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Für immer glücklich?

GeschichteFantasy, Liebesgeschichte / P16 / Gen
Christian Ozera Dimitri Belikov Rosemarie "Rose" Hathaway Vasilisa "Lissa" Dragomir
26.10.2018
12.01.2019
7
9.981
2
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11.11.2018 1.178
 
„Morgen geht es endlich los“, rief ich während ich ein paar Shirts in meine Reisetasche warf. Es war der 20.12. und morgen würden ganz früh aufbrechen und zur St. Vladimir fliegen. Ich stellte mich wieder vor meinen geöffneten Schrank und überlegte, ob ich auch ein Kleid oder etwas anderes Schickes mitnehmen sollte, als ich einen Hauch von Rasierwasser in die Nase bekam und zwei starke Arme um meiner Taille spüren konnte. Er drehte mich zu sich um und küsste mich.
„Soll ich auch was Schickes mitnehmen?“ Ein Glitzern in den Augen von Dimitri verriet mir, dass er mich gerne mal wieder in etwas Engem und Kurzem sehen würde. Diesen Blick hatte er immer, wenn ich sein Lieblingskleid trug. Ein enges weinrotes Neckholderkleid mit tiefem Rückenausschnitt, welches mir nur bis zur Hälfte meines Oberschenkels ging. Ich drehte mich um und legte das Kleid feinsäuberlich in meine Tasche. Wir packten fertig und gingen zu Bett um ausgeschlafen zu sein, wenn es losgeht.

„Rose jetzt wach endlich auf.“ Dimitri stand auf meiner Seite des Bettes und rüttelte mich etwas unsanft an den Schultern.
„Hmmm“, grummelte ich. „Was ist denn los? Der Wecker hat doch noch nicht mal geklingelt.“
„Doch hat er. Das erste Mal vor 45 Minuten. Du hast jetzt noch 45 Minuten bis wir an den Jets sein müssen.“ Geschockt sprang ich aus dem Bett und stellte fest, dass Dimitri frisch geduscht, angezogen war und seine fertige Tasche neben der Tür stand. Ich eilte ins Bad und sprang aus meinen Klamotten. „Warum hast du mich nicht früher geweckt?“
„Das habe ich versucht Rose.“ Ich hörte ein breites Grinsen in seiner Stimme. Auch ich musste lachen. Ja manchmal konnte man tun was man wollte und ich war nicht wach zu bekommen, aber warum ausgerechnet heute?
30 Minuten später war ich fertig und selbst überrascht, dass ich es geschafft hatte. Wir machten uns Hand in Hand auf den Weg zum Jet. Wobei ich mir noch einen Donut schnappte um wenigstes irgendwas im Magen zu haben.
„Rose“, Lissa nahm mich in den Arm, als wir am Jet ankamen Christian nickte ich nur kurz zu.
„Der Jet ist fertig. Sie können Einsteigen“, meinte unser Pilot.
„Danke“, gab Lissa zurück und bedeutete uns einzusteigen. Dimitri nahm Lissa den Koffer ab und verstaute alles in den Gepäckfächern. Wir nahmen auf den gemütlichen Sitzen platz und bestellten uns etwas zu trinken. Die erste Hälfte des Fluges verging ohne Aufregungen und wir unterhielten uns über alles was wir in St. Vladimir machen wollten. Irgendwann wurde mir allerdings etwas übel und ich klinkte mich aus den Gesprächen aus und ging auf die Suche nach einem Glas Wasser. Ich fand die kleine Bordküche und nahm mir ein Wasser aus dem Kühlschrank und trank, was anscheinend keine gute Idee war, denn der Donut kam mir wieder hoch. Ich rannte an meinen Freunden vorbei um auf die Toilette zu kommen und übergab mich. Ich spüre jemanden hinter mir, der mir die Haare zurückhielt und mit sehr besorgter Stimme fragte, ob alles in Ordnung sei. Dimitri. Ich antwortete:
„Keine Ahnung. Mir war plötzlich so übel. Aber jetzt scheint es wieder gut zu sein.“ Ich war vollkommen verwirrt und ließ mich von meinem Geliebten wieder auf meinen Sitz zurückbringen. Den Rest des Fluges verbrachte ich still an Dimitri gekuschelt, welcher mich immer wieder besorgt musterte.
Nach der Landung half der Pilot uns die Taschen vor das Flugzeug zu bringen und Dimitri bestand darauf meine Tasche zu tragen. Ohne große Gegenwehr gestattete ich es ihm und wir gingen den Weg zum Hauptgebäude der Academy entlang.
„Christian gehst du uns bitte schon mal anmelden und nimmst Dimitri mit? Ich möchte gerne mit Rose noch etwas über alte Zeiten quatschen.“ Sie nickten nur und Lissa zog mich in einen kleinen Innenhof wo wir uns auf eine Bank setzten. Sie sah mich nur durchdringend an. Lächelte aber.
„Liss mir geht es gut. Mach dir keine Sorgen“, gab ich nur träge von mir. „Ja genau und den Weihnachtsmann gibt es wirklich. Rose ich kenn dich zu gut. Dhampire werden nicht so einfach krank, dass weist du.“ Um ihr nicht in die Augen schauen zu müssen betrachtete ich ganz interessiert meine Schuhe. „Ja ich weiß. Mir ist mein Frühstück vielleicht einfach nicht bekommen. Ich weiß doch auch nicht.“ „Deine Donuts bekommen dir immer und ich bin mir ziemlich sicher, dass es heute Morgen wieder einen bei dir gab.“ Jetzt musste ich auch grinsen. Sie kannte mich wirklich gut.
„Das werte ich mal als ein Ja.“ „Aber woher sollte es denn sonst kommen? Es war nicht stressiger als sonst. Gegessen habe ich anscheinend auch nichts was es auslösen könnte.“ „Bist du vielleicht schwanger?“ Meine beste Freundin sah mich mit einem so ernsten Blick an, dass es kein Scherz sein konnte, was meine erste Vermutung war. „Liss, das ist nicht möglich Dhampire können keine Kinder miteinander bekommen und ich habe Dimitri definitiv nicht betrogen.“ Leicht angesäuert von ihrer versteckten Behauptung schrie ich sie schon fast an. „Rose das weiß ich doch. Aber du vergisst eine wichtige Sache. Seit Dimitri aus dem Zustand eines Strigoi gerettet wurde ist es nicht mehr ganz ausgeschlossen. Zwar immer noch schwer und es gibt nur eine geringe Wahrscheinlichkeit. Aber es ist nicht mehr unmöglich.“ Lissa hatte Recht. Nachdem Dimitri wieder ein Dhampir war hatte man einige Tests gemacht und unter anderem auch herausgefunden, dass Dimitri mit einem Dhampir Kinder bekommen konnte. Aber wie gesagt, die Wahrscheinlichkeit war doch sehr gering, weshalb wir uns nie Gedanken darüber gemacht hatten. „Nein Liss. Ich denke nicht … das kann nicht …“ weiter stottern konnte ich nicht, da die Übelkeit zurückkehrte. Lissa bemerkte es sofort und sah mich sehr besorgt an, doch ich konnte nichts mehr sagen und übergab mich in den Mülleimer neben mir. Na toll. Das hatte ich nicht mal in meiner wildesten Partyzeit geschafft.
„Roza! Nicht schon wieder.“ Ich sah wie Dimitri auf mich zueilte, Christian im Schlepptau.
„Mir geht es gut. Ich hab … nur den Flug nicht vertragen.“ Auch Dimitri konnte man Sorge vom Gesicht ablesen. Er setzte sich neben mich und zog mich in eine Umarmung.
„Wir sollten auf unsere Zimmer gehen und uns bis zum Mittagessen ausruhen. Vor allem du Rose“, meine beste Freundin sah mich so durchdringend an, dass ich das Gefühl hatte sie konnte mir in die Seele gucken. Wir vier standen auf und gingen zu den Gästequartieren.
„Hat man uns Einzelzimmer gegeben?“, fragte ich meinen russischen Gott und hoffte sehr, dass dem nicht so war.
„Nein wir haben ein gemeinsames Zimmer bekommen. Alberta hat sich für uns eingesetzt. Ich habe sie vorhin getroffen und sie lässt dich schön grüßen.“ Ich nickte zustimmend und freute mich die Nächte nicht alleine verbringen zu müssen, wie es eigentlich für Wächter vorgesehen war. Wir verabschiedeten uns von Lissa und Christian und verabredeten uns zum Mittagessen in der Mensa. Dimitri und ich packten unsere Taschen aus, anschließend ging ich ins Badezimmer um mich etwas frisch zu machen. Als ich fertig war fand ich Dimitri auf dem Bett sitzend vor, einen Westernroman lesend. Ich kuschelte mich an ihn, er deckte mich behutsam zu und ich schlief ein.
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