Perfect Match

GeschichteDrama, Romanze / P18 Slash
28.10.2018
21.02.2019
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Dieses Kapitel
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#38

Gibt’s schon neue Erkenntnisse? Schade, dass ich dich nicht begleiten konnte.

Du hast nichts verpasst. Ich habe kaum 5 Minuten in der Leichenhalle verbracht – SH

Ich gehe davon aus, dass du gut angekommen bist – SH

Ja, Anreise war in Ordnung. Nachher folgt noch die obligatorische Abendveranstaltung mit Händeschütteln und Smalltalk (du würdest es hassen).

Heißt das, du weißt bereits, wer der Täter ist?

Klingt entsetzlich. Furchtbar langweilig. Irgendjemand dabei, den du kennst? – SH

Nein, ich weiß nicht, wer der Täter ist. Nicht den blassesten Schimmer. Die Gesichtserkennungssoftware des Geheimdienstes hat auch nicht geholfen – SH

Ist es auch. Langweilig, aber notwendig. Bei den Kollegen, die ich bisher gesehen habe, kein bekanntes Gesicht. Hast du schon einen Verdacht, wer deinen Bruder tot sehen will?

Vielleicht machst du ja ein paar neue Bekanntschaften... – SH

Verdacht... Nun, ich fürchte, die Liste der Leute, die ihn NICHT tot sehen wollen, wäre kürzer! Nein, bisher nichts. Das einzig Auffällige war eine Narbe an seiner Wade – SH

Du hast recht, Networking ist sicherlich nie verkehrt. Wie sieht die Narbe aus?

Pfeilspitzenförmig – SH

Selbst verursacht? Schnitte? Gebrannt? Vielleicht ein Bandenzeichen?

Ich muss los. Die Veranstaltung fängt gleich an. Bitte versuch, dich nicht in Gefahr zu begeben.

P.S. Ich muss dir nicht sagen, dass ich viel lieber bei dir wäre, oder?

Ein Brandzeichen. Bande wäre denkbar. Ob es selbst zugefügt wurde oder nicht, ist schwer zu sagen. Vielleicht finde ich mehr zu dem Symbol heraus – SH

Keine Sorge, an meinem Schreibtisch droht mir keine Gefahr. Wahrscheinlich – SH

P.S. Du musst nicht, aber du kannst – SH

(einige Stunden später)

ich würd ja gern was sinvolles zum lösung deines fall beitragn, aber das einzige an das ich im moment denken kan, ist dass ich dir gern am schreibttisch gefährlich werden möcht.

du fehlst mir!

Du bist betrunken. Hattest du Spaß? Inwiefern möchtest du mir gefährlich werden, John? – SH

spaß. ja, war nett. alte und neue kollegen getroffn. will lieber spaß mit dir.Aufm schreibtisch.

Was würdest du mit mir machen wollen, John? – SH

Würdest du mich über den Tisch beugen und dir nehmen, was du willst? – SH

Und würdest du dich am nächsten Tag noch daran erinnern? – SH

John? – SH

Gute Nacht – SH

(Am nächsten Morgen)

Oh Gott, ist mir das peinlich. Ich bin gestern eingeschlafen. Tut mir leid.

Verkatert? – SH

Nein, alles in Ordnung. Man sollte nicht glauben, wie trinkfest Mediziner sein können. Auch wenn wir es besser wissen sollten. Aber dass ich sexting mit dem aufregendsten Mann, der mir je begegnet ist, verpasst habe; das verzeihe ich mir nicht so schnell.

Gibt es Neuigkeiten zum Fall? Und wie geht es dir?

Entschuldige, ich bin schon wieder auf dem Sprung und jetzt mit ein paar Kollegen zum Frühstück verabredet. Danach geht es gleich los.

Nein, noch keine Neuigkeiten zu dem Fall – SH

Ich werde nachher mit einem Experten für Symbolik sprechen – SH

(Stunden später)

Gott, ist das langatmig hier. Ich hoffe, bei dir ist es spannender. Zumindest klingt es interessanter.

Der Experte ist ein Idiot. Der könnte eine Raute nicht von einem Quadrat unterscheiden! Absolut keine Hilfe – SH

Also weitersuchen – SH

Hast du ein Bild von der Narbe?

Ja, Moment – SH

(Sherlock schickt John ein Foto)

Sagt dir das was? – SH

Ja, dass dein sogenannter Experte wirklich ein Idiot ist!

Sherlock, das ist das Logo der englischen Rugby-Liga.

Rugby?! – SH

Da ist immer etwas... – SH

Ja, Rugby! Du weißt, diese Sportart, bei der Männer einem Ball hinterherjagen. Ob das was mit deinem Fall zu tun hat, kann ich dir nicht sagen.

Sorry, ich bin schon wieder auf dem Sprung. Ein paar von uns haben beschlossen, dem furchtbaren Hotelessen zu entgehen und in einen Pub zu gehen.

(später)

Bist du noch im Pub? – SH

John? – SH

(nach Mitternacht)

Ich kann nicht aufhören, daran zu denken, wie du mich geritten hast.

Nicht jetzt! Fall – SH

Ich denke die ganze Zeit an dich, an die Tatsache, wie sehr ich dich will. Ständig.

Gott, die Dinge, die ich mit dir machen will.

Ich will dich aus deinen verboten engen Designerklamotten schälen. Ich will jede Stelle deines Körpers berühren, lecken, schmecken.

Ich will in dir sein. Jetzt.

Sherlock?

Sherlock? Ist alles ok?

(mitten in der Nacht)

Bitte sag mir, dass es dir gutgeht.

(in den frühen Morgenstunden)

Es geht mir gut – SH

Ich habe den Rugbyclub, in dem der Täter Mitglied war, ausfindig gemacht. Es hat einige Zeit gedauert, bis jemand mit mir sprechen wollte. Eingeschworene Gemeinschaft. Der Täter war nicht oft da und hat keine engen Freundschaften geschlossen. Niemand konnte mir sagen, ob er Familie oder Freunde außerhalb des Clubs hat. Sieht so aus, als würde diese Spur im Sand verlaufen – SH

Ich bin froh von dir zu hören. Schade, dass sich die Spur im Sand verlaufen hat du nicht weitergekommen bist. Aber zumindest kannst du das Branding jetzt als Hinweis abhaken.

P.S. Entschuldige meine Nachrichtenflut gestern. Ich weiß nicht, was über mich gekommen ist. Bitte ignorier sie einfach.

Kein Grund sich zu entschuldigen, John. Wäre ich nicht gerade an dem Fall dran gewesen, hätte ich dir anders geantwortet – SH

Sitzt du schon in deinem Seminar? – SH

Es ist mir trotzdem unangenehm. Ich bin doch kein Teenager mehr. Und ich weiß, wie wichtig dir deine Arbeit ist.

Ja, Seminar hat angefangen.

Um ehrlich zu sein, mag ich es, wenn du solche Dinge sagst... – SH

Ja? Ich mache so was üblicherweise nicht. Aber du weckst Seiten in mir...

Wenn ich mich nicht täusche, hast du zuletzt geschrieben, dass du in mir sein willst. Dass du dir vorstellst, wie ich dich geritten habe – SH

Nach der langen Nacht liege ich nun endlich in meinem Bett und denke an dich – SH

Daran wie leidenschaftlich du sein kannst – SH

Oh Gott... Ich sollte wirklich nicht während des Seminars...

Bist du nackt?

Oh ja – SH

Wie sich deine Finger in meine Haut gegraben haben... du hast noch gar nicht gesehen, was für Spuren du hinterlassen hast – SH

Habe ich das? Beschreib sie mir.

Fingerabdrücke. Rote und bläuliche Tupfen. Kratzer. Ich muss mir gar nicht vorstellen, dich in mir zu spüren. Das tue ich noch immer – SH

Habe ich dir wehgetan?

Nein, ganz und gar nicht, John – SH

Weißt du, ich versuche ja, mich zu beherrschen... Aber wie könnte man dir widerstehen? Als du dich selbst vorbereitet hast... Sherlock, ich glaube nicht, jemals etwas so Heißes gesehen zu haben.

So gern ich deine Finger mit meinen ersetzt hätte... dich zu unterbrechen?! Unmöglich.

Hast du es je versucht? Bei dir selbst? – SH

Sherlock, solche Fragen. Ich bin im Seminar!

Ja, habe ich.

Wie war es? – SH

Gut...

Aber es war besser, als du es gemacht hast.

Hat das vor mir schon mal jemand gemacht? – SH

Nein.

Ich denke gern daran, wie du dich unter mir gewunden hast, als du gekommen bist. Ich würde das jetzt gern noch einmal erleben – SH

Sherlock... ich muss jetzt aufhören. Bevor ich ganz hart werde.

(Sekunden später)

Was tust du gerade?

Ich streichle über meine Erektion, während ich daran denke, was ich noch alles mit dir tun möchte – SH

Ich stelle mir vor, wie du in diesem Seminarsaal sitzt und errötest, wie sich dein Pulsschlag beschleunigt und du beginnst, hektischer zu atmen, weil du die gleichen Bilder im Kopf hast; wie du nach diesem Seminar schnellstmöglich auf dein Zimmer laufen wirst, damit du deiner Fantasie ungestört freien Lauf lassen kannst – SH

Wäre nicht das erste Mal, dass ich mit einer Erektion, die du verursacht hast, fluchtartig den Raum verlasse.

Wann hast du den Raum fluchtartig verlassen? – SH

Brighton. Nach der Sauna. Ich war so scharf auf dich...

Musste gehen, bevor ich über dich herfalle. Hab’s gerade noch so unter die Dusche geschafft...

Ich würde dir jetzt so gern dabei zusehen.

Wenn ich das gewusst hätte... Ich hätte schon viel früher versucht, dich für mich zu gewinnen – SH

(Sherlock schickt John ein Foto.)

(Auf dem Foto ist Sherlocks Hand zu sehen. Angewinkelte Finger, eine Zunge, die um die Fingerspitzen tänzelt und weiße Flüssigkeit ableckt.)

Oh verdammt! Du Mistkerl!

Ich bin so hart und kann unmöglich aufstehen.

Ich wollte dir nur zeigen, wozu du mich bringst! – SH

(ein paar Minuten später)

Ruf mich an, jetzt!

Was ist mit deinem Seminar, John? – SH

Jetzt!

John: „Hallo. Ja? Entschuldigung, ich muss kurz— Das ist ein Notfall. Darf ich kurz durch? Danke.“

(Tür fällt ins Schloss)

John: „Sherlock?“

Sherlock: „Ja.“

John (atmet schwer): „Du Mistkerl.“

Sherlock: „Mochtest du das Foto nicht?“

John (keucht): „Es darf nicht zur Gewohnheit werden, dass ich – oh, Gott – mir in der Öffentlichkeit einen runterhole.“ (Reißverschluss wird geöffnet)

Sherlock: „Wo bist du jetzt?“

John: „Toilette.“

Sherlock: „Allein?“

John: „Ich hoffe.“

Sherlock: „Ich will dich hören. Ich mag es, wenn du meinen Namen stöhnst.“

John: „Ah! Sherlock... ich werde nicht lange brauchen. Du machst mich so an. Deine Stimme, dein Bild. Ich will endlich wissen, wie du schmeckst.“

Sherlock: „Sobald du zurückkommst...“

John: „Die Dinge, die ich mit dir tun will. Ah...“

Sherlock: „Erzähl sie mir.“

John: „Alles. Ich will... Ahh... ohh... Ja... Sherlock.“ (stöhnt) „Du...“

(Quietschen, Klacken, Schließen einer Tür)

John: „Fu—!“

Sherlock: „Hör jetzt nicht auf.“

(John keucht verhalten)

Sherlock: „Stell dir vor, wie ich vor dir auf die Knie gehe, wie ich dich mit meinen Lippen und meiner Zunge verwöhne.“

(Toilettenspülung rauscht im Hintergrund)

John (flüsternd): „Ahh... Sher...“

Sherlock: „Wie ich dich an mich heranziehe, um dich tiefer in meinen Mund dringen zu lassen.“

John (flüsternd): „Du bist unglaublich. Dein Mund. Ah!“

(Wasser rauscht, Tür quietscht und fällt ins Schloss)

John: „Ah, bitte, lass mich kommen. Oh, Gott... oh, Gott.“

Sherlock: „Nicht aufhören, fick meinen Mund. Ich kann kaum atmen. Weiter, das ist gut. Komm für mich, John.“

John: „Sher... ahh! Hgnnnn.... oh, Gott.“ (unterdrücktes Stöhnen)

John: „Das... das war unglaublich.“ (ungläubiges Lachen)

(Rascheln im Hintergrund)

Sherlock: „Ja, sehr... Ich hätte nicht gedacht, dass du das machst.“ (gähnt)

John: „Ich auch nicht.“ (atmet schwer) „Schlaf jetzt. Und Sherlock?“

Sherlock: „Hm?“

John: „Rache ist süß. Das nächste mal nach meinen Regeln.“

Sherlock (lacht leise): „Ich kann es kaum erwarten!“

John: „Träum was Schönes.“

Sherlock: „Viel Spaß noch bei deinem Seminar, John.“

(Klick)

Ich gehe davon aus, dass du noch schläfst und wollte dich nur wissen lassen, dass ich den ganzen Nachmittag mit einem Grinsen im Gesicht zugebracht habe.

Jetzt findet noch eine Abschiedsveranstaltung statt, auf die ich zwar nicht viel Lust habe, aber was muss, das muss.

(etwas später)

Hallo John. Ich hab nicht lange geschlafen, vielleicht 2 Stunden. Besser als nichts, schätze ich – SH

Ich glaube, ich habe von dir geträumt... – SH

Wann kommst du zurück? Erst morgen, oder? – SH

(etwas später)

Ja, morgen Nachmittag. Treffen wir uns am Abend, sofern es dein Fall zulässt? Ich kann nicht erwarten, dich in zu sehen.

Was hast du geträumt? Du wirst es nicht glauben, aber ich habe heute auf der Veranstaltung etwas Ähnliches gehört.

Was hast du gehört? – SH

Ja, morgen Abend ist gut! – SH

Dass eine Kollegin von mir geträumt hat. Ich bin manchmal wirklich schwer von Begriff. Sie hat sich beim Seminar laufend neben mich gesetzt, beim Essen auch. Aber ich hab nicht gemerkt, dass sie mit mir geflirtet hat. Bis sie vorhin auf der Veranstaltung offensiv wurde. Unter anderem hat sie eben gesagt, sie hätte von mir geträumt und „all den Dingen, die ich mit ihr anstellen dürfte“.

Ah – SH

Ich muss jetzt los, die Arbeit ruft – SH

Jetzt noch? Schade. Aber die Arbeit hat natürlich Priorität. Gibt es was Neues?

Ich sollte vermutlich auch so langsam schlafen gehen.

Dann viel Spaß mit ihr – SH

Haha!

Warte. Du meinst das jetzt aber nicht ernst, oder?

Würde sie nicht viel eher deinem Typ entsprechen? Weibliche Rundungen und das alles... – SH

Und in den letzten Tagen habt ihr euch offenbar gut verstanden – SH

Hehe, ja. Hübsch ist sie schon. Klein, blond, zierlich. Und sie hat sich mir wirklich aufgedrängt... Wie auf dem Silbertablett. Sogar ihre Zimmernummer hat sie mir gesagt.

Aber ich bin nicht interessiert, das weißt du doch.

Sherlock?

Kann ich dich anrufen?

Beschäftigt – SH

(einige Zeit später)

Du kannst machen, was du willst, John. Flirten, dich mit Leuten treffen, Sex haben... Es ist ja nicht so, als wären wir ein Paar – SH

Ich muss das Handy jetzt eine Weile ausstellen, damit ich nicht auffliege – SH

Ah. Sind wir nicht? Oder zumindest auf dem Weg dahin? Was sind wir denn dann in deinen Augen?

Sherlock...

Pass auf dich auf.

(sehr spät oder sehr früh)

Ich weiß nicht... Ich hatte nie eine Beziehung, die – SH

Streich das – SH

Was ist das zwischen uns, John? – SH

Schläfst du mit anderen?

Mach dich nicht lächerlich! – SH

Sag mir, flirtest du, triffst du dich mit anderen Leuten, hast Sex? Weil wir kein Paar sind?

Ja oder nein?

Nein! Natürlich nicht – SH

Gut. Dann lass mich dir Folgendes sagen: Seit unserer ersten Begegnung denke ich ununterbrochen an dich. Ich will ständig in deiner Nähe sein. Durch dich lerne ich, eine von mir unterdrückte Seite zuzulassen. Der Gedanke, dass dich jemand anderes berührt, macht mich krank.

Ich schlafe gut an deiner Seite.

Ich schlafe NIE gut, wenn ich nicht alleine bin.

Und so sehr mich interessieren würde, „welche Art von Beziehung“ du noch nie hattest, ich werde dich nicht zu einer Antwort drängen.

Ich will das jetzt alles nicht per Telefon besprechen. Kommst du heute Abend bitte einfach zu mir? 19:00 Uhr?

Ok... – SH



+++

tbc
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