*The Life Of A Little Prince*

GeschichteDrama, Familie / P16
Legolas OC (Own Character) Thranduil
27.10.2018
30.06.2019
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Ich wünsche euch viel Spaß beim lesen des ersten Kapitels und würde mich über ein Review von euch freuen. :)

Beste Grüße
Alphawolf7









-Kapitel 1-


Eine kühler Herbstwind wehte durch den Düsterwald. Bunte sowie braune Blätter hingen vereinzelt an den Bäumen und andere lagen verstreut auf dem Boden. Das Königreich von Elbenkönig Thranduil lag verschlossen vor. Eine unheimliche Stille lag darüber. Die geliebte Frau von Thranduil war gestorben.
Seit diesem Tage hatte sich der Elbenkönig verändert. Er war kühler und verschlossener geworden. Viele Elben sprachen über ihn, sie sagten, dass er über den tot nachdachte, dass er das Königreich in den Untergang führen würde. Doch davon hielt Thranduil nichts. Er war jeden Tag in seinem Arbeitszimmer, unterschrieb Papiere. Aber sein Sohn Legolas merkte, dass sein Vater sich verändert hatte und nun versuchte er ihn auf andere Gedanken zu bringen.

Legolas schlief tief und fest in seinem Bett. Gekuschelt lag er da und träumte, doch wurde er von der Sonne geweckt, welche durch die weißen Vorhänge schien. Legolas öffnete blinzelnd seine Augen. Lächelnd setzte er sich auf, streckte sich und stieg aus seinem Bett. Er trug ein weißes Nachthemd, um seinen Hals hin eine leichte Kette mit einem wunderschönen Herz Diamanten. Die Kette hatte ihm seine Mutter zu seinem Geburtstag geschenkt. Legolas öffnete seine Zimmertür und stieß mit einem Elben zusammen.
„Guten Morgen, mein Prinz“, begrüßte ihn der Elb, welcher ihn jeden Tag weckte und ankleidete.
„Guten Morgen, Amilion“, begrüßte Legolas ihn lächelnd.
„Ihr seit schon früh auf den Beinen“, bemerkte der Elb ebenfalls lächelnd und hockte sich vor ihm hin.
„Die Sonne hat mich geweckt“, antwortete Legolas mit strahlenden blauen Augen, „Ich wollte zu meinem Vater.“
„Aber doch nicht mit einem Nachthemd.“
Legolas sah an sich herunter.
„Oh, daran habe ich gar nicht mehr gedacht.“
„Dann sollten wir es schnell ändern“, meinte Amilion Augenzwinkernd.
Legolas nickte und ging zurück in sein Zimmer, der Elb folgte ihm. Amilion suchte dem Prinzen ein weißes Gewandt aus und die dazu gehörigen Schuhe. Nach einer Viertelstunde war Legolas fertig angezogen und lief aus seinem Zimmer, um zu seinem Vater gehen.

Thranduil saß in seinem Arbeitszimmer und las gerade ein Dokument durch, als die Tür auf ging. Er schaute verärgert auf, niemand kam ohne anzuklopfen in sein Arbeitszimmer.
„Ada!“
Als er die Stimme seines Sohnes hörte, verruchte sein Zorn, und er wandte sich wieder dem Dokument zu. Legolas ging um den Schreibtisch herum und stellte sich neben seinen Vater. Er zupfte ihm am Ärmel, doch sein Vater reagierte nicht. Erneut versuchte Legolas seine Aufmerksamkeit zu bekommen.
„Du siehst doch, dass ich beschäftigt bin, Legolas“, sagte Thranduil ohne von dem Dokument aufzuschauen.
„Du hast versprochen, dass du heute mit mir trainierst“, erinnerte ihn sein Sohn, doch Thranduil gab keine Antwort, „Du hast es versprochen, Ada. Also-“
„Legolas, ich habe zu tun!“, herrschte sein Vater ihn an, wobei Legolas zusammenzuckte und ein paar Schritte zurück taumelte. Thranduil schaute wieder auf das Dokument. „Geh jetzt, ich habe jetzt keine Zeit für dich!“
Der kleine Prinz schaute seinen Vater noch einen Augenblick an, dachte nach, wie er ihn dazu bewegen könnte sein Versprechen zu halten, doch dann ließ er enttäuscht seinen Kopf hängen.
„Aber du hast es versprochen...“, murmelte Legolas leise und versuchte die aufkommenden Tränen zurückzuhalten.
Der kleine Elb schlurfte traurig zur Tür, doch bevor er das Arbeitszimmer verließ drehte er sich nochmal zu seinem Vater um. Doch Thranduil würdigte ihm keines Blickes, sondern las weiterhin das Dokument, welches er in den Händen hielt. Schniefend verließ Legolas das Zimmer, schloss die Tür hinter sich und schlurfte mit hängendem Kopf durch die Gänge des Königreichs.
„Warum siehst du denn so betrübt aus, Legolas?“, hörte der kleine Elb eine bekannte Stimme.
Er hob seinen Kopf und sah Alros vor ihm stehen. Der Elb hatte langes, braunes Haar, welches an beiden Seiten zu zwei dünnen Zöpfen geflochten war. Es fiel seinen Rücken hinunter bis hin zur Mitte seines Oberkörpers. Zudem trug er ein dunkles Gewand, welches sich an jeder seine Bewegung perfekt anpasste. Alros war der Berater von Thranduil. Er hockte sich vor dem kleinen Elben.
„Mein Vater möchte nicht mit mir trainieren, obwohl er es versprochen hat“, erzählte ihm Legolas und wischte sich die Tränen aus dem Gesicht.
„Nun ja, ein König hat sehr viel zutun, deswegen hat er nicht immer Zeit“, erklärte er ihm.
„Ich weiß, aber er hat es mir schon vor einer Woche versprochen und immer wieder ist ihm etwas dazwischen gekommen...“
Alros lächelte Legolas an.
„Wie wäre es, wenn ich mit dir trainieren gehe“, schlug er vor.
Sofort strahlte Legolas ihn an, ein Lächeln breitete sich auf seinem Gesicht aus.
„Wirklich? Das würdest du tun?“
„Natürlich, ich habe im Moment nichts zu tun, also wäre ich bereit mit dir zu trainieren.“
„Juhu!“, rief der kleine Elb fröhlich.
Er ergriff Alros' Hand und zog ihn mit sich.


Unterdessen saß Thranduil an seinem Schreibtisch und unterschrieb ein paar Dokumente. Sein Kopf brummte von dem ganzen lesen. Der Elbenkönig erhob sich und ging auf seinen Balkon. Ein kühler Wind wehte durch seine Haare, die Sonne schien, doch wärmte sie nicht mehr so sehr, wie im Sommer. Der Winter kam, er konnte es spüren. Thranduil ließ seinen Blick über den dunklen Wald schweifen, der sich vor ihm erstreckte. Leise seufzend wollte er sich wieder abwenden, als sein Blick nach unten auf die trainierenden Elben fiel. Dort sah er seinen Sohn, wie er mit seinem Berater Alros trainierte. Ein kleines Lächeln schlich sich auf die Lippen des Elbenkönigs, als er seinen Sohn so fröhlich sah. Doch so schnell das Lächeln auch gekommen war, so schnell verschwand es wieder. Thranduil dachte zurück an die Zeit, als seine Geliebte noch am Leben war. Doch Angmar hatte sie ihm genommen. Er konnte spüren, wie sich Tränen bildeten. Thranduil verließ den Balkon, ging zurück in sein Arbeitszimmer und blieb vor einem großen gemalten Portrait seiner Frau stehen. Es versetzte ihm ein Stich in sein Herz, als er sie ansah. Thranduil schloss seine Augen, wobei eine Träne seine Wange herunter lief. Wenn er seine Augen schloss, konnte er in seine Erinnerungen fliehen. Er konnte sehen, wie seine Frau zusammen mit Legolas spielte, wie er daneben saß und sie grinsend beobachtete. Das lachen seines Sohnes hörte und die wunderschön klingende Stimme seiner Frau. Thranduil öffnete seine Augen und schaute wieder auf das Bild. Traurig wandte der Elbenkönig sich davon ab, um sich wieder hinter dem Schreibtisch zu setzen und Dokumente zu lesen, sowie zu unterschreiben.
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