Possibilities

GeschichteDrama, Romanze / P18
Jennifer Keller John Sheppard Rodney McKay Ronon Dex Teyla Emmagan Todd (Wraith)
23.10.2018
14.08.2019
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„Es ist nicht meine Schuld dass wir hier gelandet sind!“ flüsterte Dr. Jennifer Keller mit gepresster, unterdrückter Wut in der Stimme. „Also fang nicht so an!“ Sie zitterte leicht und versuchte Luft durch ihre Nase zu holen, obwohl es so furchtbar Kalt war. Das Wesen vor ihr schnaubte abfällig und marschierte geradewegs Richtung Ausgang ihrer Höhlenbehausung. „Verschwindest du jetzt etwa wirklich?!“
Guide oder besser bekannt als Todd, stampfte wütend Richtung Ausgang und schob die selbstgebastelten Schutztüre bei Seite um hinaus zu treten. Kaum das er draußen war, schob er diese Türe wieder vor den Eingang und sogleich legten sich erste Schneesterne aus sein Haar. Er hasste diesen Planeten. Er hasste diese Höhle und er verfluchte den Tag als er zusammen mit diesem Menschen in dieser Trostlosen Welt gelandet war. Sein Weg führte ihn runter von dem vereisten Berg und er musste sehr vorsichtig dabei sein, da Eis unter dem Schnee lag. Der Winter war wieder eingekehrt. Es gab hier nichts was an Technischen Fortschritt rankäme und der Boden war zu gefroren um irgendwelche Bodenschätze ausheben zu können. Er war ein Wissenschaftler, er könnte aus Mist etwas zusammen schrauben aber hier war es einfach unmöglich. Guide kam gerade mal ein paar Meter weit, als er stoppte und über die Bergklippen sah. Vor ihm erstreckte sich ein weißes Tal und weitere Schneeflocken fielen vom Himmel. Der Wind peitschte ihm hart ins Gesicht und er musste seinen Schal weiter über seinen Mund ziehen. Er hasste diesen verfluchten Ort mehr als er Verrat hasste. Er spürte nichts. Er spürte keine Wraiths, er spürte gar nichts. Nur Kälte. Er musste Holz besorgen. Sein Weg führte ihn weiter runter und dieses Mal versuchte er sich zu beeilen. Die Sonne würde bald untergehen und es gab noch einiges zu tun. Er wollte gar nicht daran denken. Guide blickte auf seine rechte Hand und blinzelte ein paar Mal um besser sehen zu können. He… So sehr er es damals gehasst hatte, hätte er diesen Schritt nicht getan wäre er jetzt verhungert. Jen hätte ihn höchstens für ein paar Monate ernähren können und die restlichen Menschen Nomaden wären auch schnell Weg gewesen.

*Vor einiger Zeit*

„Wie geht es dir?“ Guide blickte auf seine Rechte Hand und schüttelte seinen Kopf. Dieser seltsame Mensch. Immer versuchte sie so einfühlsam zu sein dabei machte es sie nur so erbärmlich schwach. „Bisher spüre ich keine Veränderung.“
„Drei Monate. Das ist verdammt gut oder?“ Jennifer lächelte zufrieden und tippte in ihrem Laptop. „Das ist unglaublich! Und klappt es mit dem Essen? Hast du noch Schwierigkeiten?“
„Nach dem Sheppard aufhörte mir dieses Fettige Essen hinzuschieben, ja.“ Guide senkte seine Hand nachdenklich. Nachdem er auf der Erde gelandet war und sein Hunger ihn fast durchdrehen ließ kam Keller mit einem neuen Virus. Es wäre schonender als das letzte und alle Ergebnisse zeigten Grünes Licht. Guide gab zu, das er wusste, würde er dies nicht tun, würde er sterben. So oder so. Die Erde war ein wunderbarer Ort, ein Paradies für die Wraiths. Aber was würde es nun für ihn sein? Was und wer wäre er selbst? War er dann noch ein Wraith? Er lebte so verdammt lange schon, das er innerlich wusste dass es Veränderungen geben musste. Es war einfach nötig, weil so zerstörten sie sich nur selbst „Du solltest mit mir und Rodney essen gehen“, schlug Jennifer schließlich vor. „Um unseren Erfolg zu feiern. Drei Monate Menschenfrei.“
„Überaus Witzig.“ Guide erhob sich von seinem Platz und sah sich um. „Würde deine Einschätzung helfen das ich nicht mehr wie ein Gefangener behandelt werde? Und wann darf ich zurück?“
Jennifer sah von ihrem Laptop hoch und presste ihre Lippen zusammen. „Nach dem was dort war werden wir so schnell nicht dort hin zurückgehen und jetzt wo deine Therapie so gut wirkt… Die Ergebnisse müssen länger halten dann können wir sehen was sein wird.“
Guide hatte mit so einer Antwort gerechnet, er verdrehte seine Augen und schritt Richtung Türe, wo bereits zwei Soldaten auf ihn warteten. Als er fort war und zurück zu seinem Zimmer gebracht wurde, machte er sich um eine Flucht Gedanken. Hier gab es kein Stargate. Sie waren irgendwo in irgendeiner Stadt in irgendeiner Basis. Man traute ihm wohl nicht über den Weg und er musste rausfinden wo dieses verdammte Sternentor war! Oder ein Raumschiff! Irgendetwas! Tief Luftholend setzte er sich auf sein Bett und schloss seine Augen. Er wollte zurück ins All und egal was diese Menschen hier taten, nur weil er sich nicht mehr an ihren Nähren musste, hieß es nicht das er nun einer von ihnen war. Behandelt wurde er deswegen schließlich nicht anders auch wenn es die eine oder andere Person versuchte. Wer war er nun? Was war er nun?

*zurück*

Guide fand genug Stöcke und große Äste. Er schleppte diese immer wieder hoch und letztlich stand er wieder vor dem Höhleneingang, hinter sich die aufgestapelten Zweige und Äste. Der Wind war nicht mehr so unerträglich, die Sonne stand tief. Er war in dieser Welt gefangen. Gefangen in einem Körper den er selbst kaum noch kannte. Wer war er… Was war er… Noch vor einem Tag hatte er es genau sagen können. Jetzt lag alles im Schatten. Alles wirkte verloren. Sie würden keinen Weg zurück finden. Wie auch? Guide drehte sich wieder von der Höhle weg und schritt um diese Umher. Seitlich war ein weiterer Eingang, dieser war nicht geschützt. Er trat in den Kleinen Spalt und holte einen leblosen winzigen Körper hervor und brachte diesen auf den Haufen den er aufgebaut hatte. Der Boden war gefroren. Es gab keine andere Möglichkeit als den Körper zu verbrennen. Als der durchgefrorene Körper so da lag, blickte er dem Kind noch einmal in das Gesicht. Ihre Lippen waren Blau. Ihre Haut so weiß wie Schnee. Ihr Haar wirkte als würde es durch den Frost brechen können. Die Blonden Strähnen umrandeten ihr Gesicht als wäre sie eine Eisprinzessin. Ohne es selbst zu bemerkten, sah er wie seine Hand sich auf ihre Brust legte. Fluchend und Zähnefletschend richtete er sich wieder auf und hasste sich gerade wieder selbst. Wenn er nur nie diese Therapie begonnen hätte. Dann wäre das hier nie passiert und er hätte im schlimmsten Fall seine Tochter vor dem Tod bewahren können. Das alles war seine Schuld. Zum zweiten Mal hatte er es geschafft sein eignes Kind das seinen Schutz benötigt hatte, in den Tod zu schicken. Genau darum hatte er so etwas nie wieder tun wollen. Es war ein Fehler gewesen. Ein verfluchter Fehler.
Langsam schritt er zurück zur Höhle und schob die Schutztüre bei Seite, ehe er eintrat und diesen wieder zu zog. Es war dunkel und es brannte kein Feuer mehr. Er zog seinen Schal von seinem Mund. Die Luft brannte vor Kälte in seinen Lungen und bevor er etwas sagte ging er bei der Feuerstelle in die Knie und entzündete ein neues Feuer. Er benötigte das nicht unbedingt. „Wenn du erfrieren willst hättest du einfach draußen warten sollen.“ Menschen! Guide sah in ihre Richtung und erkannte sie auf ihrem Lager liegen. Ohne eine warme Decke. Ohne jeden Schutz vor der Kälte. „Jen.“
„Lass mich!“ Jennifer konnte sich vor kälte in ihren Gliedern kaum rühren. Alles tat weh und doch spürte sie nichts mehr. Sie wollte nicht sehen was er da draußen den Tag über getrieben hatte und sie wollte auch jetzt nicht dabei sein. Sie wollte es nicht Wahrhaben.
Guide beobachtete sie einen Moment lang, ehe er nach einem dicken Ast aus der Feuerstelle griff und mit der Flamme nach draußen trat. Bevor dieses erlosch hielt er die Flamme an sein Werk und schritt dabei langsam drum herum. Es war schwierig Gutes Holz zu finden aber es würde brennen. Als die ersten Flammen hoch wuchsen und seine Tochter einschlossen warf er seine Fackel in die große Flamme und beobachtete mit gemischten Gefühlen wie ihr Körper verschlungen wurde. „Nein….“ Als Guide Jennifers Stimme hörte sah er zum Höhleneingang, aber er ignorierte ihr Klagen und sah zurück in die Flammen. Es roch nach Fleisch. Es roch abstoßend selbst für ihn. „Hol sie da raus!“ schrie sie ihn an und stand plötzlich an seiner Seite. „Los!“ sie packte ihn am Arm und rüttelte daran aber Guide beachtete sie nicht. Jetzt fast 24 Stunden nach dem Tod ihrer Tochter, schien die Realität sie zu treffen. „Guide hol sie da raus!“
„Es ist vorbei. Akzeptier es“, meinte er ruhig und sah eine Sekunde zu spät was die Ärztin als nächstes tat. Vor Verzweiflung griff sie in die Flammen nachdem Körper ihrer Tochter und schrie dabei vor schmerz auf.
„Verdammt!“ Guide packte sie an den Schultern und zog sie weit genug weg von dem brennenden Scheiterhaufen und ging auf die Knie zusammen mit ihr. „Was soll das?! Haben wir nicht genug Probleme?!“
„Warum verbrennst du sie?“ fragte sie heiser und verzweifelt. „Warum verbrennst du sie?“
„Sie ist Tod.“ Guide besah sich ihre verbrannten Hände und drückte diese in den nächsten Schneehaufen. Jen schrie wieder, dieses Mal vom eigenen Körperlichen Schmerz. „Sie ist Tod.“
Weinend senkte Jennifer ihren Kopf und hielt diese Seelischen und Körperlichen Schmerzen kaum aus. Als sie vor Fünf Jahren in diese Welt gefallen sind, hätte sie nie gedacht dass es so enden würde. Seit dem ihre Tochter verschwunden war, bis jetzt hatte sie es nicht wahrhaben wollen. Die Jahre in dieser Einsamkeit… Sie hatte Aufgegeben und nicht mehr an ein zu Hause gedacht. Sie hatte nicht mehr an ihre Welt, ihrem Zimmer oder einfach an eine heiße Dusche gedacht. Alles war verloren und sie fing Neu an. Guide hatte nie aufgehört einen Weg zurück zu finden. Und jetzt. Jetzt waren alle Farben verloren. „Warum…“ murmelte sie vollkommen erschöpft und lehnte sich an den Wraith der was von ihm auch übrig war. Seine breite Schulter gab ihr halt und Sicherheit. Vielleicht sogar Zuversicht aber… „Warum sie.“
Für Guide stand fest das er nie wieder diesen Fehler begehen würde. Niemals wieder. Jetzt erst recht. Jetzt gab es wirklich nichts mehr das ihn davon abhielt diesen Ort zu verlassen. Als Jennifer sich an ihn lehnte ließ er sie gewähren und schloss für einen Moment seine Augen, dann erhob er sich mit ihr. Zurück in der Höhle, setzte er die Frau auf ihrem Lager ab und besah sich wieder ihre Hände. Er nahm sich Stoff und wickelte dieses um ihre Hände und blickte der Frau die sein Kind auf die Welt gebracht hatte, in die Augen. Sie waren Rot gequollen. Tränen liefen noch über ihr Gesicht und Guide wusste mit so etwas nichts anzufangen. Er trauerte auch. Er war zerrissen. Menschen zeigten diese Trauer sehr offenkundig so wie alle anderen ihrer unzähligen Gefühle. Wraith taten es nicht. Wie hatte er nur ernsthaft glauben können dass seine Familie sicher wäre? An einem Ort wie diesem… Es war sein Fehler. Er konnte führen, aber nicht beschützen. Jennifer sah Guide eine ganze Zeit schweigend in die Augen, bevor sie sich verloren wie sie sich fühlte, näher zu ihm rückte. Zuletzt lehnte sie sich an seine Brust und schloss ihre Augen.

*Vor einiger Zeit*

„Muss er hier sein?“ fragte Rodney seine Freundin genervt und angespannt. „Seine Anwesenheit macht mich ganz Nervös!“
„Schon gut. Er muss sich eingliedern Schatz.“ Jennifer rieb seinen Oberarm. „Und wir sind ja nicht alleine.“
„Ganz genau warum musstest du auch noch die anderen Einladen? Sie stören nur!“
„Wobei den?“ auf die Frage hin stotterte Rodney kurz und straffte seine Schultern. „Sagte ich sie würden stören? Ich meine sie würden nerven.“
„Ach komm…“ lächelte Jennifer und blickte zu ihrem ersten Gast. Der Wraith war wirklich nicht gerne hier, aber er schien tatsächlich Hunger zu haben. Am Anfang hatte sich dieses Hungergefühl noch nicht bei ihm gezeigt aber jetzt tat es das sehr wohl und dass war ein wirklicher Fortschritt und ein gutes Zeichen für die Zukunft. Als weitere Gäste dazu trafen und sie mit dem Essen anfingen lief es recht gut. Bis zu dem Punkt als sich Ronon sich nicht zurückhalten konnte und sich mit dem Wraith anlegte und gleichzeitig Rodney ihr einen Antrag machte. Jennifer sah zu wie Guide sich wütend erhob und aus dem Zimmer stürmte. Dabei bemerkte sie dass er kaum etwas von den Meeresfrüchten probiert hatte und Ronon nun zufrieden grinste. Seufzend ignorierte sie Rodney kurz. „Leute es war Wichtig das er beim Essen dabei ist. Es soll sich Normal für ihn anfühlen. Dieses Projekt ist für mich unheimlich Wichtig!“
„Er wird sich schon beruhigen“, meinte John gelangweilt. „Außerdem steht er nicht auf Fisch. Das haben wir schon vor einer Weile herausgefunden.“
„Er entwickelt seinen eigenen Geschmack?“ das war wirklich interessant! Zufrieden sah sie zur Rodney aber dieser schien noch immer auf eine Antwort zu warten. Lächelnd ergriff sie sich seine Hand. „Zu dir komme ich gleich nochmal zurück. Ich versuche Todd zurück an den Tisch zu bringen.“ Jennifer wollte wissen wie das hier weiter ablaufen würde. Also erhob sie sich und schritt aus dem Raum.

*zurück*

Was danach passiert war, wusste sie kaum noch. Jen erinnerte sich nur daran wie sie auf eisigem Boden erwacht war und diese kälte ihre Knochen gekrochen war. Und sie erinnerte sich an die Angst die sie verspürte als ihr klar wurde das sie irgendwo war, nur nicht da wo sie sein sollte. Jennifer öffnete ihre Augen und fand sich in ihrem Lager wieder. Alleine. Sie war wieder alleine. Langsam setzte sie sich auf und blickte sich in ihrer Behausung um. Sie hatten vor genau Vier Jahren beschlossen einfach hier zu bleiben. Sie waren wegen der anstehenden Geburt geblieben und hatten diesen Ort als Sichersten empfunden. Er bot genug Schutz vor den Stürmen dieses Planeten und es gab eine heiße Quelle und einen See  ein paar Kilometer weiter. Dort fanden sie Tiere. Genug um zu überleben. Im ersten Jahr sind sie auf Menschen Nomaden gestoßen und sind mit ihnen gereist.
Jennifer erhob sich mühsam und spürte eine unerträgliche Übelkeit in sich hochkommen. Der Schock um ihr Mädchen und die Angst vor dem was käme ließ ihr Markgefrieren. Als sie sich mehrfach übergab, trat sie zurück in die Höhle und fing an jedes Kleidungsstück ihrer Tochter raus zu suchen. Alles selbst genäht. Und Jen warf es ins Feuer. Sie war Tod. Guide hatte es ganz einfach immer wieder gesagt. Sie war Tod. In Momenten wie diesen fragte Jennifer sich ob Wraith überhaupt ein Herz hatten. Tief Luft holend stoppte sie in ihrem tun und blickte auf ihre Verbundenen Hände. Es war Unfair das zu sagen. Wraith und vor allem dieser Wraith war anders. Sie wusste dass er litt und sie wusste wie sehr er an diesem Kind hing. Dass er nicht hier war bewies es sogar. Sie hätte damals bei den Menschen bleiben können, aber Jen hatte einen Weg zurück finden wollen und sie und Guide wussten dass diese Menschen keine Ahnung hätten. Dieser Planet war so schwach besiedelt und was ein Wraith war wussten sie schon zwei Mal nicht. Also wo genau im Sonnensystem waren sie? In welcher Welt waren sie? Als sie damals aufgewacht war und stunden Später Guide traf erfuhr sie was passiert war. Sie sind durch ein Portal gefallen. Ein Gerät im Labor hatte sich aktiviert und sie verschlungen. Er hatte einen Weg zurück finden wollen und irgendwie war sein Experiment mehr als nur schief gelaufen. Dieses Gerät befand sich auf der Erde und Guide war der Meinung dass es kaputt gegangen sein musste, ansonsten hätte man sie schon lange gefunden. Inzwischen dachte Jen wirklich kaum noch an die Erde und die anderen. Alles was sie gehabt hatte war hier und nun war er ruiniert. Es war ihre Schuld. Sie hätte auf die Kleine aufpassen müssen, aber genau da ging es ihr nicht gut. Sie hatte sich zusammen mit dem Mädchen hingelegt um zu schlafen, aber das Mädchen wurde wach und ist ihrem Vater nachgeeilt ohne dass Jen es bemerkt hatte. Und nun war sie fort. Für immer. Vielleicht hätten sie doch weiter nach einem Weg zurück suchen sollen, aber damals… Da hatten sie sich anders entschieden. Vorerst zumindest.

*Vor etwas über Drei Jahren*

„Wir wissen nicht was sie tun würden. Das logischste wäre es sie unter Bewachung zu nehmen und sie zu studieren. In meiner Welt wäre so etwas getötet worden.“
Jen lag in ihrem Lager und beobachtete mit nasser Stirn wie er das kleine Bündel in seinen Armen hielt. „So etwas ist sehr wohl möglich und hat es auch bei uns gegeben aber das Problem wurde sofort beseitigt. Aber du hast Glück das wir nicht zurück zu den Wraiths wollen“, seine Stimme klang wie immer nur war sie dieses Mal viel entspannter.
Jen schloss für einen Moment ihre Augen. „Sie würde nie ein normales Leben führen können. Das will ich nicht für sie.“ Sie hob ihre Hand und versuchte nach dem Kind zu greifen aber er saß dazu etwas zu weit, darum legte sie diese auf sein Bein. „Was sollen wir jetzt tun?“
Er war jemand der andere führte. Er zeigte Wege auf und fand meisten den besten Weg aus Problemen. Jetzt steckte er selbst in der Klemme. Er war seiner verstorbenen Königin immer treu gewesen aber… Das Kind glich ihrer Mutter sehr. Sie hatte ihre Hautfarbe, ihre Haarfarbe und ihre Lippen. Aber sie hatte seine Augen und seine kleinen Kuhlen im Gesicht, direkt neben ihrer feinen Nase. Sie war unglaublich schön. Sie ähnelte keinem Menschen, aber auch keinem Wraith. Sie wirkte zarter. Weicher. Wärmer. „Vorerst nichts“, fand Guide und blickte zu Jen runter und auch zu der Hand welcher auf seinem Knie ruhte. Er saß direkt neben ihr im Schneidersitz und blickte letztlich zurück auf seine Tochter. „Wenn sie Älter ist, versuchen wir es weiter.“
„Wenn sie Älter ist… Nun gut.“ Jen richtete sich etwas auf und lehnte sich nun mit den Rücken in die Felle zurück, so dass sie noch gut saß und ihr Rücken gestützt war. „Vielleicht probiere ich sie zu füttern?“ Guide reichte ihr das Neugeborene und beobachtete wie Jen ihre Brust frei machte um dann ihr Kind zu stillen. „Sie macht das gut“, lächelte Jen zufrieden. „Sie ist so süß. Wie soll sie heißen?“
„Du kannst ihren Namen nicht aussprechen.“
„Was?“ Jennifer hob eine Augenbraue und musterte ihn genauer. „Ernsthaft? Du hast ihr einen Wraiths Namen gegeben?! Ich hab gesagt das ich es nicht will!“
„Und ich wollte nicht dass du dieses Ding da bekommst und jetzt sitzen wir hier. Also habe ich ihren Namen entschieden das wird so bei uns gemacht.“
„Was?“ Jen war umso verwirrter. „Wovon redest du?“
Guide blickte zu dem Kind und sah dann wieder Jen in die Augen. „Telepathie. Wie entscheiden Namen anhand dessen was wir wahrnehmen.“
„Unsere Tochter kann Telepathie anwenden? Gut… Gut okay. Ich bin offen für neues. Wie hast du sie genannt wie kann ich sie rufen?“
Guide hob seine Hand und griff nach Jennifers Haarsträhne. „Dragonfly.“
„Dragonfly?“ als er seine Hand senkte und sich erhob beobachtete die Ärztin ihn dabei. „Ich gehe Jagen. Du musst Essen.“


*zurück*

Er sprach nie wirklich fiel. Ab an diesem Tag schien er bei guter Laune zu sein. Dragonflys Geburt war für sie beide ein Tag voller Hoffnungen gewesen. Zurückzufinden in ihr eigentliches Leben, drang immer weiter in den Hintergrund und jetzt wo sie Tod war, kam die Vergangenheit mit aller Härte zurück. Ihr kleines Nest war zerstört. Wie sollte es jetzt weiter gehen? _____________

Das hier wird keine lange FF werden, ich schreibe nur auf was mir seit ein paar Tagen durch den Kopf geht.
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