Nothing Stays The Same

von alegna70
GeschichteDrama, Romanze / P18 Slash
OC (Own Character) Samu Haber
27.10.2018
14.11.2019
56
70928
23
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Im Hotel angekommen, ging Samu erst mal hoch auf sein Zimmer, er brauchte ein paar Minuten für sich alleine um sich auf das Aufeinandertreffen mit Kimmo und Mila vorzubereiten. Alleine die bohrenden Blicke von Riku die ganze Fahrt über, er fühlte sich alles andere als wohl in seiner Haut. Sein Magen drehte sich bei dem Gedanken, dass sie zusammen sitzen könnten und sich unterhielten. Beide einzeln, damit kam er zurecht, das waren zwei getrennte Welten, aber wenn sich diese vermischten, damit war er im Augenblick absolut überfordert ...
Samu legte seine Sachen ab, atmete noch einmal tief durch und verließ dann sein Zimmer wieder. Ein längerer Aufenthalt hätte dann doch Fragen nach sich gezogen und die wollte er auf jeden Fall vermeiden. In der Bar saß Mila dann tatsächlich mit der North Gent Band zusammen. Zu Samus Erleichterung saß sie aber nicht bei Kimmo, sondern mit Katharina zusammen und unterhielt sich angeregt. Es hörte sich nach Frauengesprächen an, was ihn dann doch sogar leicht grinsen ließ, offensichtlich genoss Kimmos Schwester, dass noch ein anders weibliches Wesen dabei war.
Er ging zu ihr rüber, um ihr zu zeigen, dass er nun auch da war und überlegte krampfhaft, zu wen er sich setzten sollte. Neben Kimmo war noch ein Platz frei, der ihn magisch anzog, er konnte ihm eigentlich nicht nah genug kommen. Er war sich aber nicht sicher, ob das wirklich eine so gute Idee war, sich dahin zu setzten. Samu ließ seine Blicke schweifen, suchte seine Jungs, die sich locker im Raum verteilt hatten. Mikko und Raul hatten sich zu Mila und Katharina gesellt, Riku hockte bei Rasmus und Jo und war schon vertieft in einem intensiven Gespräch mit Rasmus, bei dem es eigentlich nur um Gitarren gehen konnte, wenn er so leidenschaftlich gestikulierte. Leicht musste Samu grinsen, bei dem Bild, denn Jo grinste über bei Ohren, schien sich in der Gegenwart der beiden finnischen Männer doch verdammt wohl zu fühlen. Sami hatte sich einen Platz zwischen Pertri und Jari gesichert und Fachsimpelte über Drums. In dem Moment ließ sich dann Osmo neben Kimmo nieder und Samu verfluchte sich innerlich, dass er zu lange gezögert hatte, sich zu setzten.  Aber an dem Tisch war noch neben Marko ein Platz frei und er setzte sich dahin, auch wenn er nun genau im Blickfeld von Sami saß, der das ganz genau registrierte. In dem Moment verwickelte Osmo ihn aber schon quer über den Tisch in ein Gespräch und Samu entspannte ein wenig. Als er dann noch sein Glas Rotwein serviert bekam hatte er endlich das Gefühl, dass er den Abend vielleicht doch noch genießen konnte. Er trank einen Schluck und versuchte sich wieder auf das Gespräch am Tisch zu konzentrieren. Inzwischen ging es locker hin und her über den Tisch und das fühlte sich für Samu gut an. Aus den Augenwinkel heraus beobachtete er, das auch Mila sich gut zu unterhalten schien, immer wieder hörte er sich auch leise lachen.
Bei dem lockeren Gespräch am Tisch trafen sich natürlich auch immer mal wieder Kimmos und Samus Blicke und jedes mal durchzuckte ein kleiner Stromschlag seinen Körper, er hatte das absolut nicht unter Kontrolle, obwohl er versuchte dieses nicht wahrzunehmen. Sie unterhielten sich über das allgemeine Musikbusiness in Finnland, wie es sich verändert hatte und auch darüber, wie sich der Musikmarkt allgemein durch das Internet veränderte. Es entstand eine rege Diskussion, jeder hatte seine Meinung dazu, aber im Endeffekt gab es einen Konsens, das Geschäft war noch härter geworden, als es eh schon immer gewesen war. Als Musiker, als Band musste man sich auf die neuen  Dienstleister einstellen, ob wann wollte oder nicht, an den aufkommenden Streaming-Anbietern kam keiner vorbei. Kimmo diskutierte doch sehr leidenschaftlich und mit dem zweiten Glas Wein, konnte Samu endlich auch alles genießen, auch sich mit Kimmo so zu unterhalten. Irgendwann stand Marko auf und grinste Kimmo an: „Rutsch rüber, ich kann Osmo gar nicht verstehen, wenn ihr Zwei hier die ganze Zeit quer vor meiner Nase hängt!“
Ohne zu zögern erhob sich Kimmo, endlich konnte er näher an Samu ran, ohne dass es auffallen würde. Er grinste seinen Freund an: „Man, man, man, hat ja lange genug gedauert, bis du den Platz räumst, oder Samu? Wie kann man so schwer von Begriff sein! Wenn sich die Leader unterhalten hat das Volk zu weichen!“
Marko verpasste Kimmo einen leichten Hieb in die Rippen und grinste. „Jetzt aber! Dir geht es wohl zu gut Herr Järvine! Ich glaube, die nächsten Wochen sperren wir dich mal in den Schuppen ein, damit du mal wieder ans Arbeiten kommst, neue Songs müssen her!“
Den Ball nahm Samu grinsend auf: „Würde sagen, Arbeit klingt gar nicht so verkehrt, aber ich ziehe definitiv ein Studio vor!“
Kimmo grinste ihn nun verboten sexy an, hob seine Hand zum Highfive: „Hört sich perfekt an, Studio klingt verdammt gut!“
Samu schlug natürlich ein, durch seine Hand fuhr ein Stromschlag und für einen Moment verhakten sich wieder ihre Blicke. Er erkannte, dass auch Kimmo was gespürt haben musste, er wirkte in seinen Augen doch leicht irritiert …
Er bemühte sich nichts anmerken zu lassen, griff nach seinen Glas Wein, trank einen Schluck und sagte dann: „Dann wäre das schon mal eine abgemachte Sache, wir zwei haben ein Date ...“ Erst nachdem ihm das Wort raus gerutscht war, wurde Samu bewusst, dass er es besser anders ausgedrückt hätte …
Es war kein Date, es würde gemeinsames Arbeiten werden ...
Bei dem Wort Date wurde sofort Sami aufmerksam und mit leicht hochgezogener Augenbraue sah er zu Samu: „So so …“
Nun verdrehte Samu leicht die Augen, nur nichts anmerken lassen: „Natürlich, auch ein schlechter Ruf verpflichtet!“
Kimmo grinste: „Schlechter Ruf?“
Sofort nickte Samu, wollte Sami keine Chance geben zu antworten: „Natürlich! Ich lade mir immer junge Musiker ins Studio ein und aus dem tauchen sie dann nicht mehr auf, bis ich auch das letzte brauchbare Wort aus ihnen herausquetscht habe!“
Sami lachte auf: „Genau und als ausgewrungener Lappen landen sie dann auf der Straße!“
Kimmo lachte laut auf: „Perfekte Aussichten würde ich sagen, da freut man sich doch!“
Samu lachte auf, genoss es so herumzualbern: „Bei guter Führung, das heißt, mindestens Lyrics für 50 Sunrise Songs, bin ich vielleicht gnädig und es springt tatsächlich was raus ...“
Kimmo und Marko grinsten ihn an: „Und das wäre?“
Samu erhob sein Glas, trank genüsslich einen Schluck, verlor sich fast in Kimmos strahlende Augen und sagte dann: „Ein Auftritt im Bahnhof oder vielleicht sogar im Kamppi, mal schauen …“
Kimmo lachte auf: „Ein Traum würde wahr werden, genau da wollte ich schon immer mal spielen!“ Alles lachte auf, er erhob sein Glas, stieß mit Samu an und der grinste wie ein Lausbube: „Würde sagen, der Plan steht!“
Samu grinste: „Aber so was von!“ Nochmals klatschten sie sich ab und wieder schoss ein Stromschlag durch die beiden Männer durch …

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