Verliebt in eine Hexe

von Rosalie18
OneshotRomanze, Freundschaft / P12
22.10.2018
22.10.2018
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Mein vierter Ersatzbeitrag zum Wichteln Alternative Universen 2 von Valentia .


Liebe Katty Elfans,

ich habe als dein Ersatzwichtel fungiert. Sofort, als ich deine Vorgaben bekommen habe, kam mir sofort eine Idee. Auch wollte ich mal etwas zu Natasha & Steve schreiben und da sie unter deinen angegeben Pairings waren, hat es perfekt gepasst. Ich hoffe der OS gefällt dir und die Charaktere sind nicht zu OOC geworden. Ich habe das AU Magie verwendet und mich ein wenig am Film Verliebt in eine Hexe bedient.

Ich wünsche dir viel Spaß beim Lesen.




Disclaimer: Die Charaktere gehören Marvel. Ich leihe sie mir nur aus und verdiene leider auch kein Geld mit meiner Geschichte.




Verliebt in eine Hexe

Steve wusste im ersten Moment nicht, ob er es wirklich gesehen oder es sich nur eingebildet hatte. Nein, das konnte nicht sein …  oder doch? Natashas Besen hatte sich bewegt. Aber ein Besen konnte sich doch nicht bewegen? Hatte er ihm gerade wirklich zugewinkt? Schnappte er langsam über? Betrunken konnte er auch nicht sein, er hatte schließlich keinen Tropfen Alkohol getrunken und Drogen konsumierte er auch keine.

Er fragte sich sowieso, wieso das Haushaltsgerät im Wohnzimmer in der Nähe der Couch stand? Ihm war das etwas suspekt. Dennoch stellte er keine Fragen. Es war schließlich die Sache seiner Freundin, wo sie ihren Besen aufbewahrte. Daher würde er sich auch nicht einmischen.

Natasha öffnete die Augen und blickte Steve an, da dieser aufgehört hatte ihren Arm zu streicheln. Er runzelte fragend die Stirn. Die Beiden lagen eng aneinander gekuschelt auf ihrer sehr gemütlichen anthrazitfarbenen Couch. Im Fernsehen lief King of Queens, doch weder Natasha noch Steve schauten wirklich zu, sondern genossen viel mehr die Nähe, die Zweisamkeit und seine Berührungen.

„Was ist los?“, wollte sie wissen.

„Ich weiß nicht … vielleicht ist es auch nichts …“, winkte er ab. Steve wollte nicht, dass Tasha ihn für verrückt hielt. Solange waren sie schließlich auch noch nicht zusammen und er wollte sie nicht verlieren.

„Jetzt sag schon“, lächelte sie und hauchte ihrem Freund einen federleicht Kuss auf die Nasenspitze.

„Okay, aber bitte nicht lachen“, bat er.

„Natürlich nicht.“

„Ich glaube, dein Besen hat sich bewegt und mir zugewinkt“, erzählte Steve und wartete auf die Reaktion seiner Liebsten. Natasha konnte nur mit Mühe verhindern, dass ihr ihre Gesichtszüge entgleisten. Ehe sie ihrem Freund antwortete, warf sie ihrem Besen Black Widowvon ihr liebevoll Blacky genannt – einen bösen Blick zu. In einer ruhigen Minute würde sie mit ihm reden müssen und ihm noch einmal eindringlich einschärfen, dass er solche Dinge zu unterlassen hatte, solange Steve noch nicht über ihr Geheimnis im Bilde war. Solche Aktionen ihres sehr eigensinnigen Besens führten ihr vor Augen, dass sie Steve endlich erzählen musste, dass sie eine Hexe war. Da sie seine Reaktion nicht einschätzen konnte, hatte sie zum ersten Mal in ihrem Leben wirklich Angst. Eine Gefühlsregung, die ihr fremd war.

Steve war ein wundervoller Mann, der in jedem Menschen das Gute sah und versuchte die Welt zu retten und sein letztes Hemd gab, wenn es sein musste. Natasha wollte ihn einfach nicht verlieren, daher fiel es ihr auch immer schwerer ihn anzulügen und ihm ihre wahre Identität zu verschweigen.  

„Es ist nur ein Besen, der kann sich nicht bewegen und einem zu winken.“ Die Worte kamen ihr nicht leicht über die Lippen, sondern wogen unendlich schwer. Ihr Herz zog sich krampfhaft zusammen und Scham überkam sie. Sie fühlte sich zusehends schlechter ihm etwas vorzumachen.

„Natürlich nicht“, lachte Steve, stahl sich einen Kuss und setzte fort federleicht über ihren Arm zu streicheln. Natasha schob ihre Angst beiseite, schloss ihre Augen und genoss weiter Steves Zärtlichkeiten.



+++





Wanda sah ihre Freundin mit großen Augen an. Unverständnis war darin zu erkennen. „Du musst mit ihm reden. Er ist ein viel zu guter Kerl, um ihn anzulügen.“ Diese Erkenntnis hatte sich noch einmal verstärkt, als Natasha ihr von Steves Heldentat – er hatte den Handtaschendiebstahl bei einer älteren Dame verhindert – erzählt hatte.

„Ich weiß“, sagte Natasha unwirsch. Es ging ihr gegen den Strich, dass Wanda so darauf herum ritt. Es war ja nicht so, dass sie es nicht selber wusste. Auch wusste sie, dass er jeder Zeit hinter ihr Geheimnis kommen konnte. Es war eigentlich nur eine Frage der Zeit …

„Ich wollte dich nicht verärgern, sondern meine es doch nur gut.“

„Das weiß ich doch, aber ich will Steve nicht verlieren und ich habe eine Scheißangst, dass genau das passieren wird, wenn ich ihm erzähle, dass ich eine Hexe bin“, sagte Natasha in einem versöhnlichen Ton.

„Denkst du wirklich, dass ihn die Tatsache, dass du eine Hexe bist, abschrecken könnte und er dich verlassen würde?“

Natasha zuckte mit den Schultern. „Ich weiß es nicht. Es ist ja nicht auszuschließen, dass er Angst vor dem Unbekannten hat.“

„Das kannst du nur herausfinden, wenn du ihn in dein Geheimnis einweihst. Im schlechtesten Fall kannst du ihm immer noch die Erinnerung an das Geheimnis nehmen.“

Ja, das konnte sie, aber die Hexe hoffte, dass das nicht notwendig werden würde. So wie sie ihn kennengelernt hatte, konnte sie sich nicht vorstellen, dass er sich von ihr abwenden würde, wenn Steve erfuhr, dass seine Freundin eine Hexe war. Die Angst ihn zu verlieren, fraß sich weiter durch ihren Körper. Es wurde Zeit, dass sie etwas dagegen tat.



+++




Natasha konnte wieder einmal nicht schlafen. Mit klopfenden Herzen war sie mitten in der Nacht aufgewacht. Nachdem sie sich vergewissert hatte, sie Steve nicht aufgeweckte hatte, war sie aufgestanden und in die Küche gegangen, um sich einen Tee zur Beruhigung zu machen.

Die junge Frau wackelte mit ihrer Nase. Die Schranktür öffnete sich, eine Tasse flog aus dem Schrank und landete auf der Arbeitsplatte. Mit einem weiteren Nasenwackeln fühlte sie Wasser in Wasserkocher und schaltete ihn an.

„Was zur Hölle …“, vernahm sie die Stimme von Steve und ihr Herz blieb ihr fast vor Schreck stehen. Panisch drehte sie sich um und sah ihren Freund mit aufgerissen Augen in der Tür stehen. Entsetzen stand darin. Seine Haare standen wirr vom Kopf ab. Ein verdammt niedlicher Anblick und wenn die Situation nicht so ernst wäre, hätte sie sich ihn in einen leidenschaftlichen Kuss verwickelt und sie wären zurück ins Bett gegangen... Anscheinend war er wach geworden, hatte sie vermisst und sich dann auf die Suche nach ihr gemacht und dann gesehen wie sie gezaubert hatte. ‚Verfluchter Mist. Das hätte so nicht passieren dürfen‘, dachte die Hexe voller Angst.

Natasha war wie gelähmt und konnte nichts sagen. Sie wollte etwas sagen, doch kein Wort verließ ihren Mund.

„Ich nehme an, dass ich nicht träume.“ Keine Frage, sondern eine Feststellung. Natasha, die immer noch unfähig war ein Wort zu sprechen, schüttelte nur den Kopf.

Es entstand eine Pause. Die Stille breitete sich aus. Je länger sie dauerte, desto unbehaglicher wurde es ihr zumute. Steve war immerhin noch da und noch nicht schreiend davon gelaufen. Ein gutes Zeichen trotzdem war noch nicht alles gut. Es konnte auch nur der Schock sein. Sie rechnete jeden Moment damit, dass er gehen würde.

Sie konnte sehen, wie es in ihm arbeitete und wie er das Für und Wider abwog.  Immer noch stand er in der Tür und blickte sie an. Es schmerzte Natasha, dass er die Distanz zwischen ihnen nicht überwunden hatte und zu ihr gekommen war. Dennoch konnte sie ihn verstehen. Er hatte sie zaubern sehen und konnte das Gesehen nicht einordnen. Es überforderte ihn.

„Was bist du?“ Seine Stimme zitterte leicht und er konnte seine Unsicherheit nicht verbergen.

„Eine Hexe“, antwortete Natasha leise.

„Wie die böse Hexe aus Schneewittchen?“, wollte Steve wissen. Ihr entwich ein verächtliches Schnauben. Die böse Hexe aus Schneewittchen. Toller Vergleich.

„Nicht so ganz. Ich bin im Gegensatz eine gute Hexe und es ist uns verboten Menschen etwas Böses anzutun. Auch dürfen wir die Magie nicht verwenden, um uns zu bereichern“, erklärte sie ihm. Die Panik war mittlerweile aus seinen blauen Augen verschwunden und Neugier hatte stattdessen Platz darin gefunden. Natashas entspannte sich etwas, doch die Angst, dass ihr Freund sie verließ und nichts mehr mit ihr zu tun haben wollte, war noch allgegenwärtig. Noch immer bestand diese Möglichkeit.

„Wow. Meine Freundin ist eine waschechte Hexe. Das muss ich erst einmal sacken lassen und verarbeiten. Das ist etwas viel auf einmal.“ In seinem Blick lag eine gewisse Spur von Stolz. So sehr sie sich darüber freute, musste ihr Geheimnis gewahrt werden. Es barg schon ein gewisses Risiko, dass Steve jetzt Bescheid wusste. In ihrer Gemeinschaft war es nicht gerne gesehen, wenn nicht Magier von ihrer Existenz wussten, doch das war Natasha egal. Sie liebte Steve und daher hatte sie ihn eh in ihr Geheimnis einweihen wollen. Nur hatte sie es im schonend beibringen wollen. Daraus war ja nun nichts geworden. Wie das Leben nun einmal so spielte.

Er hatte mittlerweile die Distanz zwischen ihnen überbrückt und stand jetzt genau vor ihr. Ihre Nasenspitzen berührten sich fast. „Und du hast keine Angst vor mir?“, wisperte Natasha und ihr Herz schlug ihr bis zum Hals. Ein zärtliches Lächeln huschte über sein Gesicht. Steve schüttelte seinen Kopf.

„Wie könnte ich vor dir Angst haben“, hauchte er sanft und lehnte seine Stirn gegen ihre. Steve verwob ihre Finger miteinander und streichelte mit seinen Daumen über ihre Handrücken. Ein wolliger Schauer lief ihr Rückgrat hinab. Die restliche Anspannung fiel von ihr ab.

„Du musst mir nur eins versprechen.“

Ihre Blicke trafen sich. „Alles was du willst.“

„Du darfst niemandem – auch nicht deinem besten Freund Bucky – davon erzählen. Versprich es mir! Ansonsten könnte ich großen Ärger mit dem Hexenrat bekommen“, verlangte sie von ihrem Liebsten. Dieser musste nicht lange überlegen, auch wenn es ihm missfiel, dass er Buck nichts erzählen durfte, aber er liebte Natasha über alles und wollte unter allen Umständen vermeiden, dass sie seinetwegen in Schwierigkeiten geriet.

„Ich verspreche es dir. Du bist mir zu wichtig und ich könnte nicht verantworten, dass du meinetwegen in Schwierigkeiten kommst“, versprach er ihr, löste eine Hand aus ihren und legte sie an ihre Wange. Ihre Blicke waren fest ineinander verankert. „Ich liebe dich.“

„Ich liebe dich auch. Es gibt aber noch eins.“ Es fiel Natasha nicht leicht, aber es musste sein. So verlangte es nun einmal das Hexengesetz.

„Was denn?“ In seiner Stimme schwang nicht der Hauch von Angst mit. Er vertraute ihr.

„Ich muss dich mit einem Zauber belegen, der einen Verstoß gegen die Geheimhaltung anzeigen würde.“ Steve nickte. „Es tut auch gar nicht weh.“

„Was würde passieren, wenn ich gegen die Geheimhaltung verstoßen würde? Würde es wehtun?“

„Nein, es wäre viel mehr eine Art leichter Stromschlag“, erklärte Natasha. Sie könnte verstehen, wenn er jetzt noch einen Rückzieher machen würde.

„Beleg mich mit dem Zauber.“ Steve wollte gar nicht erst wissen, was passieren würde, wenn er dagegen verstieß. Natasha legte ihre Lippen auf seine und verwickelte ihn in einen sanften Kuss. Seine Zunge strich über ihre weichen Lippen und bat um Einlass, sie öffnete ihren Mund und seine Zunge fand den Weg in ihren Mund. Ihre Zungen fochten einen leidenschaftlichen Kampf aus.Sie vergaßen für die Dauer des Kusses alles um sich herum.

„Lass uns ins Bett gehen“, flüsterte Tasha nachdem sie sich voneinander gelöst hatten.

„Und dein Tee?“, wollte Steve wissen.

„Den brauche ich jetzt nicht mehr.“

Mit einem verführerischen Lächeln führte sie ihren Liebsten ins Schlafzimmer.



***




Username: Katty Elfans
Fandom 2: Marvel (MCU)
Charaktere 2: Tony Stark, Steve Rogers, Peter Parker, Wanda Maximoff, Vision, Natasha Romanoff, Peter Quill, Gamora, Thor, T'Challa, Bucky, Scott Lang, Pepper Potts
Pairing 2: Wanda/Vision, Tony/Pepper, Steve/Natasha, Bucky/Natasha, Steve/Bucky, Steve/Tony und/oder Peter Quill/Gamora
Inspiration:  Berührung, Wasser, Entsetzen
No Go's: es kann Spannung und/oder Drama enthalten aber es sollte nicht traurig sein, wenn die Charaktere trotz AU zu OoC sind fände ich auch nicht so gut
maximales Rating: egal
Sonstiges:  von den Pairings & Charakteren müssen nicht alle genommen werden (bei Charakteren dürfen weitere hinzugefügt werden nur nicht als Mainchars), dient nur quasi als Anhaltspunkt was ich gerne lesen würde, im Notfall muss auch keins der Pairings genommen bzw. nicht als Pairing im klassischen Sinne geschrieben werden ((enge) Freundschaft wäre z.B. auch okay, nur nicht F+ oder solche Geschichten), wenn bei den Pairings doppelte Namen auftreten, soll nur eins der beiden genommen werden, also z.B. statt Steve/Tony oder Tony/Pepper nur Tony/Pepper, nicht das eine 3er Konstellation entsteht, Raiting könnte auch ab 16 sein (sonst ist es bei Wichtelprojekten meist eher 12) doch das eher aufgrund von Spannung o.ä., aber das ist nur ein Vorschlag, muss nicht sein
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