aufgewühlt war er und zu fest im Glauben, dass er normal war und auch sein musste, um aus dieser Situation wieder herauszukommen.
Es hatte sich in seinem Kopf festgesetzt und in sein Gedächtnis gebrannt. Irgendwann hatte sein Vater diese ihm so wichtige Frage scheinbar genug gestellt und einen fragwürdigen Rat gegeben, der nur darin bestand, dass dann ja im Grunde alles in Ordnung war, wenn es nur gelogen war.
Nicht so zimperlich sollte er sein, wenn er doch wusste, dass es nur Lügen waren, die da im Umlauf waren.
Ein bisschen selbstbewusster und angriffslustiger sollte er werden, sich endlich eine Freundin suchen, dann waren die Gerüchte schnell vom Tisch und wieder alles in Ordnung.
Über den Verlust seines besten Freundes hatte er nichts gesagt, es lediglich mit einem Schulterzucken abgetan und dass manche Freundschaften eben nicht für immer waren.

Wirklich gut fand er den Rat seines Vaters nicht, aber ein anderer Ausweg bot sich ihm in diesem Moment nicht, deshalb beschloss er ihn einfach in die Tat umzusetzen.
Es stimmte ja im Grunde auch, eine Freundin hätte ihm sicher nicht geschadet, denn langsam war es an der Zeit dafür und es wäre vermutlich wirklich schön gewesen, jemanden an der Seite gehabt zu haben.
Er wusste dass Pia, die eine Klasse unter ihm war, schon seit gut zwei Jahren ein Auge auf ihn geworfen hatte. Bisher hatte er ihre Andeutungen und Flirtversuche immer ignoriert, sie war zwar ganz hübsch, aber dennoch hatte er einfach kein Interesse an ihr, da war nichts was er interessant und spannend fand, nichts was er über sie herausfinden wollte.
Außerdem rankte sich auch um sie das ein oder andere Gerücht, vor allem was ihren Verschleiß an Männern anging, mit wie vielen sie bereits die ein oder andere Liaison hatte und dennoch war sie nach dem Gespräch mit seinem Vater genau die, die er scheinbar brauchte obwohl er sie bisher nie als potenzielle Partnerin gesehen hatte.
Ihre Meinung über ihn und ihr Interesse hatte sich wohl auch nicht geändert, im Gegenteil sie war nach wie vor interessiert, vielleicht sogar noch etwas mehr oder Joko hatte es sich nur eingebildet, aber auf jeden Fall machte sie es ihm leicht.

Sie machte es ihm leicht, an ein Date mit ihr zu kommen, machte es ihm leicht sie zu küssen ohne etwas zu empfinden und nach dem zweiten Date machte sie es ihm leicht, als sie ihn komplett verführt hatte.
Er war bereit dafür und wollte es selbst genau so, obwohl sein Bauchgefühl ihm die ganze Zeit signalisiert hatte, wie falsch das alles war und was für eine beschissene Idee es war, es in dieser Situation und unter diesen Beweggründen zu tun.
Falsch fühlten sich die Küsse an, falsch fühlte es sich an als sie ihm Hose und Boxershorts in die Kniekehlen schob, falsch fühlte es sich an, als sie ihren Slip aus- und seine Hand zwischen ihre Beine gezogen hatte, falsch fühlte sich jede einzelne ihrer Berührungen an und so falsch fühlte es sich an, mit ihr zu schlafen.
Es war nicht gut, bei weitem nicht.
Es war nicht das erste Mal, das er sich immer vorgestellt hatte.
Zu übereilt und zu kalt war es, viel zu schnell ging es und lieblos war es auch irgendwie, weil da einfach keine richtigen Gefühle im Spiel waren, von beiden Seiten aus.
Sie wollte einfach nur ihren Willen bekommen und ihn endlich haben und er selbst wollte endlich Sex haben und damit etwas beweisen.
Sich selbst, seinem Vater, allen anderen, der ganzen Welt einfach.

Er war selbst daran Schuld, dass alles einfach nur schrecklich war, vor allem der Moment danach, als sie sich wortlos aus seinem Bett gerollt hatte, den Rock wieder nach unten und den Slip nach oben gezogen hatte und ihn etwas abschätzend gemustert hatte.
'Danke für den Fick, war wirklich ganz ok. Schwul scheinst du ja doch nicht zu sein. Ich find alleine raus.'
Mehr hatte sie ihm nicht zu sagen, ließ ihn nur alleine in seinem Bett zurück und verschwand aus seinem Leben genau so schnell, wie sie hineingekommen war.
Er hätte es wissen müssen, kannte sich doch selbst eigentlich gut genug und wusste, dass es eigentlich nicht nötig gewesen wäre, denn jetzt konnte er nicht verhindern sich seltsam leer zu fühlen.
Der Schmerz saß tief, aber nur weil er auf sich selbst so unglaublich wütend war, sich selbst verraten hatte und nur einen richtigen, endgültigen Beweis einem erfundenem Hirngespinst der Leute entgegen stellen wollte.
Es war das erste und einzige Mal Sex bis heute und dass er Intimitäten, die übers Küssen hinausgingen zugelassen hatte.
Er wollte es erst wieder tun, wenn er sich sicher war, wenn er es wirklich aus tiefstem Herzen wollte und dann auch nur für sich selbst und nicht um anderen etwas zu beweisen.

Jakob hatte geschimpft wie ein Rohrspatz und war unglaublich wütend, als Joko gebeichtet hatte was und vor allem warum er es getan hatte, so hatte er Jakob bis dahin noch nie erlebt. Thomas hatte ihm eine saftige Ohrfeige verpasst und ihn dann wortlos in den Arm genommen und ihn so fest an sich gedrückt, dass Joko Sorge hatte, er würde ihm alles brechen.
Es war gut weil es ihm den Kopf zurecht rückte und wohl auch mehr als nötig und Joko war abermals froh, dass er sich auf die Beiden bedingungslos verlassen konnte, weil sich trotz seiner dämlichen Aktion nichts an der Gesamtsituation geändert hatte und jetzt beschlich ihn das Gefühl noch deutlicher, dass es eigentlich nicht mehr schlimmer werden konnte.
Zwei Wochen später wurde er eines besseren belehrt, als seine Oma vollkommen unerwartet verstarb.
Eine Woche lang war er nicht in der Schule, lag nur zuhause und ergab sich seiner Trauer, weil er nach seiner Mutter nun auch sie verloren hatte, eine seiner wichtigsten Bezugspersonen die immer hinter ihm stand und ihm Kraft gab.
Er schaffte es nur mit Mühe und Not zur Beerdigung und auch nur, weil seine besten Freunde auch in dieser Situation an seiner Seite waren und ihn nicht alleine ließen.

Danach wurde es besser, langsam und schleichend, wohl auch weil David den letzten Funken Anstand und Taktgefühl in sich zusammengekratzt und seine Lügen zugegeben hatte, klar gestellt hatte, dass alles so gar nicht passiert war und dass er nur wütend und gekränkt war, weil er Tim nicht dabei haben wollte. Er versuchte zwar, sich bei Joko zu entschuldigen aber an Freundschaft war dennoch nicht mehr zu denken, zu groß war der Vertrauensbruch und zu tief saß der Schmerz noch immer darüber.
Die traurige Nachricht über den Tod seiner Oma hatte sich zudem auch schnell unter seinen Mitschülern verbreitet, hatte die Gerüchte und Lügen der anderen für kurze Zeit komplett verstummen lassen und auch danach schwappten sie nur vereinzelt noch einmal zu Joko, bevor sie komplett ausblieben und der Sturm sich wieder gelegt hatte. 

Klaas hatte Joko einfach nur zugehört, schockiert und ungläubig in was genau sein Freund da geraten war ohne etwas dagegen tun zu können.
Und vor allem unverschuldet und ungerechtfertigt, er selbst hatte so etwas zum Glück nie erlebt und nicht durchleiden müssen und ausgerechnet Joko hatte es getroffen.
Joko der einfach nur liebenswert und gutmütig war, der helfen wollte, als Freund und Klaas wusste nur allzu gut, wie schön es war Joko zum Freund zu haben.
Auch was David zu diesem Schritt getrieben hatte, konnte Klaas sich nicht erklären. Es machte ihn unglaublich wütend und sprachlos, wie jemand generell so dumm sein konnte und vor allem wie dumm er war und wie er es überhaupt fertig bringen konnte, einem Menschen wie Joko in den Rücken zu fallen.
Joko, von dem Klaas selbst wusste, dass er der beste Freund überhaupt war, Joko der immer rücksichtsvoll und hilfsbereit war und auf den man sich in jeder Situation zu einhundert Prozent verlassen konnte.
Was für ein riesengroßes Problem musste man haben und wie gottverdammt dämlich konnte man sein, diese Freundschaft auf Spiel zu setzen.

Plötzlich machte alles noch mehr Sinn für Klaas - ihr Anfang, ihr Kennenlernen, Jokos anfängliche Wortkargheit und wie sparsam er mit persönlichen Informationen war.
Klaas konnte es ihm nicht verübeln und alles, wirklich alles Verstehen.
Dass er zu Beginn so skeptisch war und deshalb zunächst etwas über ihn in Erfahrung bringen wollte.
Dass er aus der Bar abgehauen war, nachdem Klaas ihn provoziert und mehr oder weniger Vorgeführt hatte.
Dass er ausgerastet war, als Klaas ohne sein Wissen danach bei ihnen übernachtet hatte, weil Jakob und Thomas es angeboten hatten.
Dass er verzweifelt und wütend war, als Klaas ihn erneut provoziert hatte und das Bild seiner Oma als Resultat dessen kaputt gegangen war.
Dass er Angst hatte, dass er ihm Jakob und Thomas als Freunde wegnehmen und sich zwischen sie drängen wollte.

Alles war verständlich und logisch nachvollziehbar für Klaas, aber eines nicht, nämlich die Tatsache, dass sie beide sich dennoch so schnell angefreundet hatten und dass Joko ihm vertraute, nach nur so kurzer Zeit und so sehr.
Klaas konnte es sich nicht erklären, er tat sich ohne diese belastende Vorgeschichte schon schwer genug Vertrauen zu fassen, fand es deshalb auch komisch, dass er selbst Joko nach so kurzer Zeit so bedingungslos vertraute, aber mit dieser Vergangenheit, so war er sich sicher, hätte er es nie geschafft es Joko gleichzutun.
Er bewunderte ihn, auch dafür dass er keinen Rückzieher gemacht hatte, als Klaas ihm anvertraut hatte, dass er schwul war, es wäre schließlich eine allzu verständliche Reaktion gewesen.
Er bewunderte Jokos Stärke und dass er keine Angst davor hatte, dass sich vergangene Ereignisse wiederholen könnten, fühlte die Wärme die ihn dadurch durchströmte, weil er das sichere Wissen hatte, dass er Joko etwas bedeuteten musste, unendlich viel bedeuten musste und gleichzeitig schlichen sich die Bedenken zurück in seinen Kopf.

„Ich dachte eigentlich, dass ich mich nie wieder so eng mit jemandem anfreunden könnte, wie mit Jakob und Thomas und dass ich es nie wieder schaffe einer fremden Person irgendwann mal vollkommen zu vertrauen, weil ich so Schiss hatte wieder von einem Freund hintergangen und enttäuscht zu werden. Das war eigentlich das aller schlimmste an der ganzen Sache, ich konnte und wollte einfach niemandem mehr außer Thomas und Jakob vertrauen, weil ich mir sicher war, dass es wieder genau so kommen wird wenn ich mich auf eine neueFreundschaft einlasse. Aber bei dir war es dann plötzlich ganz anders Klaasi, bei dir hab ich gespürt und gesehen dass ich dir bedingungslos vertrauen kann, weil du von Anfang an ehrlich zu mir warst und weil du mir auch vertraut hast. Du bist mir so unendlich wichtig geworden und ich wollte dich eben unter keinen Umständen als Freund verlieren. Deshalb hat mir das alles irgendwie so große Angst gemacht, weißt du was ich meine? Ich wollte dich so unbedingt küssen, nicht erst seit gestern. Ich hab da schon länger darüber nachgedacht wie es wohl wäre, aber ich war mir auch gleichzeitig so sicher, dass ich nicht schwul bin und dass wir doch beste Freunde sind. Und dann sind noch dazu diese ganzen Erinnerungen wieder hochgekommen und das hätte ein anderes Licht auf die Vergangenheit geworfen, dann wäre vielleicht alles wahr und gerechtfertigt gewesen. Ich habe mich seitdem jahrelang immer auf dieses 'normal' gestützt, darauf dass alles nur gelogen war und das war es auch wirklich. Ich hab nie auch nur ansatzweise daran gedacht einen Mann zu küssen, bis du kamst.“, flüsterte Joko und schmiegte sich noch etwas an Klaas' Brust.

„Bereust du es? Dass du es so sehr wolltest und dass wir uns geküsst haben, meine ich.“, flüsterte Klaas und streichelte sanft weiter über Jokos Rücken.
Er hatte Angst vor seiner Antwort, weil er wusste, dass sie ehrlich sein würde egal wie sie ausfiel.

„Dass ich es so unbedingt wollte habe ich bereut und ich habe es auch oft genug in Frage gestellt, aber ich habe es einfach damit gerechtfertigt, dass wir gute Freunde sind und man seine Freundschaft auch damit zum Ausdruck bringen kann. Als wir uns dann wirklich geküsst haben, habe ich nichts bereut, nicht eine Sekunde lang und keinen einzigen Kuss, weil es einfach nur unglaublich schön war und es hat mich so glücklich gemacht, wie nichts zuvor. Aber als wir uns verabschiedet haben und ich alleine nach Hause gegangen bin, da habe ich es doch bereut, weil alle Erinnerungen wieder über mir zusammen gebrochen sind. Ich habe mir eingeredet dass es nicht sein kann und auch nicht sein darf, dass ich nunmal nicht schwul bin und dass ich unsere Freundschaft nicht verlieren will. Ich bin vorhin aufgestanden, mit der festen Entscheidungen, dass das alles nicht geht, dass diese Küsse eine einmalige Sache waren und dass wir unsere Freundschaft nicht gefährden dürfen, sondern sie genau so weiterführen, wie noch vor zwei Tagen. Aber dann warst du wieder bei mir und ich hab festgestellt, dass das kompletter Irrsinn wäre und einfach nicht möglich, weil ich dich küssen will, auch weiterhin und wann ich will. Auf keinen Fall will ich auf diese wundervollen Küsse von dir verzichten und ich will dich nicht nur als meinen besten Freund.“

Klaas schluckte hart nach Jokos Worten, seine Angst schien ihm nicht unbegründet. Er fragte sich, ob Joko sich wirklich jemals komplett auf ihn einlassen konnte, ohne es doch wieder zu bereuen und daran zu zweifeln.
Ob diese Erlebnisse ihn nicht zu sehr gezeichnet hatten.
Ob es überhaupt eine Möglichkeit für sie beide gab, oder ob Jokos Angst und Unsicherheit zu groß war und sie daran scheiterten.
Ob Joko das alles wirklich so wollte wie er es wollte oder ob ihm nur das Küssen Spaß machte und es für mehr aber doch nicht reichen konnte.

„Und warum bist du dir plötzlich so sicher, dass wir nicht doch nur wirklich, wirklich gute Freunde sind? Warum glaubst du plötzlich, dass da mehr ist als Freundschaft?“

„Weil es so ist, ganz einfach.“, sagte Joko ernst und streichelte etwas über Klaas' Brust.

Er klang so unglaublich sicher und überzeugt, Klaas spürte nichts mehr von der Unsicherheit, die bei ihrer Begrüßung noch deutlich von Joko ausging.

„Glaubst du, dass ich zu viel hineininterpretiere?“, fragte Joko und Klaas fühlte sich ertappt, weil Joko genau den kritischen Nerv getroffen hatte, der ihm Sorge bereitete.

Er wollte ehrlich zu ihm sein und gleichzeitig wollte er es dementieren, weil er nicht wollte, dass Joko seine Zweifel bemerkte und sich dann vor den Kopf gestoßen fühlte.

„Ich verstehe es Klaas, keine Sorge.“, interpretierte Joko sein Schweigen goldrichtig, „wie könnte ich es nicht verstehen nach dieser Geschichte. Ich habe mich viel zu lange davor gedrückt, dir das zu erzählen, weil ich nicht wusste, wie du darauf reagierst. Ich hatte schon Sorge, dass du dann an unserer Freundschaft zweifeln könntest und glaubst ich würde dich irgendwann als Freund im Stich lassen, wenn nochmal etwas in die Richtung passiert. Also ist es jetzt nur logisch, dass du misstrauisch bist, wenn ich sage, dass ich da mehr als Freundschaft zwischen uns sehr.“

„Ich bin nicht misstrauisch, ich... ich hab einfach nur Angst, Joko.“, murmelte Klaas, entschloss sich bei der Wahrheit zu bleiben, genau so ehrlich und aufrichtig zu sein, wie Joko es war.

„Wovor?“

„Davor dass es nicht klappt und ja, auch davor dass du jetzt im Moment nur zu viel hineininterpretierst und irgendwann feststellst, dass es bei dir doch nicht mehr als Freundschaft ist. Ich mag dich Joko, nicht nur als Freund. Ich habe dich noch nie nur als Freund gemocht, da war schon immer mehr bei mir. Es hat nur funktioniert, weil es diese Grenze gab und die haben wir jetzt überschritten. Ich weiß nicht, wie es weitergehen soll wenn es nicht funktioniert zwischen uns. Wenn wir es verbocken dann weiß ich nicht, wie ich es schaffen soll noch mit dir befreundet zu sein und ich weiß auch nicht wie ich es schaffen soll nicht mit dir befreundet zu sein. Und das alles geht so wahnsinnig schnell, ich meine du erzählst mir diese Geschichte, dass du den festen Entschluss hattest unsere Freundschaft nicht zu gefährden und vorhin im Flur hast du gesagt du hast Angst und Panik und jetzt plötzlich denkst du, dass da doch mehr ist und du wirkst irgendwie so sicher dabei, ich verstehe es nicht. Ich verstehe nicht, wie du dir sicher sein kannst, dass du mehr empfindest als nur Freundschaft.“

„Weil es anders ist, das war es von Anfang an mit dir und vorhin beim Frühstück ist mir so einiges klar geworden. Ich meine ja, als wir in die Wohnung gekommen sind und Thomas und Jakob schon am Tisch gewartet haben, wie ich es ihnen gesagt habe, war ich komplett überfordert und hatte wirklich keine Ahnung, wie wir wieder aus diesem Schlamassel rauskommen sollen, weil ich alles nur mit diesen schrecklichen Erinnerungen im Hinterkopf betrachten konnte und mit den Worten meines Vaters. Aber dann ist mir das Bild von meiner Oma ins Auge gestochen und ich habe mich an eines unserer letzten Gespräche erinnert. Sie wusste auch Bescheid, nur hat mir ihr Rat damals nicht wirklich viel geholfen, wahrscheinlich weil sie dachte, dass ich mich wirklich in einen der Beiden verliebt habe, dafür hilft er mir jetzt und heute eben umso mehr. Sie hat gesagt wenn man einmal einen Menschen findet, der einen glücklich macht, so richtig glücklich, ohne dass dieser Mensch viel dafür tun muss, wenn man jemanden hat, bei dem man sich sicher und geborgen fühlt, bei dem man genau so sein kann wie man ist, der einen versteht und immer für einen da ist, dann ist das selten und dann muss man diesen Menschen gut festhalten. Wenn man diese Person dann immer um sich haben will, sich nicht mehr vorstellen kann, wie es ohne sie wäre, wenn man für immer bei ihr bleiben will, wenn man an nichts und niemand anderen mehr denken kann und wenn man nur dieser Person nahe sein will, näher als allen anderen, dann hat man sich in genau diese Person verliebt und dann ist es komplett egal, um wen es sich dabei handelt und was der Rest der Welt davon hält. Und wenn ich ehrlich bin, ganz ehrlich zu mir selbst, dann weiß ich aus tiefstem Herzen ganz sicher, dass du diese Person für mich bist und dass es bisher niemanden gab, bei dem es auch nur annähernd so war. Ich kann verstehen, dass du dir Sorgen machst dass ich nicht richtig darüber nachgedacht habe oder dass es eine Kurzschlussreaktion ist oder keine Ahnung was, aber das ist es nicht Klaasi. Ich vertraue meiner Oma in dem Punkt vollkommen, ich hab´s endlich begriffen und genau deshalb bin ich mir auch so sicher, dass das zwischen und nicht nur eine enge Freundschaft ist und vermutlich auch nie nur war.“

„Weise Frau deine Oma.“, nuschelte Klaas gerührt von diesen Worten und platzierte einen sanften Kuss in Jokos Haare.

Noch fester schlang er die Arme um Jokos Körper, drückte ihn an sich und wollte ihn am liebsten nie wieder loslassen, ihn festhalten, genau wie diesen Moment gerade, der so schön war wie kaum einer zuvor.
Was konnte es schöneres geben als genau diese Person für Joko zu sein, die er gerade beschrieben hatte und gleichzeitig auch in Joko für sich selbst diesen Menschen gefunden zu haben?

„Ey Moment mal und was ist mit mit?“, empörte sich Joko, „ich habe es ja wohl im passenden Moment erkannt und die richtigen Schlüsse gezogen.“

„Ja, du bist auch seeeeehr weise, Kompliment.“, grinste Klaas.

„Penner! Sag das nicht so ironisch.“, moserte Joko, verpasste Klaas einen leichten Schlag gegen die Brust und funkelte ihn halb amüsiert, halb tadelnd aus seinen braunen Augen an.

Klaas' leises Lachen veranlasste ihn nur dazu sich aufzurichten und den nächsten Klaps auf Klaas' Hinterkopf zu positionieren, für den er nur ein noch etwas lauteres Lachen erntete.

„Na warte!“, zischte Joko bedrohlich, rollte sich auf Klaas und stützte die Arme rechts und links neben seinen Kopf ab, ehe er ihm mit der Nasenspitze immer näher kam.

„Du weißt hoffentlich was dir gleich blüht, wenn du jetzt nicht ganz schnell was Nettes sagst.“

„Joko nein! Wehe du kitzelst mich wieder.“, jammerte Klaas und versuchte sich zu befreien, doch leider war er in der deutlich schlechteren Position, das wusste er.

„Dann solltest du vielleicht nochmal über deinen Tonfall nachdenken und wirklich was Nettes sagen, mein Freund.“, flüsterte Joko ganz dicht neben Klaas' Ohr, jagte ihm damit eine Gänsehaut über den Körper und ließ seinen Mund ganz trocken werden als Joko ihm wieder grinsend in die Augen sah, weil ihm wohl nur allzu bewusst war, was er damit in Klaas auslöste.

Weil es sich verdammt gut anfühlte, wie Joko die letzten beiden Worte betont hatte, nicht so wie er es sonst tat, sondern anders, zärtlicher, mit einer ganz neuen Bedeutung die pures Glück durch Klaas' Venen jagte.
Sanft schloss er die Hände um Jokos Nacken, streichelte mit den Fingerspitzen durch seine Haare und zog ihn noch näher zu sich.
Vergessen war die kleine Kabbelei, vergessen, dass es eigentlich darum ging, dass Joko ihn kitzeln und ärgern wollte, weil Klaas ihn aufgezogen hatte.
Alles war in den Hintergrund gerückt, weil dieser Moment etwas besonderes war, etwas ehrliches, anrührendes und ein Versprechen in sich trug.
Ein Versprechen zueinander.

„Du bist mit Abstand der klügste und weiseste Mann den ich kenne Joachim Winterscheidt, mein Freund.“, flüsterte Klaas ganz dicht an Jokos Lippen, fühlte noch sein glückliches Lächeln, weil Joko auch die wahre Bedeutung dieser beiden winzigen, unschuldigen Wörter verstanden hatte, eher er den kurzen Abstand überbrückte und ihn zärtlich küsste.
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