Geschichte: Freie Arbeiten / Prosa / Action / Phantom

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Phantom

Kurzbeschreibung
GeschichteSci-Fi / P12 / Gen
20.10.2018
29.10.2018
2
2.476
 
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20.10.2018 1.272
 
Phantom #1
Horsemask

Commonwealth Highschool JonesTown
Der Flur war an beiden Seiten voll mit Spinds an denen Schüler standen. An einem stand ein Jugendlicher mit kurzen schwarzen Haaren. Er hatte Kopfhörer in seinen Ohren. Ein größerer Schüler mit kurzgeschorenen braunen Haaren zog ihm die Kopfhörer aus den Ohren.
Derrick:"Guckt mal Jungs, Lancelot hört Musik. Was hörst du denn? Wieder die Musik deiner Oma?"
Josh:"Derrick, gib mir bitte meine Kopfhörer."
Derrick:"Ähm, nö."
Josh nahm es hin, drehte sich um und ging zum Klassenraum. Er war zu früh und hoffte daher, einen Moment allein zu sein. Im Raum saß jedoch bereits Piper Clarke. Sie war so alt wie Josh, hatte glatte schwarze Haare und war die Chefredakteurin der Schülerzeitung. Als Josh hereinkam sah sie kurz von ihren Zetteln auf. Josh setzte sich auf seinen Platz zwei reihen hinter ihr. Er hätte eigentlich Musik gehört, konnte jetzt jedoch nur die Tafel anstarren. Sie war frisch gewischt.
Seit Derrick House vor zwei Jahren in Joshs Klasse gekommen war, hatte er etwas gegen Josh. Er mobbte ihn fast pausenlos und niemand stellte sich dagegen. Joshua Lance hatte abgesehen davon ein durchaus angenehmes Leben. Seine Eltern hatten viel Geld und er dadurch ein ruhige Kindheit. Was war nur daraus geworden? Sein Alltag war die reinste Hölle für ihn und er wollte nichts mehr, als einfach auszubrechen.
Piper:"Hast du einen Stift über? Bei meinem Kuli ist gerade die Mine leergegangen."
Josh:"Ja, hier."
Piper:"Danke. Weißt du was? Du siehst aus, wie jemand der gerade in einer Krise steckt. Was ist los?"
Die Tür öffnete sich und Derrick kam herein, zusammen mit seinem besten Freund Sam Smith. Derrick setzte sich neben Piper.
Derrick:"Na Süße, wann schreibst du eigentlich mal was über mich?"
Piper:"Sobald ich irgendetwas interessantes an dir finde, Süßer! Du sitzt hier nicht also setz dich gefälligst auf deinen Platz."
Nein, niemand stellte sich gegen Derrick House. Niemand außer Piper. Sie war selbstbewusst, mutig und wusste, was sie wollte.
Derrick:"Na schön. Wir sprechen uns noch."

Der restliche Tag verlief ganz normal: Derrick schikanierte Josh so oft er konnte. Josh brachte seine nicht mehr gebrauchten Schulsachen in seinen Spind und machte sich auf den Heimweg. Er war heute, wie an den meisten Tagen einer der letzten Schüler in der Schule. Er verließ das Schulgelände und ging zu dem Ausgang bei der Sporthalle. Er ging gerade um die Ecke, als er Derrick und Sam Smith, einen guten Freund von ihm sah. Er versteckte sich hinter der Ecke und beobachtete die beiden. Sie waren nicht allein: Vor ihnen, an die Wand des Gebäudes gedrückt, stand Piper. Josh konnte nicht verstehen, was sie sagten aber Piper schien es nicht zu gefallen. Josh wusste, er musste ihr helfen. Sie war die einzige Person, die mutig genug war sich gegen Derrick zu stellen und somit die einzige Person, die ihm helfen konnte. Derrick strich Piper mit der Hand eine Haarsträhne aus dem Gesicht. Sie drehte ihren Kopf weg und versuchte sich zu wehren. Josh wollte helfen aber er wusste, dass er keine Chance hatte. Er ging zu einem anderen Ausgang und machte sich auf den Heimweg.

Als er zuhause ankam, ging er ohne ein Wort in sein Zimmer. Seine Eltern waren noch beide bei der Arbeit und Geschwister hatte Josh keine. Er wusste, dass es nicht so weitergehen konnte. Er musste etwas an seinem Leben ändern. Heute hatte er gesehen, dass Josh nicht nur ihm schadete. Piper war ein herzensguter Mensch. Auch wenn Josh sie nicht gut kannte, las er immer ihre Artikel in der Schülerzeitung. Sie sprach dort oft Probleme in der Schule an. Probleme wie Lehrer, die ihre Schüler ungerecht behandelten, unbenutzbare, widerliche Toiletten oder ähnliches. Josh hoffte, dass sie auch einen Artikel über Derrick schreiben würde. Ihm war jedoch bewusst, dass sie das vermutlich in nur noch mehr Schwierigkeiten bringen würde. Er musste also einen Weg finden sich selbst und sie zu beschützen. Josh war nie gut darin gewesen, sich selbst zu verteidigen. Also  erzählte er seinen Eltern, dass er einen Selbstverteidigungskurs machen wollte. Nur für den Fall. Josh meldete sich jedoch selbst für einen Kurs in alt-minetownischem Zwei- und Mehrkampfes. Eine Stunde an drei Tagen in der Woche, jede Woche.
Josh war vielleicht nicht gut im Bereich der Selbstverteidigung, jedoch hatte er schon immer Talent im Bauen und erfinden. Er begann also noch am selben Abend damit, eine Rüstung zu entwerfen.
Im Garten des Lance-Anwesens befand sich ein kleiner Schuppen, der seit dem Tod von Joshs Großvater unbenutzt war. Dort begann Josh seine Ausrüstung zu bauen.

Nach zwei Monaten hatte er seine Rüstung endlich fertiggestellt. Es war ein schwarzer Ganzkörperanzug mit einem roten Gürtel und roten Schuhen und einer roten Maske. Außerdem hatte er sich bei dem Versuch eine nahezu undurchtrennbare Legierung zu kreieren, eine schwarze, klebrige Masse erschaffen. Sie ließ sich zuerst überhaupt nicht lösen, nach einigen Versuchen fand Josh jedoch ein Lösemittel. Er baute ein Art Pistole, die die beiden Flüssigkeiten, die die Bestandteile der Masse beinhalteten bei Betätigung des Abzugs vermischte und verschoss. Er nannte sie GummyGun.

Commonwealth Highschool JonesTown
Josh saß an seinem Platz und dachte nach. Piper war seit dem Vorfall nicht mehr in der Schule gewesen. In den vergangenen zwei Monaten hatte es keinen Tag gegeben, an dem Josh nicht verprügelt oder anderweitig von Derrick schikaniert wurde. Heute war jedoch der Tag, an dem es aufhören würde. Josh saß auf dem Schulhof und las die neue Ausgabe der Schülerzeitung. Seit Piper weg war, war es jedoch nicht mehr so gut wie vorher. Derrick und Sam kamen zu Josh. Sam riss Josh die Zeitung aus der Hand.
Josh:“Ihr solltet mich heute besser in Ruhe lassen.“
Derrick:“Und wenn wir das nicht machen?“
Josh:“Dann schicke ich euch meinen Cousin vorbei. Er ist vor ein paar Tagen hergezogen und versteht keinen Spaß.“
Derrick lachte lauthals. Als er fertig war, schlug er Josh mit der rechten Faust ins Gesicht. Aus Joshs Nase lief Blut.
Josh:“Das war ein Fehler.“
Derrick:“Ja von dir!“
Er schlug Josh mit voller Wucht in den Bauch. Dieser ging zu Boden. Derrick trat weiter auf ihn ein.
Josh hatte keinen Cousin, der vor kurzem nach MineTown gezogen war. Wie er waren auch seine Eltern beide Einzelkinder. Stattdessen hatte er seine Ausrüstung im Kofferraum seines Autos. Nach Ende des Unterrichts ging zu seinem Wagen, holte den Rucksack mit seiner Rüstung und zock sie an. Er beeile sich, auf die andere Seite der Schule zu kommen. Dort parkte Derrick für gewöhnlich. Auch heute standen er und Sam dort und unterhielten sich. Josh ging auf sie zu. Er ballte seine Fäuste.
Sam:“Und deswegen.. Was zur Hölle?“
Beide sahen Josh an.
Josh:“Ihr hättet meinen kleinen Cousin in Ruhe lassen sollen!“
Mit all seiner Kraft und all der aufgestauten Wut schlug er Derrick ins Gesicht. Dieser fiel rückwärts auf den Boden und hielt sich seine Nase. Zwischen seinen Fingern kam Blut hervor. Sam schlug im gegen seine Maske, Josh zuckte jedoch nur leicht. Er trat Sam gegen die Brust. Dieser keuchte und rang nach Luft. Derrick schlug Josh mit einer Eisenstange in den Nacken. Josh knallte auf den Boden, stand jedoch schnell wieder auf. Derrick holte erneut aus. Josh griff die Stange, entriss sie Derrick, nutzte den Schwung indem er sich einmal um die eigene Achse drehte und schlug Derrick gegen die Schläfe. Er fiel um und bewegte sich nicht mehr. Aus seiner Schläfe und seiner Nase liefen Blut. Sam rannte zu ihm und überprüfte seinen Puls. Josh drehte sich um und ging langsam davon.
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