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Die Uhr

Kurzbeschreibung
GeschichteFantasy / P12 / Gen
26.10.2018
28.10.2021
2
6.111
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26.10.2018 2.858
 
Prolog



"Einkaufsmeile 2" schrie der Schaffner durch die Tram, in der er saß. Er wusste, hier müsse er austreigen. Kaum kam die Tram zum Stehen, sprang er auch schon raus. Der Himmel war dunkel und große, schwere Schneeflocken fielen vom Himmel und machten so den dunkelsten Teil der Gegend ein wenig heller.
Als seine Füße den Boden berührten und der Schnee unter seinen Schuhen zum knierschen anfing, schaute er in den Himmel hinauf. Kalte Schneeflocken landeten auf seinem Gesicht und ihm war klar, dass sich das so schnell nicht ändern würde.
Die Wolken waren groß und schwer vom Schnee und warteten nur darauf, diesen los zu werden.
Da die Einkaufshalle, wo er hin wollte, ein kleines Stück zu laufen war, blieb ihm nichts anders übrig als seinen dicken Windermantel noch enger zu schnürren und die Kaputze von der Jacke über seine Haare zu ziehen. Die Flocken ließen sich sofort auf seine Jacke und auf den Pels, der am Ende der Kaputze zu finden war, nieder.
Obwohl es erst kurz nach vier war, war die Sonne schon weg und es wurde dunkel.
Das war das Einzige, was er am Winder nicht mochte. Es wurde für seinen Geschmack viel zu schnell dunkel und man hatte den Eindruck der ganze Tag wäre schon vorbei, obwohl man noch einige Stunden vom Tag hatte.
Den ansonsten liebte er den Winder und das große Fest des Weihnachtens.
Auch konnte er es nie erwarten, abends Heim zu kommen und seinen heißen Kaffee zu schlürfen, während er sich in eine warme Decke einwickeln konnte.
Die Tram war schon lange wieder weg, als der Mann sich auf dem Weg zu seinem Ziel machte.
Der Eingang bei der Einkaufshalle war groß, sodass er im Eingang stehen bleiben konnte ohne vom kalten Wind des Winters erfasst zu werden. Dort zog er seine Jacke aus und schütelte sie aus, um vor allem den energischen Schnee zu beseitigen.
Er war noch nicht drinnen und die heiße Luft hatte ihn auch noch nicht umhüllt, als der Mann schon den ersten Weihnachtsschmuck sah.
Durch die Dunkelheit die draußen herschte, sah der ganze Schmuck hell aus und klitzerte schrill in sämtlichen Farben wie Sielber und Rot.
Seine Jacke unter den Arm geklämmt, draht er in die Halle.
Es war kurz vor Weihnachten und das zeigten hier die Geschäfte nur zu deutlich.
Im großen Eingangsbereich war schon ein Weihnachtsbaum aufgestellt worden. Ein grüner Tannenbaum mit Kerzen, Kugeln und Weihnachtsschmuck. Um den Baum herum, lagen in Geschenkpapier liebevoll eingepackte Geschenke, die jedoch unechte waren.
Um das ganze Spektakel stand ein Zaun, damit die Gäste nicht den Baum oder die Geschenke anfassen konnten. Darum standen einige Leute vor dem Zaun, um es sich von dort an zu schauen.
Sein Blick ließ ihn zur Decke von dem Gebäude wandern und dort hatten sie große, kleine, dünne und dicke Sterne platziert, die in der Luft schwebten und hell erläuchtetet waren.
Als der Mann weiter ging, kam er an ein aufgestelltes Renntier vorbei, mit großen Gewei.
Er hatte heute Zeit, weswegen er sich das ganze hier genauer in Augenschein nehmen konnte. Was er auch tat.
Es war zwar kurz vor Weihnachten und somit die stressigste Zeit im Jahr, um all die vielen Geschenke zu besorgen. Doch den Stress hatte er nicht.
Wem hatte er denn schon viel zu schenken?
Heute war er nur auf der Suche nach einem Geschenk, für eine ganz bestimmte Person und er war der festen Überzeugung, dieses Geschenk in einen der Geschäften zu finden.
Die Leute um ihn herum sahen sehr beschäftigt aus. Jeder rannte mit ettlichen Einkaufstüten von Laden zu Laden. Doch auch wenn jeder von ihnen sehr beschäftigt war, grüßte man sich oder Plauderte ein wenig, bevor man einen Weg in das nächste überfüllte Geschäft vortfuhr.
Ein Lächeln machte sich auf seinen Gesicht breit, denn auch er war so.
Er wollte es gar nicht Stressig und vermiet jede angespannte Situation. Deswegen kam er auch so oft und gern hier her. Hier war es ruhig und gelassener als draußen bei den Anderen.
Die Menschen, die um ihn herum waren, waren genau so wie er, dass wusste er genau.
Hier war er nicht allein.






Hier in dem Einkaufszentrum gab es viele verschiedene Läden. Er kam an Klamottenläden vorbei, bei einigen er davon auch stehen blieb, um sich die Schaufenster anschauen zu können. Jedoch gefiehl ihm nicht so recht, was er darin sah. Nichts kam ich da als Geschenk passend vor, sodass er weiterzog.
Schreibwarengeschäfte, Bücherladen oder ein Lebensmitteladen.
All das stellte er in Frage.
Doch das passte alles nicht zu dem, was er dieser Person schenken wollte und ihr somit übermitteln musste. Zuerst spielte er mit dem Gedanken, ein Buch wäre dafür passend, doch verwarf diesen Gedanken nach kurzen Zögern wieder. Genau in dem Moment, als er im Laden stand und ein schweres, dickes Buch aufgeschlagen hatte, um darin zu lesen.
Zu wirr waren die Texte und Botschaften, als dass es ein Außenstehender verstehen würde.
Denn genau das war die Person, die sein Geschenk erhalten sollte.







Sein Weg führte ihn weiter. Immer noch im gleichen Einkaufszentrum. Denn er wusste, hier würde er fündig werden. Die Geschäfte leerten sich allmählich, da es schon den Abend zu ging und sie deswegen auch bald schließen würden.
Er musste sich beeilen, damit er sein Geschenk noch bekam.
Aber er wollte auch nicht irgendwas kaufen.
Mittlerweile hatte er schon eine kleine Vorstellung davon, was es sein könnte.
Vorbei an einem Schuhgeschäft. Dort stapelten sich viele verschiedene Arten von Schuhen. Beim Vorbeigehen warf er einen raschen Blick darauf. Hohe Schuh, flache Schuhe, Herbst und Winterschuhe waren zum Verkauf bereit.
Sein Blick immer noch dem Schaufenster zugewannt ging er mit schnellen Schritten voran. Da er nicht hinschaute, wo er lang lief, schlug er mit seinem Kopf an einer Wandecke an.
Sofort schreckte er auf und riss sein Blick von den Schuhen weg.
Benommen rieb er sich seine Kopfhaut, in der Hoffnung, dass somit der Schmerz schneller verschwand.
"Alles in Ordnung?" rief in ein Verkäufer aus seinem Laden zu. Dieser hatte wohl zu wenig Beschäftigung, um Zeit zu finden den Mann bei seinem Zusammenstoß zu beobachten.
"Alles Gut!" rief er vollständigkeithalber in den benachbarten Laden und schaute mit langen Schritten, dass er weg kam.
In der großen Halle hatte jemand einen Stand mit gebranten Mandel und ähnlichen leckeren Sachen, die es in der Weihnachtszeit zum Naschen gab.
Eigentlich wollte er nur schnell daran vorbei aber schon stieg ihm der leckere Duft, von warmen gebranten Mandeln in die Nase und verfestigte sich dort, sodass er nicht mehr weg ging.
Getrieben von dem leckeren Duft, machte er am Absatz kehrt und ging zurück zum Stand. Dort kaufte er sich ein kleine Tüte gebrante Mandeln, zahlte und ging weiter.
Beim Laufen, aß er immer wieder ein, zwei Mandeln und merkte gar nicht, wie seine warme Papiertüte immer leerer und leerer wurde.
Kaum hatte er die Eine im Mund, griffen seine Hände schon nach der zweiten Mandel, die anschließend ebenfalls im Mund landete.
Als er an dem nächsten Mülleimer vorbei kam, warf er die Tüte achtlos hinein.
Die Mülltonne war nicht gewöhlich, so wir der Rest von den Möbeln und der Einrichtung nicht gewöhlich war.
Schließlich war er nicht in einem gewöhlichen Einkaufszentrum.
Hier war alles viel bunter und lebhafter. Ja fast fröhlicher. Wenn man zur Decke sah, sah man nicht eine gewohnliche Decke, die weiß oder eine sonstige Farbe hatte. Nein, wenn man in diesem Einkaufszentrum nach oben schaute, sah man statt der Decke ein sattes Blau. Ganz so, als könnte man von dort aus in das ewige Wasser eintauchen. Denn genau das war es. Über den Eikaufzentrum befand sich der große Ozean. Von dem Blau hingen immer mal wieder lange Fäden nach unten, so als könnte man sich daran hinaufziehen. Was aber auf keinster Weiße funtioniert, da sie dennoch noch weit von den Leuten enfernt waren..
Er liebte diese Gegend von der Stadt und kam sehr gern hier her.
Eine junges Mädchen kam dem Mann entgegen. Es hatte eine großen, spitzen Hut auf. Ihre langen, roten Haare kamen als Locken unter dem Hut zum Vorschein. Außerdem trug das Mädchen ein langen Rock. Dieser war bunt. Rot, blau, gelb tümmelten sich darauf und bildeten eine Einheit. Der Rock ging ihr bis fast zu den Knöcheln, damit sie draußen im Schnee nicht frieren musste.
Mit einem kurzen Kopfnicken begrüßte der Mann das Mädchen. Diese sah kurz auf und nickte ebenfalls. Das Mädchen hatte ein kleines Buch in der Hand, als liese sie ganz angestrengt darin.
Keine 5 Minuten später kam der Mann zu dem Laden, in dem er sein Geschenk vermutete.
Er lag am Ende vom Gebäude in einer Niesche. Ein kleines, süßes ja fast unscheinbares Geschäft lächelte ihn an. Anhand dem Schaufenster konnte man erkennen, dass es ein Schmuckgeschäft mit Uhren war.
Kleine, große, runde, eckige Uhren kamen für den Mann zum Vorschein. Aber nicht nur Uhren würden zum Ansehen ausgelegt, auch Schmuckstücke konnte man in diesem Laden erwerben.
Er wüsste, hier war er richtig.
Also öffnete er die Ladentür und mit einer Türklingel, bekam der Mann die Aufmerksamkeit. In dem kleinen Geschäft war nicht viel Kuntschaft los. Nur der Verkäufer saß hinter seiner Trese und lächelte den Mann, der gerade rein gekommen war, fröhlich an.
"Kann ich Ihnen helfen?" fragt dieser gleich.
"Nein danke, ich schaue mich erst mal um!" meinte der Mann und sein Blick viel auf die erste Uhr.
Kaum hatte der Mann das gesagt, wante der Verkäufer seinen Blick wieder ab und schenkte ihn stattdessen seiner Zeitschrift, die offen auf den Tresen lag. Ganz so, als wäre der Inhalt der Zeitschrift interessanter, als dass ein Kunde in seinem Laden stand und was kaufen wollte.
Doch dem Mann machte die Abneigung vom Verkäufer wenig aus, er interessierte sich nur für Ware im Geschäft.
Das Geschenk war für ein Mädchen bestimmt. Also vielleichte ein Schmuck?
Doch der Schmuck, der zum Verkauf bereit lag, war nichts schön genug. Die Ketten waren für seiem Geschmack zu lang. Auch wenn er wusste, dass der lange Schmuck hier in der Gegend gern und oft getragen wurde. Wusste er, dass das nichts für das Mädchen sei, dass diese Gegend nicht kannte. Die Ketten hier gingen nämlich bis unter die Brust. Das war eindeutig zu lang.
Also wandte er sich dem Schmuck ab.
An der nächsten Wand hingen unzählige Wanduhren. Verschiedenen Größen und Formen. Eine Uhr war fünf Eckig und bei wieder einer anderen kam bei jeder verstrichenen Minute eine Meerjungfrau raus, um diese Minute anzukündigen.
Die mit der Meerjungfrau gefiel im schon sehr gut. Kürz überlegte er, ob er dies als Geschenk kaufen sollte. Der Mann hatte seinen Arm schon nach dem Modell der Uhr ausgestreckt, war kurz davor diese aus dem Regal zu ziehen. Auf Zehenspitzen musst er sich stellen, um dann mit dem Fingerrand an sein gewünschtes Objekt zu kommen.
Bevor er jedoch die Uhr in seinen Besitz nehmen konnte, änderte er seine Meinung.
Abruppt rollte er sich von den Zehenspitzen wieder auf seine Schuhe ab und war froh, als er seinen Arm nicht mehr so lang machen musste.
Warscheinlich, so dachte er, würde es dem Mädchen einen Schrecken einjagen, wenn aus ihrer Uhr plötzlich eine Meerjungfrau auf einer pinken Koralle aus der Uhr springen würde, sobald eine Minute vorbei war. Würde sie nicht fragen, was dies für eine seltsame Uhr ist?
Einersteits wollte er dem kleinen Mädchen mit diesem Geschenk eine wichtige Botschaft übermitteln. Trotzdem sollte es nicht zu offensichtlich sein. Er wollte das Mädchen nicht erschrecken. Nicht, dass es Angst bekomme und die ganze Botschaft abstreitet.
Das wäre genau das, was er nicht erzwecken wollte.
Aber eine Uhr war schon was Tolles.
Armbanduhren befanden sich links neber den Wanduhren und waren nicht so groß wie diese. Gerade mal so groß, dass sie über das jeweilige Handgelenk rutschen konnten, sobald man die richtige Uhr ausgesucht hatte.
Viele dieser Uhren besaßen Lederbänder. Robust und geschmeidigt erstreckten sie sich einmal um sich selbst, um dadurch einen Ring für das Handgelenk bilden zu können.
Er stellte sich eine Uhr vor, bei dem Ziffern klar und deutlich zu erkennen waren. Immerhin war dies der Sinn einer Armbanduhr.
Ganz oben auf der letzten Miniatur sah er sie. Es war ein schlichte, aber für ihn hübsche Uhr.
Gerade wollte er sich die Uhr holen, als er erkannte, dass es ein Ausstellmodell war und deswegen hinter einer kleinen Glaskuppel versteckt und geschützt war. Er sah sich kurz um, ob es diese Uhr nochmal in diesem Laden gab, sah sie aber nicht.
Es half also nichts. Er musste zum Verkäufer.
Also schlürfte er vor zur Teke und blieb davor stehen. Ein etwas älterer Herr mit leichten grauen Haaren und einer halben Glatze sahs hinter einer Zeitschrift und schien den Mann nicht zu bemerken. Zuerst wippte er leicht mit den Füßen, holte sich aus dem Regal deben der Kasse ein Feuerzeug raus und spielte damit in seinen Händen, um die Zeit zu überbrücken.
Als der Verkäufer in aber immer noch nicht bemerkt hatte, räusperte sich der Mann, um seine Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen.
"Ja!" erschrak dieser hinter der Teke und klappe abruppt seine Zeitung zu, sodass der Mann zusammenzuckte.
"Ich interessiere mich für diese Uhr." meinte er und drehte sich um, um dem Verkäufer seinen Wünsch zu zeigen.
"Ach diese!" antwortete der Klatzköpfige gelangweilt, "da muss ich mal schauen, ob ich dieses Modell noch auf Lager habe." antwortete er. Stand von seinem Stuhl auf und verschwand durch die Hintertür.
Der Mann war allein. Ganz allein. Nicht mal ein weiter Kunde war im Laden zu hören, geschweige denn zu sehen. Also schlenderte er abermals zu seiner gewünschten Uhr, um sie ein zwietes Mal in Augenschein zu nehmen. Die Uhr selber konnte er nicht herausnehmen, aber es befand sich eine Gebrauchsanweißung daneben. Der Mann stieg auf Zehenspitzen und schnappte sich die Gebrauchsanweißung.
Zuerst über flog er flüchtig alle unwichtigen Informationen, bis er auf ein wichtiges Detail stieß.
´Was die Uhr alles kann´ stand als Überschrift auf der weißen Seite.
Die Uhren waren nicht gewöhlich, das wusste er. Sie waren nicht so wie die Uhren, die es in den Läden gab, bei dem jeder gewöhliche Mensch einkaufen ging.
Nein.
Hier waren diese Menschen nicht unterwegs.
Hier gab es nur solche wie er es war.
Und deswegen, waren die Uhren auch anders.
Seine Uhr, die er ausgesucht hatte, hatte schwarze Ziffer nund schwaze Zeiger, die beide auf einen
fast weißen Hintergrund lagen. Im Mittelpunkt, auf dem die Zeiger aufeinandertrafen, erkannte er ein kleines Gesicht, welches einem freudlich zulächelte. Dieses Gesicht war auf keinen Fall ein Menschengesicht, das sah er sofort. Die Augen des Gesichts läuchteten viel stärker, als es ein Augen von einem Menschen je läuchten könnten. Das satte Grün, das von seinem Augen wegging, stach dem Mann sofort ins Auge, so stark war das Grün. Sofort musste er sich von der Uhr abwenden.
Er wusste, dass diese Uhr dem Mädchen die richtige Botschaft übermitteln würde.
Denn wenn er genau auf die Uhr sah, konnte er beim kleinem Gesicht eine Regung entdecken. Es zwinkerte einem zu. Was man aber nicht sofort erkannte und mit der Zeit, so wusste er, würde das Gesicht dem Mädchen mehr Informationen geben. Dennoch würde würde das Mädchen nicht sofort erschreckt werden, da es Schritt für Schritt an die Wahrheit herangebracht würde. Er war also der Meinung, dass die Uhr für das Geschenk perfekt erschien.
Insgeheim hoffte er, dass der Verkäufer genau diese Uhr noch in seinem Lager finden würde.
Wenn nicht? Was sollte er denn dann kaufen?
"So jetzt bin ich wieder da!" ertönte eine dunkle Stimme hinter seinem Rücken. Der Mann drehte sich um, und vor ihm stand der Verkäufer von gerade eben. In der Hand hielt der Verkäufer die gewünschte Uhr. Ein Stein viel dem Mann vom Herzen. Von nahem sah die Uhr noch viel schöner und toller aus, als von weitem.
"Die Uhr hatte ich noch im Lager. Allerdings war es das Letzte Exemplat, es ist nämlich ein Auslaufmodell, da die Kollektrion vom letzten Jahr ist. Deswegen ist sie auch um 30% runtergesetzt." Der Verkäufer wusste gar nicht, wie glücklich er den Mann mit seinen Wörtern machte.
"Die nehme ich." behauptete der Mann, ohne weiter zu überlegen. Seine Augen läuchteten dabei. fast so stark wie das Gesicht auf der Uhr, nur das seine Augen nicht Grün waren.
Der Verkäufer packte die Uhr liebevoll ein. Seine kleinen Finger flitzten über das Geschenkpapier und verschönerten es anschließend mit einer Faden und machten aus dem Faden eine kleine, zierliche Schleife.
"Danke!" er nahm die Uhr in seinen Besitz und verabschiedete sich freundlich. Dann verließ er den Laden. Er schlenderte durch die Einkaufshalle, auf dem Weg nach Hause. Das Geschenk fest in der Hand.
Draußen schneite es immer noch wie wild. Doch jetzt hatte sich der Himmel komplett verkdunkelt. Nur die Straßenlaternen und der helle Schnee, der überall auf dem Boden lag, spendeten ihm Licht.
So ging er durch das Schneegestöber nach Hause.
Bald darauf war er auch schon verschwunden.
Nur der Schnee viel leise herab und ladete kaum hörbar auf dem Boden. Am Himmel konnte man die Sterne blitzen sehen. Die ganze Stadt war weiß überzuckert.
 
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