Dream a little dream

GeschichteRomanze, Fantasy / P12
Draco Malfoy Hermine Granger
23.10.2018
14.08.2019
6
12853
1
Alle Kapitel
1 Review
Dieses Kapitel
noch keine Reviews
 
 Datenschutzinfo
 
 
Nun stand sie hier, in einem leeren und staubigen Klassenzimmer. Draco hatte die Arme vor der Brust verschränkt und sah ziemlich sauer aus. Morag versuchte es mit einem schiefen Lächeln und dann war da Blaise, der selbstsicher auf einem der Tische saß und nur mit den Schultern zuckte. „Also, was sagst du? Bist du dabei?“

Wie sie da reingeraten war, war nicht einfach von einer Sekunde auf die Andere geschehen. Alles begann damit, dass sie Draco hatte stehen lassen, um Blaise zu folgen. Sie wollte nicht auf den Blonden hören und hatte nun die Rechnung zahlen müssen. Zum ersten Mal hätte sie auf Draco Malfoy hören sollen. Aber das hatte sie ja nicht ahnen können und die Neugierde hatte gesiegt. „Also, du wolltest auf den Frieden anstoßen und hier bin ich.“, erklärte sie dem Dunkelhäutigen und setzte sich zu diesem. „Ja und hier ist auch schon dein Getränk.“ Er reichte ihr einen Wein, wobei sie das Glas kurz zum Anstoßen in die Höhe hielt und mit dem Slytherin anstieß. Sie hatten sich auf eine Sitzbank mit einem Tisch dran niedergelassen und er rückte ein wenig näher zu ihr hinüber, damit sie ihn auch verstehen konnte, wenn er sprach. „Also, Granger. Die letzten Jahre waren ja doch etwas turbulent und es gab viele Meinungsverschiedenheiten.“, behauptete er, was Hermine nur leicht schnauben ließ. „Meinungsverschiedenheiten würde ich das nicht gerade nennen.“, behauptete sie und Blaise zuckte die Schultern. „Nenn es, wie du es willst. Aber eines habe ich nun wirklich gelernt und ich möchte mich wirklich in aller Aufrichtigkeit bei dir entschuldigen.“, erklärte er, was dafür sorgte, dass die Brünette die Stirn runzelte. „Draco wollte sich eigentlich auch entschuldigen, nur hat er bezweifelt, dass du es annehmen würdest oder ihm glauben könntest.“ Hermione nippte erneut an dem Drachenwein und zuckte mit den Schultern. „Da hat er wohl auch Recht.“, gab sie knapp zu verstehen. Aber das war es eigentlich gar nicht, was sie hören wollte. Sie wollte eigentlich eher wissen, was es mit dem neuen Dreiergespann auf sich hatte und wieso Blaise so plötzlich mit ihr reden wollte und vor Allem, warum Draco immer so bleich wurde, sobald sie davon anfing von ihrem Traum zu berichten. Immerhin war das doch ihr Traum gewesen, oder?
„Aber, wo ist eigentlich Morag? Ihr scheint euch in letzter Zeit gut zu verstehen, oder läuft da mehr.“ Blaise lachte kurz auf. „Mit Nichten. Wir haben einfach in den Ferien viel Zeit verbracht und haben uns wirklich gut verstanden. Oder ist das so schrecklich zu glauben, dass Slytherins auch mit anderen befreundet sein können?“ Hermine schüttelte den Kopf. „Nein, nein… Alles in Ordnung.“ Blaise rückte noch ein wenig näher und Hermine ließ es zu, solange sie noch nicht die Informationen hatte, die sie gerne haben würde. „Also, Granger. Du und Weasley, wie ist das jetzt mit so einer Fernbeziehung? Ich meine, man hat nicht viel Zeit zu zweit. Du vermisst ihn bestimmt?“ Die Brünette wusste wirklich nicht, was das sollte und so zuckte sie mit den Schultern. „Wir schreiben regelmäßig und waren in den Ferien zusammen.“, erklärte sie und Blaise nickte. „Ja, aber so ein Mädchen wie du, in deinem Alter hat bestimmt auch Bedürfnisse.“, meinte er und Hermine verzog nun doch deutlich angewidert das Gesicht und erhob sich von ihrem Platz. „Das geht dich bestimmt nichts an! Und selbst wenn, dann mit dir bestimmt nicht.“
So kam sie wirklich nicht weiter und Blaise war ihr eindeutig zu aufdringlich. Sie hatte ja so einiges erwartet aber eine solch billige Anmache bestimmt nicht und so ergriff sie samt Wein die Flucht. Sie sah sich im Raum um und sah für einen Moment Draco, der mit einem süffisanten Lachen den Kopf schüttelte. Was auch immer er so amüsant fand, interessierte sie gerade herzlich wenig und so hielt sie lieber nach Neville und Ginny Ausschau.
Allerdings fand sie nicht ihre Freunde, sondern Morag, die nun auf sie zukam und sich bei ihr einhakte, als seien sie zwei alte Freundinnen. „Granger, können wir uns kurz unterhalten. Dauert auch nicht lange. Ich habe nur kurz eine Frage.“ Sehr schön, sie hatte auch so manche an Morag, aber sie hoffte dass diese in die selbe Richtung führten und nicht so wie bei Blaise.
Sie ließ sich von der Ravenclaw an die Seite führen und anders als der Dunkelhäutige, rückte sie auch sogleich mit einer wichtigen Frage heraus. „Ich habe mitbekommen, wie du meintest, dass Blaise bestimmt kein Ritual mit dir im verbotenen Wald abhalten würde. Wie kommst du auf solch eine Aussage?“ Hermine hätte ja mit vielen verschiedenen Fragen gerechnet, aber das war dann doch recht forsch. Allerdings war sie doch recht froh darüber und so kam sie doch zu einer wirklichen Antwort, die hoffentlich so manche Dinge aufklären würde. „Nun, wenn ich mir einen Albtraum vorstelle, dann doch so einen.“, behauptete sie, was sicherlich keine normale Antwort war. Im Grunde wäre wohl jede Antwort besser gewesen, als diese hier. Aber Hermine hatte keine Lust mehr auf Rätselraten. Sie wollte Antworten haben und das war nun mal der beste Weg dorthin, so glaubte sie jedenfalls. Morag wurde bleich im Gesicht, nickte dann aber und winkte jemanden zu sich. Als sich Hermine umdrehte, kam Blaise auf die Mädchen zu. Seine Hände hatte er lässig in seine Jeans geschoben und blieb schließlich bei ihnen stehen. „Ich glaub sie weiß es. Sie war tatsächlich dort.“, meinte Morag und Blaise nickte mit seinem Kopf Richtung Tür. „Also Granger, wenn du Antworten willst, dann komm mit.“
Hermine zögerte einen Moment. Ob es wirklich eine gute Idee war mit den Beiden mit zu gehen. Aber immerhin waren ihre Zauberstäbe mit einer besonderen Spur belegt, sodass sie Hermine wohl kaum etwas antun konnte. So entschloss sich die Brünette mit den Beiden mit zu kommen und verließ die Party.

Sie gingen nicht besonders weit, in den nächsten Klassenraum, den Blaise mit seinem Zauberstab öffnete und schließlich hinein trat. „Also, könntet ihr mir nun endlich erklären, was hier eigentlich vor sich geht?“, wollte sie wissen, wobei Blaise seufzte.
Morag zuckte nur mit den Schultern. „Bist du noch Jungfrau?“, wollte sie als Erstes wissen, wobei Blaise sie doch etwas verwundert ansah. „Was, wenn sie keine mehr ist, können wir uns das Ganze doch sparen. Ich denke nur voraus.“  Hermine sah zwischen den Beiden hin und her, wobei Blaise ergeben seufzte, als Hermine nochmal nachdrücklich nach Antworten verlangte. „Also gut, beantworte mir eine andere Frage. Kennst du den Traumflur und die Türen?“ Hermine runzelte die Stirn und musterte ihn skeptisch, nickte aber schließlich. „Wusste ich es doch, es war kein Zufall!“, erklärte er mit einem triumphierenden Tonfall.  „Was soll kein Zufall gewesen sein?“, fragte Hermine, wobei Morag die Schultern zuckte. „Das Ritual im verbotenen Wald, du warst wirklich dort, oder?“, wollte sie wissen, wobei Hermine nun mit einem unsicheren Lächeln die beiden ansah. „Was heißt wirklich da? Das war ein Traum, mehr nicht. Aber woher...“ Sie stockte und Blaise nickte. „Luzides Träumen, schon mal von gehört?“, wollte er wissen und Hermine würde Lügen, wenn sie nun behauptete, dass sie sich in der letzten Zeit mit nichts Anderem beschäftigt hatte. Sie blieb einen Moment ruhig, nickte dann allerdings langsam. „Ja, aber das ist...“, begann sie, wobei Morag kurz auflachte. „Unmöglich, das dachten wir auch. Aber es ist tatsächlich möglich die Träume anderer zu betreten und auch Träume nach seinen Wünschen zu gestalten.“ Hermine sah sie noch immer skeptisch an, obwohl sie es doch eigentlich schon geahnt hatte. Gerade hatte sie antworten wollen, als Draco in den Raum platzte und ziemlich besorgt aussah. „Hör zu Granger, egal was sie dir sagen, das ist ein dummer Streich!“, begann er, wobei Blaise abwinkte. „Sie weiß es längst. Sie wusste es die ganze Zeit. Hast du nicht gesagt, dass du in letzter Zeit deine Decke vermisst?“
Draco sah einen nach dem Anderen an und seine Miene verfinsterte sich deutlich. „Egal was sie dir erzählt haben, lass es lieber, solange du noch die Chance dazu hast, Granger.“, mahnte er sie erneut, wobei Hermine nun doch etwas die Fassung verlor. „Okay, zu aller Erst, will ich genau wissen, was hier vor sich geht und warum haben wir den gleichen Traum gehabt und warum kennt ihr die Türen und den Flur? Was soll das Ganze?“
Draco sah verärgert zur Seite, so als wolle er ihr wirklich keine Antwort darauf geben und sie weiter im Dunkeln tappen lassen. Morag schien nun etwas ertappt, so als hätte man sie bei einer schlimmen Sache erwischt, während Blaise sich auf einen Tisch setzte und die Schultern verschränkte.
„Alles begann in den Ferien. Pansy hat ein altes Buch von ihrer Großmutter gefunden, worin sie einen Zauber entdeckt hatte, der einem alle Wünsche erfüllen sollte, wenn man bestimmte Ritaule durchführte. Jeder von uns hatte Wünsche, die sie erfüllt haben wollten und wir haben nicht wirklich darüber nachgedacht und so haben wir das erste Ritaul vollendet. Danach fing das alles mit dem luziden Träumen an und nach und nach gingen die Wünsche, die wir hatten in Erfüllung. Aber leider war das nur die halbe Miete. Wie wir später erfahren haben, mussten wir noch sieben andere Rituale erfüllen, ansonsten würden wir alles verlieren. Einschließlich unserer Leben. Pansy hatte die Regeln nicht vollständig gelesen und schließlich hat sie eine gebrochen und musste dafür büßen.“ Hermine legte die Stirn in Falten, während sie Blaise zuhörte. „Alles was wir wissen ist, dass sie im Moment im Saint Mungo auf der vier liegt und kaum noch ansprechbar ist.“
„Was aber auch nur eure Schuld ist!“, unterbrach ihn Morag mit ernster Miene. Hermine schüttelte etwas ungläubig den Kopf. „Ich verstehe nicht ganz.“ Blaise seufzte. „Eine der Regeln besagt, dass man eine Jungfrau in der Runde braucht und das war Pansy… Wir haben das nicht für sonderlich Ernst genommen und ich dachte nicht, dass Pansy die Einzige in der Runde wäre.“, meinte er und zuckte knapp mit den Schultern, was Hermine nur das Gesicht verziehen ließ. „Bitte keine weiteren Details.“
Blaise zuckte nur unschuldig mit den Schultern. „Jedenfalls haben wir Pansy nun nicht mehr und es begann ein Unglück nach dem Anderen seinen Lauf zu nehmen. So als wolle uns etwas bestrafen, dass wir im Moment kein Ritual mehr durchgeführt haben. Darum haben wir im verbotenen Wald nach einem Ersatz für Pansy gebeten und da bist du in unserer Mitte erschienen.“
Hermine sah sie nachdenklich an. „Und jetzt braucht ihr mich, damit ihr diese Rituale weiter führen könnt? Was habt ihr euch nur dabei gedacht?“, fauchte sie, wobei Morag mit den Schultern zuckte. „Nicht viel, wir dachten eine Wunscherfüllung für ein Ritual wäre ein guter Deal.“
„Aber ja, wir brauchen dich, vorrausgesetzt du bist noch Jungfrau und Weasley hatte noch nicht die Gelegenheit genutzt.“ Hermine errötete leicht. Das war nicht unbedingt etwas, womit sie sich gerne auseinander setze, zumindest nicht mit den hier Anwesenden.
Und nun stand sie da, während die Anwesenden eine Antwort wollten. Draco hatte noch Mal versucht es ihr aus zu reden, wobei Hermine ihn angefaucht hatte, dass dies allein ihre Entscheidung war. Sie wusste nicht genau was sie dazu bewog, doch schließlich nickte sie. „Okay, ich werde euch helfen.“, sprach sie schließlich ihre Entscheidung aus, wobei Blaise anerkennend nickte. Doch Draco schnaubte nur. „Das war die dümmste Entscheidung, die du je getroffen hast!“
Review schreiben