That's what friends are for

GeschichteRomanze, Freundschaft / P18 Slash
OC (Own Character) VFL Wolfsburg
26.10.2018
30.06.2019
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Hey :) Hier kommt der nächste Teil. Es würde mich sehr interessieren was ihr dazu sagt und wie ihr denkt, dass der Testspieltag ablaufen wird. Das nächste Kapitel kommt am Dienstag. Früher geht sich leider nicht aus...
Bis dahin noch eine schöne Woche und viel Spaß beim Lesen :)





„Okay Schluss für heute! Kommt bitte alle nochmal her!“, rief Stephan über den Trainingsplatz und Poppi, Pi und ich liefen von unserer Station Richtung Teamchef.
„Deine Flanken werden echt immer besser!“, lächelte die Dänin und ich sah sie lächelnd an.
„Danke...“
„Ja, langsam wirst du echt immer selbstbewusster.“, ergänzte Poppi und ich sah sie dankbar an. Sie kloppte mir anerkennend auf die Schulter und wir stellten uns zu den anderen in einen Kreis.
„Wie ihr sicher wisst haben wir nächste Woche am Freitag das Testspiel gegen Frankfurt.“, begann der Trainer und wir nickten alle.
„Gestern hat uns der Betreiber vom Sportplatz hier gefragt, ob wir am Ende der ersten Woche ein Testspiel gegen die U-16 von hier spielen wollen. Das Spiel findet morgen Nachmittag statt, weshalb wir morgen statt Training Taktikbesprechung haben werden.“
Wir nickten wieder alle und Stephan sah uns einmal alle kurz an. Dann lächelte er leicht.
„Morgen ist ein Testspiel, das heißt wir probieren einiges durch und werden oft wechseln. Das hat auch den Vorteil, dass Spielerinnen zu Einsatzzeiten kommen werden, die noch keine bekommen haben.“, sprach er weiter und sah mich dann kurz an.
„Klingt nach Debüt...“, flüsterte Almuth mir zu und ich sah sie strahlend an.
„Lauft euch noch drei Runden aus und dann habt ihr bis morgen Vormittag frei. Seid jedoch bitte pünktlich beim Abendessen.“
Mit den Worten entließ Stephan uns und wir liefen los. Almuth lief neben mir her und wir wurden von Noelle und Jay überholt. Beide sahen mich abschätzend an und beschleunigten dann etwas. Fragend sah ich ihnen hinterher. Hatte ich was falsch gemacht...?
„Schon aufgeregt wegen morgen?“, fragte Poppi, die zu uns beiden aufgeschlossen hatte und ich zuckte leicht mit den Schultern.
„Wer sagt denn überhaupt, dass ich spielen darf...“
„Ach Sina!“, grinste Almuth und ich konnte ihr Augenerdrehen sogar hören.
„Ist ja schon gut...“, murmelte ich und beschleunigte mein Tempo etwas um von beiden wegzukommen. Was, wenn ich mir jetzt schon Hoffnungen machte und diese dann eh nicht in Erfüllung gingen?!

Nach den drei Runden lief ich zu der Kabine und ging Duschen. Als ich wieder zu den Umkleiden kam spürte ich erneut Blicke auf mir und senkte meinen Blick. Schweigend zog ich mich um und räumte meine Sachen in die Trainingstasche.
„Also eins versteh ich ja nicht...“, sprach Jay schließlich und ich spürte ihren Blick auf mir.
„Wie kommt es jetzt auf einmal, dass du so gut bist? Oder ist das nur hier so und in Wolfsburg bist du wieder die alte?“, fragte sie weiter und ich schloss kurz meine Augen.
„Unfair ist es schon! Wir mussten alle für Einsatzminuten kämpfen und sie bekommt sie nur weil sie plötzlich gut ist?!“, fügte Noelle hinzu und ich presste meine Lippen aufeinander. Dann stopfte ich meine restlichen Sachen in die Tasche. Ich wollte hier einfach nur weg.
„Sprachlos geworden? Oder haben wir recht?!“, warf Jay mir an den Kopf und ich spürte Tränen in meinen Augen aufsteigen, traute mich aber nicht zu antworten.
„Lasst sie doch in Ruhe!“, ging Almuth dazwischen, die gerade vom Duschen kam und ich atmete tief durch.
„Es war so klar, dass du dich jetzt einmischt! Aber wir sind nicht die Einzigen, die das komisch finden. Die anderen trauen sich nur nichts sagen, weil don´t mess with Almuths girlfriend!“, warf Kristine ein und ich spürte noch mehr Blicke auf mir. Das machte das Ganze allerdings nur schlimmer...
„Ihr sollt sie in Ruhe lassen! Was versteht ihr daran nicht?!“, zischte meine Freundin und ich wischte mir eine Träne von der Wange, konnte aber immer noch nichts sagen. Das erinnerte mich alles an früher...
„Ach wieso? Es ist ja wahr! Wärt ihr nicht zusammen würden die anderen sicher auch was gegen sie sagen!“, fauchte Jay zurück.
„Was ist denn hier los?!“, hörte ich Nillas Stimme und plötzlich war es in der Kabine still. Ich spürte ihren Blick auf mir und wischte mir noch mehr Tränen von den Wangen. Doch bevor Nilla auch nur irgendwie die Möglichkeit hatte nachzufragen nahm ich meine Sachen und verschwand aus der Kabine.

So schnell ich konnte ging ich zum Hotel zurück und lief in mein Zimmer. Dort warf ich meine Tasche in die Ecke und mich aufs Bett. Ich vergrub mein Gesicht im Kissen und begann zu weinen. Jay, Noelle und Kristine hatten wahrscheinlich recht: Wären Almuth und ich nicht zusammen, dann würden mir alle sagen was sie wirklich von mir denken. Wenn sie überhaupt mit mir reden würden...
Aber wahrscheinlich würden sie das nicht mal tun. Wieso sollten sie auch?!

„Sina...“, sprach Almuth sanft und setzte sich zu mir aufs Bett. Ich vergrub mein Gesicht nur tiefer im Kissen, damit sie mich nicht weinen hörte und hörte jemand seufzen. War das Poppi? Oder Nilla? Ich konnte es nicht zuordnen...
„Kleine...“, flüsterte meine Freundin und legte sich neben mich, doch ich versuchte sie zu ignorieren. Vorsichtig legte sie ihre Hand auf meinen Rücken und ich schüttelte ihre Hand sofort ab. Ich wollte das gerade nicht...
Anscheinend schien Almuth zu überlegen was sie als Nächstes versuchen sollte, doch dann hörte ich auf mich zu wehren. Die Deutsche summte leise „Heidschi Bumbeidschi“ und ich spürte noch mehr Tränen über meine Wangen rinnen. Sie streichelte mir sanft über den Rücken und ich schloss erschöpft meine Augen, auch wenn meine Atmung immer noch viel schneller war als normal.
„Pscht...tief durchatmen. Wir kriegen das hin...“, sagte sie leise als sie fertig war und ich zögerte kurz. Doch dann drehte ich mich auf die Seite und schmiegte mich so eng wie möglich an sie. Almuth drehte sich mit mir auf den Rücken und ich vergrub mein Gesicht an ihrem Hals während sie mich eng an sich drückte. Sie begann wieder leise zu summen und ich entspannte mich endlich ein wenig.
„Was ist passiert?“, fragte Poppi als Almuth aufgehört hatte zu summen, doch ich schüttelte nur den Kopf.
„Sina...es bringt nichts, wenn du nichts sagst...“, sprach Anna und ich löste mich ein wenig von Almuth. Dann sah ich Anna überrascht an.
„Wieso bist du nicht bei Jay...?“
Sie setzte sich zu mir aufs Bett und sah mich sanft an.
„Weil sie spinnt. Sie ist mit Krissy und Noelle gleich abgehauen als Nilla ihr die Meinung sagen wollte. Ich weiß zwar nicht was mit dir los ist, aber ich weiß, dass du nicht ohne Grund so reagiert hättest. Weißt du Sina...Jay ist wahrscheinlich eifersüchtig und hat Angst um ihren Stammplatz. Krissy und Noelle stehen hinter ihr und hinterfragen die Anschuldigungen wahrscheinlich nicht.“, antwortete Anna sanft und Almuth streichelte mir beruhigend über den Rücken. Vorsichtig drehte ich mich in Almuths Armen auf den Rücken und sie schlang von hinten ihre Arme um mich. Dann gab sie mir einen Kuss auf den Kopf und seufzte leise.
„Süße...vielleicht solltest du doch den anderen davon erzählen...“, schlug sie vorsichtig vor und ich schüttelte sofort den Kopf.
„Ich will nicht...es denken jetzt schon alle schlecht von mir...“, murmelte ich und Poppi setzte sich ebenfalls aufs Bett.
„Niemand denkt schlecht von dir...“, sprach sie und ich setzte mich sofort auf.
„Hast du das vorhin nicht mitbekommen?! Sie können mich nicht leiden und wenn Almuth nicht wäre...“, rief ich und Almuth setzte sich ebenfalls auf. Dann legte sie einen Arm um mich.
„Das stimmt nicht. Glaub ihnen doch nicht.“
„Woher willst du das wissen?“, wollte ich wissen und löste mich von ihr. Dann stand ich auf.
„Sina...“, versuchte sie es erneut und ich fuhr mir durch meine offenen Haare.
„Du verstehst das nicht!“
„Jetzt beruhig dich mal wieder.“, sprach Poppi ruhig und stand ebenfalls auf. Dann drückte sie mich sanft wieder aufs Bett.
„Sitzen bleiben und zuhören.“, befahl sie und ich sah auf meine Hände.
„Nur, weil du nicht darüber reden willst ist das jetzt kein Freibrief um mit deiner Freundin zu streiten. Sie hat wahrscheinlich recht und du solltest mit uns reden. Du weißt ganz genau, dass sie und ich recht haben und du musst deswegen jetzt nicht zickig werden.“, sagte sie und ich verschränkte die Arme vor der Brust.
„Ich bin nicht zickig...“, murrte ich und Anna verdrehte lachend die Augen. Ich versuchte Anna zu ignorieren und schluckte meinen Stolz herunter.
„Schatz...es tut mir leid...“, murmelte ich und sie sah mich lächelnd an.
„Alles ist gut. Ich weiß doch, dass du alles versuchst um von dem Thema abzulenken.“, sagte sie und Anna sah uns grinsend an.
„Aha?! Wirklich alles?“
„Ja natürlich...ich werd jetzt so davon ablenken. Hier. Vor euch.“, antwortete ich augenverdrehend und Almuth sah mich ernst an.
„Sina...das Ganze ist trotzdem kein Grund, dass du jetzt so bist. Anna wollte dich nur ablenken.“, sprach sie und ich sah mit eingezogenem Kopf auf meine Hände.
„Tschuldigung...“, murmelte ich und Poppi stand vom Bett auf.
„Ich hol Nilla jetzt her. Vielleicht kann die dich ja zum Reden bringen...“, sagte sie und Anna stand ebenfalls auf.
„Ich red mal mit Jay. Wir sehen uns beim Abendessen.“, fügte sie hinzu und beide verschwanden.

Schniefend wischte ich mir eine Träne von der Wange und sah dann wieder auf meine Hände.
„Komm mal her Kleine...“
Ich drehte mich zu meiner Freundin und sie breitete die Arme aus. Erleichtert legte ich mich in ihre Arme und vergrub mein Gesicht an ihrer Schulter. Almuth kraulte sanft meinen Kopf und ich merkte, dass ich zu zittern begonnen hatte.
„Almuth ich kann das nicht...“, schluchzte ich und begann wieder zu weinen.
„Doch. Wir stehen das gemeinsam durch. Aber ich kann dich nicht weiter so leiden sehen. Bitte erzähl es den anderen...“
Vorsichtig löste ich mich ein wenig von Almuth und sah sie unsicher an.
„Kannst du währenddessen bei mir bleiben...?“, flüsterte ich und die Deutsche lächelte sanft.
„Ja natürlich. Ich lass dich dabei nicht alleine.“, versicherte sie mir und ich wischte mir die restlichen Tränen von den Wangen.
„Na gut...ich rede mit ihnen...“


Nach dem Abendessen
Almuth, Nilla und ich saßen im Gemeinschaftraum. Die Deutsche hatte einen Arm um mich gelegt und ich lehnte erschöpft an ihrer Schulter. Irgendwie wollte ich das alles hier immer noch nicht so wirklich. Aber es war wahrscheinlich echt sinnvoll, wenn ich den anderen endlich davon erzählte. Außerdem wollte ich nicht, dass Almuth sich Sorgen um mich machen musste...
„Glaubst du kommen überhaupt alle?“, fragte ich leiser und sah Nilla an. Die Schwedin saß gegenüber von uns und nickte leicht.
„Sie wissen, dass ich es ernst meine, wenn ich sie in der Freizeit herrufe. Aber die meisten werden erst vor kurzem mit dem Essen fertig geworden sein.“, erklärte sie und ich nickte leicht. Dann schloss ich seufzend meine Augen. Jetzt hieß es warten...

20 Minuten später saßen tatsächlich alle Spielerinnen im Gemeinschaftsraum und Nilla räusperte sich. Sofort verstummten alle Gespräche und ich setzte mich langsam auf.
„So...ihr könnt euch sicher denken warum wir hier sitzen. Ich weiß bis jetzt noch nicht, was euch eingefallen ist, so auf Sina loszugehen. Vor allem, wenn sie schon am Boden ist. Das ist absolut nicht okay gewesen und wenn ihr jetzt gleich erfahrt warum Sina bei dem Thema so vorbelastet ist, dann werdet ihr hoffentlich sehen, was ihr angerichtet habt.“, begann Nilla und sah Noelle, Jay und Krissy kurz an. Dann sah sie wieder zu uns anderen.
„Ich weiß wie schwer Sina das hier fällt und erwarte, dass ihr sie aussprechen lasst. Das ist das Mindeste...“, ergänzte sie und sah mich dann an. Auch die anderen Blicke waren auf mich gerichtet und ich musste schlucken.

Schließlich atmete ich tief durch und begann mit meinen Fingern zu spielen.
„Ähm...ich wollte euch das eigentlich nie erzählen, weil ich Angst vor eurer Reaktion habe. Aber...es ist wahrscheinlich besser, obwohl ihr mich wahrscheinlich eh nicht leiden könnt. Zumindest einige...“, begann ich leiser und sah dann unsicher auf meine Hände. Almuth stieß mich sanft mit ihrer Schulter an und ich hob meinen Blick schüchtern. Allerdings wollte ich niemanden ansehen, weshalb ich einen Punkt am Couchtisch fixierte.
„Der Grund warum ich mich im Training so zurückgehalten habe...oder immer noch tue...das liegt an meiner Schulzeit. Ich...ich wurde fast drei Jahre fertig gemacht. Es gab drei in meiner Klasse, die es gestört hat, dass ich wegen Fußball oft gefehlt habe, aber trotzdem besser war als sie. Sie haben irgendwann herausgefunden, dass ich auf Frauen stehe und deswegen noch mehr gegen mich in der Hand gehabt. Sie haben mich beschimpft, mit Sachen beworfen und als das alles nicht mehr funktioniert hat...da haben sie...sie haben mich erpresst. Sie...sie haben mir gedroht, dass wenn ich weiter so gute Noten schreibe...dass sie Gerüchte über mich und meine Mathelehrerin verbreiten. Das hätte ihre Karriere zerstört und ich wäre wahrscheinlich von der Schule geflogen. Ich hab dann absichtlich schlechtere Noten geschrieben, damit sie mich in Ruhe lassen. Was hätte ich auch anderes tun sollen...?“, sprach ich weiter und hatte inzwischen wieder Tränen in den Augen.
„Irgendwann ist meinem Vater dann aufgefallen, dass es mir immer schlechter ging und ich total überfordert war. Da hab ich mich endlich getraut und mit ihm geredet. Ich durfte dann zum Glück Schule wechseln und war die drei los...aber...ich hab immer noch Angst, dass alle schlecht von mir denken, wenn ich was gut mache. Deswegen hab ich auch nur so lange alles gegeben bis mich zu viele gelobt haben...ich...ich kann das nicht nochmal durchmachen...“

Nach dem letzten Satz begann ich wieder zu weinen und Almuth zog mich sanft in ihre Arme. Ich kuschelte mich enger an sie und versuchte meine Atmung wieder zu beruhigen. Sie gab mir einen Kuss auf die Haare und ich merkte, dass sich mein Körper langsam wieder entspannte. Allerdings spürte ich die Blicke der anderen auf mir und das half gerade nicht wirklich. Deswegen löste ich mich wieder von meiner Freundin und sah sie hilfesuchend an.
„Können wir jetzt abhauen...? Ich hasse es so im Mittelpunkt zu stehen...“, bat ich sie verzweifelt und Almuth nickte leicht.
„Klar, komm mit.“
Dann standen wir beide auf und ich sah Nilla unsicher an. Doch sie nickte zum Glück und Almuth legte mir einen Arm um meine Schultern. Dann zog sie mich wieder enger an sich.
„Warte Sina...“, meinte Jay und ich blieb seufzend stehen. Allerdings sah ich sie nur abwartend an.
„Es tut mir leid...“, flüsterte sie und ich sah sie überrascht an.
„Wieso? Du kannst mich doch eh nicht leiden. Kann dir doch egal sein...“, sagte ich schwach und sie seufzte leise.
„Ich hab dir echt gemeine Sachen an den Kopf geworfen ohne zu wissen was du alles schon durchgemacht hast. Ehrlich gesagt...ich war eifersüchtig auf dich. Schließlich hat Stephan dir quasi fixe Spielzeiten versprochen. Da weißt du schon mal mehr als wir anderen. Trotzdem hätte ich das nicht sagen sollen. Und ich kann dich natürlich leiden. Das hat auch nichts mit Almuth oder so zu tun. Auch wenn es irgendwie schon neidisch macht euch so verliebt zu sehen. Aber ihr habt euch verdient. Trotzdem tut mir das vorhin wirklich leid. Ich...ich hätte das nicht sagen dürfen.“
Almuth nahm den Arm von meiner Schulter und Jay kam zu mir. Dann nahm sie mich kurz in den Arm und sah mich danach unsicher an.
„Kann ich das irgendwie wieder gut machen?“, fragte sie und ich zuckte mit den Schultern.
„Es wäre schon mal ein Anfang, wenn du sie nicht mehr zum Weinen bringst...“, sagte Almuth neben mir und ich sah sie unsicher an.
„Nicht aufregen...“, bat ich leise und meine Freundin sah mich sanft an.
„Ist gut.“, flüsterte sie und gab mir einen Kuss auf die Stirn.

„Okay...ich glaube die meisten von euch müssen das hier gerade erst mal verarbeiten. Sina wahrscheinlich genauso. Deswegen erklär ich das hier jetzt für beendet. Denkt daran morgen so fit wie möglich zu sein...“, durchbrach Nilla die aufgekommene Stille und ich atmete erleichtert aus. Bevor irgendwer noch was sagen konnte nahm ich Almuths Hand und zog sie mit mir aus dem Raum. Doch anstatt zum Zimmer zu gehen verließen wir das Hotel.
„Wohin willst du?“, wollte meine Freundin wissen und ich seufzte leise. Dann ließ ich ihre Hand wieder los.
„Ganz weit weg von den anderen...“, antwortete ich ehrlich und Almuth setzte sich in Bewegung.
„Okay.“, sagte sie zu meiner Überraschung und ich folgte ihr erleichtert.

Keine Ahnung wie lange wir schweigend spazieren gingen, doch als wir wieder im Hotelzimmer ankamen war niemand mehr im Gemeinschaftsraum. Im Zimmer angekommen zog ich mir meine Schlafsachen an und machte mich im Bad dann bettfertig. Anschließend kroch ich unter die Decke und wartete auf meine Freundin, die noch im Bad war. Als sie wieder kam legte sie sich neben mich und schloss mich sofort in ihre Arme.
„Ich bin total stolz auf dich.“, hauchte sie und ich kuschelte mich erschöpft an sie.
„Danke...“
„Lass uns schlafen Kleine. Wir sollten morgen fit sein.“, sprach sie leise und ich nickte nur noch. Das alles hatte mehr Kraft gekostet als gedacht...
Almuth schaltete das Licht ab und ich kuschelte mich ganz eng an sie.
„Danke, dass du bei mir bleibst...“, sagte ich ganz leise und war mir nicht mal sicher, ob die Deutsche mich gehört hatte. Doch anscheinend schon, denn sie küsste mich sanft und streichelte mir dann über den Rücken.
„Ich liebe dich.“, flüsterte sie und ich gähnte leise. Müde schmiegte ich mich noch enger an sie.
„Ich dich auch. Sehr sogar...“
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