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Für immer glücklich?

GeschichteFantasy, Liebesgeschichte / P16 / Gen
Christian Ozera Dimitri Belikov Rosemarie "Rose" Hathaway Vasilisa "Lissa" Dragomir
26.10.2018
12.01.2019
7
9.981
2
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12.01.2019 1.523
 
Dimitri trug eine schwarze Anzughose und einen engen dunkelgrauen Mantel, welcher ihm bis zu den Kniekehlen reichte. Den Kragen seines weißen Hemdes konnte ich unter dem Mantel erkennen. Und seine Schuhe waren schwarze Lackschuhe. Seine Haare hatte er sich zu einem lockeren Pferdeschwanz in seinem Nacken zusammengebunden. So elegant gekleidet hatte ich ihn noch nie gesehen. Ein Traum von einem Mann.
Er führte mich auf direktem Wege über den Campus zu der Sporthalle der Academy. Ich war etwas verwirrt. Wieso hatten wir uns denn so schick gemacht, wenn wir in die Sporthalle gingen? Ja sie war in gewisser Weise etwas Besonderes für uns, da wir so viel Zeit darin verbracht hatten und uns bei den Trainingsstunden schlussendlich verliebt hatten. Aber konnte man so einen Halle wirklich romantisch und ansprechend herrichten? Die Frage beantwortete sich mir allerdings als Dimitri mir gentelmanlike die Tür aufhielt und ich in die Halle trat. Es stand ein Tisch für zwei mitten in der Halle. Er war gedeckt wie in einem Sternerestaurant. Darum herum standen lauter Vasen mit Rosensträußen und der ganze Raum war wirklich wundervoll dekoriert worden. Das große Deckenlicht war auf ein Minimum gedimmt und leiste Musik spielte im Hintergrund.
„Dimitri das ist wundervoll. Wie hast du das geschafft?“ Ich drehte mich zu ihm um, da er immer noch an der Tür stand.
„Ich wollte etwas Besonderes für dich machen und da hatte ich die Idee ein Dinner zu veranstalten an dem Ort, an dem wir so viel Zeit verbracht haben und… uns verliebt haben. Aber da die Sporthalle jetzt nicht direkt der romantischste Ort ist habe ich Alberta um Hilfe gebeten. Es ist wundervoll geworden und ich habe uns etwas zu Essen gezaubert.“ Dimitri kam auf mich zu, half mir aus meinem Mantel und legte ihn mit seinem auf die Tribüne. Sein weißes Hemd saß straff über seinen Brustmuskeln und die Ärmel hatte er etwas hochgekrempelt. Ich musste echt aufpassen nicht los zu sabbern und wand meinen Blick wieder auf den Tisch vor mir. Es roch atemberaubend lecker. Ein breites Lächeln schlich sich auf mein Gesicht und ich spürte wie meine Augen leicht feucht wurden. Als ich zwei starke Arme um meine Mitte spürte war es um mich geschehen und eine kleine Träne fand den Weg über meine Wagen.
„Roza?“ Dimitri sah mich fragend und leicht verwirrt von der Seite an.
„Weist du eigentlich, dass du das Wertvollste und Wunderbarste in meinem Leben bist? Ich liebe dich wie verrückt und ich könnte mir ein Leben ohne dich nicht mehr vorstellen.“ Ich drehe mich in seinem Arm um und gab ihm einen langen und innigen Kuss. Ich meinte jedes Wort ernst. Ohne Dimitri wäre mein Leben lange nicht so schön und erfüllt wie es jetzt war. Ich spürte wie er in unseren Kuss grinste, was mich auch zum Grinsen brachte. Als wir uns von einander lösten deutete er mir an, dass ich mich setzten sollte und schob mir galant den Stuhl zu Recht. Das Essen schmeckte großartig. Er hatte sich mal wieder selbst übertroffen. Wir redeten, lachten und genossen die Zweisamkeit wie ein ganz normales Liebespaar. Wir vergießen die Zeit vollkommen.
Irgendwann bemerkten wir, dass sich die Halle immer weiter erhellte.
„Die Sonne.“ Ein verträumtes Lächeln legte sich auf meine Lippen, so bemerkte ich nicht, dass Dimitri aufgestanden war und mir auf einmal seine Hand vor mein Gesicht hielt. Leicht verwundert sah ich ihn an, doch begriff schnell was er von mir wollte. Ich ergriff mit Freuden seine Hand und ließ mich von ihm nach draußen führen. Der Tag versprach wunderschön zu werden. Der Himmel war blau und keine einzige Wolke versperrte einen Millimeter davon. Die Sonne stand bereits hoch über uns und schien uns in die Gesichter. Für Moroi war es bereits mitten in der Nacht, weshalb sie normalerweise jetzt alle in ihren Betten lagen. Für Dhampire, welche häufig auch am Menschentag Wache schieben mussten, verschwammen Tag und Nacht häufig. Doch Sonne war etwas was wir oft vermissten, was wir unseren Menschengenen zu verdanken hatten.
Trotz der wundervollen Sonne war es bitterkalt, wie es sich für Ende Dezember in Montana gehörte. Wir hatten heute den 24.Dezember und das Jahr neigte sich dem Ende. Verrückt wie schnell die Jahre vergingen. Ich fing an zu frösteln und drückte mich näher an Dimitri, welcher mich direkt fest in die Arme schloss. Wir genossen die Sonne und das leise Vogelgezwitscher. Nach einer halben Ewigkeit, wir waren beide ziemlich durchgefroren, gingen wir wieder rein und ließen uns auf ein kleines braunen Ledersofa fallen, welches in einer Ecke der Sporthalle stand. Bevor er sich zu mir setzte zauberte Dimitri noch zwei Schälchen mit Mousse au Chocolate zum Vorschein und überreichte mir eine davon. Wir ließen uns es nicht nehmen uns gegenseitig damit zu füttern. Es musste ziemlich albern aussehen und ich hoffte uns würde so keiner sehen aber es war einfach ein weiterer traumhafter Moment.
Mit einem Mal wurde die Musik lauter und ich vernahm eines meiner Lieblingslieder derzeit. High Hopes von Panik at the Disco. Sofort fing ich an im Takt mit zu wippen, was Dimitri wohl als Aufforderung sah und aufstand. Ich nahm seine Hand, welche er mir reichte, nur zu gern und ließ mich auf die Tanzfläche ziehen. Sofort begann mein Geliebter mich herum zu wirbeln. Wir lachten zusammen und gaben uns der Musik hin.
„Das ist wo wundervoll du unglaublich. Danke, dass du das für uns gemacht hast.“
„Ich liebe dich Roza und du bist der größte Schatz in meinem Leben. Genau das wollte ich dir einfach mal wieder zeigen.“ Ich spürte wie er mich näher an sich drückte und genoss es von seinem Duft eingehüllt zu sein.
„Ich liebe dich auch Dimitri.“ Ich schlang meine Arme um seinen Nacken und versenkte meine Hände in seinem seidigen Haar. Ich stellte mich auf die Zehenspitzen und vereinigte meine Lippen mit den seinen und küsste meinen Geliebten innig.
Komisch an dem ganzen war nur, dass mein russischer Kriegsgott nicht so entspannt wirkte wie ich. Er war nervös und ich wusste nicht, was ich von seinem plötzlichen Stimmungswechsel halten sollte.
Dimitri drückte mich von sich weg und sah mir tief in die Augen. Er konnte mir in die Seele schauen, da war ich mir sicher. Dann begann er zu sprechen.
„Roza. Wir kennen uns jetzt schon ein paar Jahre aber unser Start war alles andere als einfach und normal. Als ich dich und Lissa damals an die Academy zurückholen sollte habe ich natürlich erstmal ein paar Informationen über euch als Personen eingeholt und mich mit euren Lehrern und Freunden unterhalten. Danach war ich mir sicher, dass es nicht leicht werden würde vor allem dich und somit auch die Königin zu finden. Alle beschrieben dich als aufmüpfig, sehr stark und erfindungsreich. Mir war zu der Zeit noch nicht klar, dass sich hinter dieser Fassade noch so viel mehr verstecken sollte. Die Trainingsstunden mit dir waren nervenaufreibend und anstrengend aber auch das Highlight meines Tages, was ich mir zu Anfang natürlich nicht eingestehen wollte. Von Tag zu Tag habe ich mich mehr gefreut dich zu sehen. Unsere erste Nacht zusammen, auch wenn sie durch den Zauber von Viktor ausgelöst wurde, hat alles Bisherige getoppt. Ab da wusste ich, dass ich dich liebe aber es nicht zulassen darf. Ich musste mich von dir fernhalten in der Hoffnung, dass meine Gefühle wieder verschwinden würden aber das taten sie nicht, im Gegenteil. Jede Minute ohne dich wurde zur Qual und ich war so froh, als ich dir meine Gefühle endlich zeigen konnte. Auch wenn ich mir einen romantischeren Ort als eine kalte Hütte im Wald vorgestellt habe. Ich war der glücklichste Mann endlich dich an meiner Seite zu haben. Was ich dir mit alledem sagen will ist: Ich kann mir keine Zukunft, kein Leben ohne dich mehr vorstellen und ich möchte alles, wirklich alles mit dir teilen und so möchte ich dich Rosemarie Hathaway fragen, ob du meine Frau werden willst.“ Bei seinem letzten Satz war Dimitri vor mir auf die Knie gegangen und hatte ein kleines mit blauem Samt beschichtetes Kästchen aus seiner Anzughose geholt und hielt mir diese nun geöffnet hin. Ich war sprachlos. Tausend Dinge gingen mir durch den Kopf und doch war er komplett leer. Der Ring war Silber mit einem kleinen Diamanten. Nichts Großes aber es traf genau meinen Geschmack. Ich konnte nichts sagen, denn mir liefen vor Freude und Rührung die Tränen über meine Wangen. Also fing ich an nur heftig zu nicken. Dimitri stand auf und zog mich fest an sich. Oh Gott war das gerade wirklich passiert? Hatte mich mein Traummann wirklich gefragt, ob ich ihn heiraten wollte? Wie zur Bestätigung drückte mich Dimitri sanft von sich, nahm den Ring aus der Schachtel und steckte ihn mir an den Finger. Er nahm mein Gesicht in seine großen Hände und küsste mich.



Hallo meine lieben Leser.
Jetzt kommt nach mehr als einem Monat endlich wieder ein Kapitel. Ich hoffe wie immer sehr, dass es euch gefallen hat. Ich finde es ist etwas komisch geworden aber das kann auch daran liegen, dass ich eine Liebesgeschichte schreiben möchte, selbst aber Liebeskummer habe. Also naja... ich hoffe es hat euch gefallen und ihr freut euch auf mehr.

Liebe Grüße eure sunshine117
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