Ein Fremder vereint Densi

von SimoneB
OneshotKrimi, Romanze / P18
Kensi Blye Marty Deeks
20.10.2018
20.10.2018
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Deeks
Wikipedia. Das war noch ein besserer Spitzname als Fern. Er war glücklich, dass Ray nun mit seiner Familie ein neues Leben beginnen konnte. Wieso hatte Kensi ihm das zugeflüstert, dass etwas zwischen ihnen beiden lief. Es brachte ihn aus der Fassung. Ja, Kensi war eine unglaubliche Frau. Knallhart, scharf und, wie ihr neuer Spitzname schon sagte, intelligent. Aber zwischen ihnen beiden lief nichts. Oder doch? Deeks war verwirrt. Es war nicht einmal Kensis Aussage, die ihn so sehr verwirrte, vielmehr war es seine Reaktion darauf. Wieso machte er sich so viele Gedanken darüber. Es war nur eine von Kensis Sticheleien. Daran war er doch gewöhnt. Mit diesen Fragen legte sich Deeks in sein Bett und obwohl sich die Gedanken in seinem Kopf im Kreis drehten, übermannte ihn der Schlaf binnen Minuten. Der anstrengende Tag forderte seinen Tribut.

Kensi
Als Kensi am nächsten Tag zur Arbeit fuhr, wanderten ihre Gedanken immer wieder zurück zu Deeks. Zu seinem Alias Max. Und wie er diese Frau geküsst hatte. Natürlich war Deeks undercover gewesen. Natürlich sollte es nur eine Rolle sein. Aber Kensi wusste, dass das mit den Gefühlen bei Undercover-Einsätzen manchmal nicht so einfach war. Wie viel empfand Deeks wirklich für diese Frau? Diese Frage liess ihr keine Ruhe. Kensi redete sich ein, nicht neidisch zu sein, schliesslich waren Deeks und sie nur Partner, trotzdem fühlte Kensi tief in ihrem Herzen den eisigen Stachel der Eifersucht. Sie konnte nichts dagegen tun. Sie würde diesen Tag wie alle anderen Tage auch durchstehen. Sie würde mit Deeks witzeln und alles würde wie gewöhnlich ablaufen. Wenn man denn den Tag eines Special Agents beim NCIS gewöhnlich nennen konnte. Aber Kensi liebte ihren Job und die Herausforderungen, die er jeden Tag mit sich brachte. Auch wenn diese Herausforderung einen blonden Lockenschopf hatte und immer einen dummen Spruch auf Lager hatte. Kensi fuhr auf den Parkplatz vor dem NCIS-Gebäude. Deeks’ Auto war bereits da. Sie betrat das Gebäude und noch bevor sie sich an ihren Schreibtisch setzten konnte, rief Eric sie bereits in die Kommandozentrale. Sie hatten einen neuen Fall.
Ein Marine war tot aufgefunden worden. John McWayne Er hatte einen fragwürden Hintergrund und war unter Verdacht, Geschäfte mit Strassengangs zu machen. Callen und Sam fuhren zum Tatort. Kensi und Deeks besuchten seine Freundin. Vielleicht wusste sie, mit wem der McWayne Geschäfte gemacht haben könnte oder wer Grund gehabt hätte ihn zu töten. Kensi und Deeks gingen leer aus, doch Callen und Sam fanden sein Handy. Eric hatte Glück und konnte noch ein paar Daten retten. McWayne hatte den Black Vipers Waffen verkaufen wollen.
«Das schreit praktisch nach einer Undercover-Mission», meinte Sam.
«Kensi, Deeks, ihr gebt euch als McWaynes Verbündete vom Stützpunkt aus. Ihr sagt, ihr wollt den Deal trotzdem durchziehen», bestimmte Callen, «Sam und ich geben euch Rückendeckung.»
 «In Ordnung», stimmte Kensi zu.

Deeks
Kensi trat aus der Umkleidekabine. Und… oh Mann. Das Kleid sah echt heiss aus. Es passte ihr wie eine zweite Haut und überliess nichts der Fantasie. Es war unglaublich kurz und ihre Beine schienen endlos. Warum zum Teufel wählte Hetty immer solche Kleider für sie aus?!
«Und wie seh’ ich aus?», fragte Kensi und drehte sich einmal im Kreis.
«Fantastisch, aber ich bin sicher, das weisst du schon, deshalb sollte ich dein Ego eigentlich nicht noch weiter aufplustern», antwortete Deeks.
«Komm, gehen wir», forderte Kensi ihn auf. Sie ging an ihm vorbei und legte ihm dabei eine Hand auf die Brust. Deeks drehte sich um und folgte ihr. Sein Blick fiel direkt auf ihren Hintern, welcher in diesem Kleid einfach unglaublich aussah. Deeks wandte schnell den Blick ab. Zwar hatte er hier das Image immer nur hinter den heissen Ladies her zu sein, doch bei seiner Partnerin war das etwas anderes, oder?

Kensi
Sie lächelte. Zum Glück konnte Deeks es nicht sehen, weil er hinter ihr lief, aber sie freute sich. Er hatte ihr ein Kompliment gemacht. Natürlich wusste Kensi, dass sie gut aussah, dass sie im Berufsalltag immer wieder Männer bezirzte, um an Informationen ranzukommen, war Beweis genug dafür. Aber das aus dem Mund ihres Partners zu hören? Das war etwas anderes. Als sie beim Auto angekommen waren, warf sie Deeks die Autoschlüssel zu.
«Du fährst. Ich kann mit diesen Schuhen nicht.»
«Hast du dir das auch gut überlegt, Kensi? Darf ich wirklich fahren?», zog Deeks sie auf.
Kensi verdrehte nur die Augen und stieg ins Auto. Auf der Beifahrerseite. Auch Deeks stieg ein, schnallte sich an und startete den Motor. Ein Grinsen schlich sich auf seine Lippen, doch er sagte nichts. Untypisch. Kensi betrachtete ihn. Genauer gesagt sie betrachtete seine Lippen.
«Beobachtest du mich gerade?»
«Nein, ich hab’ nur gerade nachgedacht und du weisst ja, da starre ich manchmal einfach in die Luft ohne wirklich etwas wahrzunehmen.» Sogar Kensi selbst hörte wie ihre Stimme etwas höher wurde und das Lachen, das ihren Lippen entwich, klang sogar in ihren eigenen Ohren unecht. Aber hatte sie gerade wirklich Deeks’ Lippen beobachtet?! Sie musste sich zusammenreissen.
«Aha. Und darf ich fragen, über was du nachgedacht hast?»
«Fragen darfst du, aber ich geb’ dir keine Antwort.»
«Ach Kensi, komm schon, ich bin doch dein Partner, du kannst mir alles anvertrauen.»
«Halt die Klappe und fahr einfach.»
«Naja, du weisst doch, Klappe halten ist nicht so meine Stärke, also werde ich einfach weiter sinnloses Zeug von mir geben…»
Kensi versuchte ihn auszublenden, doch das funktionierte nicht und schliesslich ging sie doch auf sein Geplapper ein und scherzte mit ihm.

Deeks
Als er und Kensi aus dem Auto ausstiegen, stiess er einen Pfiff aus. Der Club, in dem sie sich mit den Vipers, war von der besseren Klasse. Richtig edel. Kensi ging ihm voraus und bezirzte den Türsteher.
«Wir gehen jetzt rein», informierte Deeks das Team, als sie den Club betraten.
Kensi und er sahen sich um. Die Tanzfläche war praktisch leer und am anderen Ende, waren ein paar Sofagruppen. Und dort waren sie. Die Black Vipers. Ihr Boss war leicht zu erkennen, sass in der Mitte, umringt von halbnackten Mädels. Ihre Blicke richteten sich auf uns, als wir näherkamen. Naja, vor allem auf Kensi.
«Wir sind hier, um den Deal abzuschliessen.» Kensi trat selbstbewusst auf wie immer. Der Gangsterboss nickte seinen Gefolgsleuten zu, die uns daraufhin durchsuchten. Als Deeks sah, wie sie ihre Hände auf Kensis Hüften legten, wäre er fast durchgedreht. Sie sollten ihre schmutzigen Finger von ihr nehmen. Da verstand er keinen Spass. Kensi warf ihm einen Blick zu und er war sich sicher, dass sie in diesem Moment sehen konnte, was er tun wollte. Dann war die Durchsuchung zum Glück fertig und sie wurden auf ihre Plätze gewiesen. Kensi wurde neben den Boss gesetzt und Deeks auf das Sofa nebenan. Er hasste seinen Platz schon jetzt.
«Also John hat uns mitget…», begann Deeks.
«Nicht so hastig, mein Freund, wir haben Zeit, und ich lerne die Leute gerne besser kennen, bevor ich mit ihnen Geschäfte mache.» Er wandte sich dem Kellner zu und bestellte noch eine Runde Drinks für alle. Dann verscheuchte er die Mädchen, die sich vorhin um ihn gedrängt hatten und drehte sich zu Kensi.
«Na, wie heisst du denn, meine Hübsche?» Deeks ballte seine Hände zu Fäusten.
«Cheryl.»
«Ein schöner Name für eine schöne Frau.» Er strich ihr über den Arm und warf ihr schleimige Blicke zu. Deeks musste sich zusammenreissen. Wenn diese Hände Kensi weiterhin berührten würde er womöglich noch komplett ausrasten. Er versuchte sich abzulenken, indem er den Blick durch den Raum schweifen liess und die Ausgänge checkte. Dann kam der Kellner mit den Drinks. Eigentlich sollte er ja nicht trinken, während er im Dienst war, doch im Moment war es wichtiger seine Tarnung aufrechtzuerhalten und in einem Club nicht zu trinken, war ziemlich auffällig. Deeks sah, dass auch Kensi an ihrem Getränk nippte, sie war wohl der gleichen Meinung. Deeks bemerkte, wie sich der Club langsam füllte. Auch die Tanzfläche wurde nach und nach bevölkert. Das war gut, denn nun konnten auch Sam und Callen als Rückendeckung den Club betreten, ohne gross aufzufallen. Der Gangsterboss erhob sich und streckte Kensi die Hand hin.
«Willst du tanzen?» Sie warf ihm ein kokettes Lächeln zu.
«Aber gerne doch.» Das ging Deeks zu weit.
«He, ich denke du kennst uns jetzt genug gut. Lass uns den Deal jetzt abschliessen.»
Der Gangster ignorierte ihn und gab einem seiner Männer einen Befehl.
«Sorg dafür, dass er noch einen Drink bekommt und sich entspannt.» Der Mann nickte und ging davon. Während der Boss mit Kensi an der Hand auf die Tanzfläche ging. Deeks wandte den Blick ab, er musste sich wirklich mal entspannen. Der Mann kam zurück mit einem Drink und kippte die Hälfte des Glases hinunter. Das war vielleicht etwas zu viel, doch es würde ihm hoffentlich helfen sich zu entspannen. Doch entspannen fiel ihm schwierig als er in Kensis Richtung blickte. Der Typ hatte ihr von hinten die Hände auf die Hüften gelegt. Er drückte sich von hinten an sie. Viel zu nahe. Aber Kensi schien das egal zu sein, sie bewegte sich mit ihm, an ihm. Verdammt noch mal, sie bewegte sich unglaublich sexy. Deeks hätte so ziemlich alles gegeben, um jetzt an der Stelle dieses Gangsters zu sein. Er wandte den Blick ab und leerte sein Glas. Deeks hoffte, dass dieser Abend schnell vorbei sein würde. Sobald sie den Deal abgeschlossen hatten, konnten sie die ganze Gang festnehmen. Und dann konnte Deeks nach Hause gehen und sich… abregen. Dann kamen Kensi und der Gangster zurück. Ihre Augen leuchteten und ihre Wangen hatten eine rosige Färbung angenommen. Auch sie hatte definitiv genug Alkohol gehabt.
«So und jetzt reden wir übers Geschäft. Ihr sagt, ihr könnt mir liefern, was McWayne konnte.»
«Ja, das können wir», bestätigte Deeks.
«Wo ist es?»
«Wir haben es im Wagen. Aber zuerst wollen wir wissen, wo das Geld ist.»
«Ich hab’ das Geld dabei, keine Sorge. Bringt mich zum Wagen und es gehört euch.» Kensi und Deeks wechselten einen Blick.
«Gut, dann los», forderte Kensi und stand auf. Der Gangster hielt sie am Arm fest und zog sie halb auf seinen Schoss.
«Nicht so hastig, Süsse. Wir wollen unser Geschäft doch noch feiern.» Er winkte den Kellner zu sich. «Noch eine Runde Shots für mich und meine Gäste.» Der Kellner nickte und eilte davon.

Kensi
Kensi merkte wie beschwipst sie wirklich war. Wobei beschwipst nicht wirklich das richtige Wort war. Ihren Zustand konnte man schon eher als betrunken bezeichnen. Und jetzt auch noch Shots. Eigentlich wollte sie nichts mehr trinken, doch wenn sie jetzt kniff, würde das die ganze Mission gefährden. Der Boss der Gang zog sie auf seinen Schoss. Igitt. Er flüsterte ihr ins Ohr, wobei seine Lippen ihren Hals berührten, was Kensi Schauer über den Rücken schoss. Aber keiner der guten Sorte.
«Du und ich werden heute Nacht noch viel Spass zusammen haben.» Sie lächelte ihm zu, um in ihrer Rolle zu bleiben. Er gab ihr einen Klaps auf ihren Arsch.
«Gefällt dir das?», raunte er leise. Aus dem Augenwinkel sah Kensi, wie Deeks seine Hände ins Sofapolster krallte. Offenbar fiel es ihm schwer seinen Ärger unter Kontrolle zu halten. Kensi konnte nicht genau sagen, ob sie die nächsten Worte aussprach, um in der Rolle zu bleiben oder um Deeks zu triezen.
«Und wie. Ich will, dass du das mit mir heute Nacht machst.» Sie flüsterte, doch es war genug laut, dass Deeks es hören konnte. Kensi sah, dass er im Begriff war aufzustehen.
«Hier, bitte schön.» Der Kellner war gekommen und brachte allen einen Shot.
«Eins, zwei, dreeei.» Kensi fühlte, wie ihr der Alkohol die Kehle verbrannte. Es schüttelte sie innerlich. Sie stand auf und schwankte leicht. Sie hielt sich an der Schulter des Gangsters fest.
«Komm jetzt gehen wir endlich.» Und leise sagte sie: «Ich kann es kaum noch erwarten, was du heute Nacht mit mir anstellen wirst.» Sie wollte sichergehen, dass der Gangster dieses Mal endlich darauf einging und sie die Mission abschliessen konnten.
Er nickte einem seiner Männer zu, welcher einen Koffer hinter dem Sofa hervorzog.
«Also los geht’s.» Sie machten sich auf den Weg zum Auto. Kensi am Arm des Gangbosses und Deeks ein paar Schritte voraus. Die Nachtluft war kühl und Kensi spürte wie die Gänsehaut hervorkroch. Auch ihre Nippel wurden etwas härter. Sie blickte kurz an sich herunter und sah die Bestätigung dafür, denn sie trug keinen BH unter dem engen Kleid. Sie waren am Auto angekommen und Deeks öffnete den Kofferraum. Der Boss gab einem seiner Männer einen Wink, welcher die Waffen überprüfte. Während der Mann sich die Ware anschaute, lenkte Deeks seinen Blick auf den Gangsterboss, wo er aber nicht verweilte. Kensi sah zu Deeks und ihre Blicke trafen sich. Deeks löste sich von ihren Augen und liess seinen Blick nach unten über Kensis Körper gleiten. Kensi war sich bewusst, dass er ihre harten Nippel sehen musste und sie wusste, dass diese Reaktion falsch war, doch ihr Körper tat es von alleine: Ihre Nippel schienen noch härter zu werden. In diesem Moment hatte Kensi das Gefühl, nackt zu sein. Als könne Deeks alles sehen und irgendwie gefiel ihr die Vorstellung. Sein Blick wanderte wieder nach oben und sie sahen sich direkt in die Augen. Kensi verschlug es den Atem angesichts dessen, was sie in seinem Blick zu erkennen glaubte.
«Es ist alles sauber», bestätigte der Gangster und der Augenblick zwischen Kensi und Deeks war vorbei. Kensi war sich nicht sicher, was sie in Deeks’ Augen gesehen hatte. War es Lust gewesen?
«Gut, dann schliessen wir den Deal ab», befand der Boss der Gang.
«Bundesagenten. Keine Bewegung.» Kensi war unglaublich froh Sams Stimme zu hören. Die Gangster wollten ihre Waffen ziehen, doch als sie sahen, dass sie umstellt waren, liessen sie es bleiben.
«Gute Arbeit ihr beiden.» Callen nickte Kensi und Deeks zu. Das Polizeikommando legte den Gangstern Handschellen an und führten sie ab.
«Ich kann euch beide nach Hause bringen. Ihr solltet nicht mehr fahren, ihr habt zu viel getrunken.»
«Schon okay», meinte Kensi, «ich nehm’ en Taxi.»
«Ich auch», kam es von Deeks.
«Na gut, dann noch einen schönen Abend.» Sam und Callen verabschiedeten sich. Deeks drehte sich zu Kensi um.
«Geht’s dir gut, Kens?», fragte er.
«Ja, klar, wieso meinst du?»
«Naja, der Typ hat die ziemlich heftig angegrabscht. Ich kann mir vorstellen, dass das für dich nicht besonders angenehm war.»
«Ach, halb so wild.» Beide schwiegen für ein paar Sekunden.
«Und hast du Lust nach Hause zu gehen?», taste Deeks vorsichtig ab.
«Nee, nicht wirklich. Ich bin im Moment viel zu aufgedreht und der Alkohol entfaltet seine Wirkung.»
«Falls du Lust hast, können wir noch mal in den Club», schlug Deeks vor.
«Ja, das fänd’ ich toll. Ich will unbedingt tanzen.»
«Warst du nicht schon vorher mit dem Gangster tanzen.»
«Das kann man nicht wirklich als tanzen bezeichnen. Der wollte mich nur begrapschen.»
«Na, wenn du so was trägst», sein Blick glitt demonstrativ an ihr hinunter und wieder hoch, «kann ich ihm das kaum verübeln.» Kensi boxte ihm in den Arm, doch sie fühlte sich geschmeichelt, schliesslich hatte Deeks gerade so gut wie zugegeben, dass sie heiss aussah.

Sie betraten den Club und gingen direkt zur gut gefüllten Tanzfläche. Und Kensi tanzte. Deeks weniger. Er war nicht gerade ein begnadeter Tänzer und war ausserdem viel zu sehr damit beschäftigt Kensi zu beobachten. Das blieb bei ihr natürlich nicht unbemerkt und sie warf ihm immer wieder kokette Blicke zu. Normalerweise hätte Kensi so etwas nie getan, doch der Alkohol machte sie mutiger. Und vielleicht auch dümmer. Aber es war ihr egal. Sie wusste, was sie wollte. Und das war Deeks. Mit ihren Blicken gab sie ihm das deutlich zu verstehen. Kensi machte gerade eine langsame Drehung und schwang dabei ihr Becken, als sie spürte wie sich zwei Hände auf ihre Hüften legten. Sie lehnte sich zurück und ihre Vermutung bestätigte sich. Sie roch Deeks. Er roch immer nach Meersalz und Schiesspulver. Sie atmete tief ein. Irgendwann musste sich ihr Gehirn ausgeschalten haben, denn war sie jetzt tat, hätte sie sich nie erlaubt. Sie kreiste ihre Hüften, ganz nah an ihm, an seiner Hose.
«Kensi, was tust du da?», fragte er mit rauer Stimme. Seine Bartstoppeln kitzelten sie am Hals und am Ohr.
«Ich führe nur fort, was du begonnen hast, als du deine Hände auf meine Hüften gelegt hast.» Sie hoffte, er verstand sie, denn die Musik war ziemlich laut. Er gab keine Antwort. Zumindest nicht verbal, doch seine Hände wanderten hoch zu ihrer Taille und er zog sie, wenn möglich noch enger an sich. Und da fühlte sie, wie er in der Hose langsam hart wurde. Bevor sie sich stoppen konnte, drehe sie sich um und küsste ihn. Es war kein sanfter, erster Kuss. Nein, er war voller aufgestauter Begierde. Und Deeks küsste sie genauso heftig zurück. Als sich ihre Münder für einen Moment voneinander lösten, sagte Deeks: «Gehen wir, hier hat es zu viele Menschen.» Kensi konnte nur nicken. Ein privates Plätzchen war für sie mehr als nur in Ordnung. Sie verliessen den Club und Deeks rief ein Taxi. Sie stiegen ein und Deeks nannte dem Fahrer seine Adresse. Kensi konnte sich einfach nicht bremsen und drehte Deeks Kopf am Kinn zu sich, um ihn zu küssen. Er legte ihr eine Hand auf die Hüfte und ihre Hand fand den Saum seines T-Shirts. Der Taxifahrer räusperte sich. Deeks löste seine Lippen von Kensis und flüsterte: «Du kannst es wohl kaum abwarten.» Kensi schüttelte den Kopf, liess jedoch das Shirt los. Seine Hand fand ihr und ihre Finger verschränkten sich von allein. Während der Fahrt schwiegen sie, doch beide wussten, was sie wollten und es verlangte unglaubliche Selbstkontrolle, nicht sofort über einander herzufallen.

Deeks bezahlte den Taxifahrer und griff wieder nach Kensis Hand. Gemeinsam gingen sie zur Tür, immer noch ohne ein Wort zu wechseln. An der Tür kramte Deeks seine Schlüssel hervor und schloss auf. Kaum war die Tür hinter den beiden zugefallen trafen sich ihre Münder. Deeks fand den Lichtschalter ohne hinzuschauen und drückte Kensi gegen die Flurwand. Er stützte seine Hände links und rechts von ihrem Kopf ab, während ihre Hände den Weg unter sein Shirt fanden. Sie betastete seine Bauchmuskulatur und war beeindruckt. Natürlich war Deeks sportlich, aber ein Six-Pack hatte sie nicht erwartet. Deeks Lippen verliessen die ihren und küssten am Kiefer entlang bis zum Ohr, wo er kurz knabberte, bevor er ihren Hals liebkoste. Kensi stöhnte auf. Deeks wusste ganz genau, was er tat. Er arbeitete sich weiter vor über ihr Schlüsselbein bis zum Ansatz ihrer Brüste, wo ihn jedoch der Stoff des Kleides daran hinderte weitervorzudringen. Er kam zu ihrem Mund zurück und ihre Zungen umspielten sich wieder. Deeks fuhr mit seinen Händen ihren Rücken hoch und fand den Reissverschluss des Kleides. Er öffnete ihn und löste seinen Mund von Kensis. Als sie versuchte ihn wieder zu küssen, wich er noch weiter zurück.
«Ich will das jetzt geniessen.» Deeks Stimme war rau vor Verlangen, was Kensi nur noch heisser machte, zu wissen wie sehr ihr Partner sie begehrte. Langsam zog er ihr das Kleid von den Schultern und noch weiter bis es schliesslich zu Boden fiel. Kensi fühlte Deeks Blick auf ihrem fast nackten Körper. Sie trug nur noch ihr Höschen und die hohen Schuhe. Sie fühlte sich jedoch überhaupt nicht unwohl, im Gegenteil, es gefiel ihr sogar sehr gut, wie Deeks sie musterte. Er küsste sie wieder und legte dieses Mal die Hände an ihre Taille. Von dort aus wanderte sie nach oben an die Seite ihrer Brüste. Und schliesslich nach innen. Er umkreiste ihre Nippel mit seinen Daumen spiralförmig. Als er schliesslich im Zentrum ankam und ihren Nippel sanft kniff, entwich Kensi ein Stöhnen, welches er jedoch mit seinem Mund auffing. Er lehnte sich ein wenig zurück, um kurz Luft zu holen.
«Weisst du, als ich deine Nippel vorher durch das Kleid hindurch gesehen habe, hat mich das richtig angemacht. Und dieser Widerling hatte seinen Arm um deine Taille gelegt. Es hat mich so viel Selbstbeherrschung gekostet ihn nicht kurz und klein zu schlagen.»
«Ich weiss, ich hab’s gesehen. Und dass ich wusste, dass du eifersüchtig warst, hat mich heiss gemacht.»
«Als er gesagt hat, was er heute Nacht noch alles mit dir anstellen wollte, wäre ich fast durchgedreht, denn… denn das wollte ich tun.»
«Und das wirst du auch. Ich will dich.» Diese Worte aus Kensis Mund zu hören, war für Deeks so ziemlich das Beste von seinem Tag. Ach was, wahrscheinlich von seinem ganzen Jahr. Er küsste Kensi wieder. Ihre Finger fanden den Saum seines T-Shirts und zogen daran. Für einen kurzen Moment trennten sich ihre Lippen wieder, um Deeks das Shirt auszuziehen. Dann prallten ihre Münder wieder aufeinander. Deeks’ Hände wanderten zu Kensis Po und er hob sie hoch. Sie schlang ihre Beine um seinen Körper und das Ganze, ohne dass sich ihre Lippen voneinander trennten. Er trug sie in sein Schlafzimmer und betätigte den Lichtschalter mit seinem Ellenbogen. Er legte Kensi auf das Bett und streifte seine Schuhe mit den Füssen ab. Kensi zog er ebenfalls die Schuhe aus. Zwar fand er es total heiss, wenn sie nichts trug ausser ihrem Höschen und High Heels, doch er wollte, dass sie sich wohlfühlte bei ihrem ersten gemeinsamen Mal. Den Schlüpfer zog er ihr als nächstes aus. Und als er mit den Händen sanft an ihren Beinen hochfuhr, erschauerte sie. Sein Kopf war nun direkt über ihrem Zentrum und sein Atem strich über ihr Geschlecht. Ganz leicht, leckte er über ihre Klitoris. Ihr Becken zuckte und Kensi stöhnte auf. Deeks plante, ihr heute Nacht noch viele solche Geräusche zu entlocken. Er begann, ihre Klitoris mit seiner Zunge zu umspielen. Sie drängte ihre Hüfte noch näher an seinen Mund, doch er zog sich zurück.
«Nicht so hastig, mein Zuckerbärchen.» Unter normalen Umständen hätte Kensi etwas Schlagfertiges erwidert, doch ihr Bedürfnis hatte die Kontrolle übernommen.
«Bitte, Deeks.» Kensi so betteln zu hören, hätte Deeks schon fast schon zum Abschluss gebracht, doch er konnte sich zurückhalten. Er fuhr noch einmal mit seiner Zunge über ihr Geschlecht.
«Um was bittest du mich, Kensi? Sag es mir.»
«Deeks komm schon, du weisst was ich will.» Deeks zog sich zurück.
«Sag es.»
«Ich will… Ich will, dass du mich kommen lässt.»
«Zu Befehl.» Und wie sich Deeks ans Werk machte. Er leckte ihre Klitoris und führte gleichzeitig einen Finger in sie ein. Und dann noch einen zweiten. Er spürte, wie nah Kensi dran war zu kommen und beschleunigte seine Bewegungen, bis sie sich schliesslich kam und das Hochgefühl in Wellen über sie hinwegspülte. Er wollte Kensi Zeit geben, sich wieder zu beruhigen, doch nach einer halben Minute zog Kensi ihn zu sich und presste ihren Mund auf seinen, wobei sie ihm die Hose aufknöpfte. Er half ihr mit der Hose und zog sich dabei auch gleich Socken und Boxershorts aus. Kensi umfasste sein steifes Glied und liess ihre Hand hoch und runterfahren. Nun war es Deeks, der bettelte.
«Komm schon, Kensi. Ich kann nicht mehr länger warten.»
«Na gut, wo sind die Kondome?»
«Im Nachttisch. Oberste Schublade.» Kensi drehte sich auf den Bauch, öffnete die Schublade und nahm ein Kondom heraus. Sie riss das Päckchen auf und stülpte das Kondom Deeks über. Sie legte sich auf den Rücken und zog ihn mit zu einem Kuss herunter. Sie spürte wie er seine Eichel an ihrem Eingang platziert und dann drang er in sie ein. Er war vorsichtig, als hätte er Angst sie zu verletzten. In diesem Moment überspülte eine Welle der Zuneigung Kensis Herz. Die meisten anderen Männer hätte sich nur um sich selbst gekümmert, doch Deeks hatte zuerst dafür gesorgt, dass sie befriedigt war und sogar jetzt wo er sie sich nehmen könnte, hielt er sich noch zurück. Aber Kensi wollte das nicht, sie wollte, dass Deeks auch das bekam, was er wollte.
«Halt dich nicht zurück.» Er lächelte.
«Ich muss. Sonst würde das ganze hier wahrscheinlich nur eine Minute dauern.»
«Und wieso?», triezte sie ihn.
«Weil du… weil du einfach unglaublich heiss bist, Kensi.»
«Dann zeig es mir.» Das liess sich Deeks nicht zweimal sagen. Er begann sich langsam in ihr zu bewegen. In einem Tempo, das er noch eine Weile würde durchhalten können. Kensi drängte sich mit den Hüften an ihn, wollte ihn dazu animieren, sich schneller zu bewegen. Deeks spürte, dass sie trotz ihrem kürzlichen Orgasmus schon wieder bereit war für den nächsten. Na gut, dann würde er sich ihren Wünschen beugen. Er bewegte sich schneller und berührte sich ein wenig über dem Punkt, an dem sie vereint waren. Kensi stöhnte auf. Das war für Deeks die Bestätigung, dass er am richtigen Ort war. Er bewegte sich immer schneller und fühlte, dass auch sie kurz vor der Klimax war. Sie schrie seinen Namen in Ekstase und dann zogen sich ihre Muskeln um sein Glied zusammen. Das gab Deeks den Rest und auch ihn überflutete die Erlösung. Nachdem ihre Wellen der Leidenschaft abgeebbt waren, zog er sich aus ihr zurück und entsorgte das Kondom. Dann legte er sich wieder neben sie und zog die Decke über sie beide.
«Das war unglaublich», flüsterte er ihr ins Ohr.
«Fand ich auch», gab Kensi selig zurück.
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