Nothing Stays The Same

von alegna70
GeschichteDrama, Romanze / P18 Slash
OC (Own Character) Samu Haber
27.10.2018
23.01.2020
66
84344
27
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Samu saß im Flieger, hatte die Augen geschlossen und lauschte der Musik, die aus seinem Smartphone kam. Mal wieder war er unterwegs gewesen in Berlin, nun aber ging es nach Hause. Die letzten Konzerte waren jetzt gut zwei Wochen her und es fühlte sich für ihn wirklich gut an, dass sie dieses Jahr keine mehr spielen mussten. Er liebte es wirklich auf der Bühne zu stehen, aber irgendwann reichte es auch, zumal dieser Sommer extrem emotional gewesen war für ihn, ab dem Augenblick, in dem er   Kimmo kennengelernt hatte …
Kimmo, seit Hamburg hatten sie sich nicht mehr gesehen oder gesprochen und doch konnte er ihn einfach nicht aus seinen Gedanken verdrängen. Die letzten zwei Konzerte waren wirklich richtig gut gelaufen und sie hatten anständig Rauls Geburtstag gefeiert. In dieser Nacht hatte er dann tatsächlich doch noch mit Mila geschlafen; sie hatte ihn verführt gehabt und er hatte einfach ihren Reizen nicht widerstehen können. Er war sich sicher, hätte er nicht so viel getrunken gehabt, hätte er auch in dem Moment ihr widerstanden, denn es hatte sich am nächsten Morgen absolut falsch für ihn angefühlt. Er wollte sie nicht benutzen, nur um sein Hormonhaushalt in Ordnung zu bringen. Natürlich hatte sie es gewollt und es war auch schön gewesen, aber eben nicht mehr. Dieses leere Gefühl, welches er hinterher gehabt hatte, das war noch stärker gewesen als sonst schon. Es war nicht dieses absolute Gefühl, welches er mit Markus kennengelernt hatte und von dem er ahnte, dass er es bei Kimmo wiederfinden würde …
Mila aber schien es gefallen zu haben. Sie hatte ihn glücklich am nächsten Morgen geküsst und deswegen hatte er damit seinen inneren Frieden schließen können. Er hatte seine Frau glücklich gemacht …
Ende der Woche würde sie ihre lange Dienstreise antreten, auf die sie immer noch keine Lust hatte. Er konnte sie auf der einen Seite wirklich verstehen, waren es viele Wochen, die sie in Asien unterwegs sein würde. Er aber sehnte die Zeit herbei! Er hoffte, dass er dann seine innere Ruhe wiederfinden würde, bevor er mit Kimmo ins Studio gehen würde. Schon in der nächsten Woche würde Kimmo aus Turku kommen und den Deal unterschrieben, den Mikko ausgehandelt hatte mit ihnen. Es war so, wie Samu in Hamburg schon gesagt hatte. Er wollte mit Kimmo und seinen Jungs ein Album produzieren, das fertig sein sollte nach Möglichkeit, bis zur Wonderlandtour, bei der sie dann ihre Supportband sein würden. Das Studio war ab November gebucht. Vorher hatte Samu vor, sich schon ein oder zweimal mit Kimmo und Marko zu treffen, um sich ihre Songs anzusehen, die bis jetzt aufgenommen und noch in der Schublade liegen hatten. Es war für ihn ein ganz neues Feld, Rockabilly, aber er wusste, was sich gut anhören würde und wo vielleicht Fehler beim Aufnehmen entstanden waren. Er hatte sich alles ganz bewusst so gelegt, um eine Pause zu haben, in der er nur für sich war. Das Album würde eine große Herausforderung für ihn werden. Täglich würde er Stunden mit Kimmo zusammen sein, seine Nähe spüren, ihn noch besser kennenlernen und er würde professional sein müssen. Seine Gefühle für Kimmo, die mussten versteckt bleiben, es war der kleineste gemeinsame Nenner, zusammen arbeiten. Er wusste, es war ein Himmelfahrtskommando, alles andere als vernünftig, aber Kimmo aus seinen Leben verbannen, das konnte er einfach nicht ...
Um einen Ausgleich zu haben, wollte er sich wirklich dem Projekt Mökki widmen. Da würde er körperlich arbeiten müssen und das war genau das, was er brauchte, den Kopf frei arbeiten. Er hatte sich schon einige im Netz angesehen, aber so wirklich das richtige hatte er noch nicht gefunden. Es durfte nicht so weit weg von Helsinki sein, maximal zwei Stunden Fahrtzeit hatte er sich als Grenze gesetzt. Dann musste es natürlich für seinen Zweck passend sein. Samu hatte vor, sich ein richtiges kleines Studio einbauen, damit er sich dahin zurückziehen konnte. Das, was er im Keller hatte, war eigentlich nur eine Notlösung, viele Möglichkeiten zum Arbeiten hatte er da nicht, außer einer kleinen Tonkabine und einem mittelmäßigen Mischpult. Längst hatte er Jukka angeschrieben, was er ihn an Geräten empfehlen würde, und hatte eine unglaubliche Liste zurückerhalten. Danach war ihm klar gewesen, er brauchte Platz ...
Schon am nächsten Tag hatte Samu einen Termin bei einem Makler in Helsinki, über den hoffte er, schneller ein passendes Mökki zu finden. Er wollte keine wertvolle Zeit mit der Suche danach verschwenden ...
Wieder gingen seine Gedanken zu Kimmo, er dachte eindeutig zu viel an ihn ...
Aber es war ja auch kein Wunder, war er doch unteranderem wegen ihm und seiner Band jetzt in Berlin gewesen, um vorzufühlen, wie es eventuell mit einer kleinen Clubtour aussah. Samu schwebten zwei bis drei Konzerte vor, in großen Städten, um die Clubs auch gut zu füllen. Er wollte sich sein Label mit ins Boot holen, hatte ihnen von seinen Plänen mit der Band erzählt und Videos gezeigt von den drei Gigs. Er war auf Interesse gestoßen, was er schon mal als absoluten Erfolg sah. Mehr konnte man im Augenblick noch nicht verlangen, außer, dass man aufmerksam auf die North Gent Band werden würde. Er war sich sicher, dass die Jungs kleine Clubs füllen würden. Das Problem war, man müsste kurzfristig Clubs finden, die noch Termine frei hatten, das war dann Mikkos Job, die alle zu kontaktieren. Wirklich reich würde dabei keiner werden, aber die Band würde weitere wertvolle Erfahrung bekommen, denn das deutsche Publikum war anders als das Finnische. Man müsste Werbung machen in der Szene, auf sie aufmerksam machen, aber schließlich waren sie Profis. Er hatte Kimmo versprochen, dass er alles in seiner Macht möglichen tun würde, um sie nach oben zu bringen und das würde er halten ...
In Helsinki gelandet, ging es für Samu auf den direkten Weg nach Hause, aber nur um sein Sportzeug zu holen. Nach solchen Tagen mit Verhandlungen und Meetings hatte er ein erhöhtes Bedürfnis sich auszupowern, das ganze rumsitzen war so gar nicht sein Fall. Während er auf sein Gepäck wartete, scrollte er sich mal wieder durch Insta und als erstes grinste Kimmo ihm entgegen. Sein Herz machte mal wieder einen extra Schlag nur für ihn, er sah wie immer perfekt aus. Kimmo postete inzwischen regelmäßig Bilder auf zwei Kanälen, dazu auch immer wieder mal eine Story, er hatte verdammt schnell gelernt. Das Bild war erst vor ein paar Minuten gepostet worden. Es war aus dem Proberaum gemeinsam mit Rasmus und Samu fand, die Likes darunter konnten sich sehen lassen. Er war neugierig, wer gelikt hatte und erkannte sehr zu seiner Freunde, dass es doch viele seiner Fans waren, die gelikt hatten. Aber auch recht viele Finnen, was eine sehr gute Mischung war. Kurz tippte er auf das Profil, um die Abonnentenzahl sich anzusehen und auch da war er der Meinung, dass sie weiter gewachsen waren. Noch einmal schaute er sich das Foto an und ein Stich ging durch sein Herz ...

https://www.instagram.com/p/B7UaJmpiHGj/
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