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Nothing Stays The Same

von alegna70
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P18 / MaleSlash
OC (Own Character) Samu Haber
27.10.2018
11.06.2021
127
159.234
50
Alle Kapitel
731 Reviews
Dieses Kapitel
4 Reviews
 
 
11.06.2021 1.420
 
Danke für Eure Reviews, die Favoriteneinträge und das Sternchen <3

Am Samstag zieht es mich nach Berlin. Endlich machen die Hotels dort wieder auf und ich kann meine Schwester besuchen für ein paar Tage <333
Aus dem Grund kann ich leider nicht versprechen, dass es nächste Woche ein neues Kapitel gibt.

Viel Vergnügen!


126


Ab dem Moment, als Kimmo Samu entdeckt hatte, war seine Entspannung verflogen. Er hoffte nur, dass Samu ihn nicht bemerken würde, das war ihm dann doch unangenehm, obwohl es ihm eigentlich egal sein sollte. Das Samu tatsächlich in dem Gayclub auftauchte, das überraschte ihn absolut, nie hätte er damit gerechnet! Auf der anderen Seite, er war zumindest bi, auch wenn er dieses als Geheimnis für sich hütete ...
Irgendwie passte das in Kimmos Augen nicht zusammen. Er schien keine Berührungsängste zu haben und offenbar war es ihm auch egal, in dem Club gesehen zu werden, auf der anderen Seite stand alles, was er ihm erzählt hatte ....
Kimmo hoffte einfach nur, dass Samu ihn in der Dunkelheit des Raumes nicht entdecken würde. Evgeny berührte ihn leicht am Ellenbogen und Kimmo schrak ein wenig zusammen, ihn hatte er fast vergessen gehabt. Leicht grinste ihn seine Bekanntschaft an: „Süße Boys, oder?“ Dabei zeigte er auf die Gruppe, in der Samu stand, offenbar hatte er genau mitbekommen, wohin Kimmo gesehen hatte. Leicht nickte er und Evgeny fuhr fort: „Die beiden Dunkelhaarigen, würde ich sagen, die kannst du vergessen, die sind hetero, eindeutig! Der mit der Kappe, könnte schwul sein, hat einen geilen Arsch! Der Blonde, der ist doch was für dich, oder? Der ist sweet! Vielleicht ein wenig zu viele Muskeln, aber da kann man durchaus rüberwegsehen! Du oder ich?“
Kimmo sah ihn überrascht an: „Wie, du oder ich?“
Leise lachte der Este auf: „Naja, wer bekommt ihn? Der darf hier nicht ungevögelt raus ....“
Leicht schluckte Kimmo, biss sich auf die Lippen und erklärte dann: „Ich?“
Sofort nickte Evgeny: „Okay, du hast ihn auch zuerst entdeckt!“ Er nahm sein Glas, trank aus und erhob sich: „Babe, ich geh mal nach oben, mal schauen, was da so abgeht, die Nacht ist noch jung! War mir ein Vergnügen mit dir! Vielleicht sieht man sich ja mal wieder, ich hätte nichts dagegen! Und wie gesagt, schnapp ihn dir!“ Er beugte sich zu Kimmo rüber, hauchte ihm einen Kuss auf die Wange, drückte ihm einen kleinen Zettel in die Hand und ging Richtung Tür. Kimmos Blick folgte ihm und ging automatisch wieder rüber zu Samu, der in seine Richtung sah. Kimmos Herz begann direkt noch schneller an zu schlagen und hoffte einmal mehr, dass er nicht gesehen hatte, wie Evgeny sich bei ihm verabschiedet hatte ...
In dem Augenblick ging ein Stromschlag durch seinen Körper, Samus Blick traf ihn mit voller Wucht und ihm war bewusst, dass er alles gesehen hatte. Er konnte seinen Blick nicht deuten, aber er sah nicht mehr so happy aus, wie noch paar Minuten zuvor ...
Aber vielleicht bildete Kimmo sich dieses auch nur alles ein, denn Samu wand seinen Blick von ihm ab und unterhielt sich wieder mit einem seinen Freunden. Er erkannte nun, dass es einer der Musiker war, die zuvor im Livebereich gespielt hatten und irgendwie erklärte Kimmo sich damit dann auch, Samus Anwesenheit, es war nicht zu übersehen, dass sie befreundet waren. Kimmo griff nach seinem Glas, trank es aus und hatte nur noch ein Bedürfnis, möglichst schnell aus dem Club rauszukommen. Mit Samus Auftauchen hatte ihn sein Gefühlschaos schlagartig wieder eingeholt. Sein Problem war nur, die Gruppe mit Samu stand immer noch in der Nähe der Tür ...
Soweit er wusste, gab es auch nur diesen einen offiziellen Zugang in die Etage, was in ihm gerade großes Unbehagen auslöste ....
Er ging, anstatt direkt rüber zur Tür zu gehen, einen größeren Bogen durch den Raum, in der Hoffnung, dass Samu ihn nicht mehr entdecken würde. Er sah immer weiter zu Samu rüber, der sich inzwischen wieder angeregt unterhielt und immer mal wieder ein Schluck aus seinem Weinglas nahm, welches er die ganze Zeit über in der Hand hielt. Aber Kimmo sah auch, wie Samus Blick durch den Raum ging, als ob er jemanden suchen würde ....
Kurz, bevor Kimmo die rettende Tür erreicht hatte, trafen sich dann ihre Blicke erneut, zumindest hatte er das Gefühl, wieder in Samus Blickfeld geraten zu sein. Schnell drehte Kimmo sich weg und eilte zur Tür raus. Es war einfach ein unglaublich mieses Gefühl, das Samu ihn dort gesehen haben könnte, obwohl es ihm eigentlich egal sein sollte ...
Kimmo holte sich seinen Mantel aus der Garderobe und verließ den Club, raus in den Regen ...
Als er endlich in seinem Wagen saß, atmete Kimmo einmal tief durch. Er war vollkommen ernüchtert, nicht nur was den Alkohol betraf, von dem er nicht wirklich viel getrunken hatte. Vielmehr davon, dass er überhaupt nach Helsinki gefahren war ...
Das Hochgefühl nach dem wirklich guten Sex, hatte sich komplett verzogen, zurück blieb ein bitterer Geschmack, für den Evgeny allerdings nicht konnte. Ihm fiel ein, dass er noch den Zettel in seiner Hosentasche hatte und zog diesen heraus. Er strich ihn auseinander und entdeckte eine Handynummer und Daten, die in der Zukunft lagen. Offenbar schien er schon weitere Trips nach Helsinki geplant zu haben und wohl nichts gegen ein Wiedersehen zu haben ...
Kimmo knüllte den Zettel wieder zusammen, steckte ihn in seine Manteltasche, er wollte ihn Zuhause wegschmeißen. Wenn er ihn in den Wagen liegen lassen würde, war die Gefahr zu groß, dass er ihn vergessen würde und Katharina ihn finden könnte ....
Sie hasste es, wenn er sich mit Fremden in Gayclubs vergnügte und eigentlich hasste er es auch! Er war schon lange nicht mehr schwach geworden ...
Der Gedanke, dass Samu ihn nun dort auch noch gesehen hatte, der ließ seinen Magen zusammenziehen. Es war ihm peinlich, auch wenn Samu nicht wissen konnte, was er dort gemacht hatte ...
Wobei, doof war der auch nicht und er war in Helsinki aufgetaucht, obwohl er ihm erzählt hatte, dass er nach Hause fahren würde ...
Kimmo hoffte inständig, dass er ihm das jetzt nicht übelnahm ...
Aber vielleicht hatte er ihn doch nicht erkannt? Gerade weil er davon ausgehen musste, dass er in Turku sein müsste?
Vielleicht hat er gedacht, er wäre ein anderer, der ihm nur ähnlich sah?
Zumindest hätte man so auch seinen Blick deuten können ...
Kimmos Blick fiel auf die Ihr im Armaturenbrett, es war inzwischen nach drei Uhr nachts ...
Er musste gut zwei Stunden noch nach Hause fahren, würde er gegen fünf dort sein ...
Den Schlüssel steckte er ins Zündschloss, drehte diesen und der Motor sprang zuverlässig an. Leise seufzte er auf, hatte auf diese Fahrt nun gar kein Bock mehr, aber, da musste er jetzt durch ...
Schlafen im Auto kam einfach gar nicht in Frage! Erst recht nicht, mitten auf der Straße. Der Gedanke, dass Samu durch Zufall seinen Wagen sehen würde, der ging einfach gar nicht ...
Er setzte den Blinker, parkte aus und machte sich auf den Heimweg. Die Stadt war leer, es waren kaum noch Menschen auf der Straße zu sehen und der Regen wurde auch immer stärker ...
Sein Weg führte ihn noch einmal am Gayclub vorbei, aus dem gerade eine Gruppe heraus kam. Kimmo konnte aber nicht erkennen, wer es war ...
Die Fahrt zurück nach Turku zog sich wie Kaugummi, jeder einzelne Kilometer fühlte sich länger an, als der davor. Die Müdigkeit in ihm verstärkte sich auch zusehends und er war froh, als er kurz nach Fünf endlich den Wagen vor seinem Wohnhaus abstellen konnte. Noch immer goss es in Strömen und er war froh, als er endlich im Trockenen war. Kimmo ging direkt ins Bad, um sich für die Nacht fertig zu machen. Auch wenn er hundemüde war, eine schnelle Dusche, die musste noch sein, sonst würde es sich für ihn ekelig anfühlen, nach seinem Sextrip sich so ins Bett zu legen. Er brauchte wirklich nicht lange und nur zehn Minuten später lag er auch schon im Bett. Er sah noch einmal kurz auf sein Handy, sah, dass er eine Nachricht erhalten hatte auf Whats App, von Samu ....
Direkt machte sich mulmigen Gefühl in dem Musiker breit, als er sie aufmachte. Er las den Text, den er um 4.23 Uhr gesendet bekommen hatte

Schönen Abend gehabt?

Samu hatte ihn definitiv gesehen, das wurde Kimmo schlagartig klar. Er war aber nicht mehr wirklich in der Lage, adäquat darauf zu antworten, die Schrift verschwamm vor seinen Augen, der war einfach nur noch müde! Mit dem Handy in seiner Hand schlief er ein, ohne den Chat noch zu schließen ...

Bild zum Kapitel ist online auf @geschichten_erzaehlerin :)
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