Junkensteins Rache- Der Film

von Banshee92
OneshotAllgemein / P12 Slash
27.10.2018
27.10.2018
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Reinhardt versammelte alle um den großen Hollovid. Ana und Fareeha hatten zuvor Popcorn gemacht und die anderen hatten den Vorratsraum nach Snacks und Getränken durchwühlt. „Ist es unser Film?“, fragte Jamison aufgeregt und hüpfte, aufgeregt wie ein Kind an Weihnachten, auf und ab. Seine Beinprothese hallte bei jedem Aufschlag. „Komm wieder runter. Du bist doch im Film einer der bösen der am Ende...“ „Psst, Mako. Versau es nicht“, ermahnte Angela den großen und schweren Mann, der seinen jungen, verrückten Kumpel davon abhielt so einen Krach zu machen. „Welcher Film denn sonst“, meinte Reinhardt. „Cool. Ich hoffe der ist besser als meiner“, meinte Hana. „Stimmt. Du hast ja mal in so einem Kurzfilm mitgespielt, der irgendwas mit Omnics zu tun hatten“, meinte Lúcio, der mit seinem Equipment für die Musik und Soundeffekte im Film zuständig gewesen war. „Du meinst Hero of my Storm. Also da ging es um einen Sturm, der Busan zerstört hat. Aber das ist ja jetzt egal. Reinhardt mach endlich den Fílm an, ich will nachher noch Streamen“, fing die Profigamerin an zu nörgeln und fingerte in der Schüssel mit den Doritos, die sie auf ihren Schoß balancierte. „Ja mal langsam. Ich mache ja schon.“ Die Gruppe rückte enger zusammen und kurz nachdem Reinhardt den USB Stick mit dem Film geladen hatte, ging es auch schon los.

Die Namen wurden eingeblendet und Jamison grinste sich einen ab, dass er die Hauptrolle war, obwohl im Bewusst war, dass er den Film nicht überleben würde.

Die erste Szene zeigte Eichenwalde und zoomte in das prächtige Schloss. Reinhardt saß auf einem Thron und unterhielt sich mit Jamison. „Ich wüsste nicht, was an diesen Kreaturen gut sein soll, Dr Junkenstein. Sie denken nicht und sie reden nicht.“ „Sie könnten nützlich sein, Herzog Willhelm. Sie könnten.“ „Ich will nichts hören. Ihr verschwendet meine Zeit und strapaziert meine Geduld. Verlasst mein Schloss und kommt wieder, wenn ihr mal etwas erfindet, was nicht komplett ohne Sinn und Verstand ist.“ Der Doktor weigerte sich zu gehen, sprach davon, dass er den Respekt wollte, der er verdiente. Und Anerkennung. „Es reicht.“ Herzog Reinhardt klatsche in die Hände und die Rüstung, die zuvor reglos an der Wand gestanden hatte, erwachte zum Leben, als grüner Nebel daraus hervortrat. Davor fürchtete sich selbst der Doktor, obwohl groß gewachsen. „Und denkt an meine Worte“, rief Reinhardt ihm nach, als der Doktor das Schloss verließ.
Ein sanftes Lachen erfüllte den Raum und die Alchimistin des Herzog trat vor. „Ana. Brilliant wie immer. Ich wusste gleich, dass es euer Werk ist.“ „Nicht ganz. Der ruhelose Geist meiner geliebten Tochter schwirrt im dunkeln umher und treibt ihren Schabernack.“ „Ja. Es ist wirklich furchtbar, was passiert ist“, hörte man Reinhardt sagen.

„Was ist denn passiert?“,fragte Mei dazwischen. „Psst. Keine Ahnung. Das wurde nicht erwähnt“, meinte Ana. „Oh ach so“, kam es von der Chinesin. Flöckchen gab frustrierte Laute von sich um seiner Entwicklerin beizustehen.

Der Doktor ging in seinem Labor auf und ab. Unter einer Decke lag etwas großes, regloses. „Ach meine geliebte Braut. Was soll ich nur tun?“,fragte der Doktor. „Geb nicht auf, mein geliebter Doktor. Die Hilfe naht bereits.“ Die Braut gab dem Doktor einen Kuss um ihn zu beruhigen.

„Ernsthaft. Was haben die dir dafür bezahlt, dass du das machst?“,fragte Amélie ernst, während Moira und Akande lachten. „Wartet ab, bis ihr die Outtakes seht“, meinte Olivia. „Hey. Jetzt wird es interessant“, meinte Jamison um die Situation zu beruhigen.

Die Hexe des Waldes und ihr düsterer Handlanger der Seelenernter traten ein. „Ich kann euch helfen. Mit der Essenz des Lebens. Allerdings verlange ich einen Preis.“ „Alles was ihr wollt, oh großmächtige Hexe.“ Die Lichteffekt ließen Angela unheimlich aussehen, als ihr die Kamera auf ihr Gesicht zoomte. „Ihr und eure Braut seid an mich gebunden. Für immer.“ Der Doktor verbeugte sich. „Ich sagte ja, alles was ihr wollt.“ Gierig griff er nach dem grünen Kristall in der Hand der Hexe und eilte damit zu seinem Tisch, auf dem das große Monster lag. Im Hintergrund sah man eine Banshee vorbeihuschen. Lúcio merkte an, dass Moira echt cool aussah, wurde aber sofort von seiner besten Freundin ermahnt, leise zu sein. „Tschuldigung“murmelte er. Junkensteins Kreatur erhob sich und mit dem ersten Atemzug die sie tat und dem ersten Gang, entschied sie frei zu sein, während der Doktor noch immer lachte und sein Werk betrachtete. Die Kreatur stürmte davon. „Nein komm zurück.“ Dr Junkenstein war fassunglos. „Meine schöne Arbeit.“ „Es ist nicht alles umsonst. Seht“, sprach der Seelenernter und die vier sahen mit an, wie die riesige, bullige Schöpfung auf das Dorf zu rannte. Die Schreie der Dorfbewohner war Musik in den Ohren des Doktors.Hinter ihm erwachten die Roboter aus ihrem Schlaf als er es Befahl. „Dies soll die Nacht meiner Rache sein. Dr. Junkensteins Rache“, sagte er und eilte seiner Schöpfung nach.

Der Herzog ging in seinem Schloss auf und ab, als die Wachen hereinstürmten und von einer furchtbaren Kreatur berichteten. „Das war des Doktors Werk“, rief einer und alle waren durcheinander. „Beruhigt euch. Ich bekomme das hin“, sagte Reinhardt. Er lehnte sich aus dem Fenster. In der Ferne war das laute Brüllen der Kreatur zu hören. Die Flammen stiegen bereits Meter hoch und er glaubte auch das wahnsinnige Lachen des Doktors zu hören. „Ist das die Strafe für meine Sturheit?“, murmelte er. „Sieht so aus. Überlasst das mir, Herzog.“ „Ana. Wie wollt ihr das schaffen?“ „Ich habe Verbindungen, von denen ihr noch nie gehört habt. Ich verspreche binnen weniger Stunden wieder hier zu sein. Falls nicht. Wird der Doktor gewinnen.“ Die Alchimistin eilte davon.

Eine Taverne am Dorfrand, nahe der Burg wurde gezeigt und die nächste Szene zoomte auf zwei Männer, die Bier tranken und Karten spielten. „Tut mir leid, Fremder. Aber das ist meine Paradedisziplin.“ Der Mann, dessen Haar gänzlich ergraut und sehr hell war, lächelte. „Ich bin euch keineswegs böse. Es war ein nettes Spiel.“ Die Türe flog im nächten Moment auf und alle anwesenden starrten zu der Türe, in dessen Rahmen die Alchimistin des Königs stand. „Ana. Wie nett dich zu sehen.“ Ana trat auf Jesse zu. „Beende das Spiel und lass das Bier stehen. Wir haben ein Problem und es kommt aus der Richtung von Adlersbrunn. Es ist auf dem Weg zur Burg.“ Der Hexenjäger wurde blass. Ana meinte es ernst. „Wenn ich helfen kann, dann sagt es mir, Lady.“ Der Soldat erhob sich. „Jack Morrison. Ein Einsamer aber fähiger Soldat.“ „Dann schließt euch uns an, Jack“, sagte Ana. Jesse warf dem Wirt einen Beutel mit Silberlingen zu. „Behaltet alles und dankt mir später.“ Die drei schwangen sich auf ihre Pferde. „Womit haben wir es zu tun?“, fragte Jack. „Mit einer grässlichen Schöpfung von Dr. Junkenstein. Ich habe sie bereits vom weiten beobachten können. Ich vermute es ist das Werk der Hexe. Oder sie hatte ihre Finger im Spiel.“ „Wenn es die Hexe war, dann will ich, dass meine Kugeln sie treffen. Gegen den Doktor kommen wir vielleicht an. Aber was ist mit der Schöpfung oder mit der Hexe. Ihre Magie ist stark.“ Ana sah in Richtung der Berge. „Es gibt nur einen, den ich kenne und fragen kann.“ Jesse schluckte hörbar. „Ana. Ich kenne dich, du bist die beste Alchimistin, die ich kenne. Aber willst du wirklich den Wolfsämon fragen?“ Ana nickte auf die Frage des Hexenjägers. „Reitet zum Schloss vor und sagt dem Herzog Bescheid. Ich kann mit dem Wolfsädmon umgehen.“ Ohne weiteres gab die Alchimistin dem Tier das Befehl sich in Bewegung zu setzen und galoppierte in einer Staubwolke davon. „Dann los“, meinte Jesse und die beiden Männer ritten zum Herzog.

Es wurde immer finsterer und die Bäume immer dichter. Irgendwann erreichte die Alchimstin eine Lichtung. Der Nebel und die Musik, die Lúcio dafür gemacht hatte, verpassten dem ganzen die schaurige Atmosphäre und das ganze wurde getoppt von dem Grollen aus der Höhle. Mei und Hana schrien spitz auf, als eine Gestalt daraus hervortrat. „Welche sterbliche Kreatur wagt es, in mein Reich vorzudringen“, sprach eine dunkle Stimme. Nun rutsche den beiden Frauen das Herz in die Hose, obwohl es nur Hanzo war, der mit einem speziellen Programm seinen Text gesprochen hatte. „Großer Wolfsdämon.Ich, Ana, die Alchimistin des Herzogs, bin gekommen um eure Hilfe zu erbitten.“ Ana packte etwas aus. „Erlesenes Fleisch und ein Weihrauch um euch zu besänftigen.“ Der Wolfsdämon streckte eine Pfote aus und nahm die Geschenke an sich. „Die Geschäfte der Menschen, die mich hassen und verachten, interessieren mich nicht. Nennt mir den Grund, warum ihr meine Hilfe benötigt und vielleicht werde ich euch Gehör schenken und euch helfen.“ Ana nahm ihren Mut zusammen. „Herzog Reinhardt und Adlersbrunn werden von einer furchtbaren Kreatur bedroht, die der einst so gute Dr. Junkenstein auf uns los gelassen hat. Der Herzog und die Menschen intessierten sich wenig für ihn, verachteten ihn und wertschätzen seine Arbeit nicht im geringsten.“ Der Dämon grollte. „Und dabei soll ich euch helfen? Eine niedere Kreatur zu Fall bringen, die ihr mit genug Manneskraft selbst erledigen könnt? Ihr verschwendet meine Zeit Alchimistin.“ Ana blieb hartnäckig, als der Dämon sie verwieß. „Es war nicht alleine Dr. Junkensteins Werk. Ich bin mir sicher, dass die Hexe des Waldes ihre Finger im Spiel hatte.“ Nun wurde der Dämon hellhörig. „Die Hexe sagt ihr?“ „Ja. Bitte. Die Legenden sagen, dass eure Magie die der Hexe ebenbürtig ist. Bitte folgt mir. Tretet vor den Herzog und zeigt ihm, dass etwas gutes in Euch steckt. Als Alchimistin erkenne ich solche Magie. Ihr versteckt euch hinter etwas, dass ihr nicht seid. Legt eure Maske ab und folgt mir.“ Der Dämon fiel auf die Knie und nahm seine verhasste, menschliche Form an.

Der Herzog ging auf und ab, wie ein wildes Tier. Der Hexenjäger und der Soldat hatten die Burg erreicht und die Nachrichten verkündet. „Wenn meine Alchimistin nicht zurück kommt, dann haben wir zwei Probleme. Zum einen werden wir dieses Monster aufhalten müssen, was sich immer weiter zu meiner Burg durchschlägt und zum anderen werden wir einen Dämonen töten müssen, wobei ich zweiteres als ein richtiges Übel ansehe.“ „Ein Dämon? Wo bin ich hier? In Adlersbrunn oder im Märchenwald?“, fragte der Soldat sarkastisch. „Unterlasst die Scherze, Fremder. Ana müsste längst wieder hier sein.“ Reinhardt wollte noch etwas hinzufügen, als Gemurmel und Getuschel auf den Fluren laut wurde und dann Panik ausbrach. „Es ist die Alchimistin und sie hat den Okami dabei“, rief eine Wache, die ohne weiteres in den Thronsaal gerannt war. Nun war alle still. Außer Reinhardt regte sich niemand, als die Alchimistin mit dem verhüllten die Szenarie betrat. „Beruhigt euch alle. Er ist gekommen um uns gegen die Hexe des Waldes zu helfen. Seine Magie ist stark genug, um es mit ihrer aufzunehmen.“ „So ein absurder Unsinn“, bellte Reinhardt und trat an den Menschen heran. „Ihr wagt es also, mein Reich zu beteten? Dann lasst euch gesagt sein, dass wir euch jagen und töten werden, wenn ihr es auch nur wagen solltet euren kleinen Finger falsch zu heben.“ „Fürchten sich die Menschen so sehr vor mir? Wann habe ich euch je etwas getan? Ich habe in Frieden mit Oni gelebt, bis die Hexe und ihr abscheulicher Handlager aufgetaucht sind. Sie haben mir den Verstand geraubt und mich in meinem Blutdurst meinen Bruder töten lassen. Als ich erkannte, was ich getan habe, war es längst zu spät. Ich zog mich auf die Lichtung zurück, wo ich seit jeher ein einsames Leben friste und diese nur zu Nächten verlasse, in denen der Mond am wenigstens scheint.“ Der Dämon enthüllte seine Gestalt. Niemand sagte etwas.

Es fiel auf, dass Jesse sich zusammenreißen musste, kein Kommentar abzulassen,was nun unpassend wäre. Seine Augen waren völlig auf Hanzo fixiert und der Cowboy grinste sich einen ab, während Hanzo den Kopf schüttelte. „Nun denn. Folgt den anderen und zeigt mir, dass ihr nicht der seid, für den wir euch halten, Okami.“ Reinhardt setzte sich zurück auf seinen Thron. Die vier Wanderer rüsteten sich zum Kampf und bereiteten sich vor. Vom weiten sah man bereits die Zomnics, die sich näherten. „Für einen Dämon seid ihr wirklich sehr ansehlich“, sagte der Hexenjäger. Das ganze Team sah nun zu Jesse anstatt zum Film. „Was denn? Wirdurften auch improvisieren und das war das erste, was mir durch den Kopf ging“, sagte der Cowboy zu seiner Verteidigung und schenkte sich Whisky ein. „Du unverbesserlicher Chameur“, merkte Hanzo an,der neben Jesse saß. Ihm war klar, dass Jesse wusste, womit er seinen Huckleberry kriegen konnte. Jesses Neckereien und auch seine Sturheit, hatten nach langen Versuchen dazu geführt, dass die beiden ein Paar wurden, nachdem sie auf der Afterparty beide reichlich getrunken und hemmungslos miteinander geflirtet hatten.

Es passierte nicht viel spannendes, bis zum ersten Mal der Seelenernter auftauchte. Er fiel und löste sich auf. Erst nachdem die Schöpfung des Doktors in Erscheinung getreten war, kam auf der Doktor zum Vorschein. Sein wahnsinniges Lachen hallte von den Burgmauern nieder. „Ihr werdet den Tag bereuen, an dem ihr Doktor Jaminson Junkenstein ausgelacht habt“, schrie er und begann die vier Wanderer anzugreifen. Es stimmte, was man sich über die Hexe des Waldes erzählte, als sie den drei gefallenen, bestehend aus dem Seelenernter, dem Monster und dem Doktor neues Leben einhauchte. „Die Hexe“, knurrte der Dämon. Die Hexe lächelte. „Sieh einer an. Wenn das nicht Okami ist. Wie geht es deinem Bruder?“ Der Dämon schrie und heulte auf. „Ach ja richtig. Du hast ihn ja getötet.“ Erneut schrie er und dieses Mal hörte man ein tiefes Grollen aus der Kehle. Die Tätowierungen an seinem Körper begannen zu glühen. Der Soldat, der Hexenjäger und die Alchmistin setzen zum Angriff, während sich der Dämon auf die Hexe konzentrierte. „Der Wolf jagt seine Beute“, schrie er als ein riesiger Wolfsgeist erschien und sich auf die Hexe fixierte. Der Doktor bellte seiner Schöpfung irgendwas entgegen. Der Wille der Kreatur war stärker und sie suchte das weite. „Wo gehst du hin? Ich bin dein Erschaffer. Komm sofort zurück!“ Junkenstein musste feststellen, dass sich die Hexe und der Seelenernter ebenfalls aus dem Staub gemacht hatten. Seine Zomnics lagen allesamt zerstört am Boden. Er war allein. Gegen vier. „Tja Doktor.Sieht wohl so aus, als wäre es das gewesen.“ Ein lauter Knall hallte von den Wänden wieder und Doktor Junkenstein fiel leblos vom Balkon. Die Kugel des Soldaten hatte ihn sauber erwischt. „Das wird es gewesen sein. Wir sollten uns vorerst zurückziehen und unsere Wunden versorgen“, meinte Ana. „Tut, was auch immer ihr tut. Ich werde mich in meine Wälder zurückziehen und nach der Hexe jagen.“ Der Hexenjäger richtete seinen Hut. „Dann folge ich euch. Es ist schließlich meine Aufgabe, sie zu jagen. Und außerdem“... Er warf einen verstohlenen Blick in die Richtung des Dämon. „Ihr habt einen gewissen Reiz, dem ich nicht widerstehen kann. Dämon oder nicht.“ Der Dämon drehte sich zur Seite. „Ihr seid ziemlich mutig, Hexenjäger.“ Der Dämon setzte sich in Bewegung. „Sagt dem Herzog, er wird mich in der nächsten Zeit nicht mehr sehen.“ „Jesse.“ Ana schüttelte den Kopf. „Der kommt schon wieder. Hoffentlich“, murmelte sie.

Der Dämon und der Hexenjäger gingen zu Fuß. Letzterer führte sein Pferd neben sich her. „Wo kommt ihr eigentlich her? Was bedeutet ein Zuhause für euch?“,fragte er. „Ein Bergdorf in einem weit entfernten Land. Die Kirschbäume blühen im Frühling auf den hohen Hügeln.“ „Das klingt sehr nett. Ich würde es gerne sehen.“ „So einfach ist das nicht. Das erkläre ich euch ein andermal, Hexenjäger. Im übrigen. Ihr seht aus, als seid ihr Müde vom Kampf. Wir sollten uns ausruhen, sobald wir im Wald angekommen sind.“ „Hahaha. Vergesst es. So schnell werde ich schon nicht müde. Wir haben schließlich noch ein Stelldichein mit der Hexe.“ Die beiden lachten, während die Kamera rauszommte.

Doktor Junkenstein lag am Boden. Sein lebloser Körper wurde von einer grün leuchtenden Magie angehoben und ihm wurde neues Leben eingehaucht. „Ich sagte doch, wir haben einen Pakt, Doktor.Und das nächste Mal werden wir mehr Erfolg haben. Ich habe bereits eine weitere, mächtige Verbündete ausmachen können. Die Drachekönigin.“
Der Herzog war erfreut über die Neuigkeiten, das der Wahnsinn des Doktors aufgehört hatte. „Nun gilt es noch die Hexe und ihren Handlager zur Strecke zu bringen“, sagte Ana. Sie fuhr fort: „Der Hexenjäger und der Dämon sind schon dran.“ Reinhardt seufzte. „Gut. Wenn ihr die beiden seht, dann richtet ihnen meinen Dank aus und sagt dem Dämon das es mir leid tut und ich alles tue, damit er nicht mehr der ist, für den er gehalten wird.“ Die Alchimistin beugte sich zum Herzog. „Das könnt ihr ihm selber ausrichten. Ich hatte von Anfang an nichts gegen ihn.“ Die Alchimistin verließ den Thronsaal und die Kamera zoomte raus.

Die anderen waren total begeistert. „Wow. Für einen spontan gedrehten Film ist der echt gelungen. Besser als meiner“, gab Hana zu. „Ach was.“ Jamison wurde ein bisschen rot. „Wir haben eben unser bestes gegeben“, meinte Mako. „Oh aber wartet. Jetzt kommen noch die Outtakes.“ Das Team blieb noch sitzen und lachte sich über Drehpannen schlapp. Mal vergaß einer seinen Text oder lachte im unpassenden Moment, weil die anderen dumme Gesichter zogen oder keiner ernst bleiben konnte. Womit keiner gerechnet hatte, war, dass auch Backstagematerial drauf zu sehen war. Der Hammer war Jack, der ziemlich angetrunken mit Gabriel flirtete. „Oh darf ich an eurem Kürbis knabbern, Mister Seelenernter.“ Die anderen lachten sich schlapp. Gabriel verzog säuerlich das Gesicht. Das war ein privater Moment der beiden, besten Freunde und Jack konnte nichts dafür, was er tat. Dessen Schamröte sah man sogar durch weiße Schminke. Das die anderen noch Sprüche klopften, machte es nicht grade einfach für ihn. „Ihr könnt mich mal.“ Der Ärger war in seiner Stimme deutlich zu hören und die zuknallende Türe verlieh dem ganzen zusätzlichen Nachdruck. „Oh. Das war wohl nicht angebracht,oder?“ „Nein Jamison“, meinte Mei. „Ich gehe nach ihm sehen“, meinte Gabriel.

Jack saß draußen und blickte auf das Meer, welches den Stützpunkt in Gibraltar umgab. „Jack.“ „Was willst du?“,fragte dieser direkt angefressen. Gabriel nahm den Kopf seines Kostüms ab und setzte sich neben seinen besten Freund. „Geh bitte einfach.“ „Ich bin gekommen, um dich zu trösten. Ich will mich auch nicht über dich lustig machen. Schau mal. Die anderen haben das nicht so gemeint und zugegeben, es war doch schon ziemlich lustig. Komm. Da ist doch nichts bei. Wir waren beide betrunken und ich bin mich sicher, wir können irgendwann drüber lachen. Auch wenn das echt asozial von den Produzenten ist.“ Jack stand auf. „Du bist so ein Vollidiot, Gabe.“ „Was?“ Erschrocken sah Gabriel zu Jack hoch. „Warum?“,fragte er dann. „Orr“, machte Jack und schlug die Hände über den Kopf zusammen. „Hast du es nie gemerkt? Okay. Auch gut. Dann sag ich es dir ganz offen und ehrlich, weil du mein bester Freund bist und ein Recht darauf hast, die Wahrheit zu erfahren.“ Jack atmete tief ein. „Ich liebe dich. Aber da es nicht auf Gegenseitigkeit beruht, vergiss es einfach. Ich komm schon klar und kann damit umgehen. Darum habe ich es auch so lange geheim gehalten.“ „Jack“, sagte Gabriel leise, als der weißhaarige sich abwandte. Gabriel konnte sich in diesem Moment Ohrfeigen. Warum hatte er das nie gemerkt. „Jack. Warte mal.“ Er rannte und kam vor dem jüngeren zum stehen. „Was ist denn?“ „Wie lange geht das schon so?“ „Ist doch egal“, murmelte Jack. „Ich möchte es aber wissen.“ „Warum? Ich weiß doch, dass du nichts von mir möchtest.“ Jack riss sich zusammen. Es tat ihm weh, so nah bei Gabriel zu sein und zu wissen, dass ihre Freundschaft nun nicht mehr dieselbe war. Er wollte gehen, als der ältere ihn aufhielt. „Hör mal. Ich will dir nur sagen, dass es nichts an unserer Freundschaft ändert. Egal ob du mich liebst oder nicht. Und ich finde, du bist sehr mutig, dass du mir das so sagen konntest. Und auch sehr tapfer, weil du es so lange geheim gehalten ist. Wie lange das auch immer schon so ging.“ „Gabe.“ „Du bist mein bester Freund. Ich könnte es nicht ertragen, wenn ich dich verliere.“ Jack rieb sich durch die Augen. „Bitte. Fang nicht an zu weinen. Deine Makeup.“ Jack lachte trocken. „Das ist doch egal. Ich weiß nur nicht, was ich grade sagen soll.“ Nun fing er wirklich an zu weinen, weil er seinen Gefühlen nachgab. Gabriel tat es leid und er wollte ihn so nicht sehen. Er beugte sich vor und küsste Jack im richtigen Moment einfach so und ohne das er darüber nachgedacht hatte. „Bitte hör auf zu weinen“, war das erste, was Gabriel einfiel. Jack brachte kein Wort hervor? Gabriel hatte ihn grade geküsst. „Sollen wir in mein Zimmer gehen? Dann kannst du gerne von mir probieren.“ Jack lachte auf. „Man Gabriel. Du bist so ein Idiot, echt.“ Dieses Mal wischte er sich vor Lachen eine Träne weg. „Der Abend ist noch jung. Mal sehen, wohin er führt“, sagte Gabriel und nahm die Hand des jüngeren. Gemeinsam gingen sie rein und machten sich auf den Weg in Gabriels Zimmer.

Spontaner Halloween OS von mir. Als Zeichen, das ich noch lebe. Ursprünglich wollte ich was zu WoW schreiben. Hatte irgendwas mit einer Halloween Party bei der Horde zu tun, die etwas aus dem Ruder läuft und zur Zeit vom neuen Addon spielt. Vielleicht komme ich ja in der Weihnachtszeit nochmal darauf zurück. Ansonsten wünsche ich noch viel Erfolg beim Lootboxen sammeln.
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