Sinfonie in Moll

von Muecke49
GeschichteRomanze, Schmerz/Trost / P18 Slash
Dr. John Watson Sherlock Holmes
20.10.2018
11.10.2019
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Vorwort:  Nach langer Zeit mal wieder eine neue Story von mir. Neues Fandom, daher warne ich alle Erstleser mal lieber vor. Ich schreibe Hurt und Sherlock macht mit mir so einiges mit, wenn es auch ein Weilchen dauern wird, bis wir zu dem Part kommen. Missbrauch wird thematisiert werden, aber nicht im Detail beschrieben. Die Story ist bereits zu einem Großteil geschrieben und wird definitiv  +20 Kapitel haben. Ihr habt also einiges vor euch. Das erste Kapitel ist relativ lang, da ich keinen besseren Punkt für den Kapitelübergang gefunden habe. Seht die ersten beiden Kapitel als Einführung in die eigentliche Story. Spätere Kapitel sind also unter Umständen etwas kürzer.

Und jetzt viel Spaß. LG Mücke

Sein erster Fall hatte Sherlock geprägt. Tiefer als ihm bewusst war, zumindest bis vor kurzem. Seine erfolglose Suche nach Redbeard, dieses erste Rätsel, welches er nicht hatte lösen können. Immer wieder hatte er darüber gegrübelt, wieso er gescheitert war. In diese Frage hatte er sich regelrecht verrannt. Er kritzelte ganze Blöcke voll mit Diagrammen und Notizen, die nur für ihn Sinn machten. Weigerte sich zu essen und blendete andere Menschen manchmal über viele Stunden schlicht und ergreifend aus. Seine Analysen ließen am Ende nur einen Schluss zu. Seine Emotionen hatten ihn behindert. Die Liebe zu Redbeard, die Angst ihn zu verlieren und die steigende Anspannung und Nervosität, weil die Zeit am verrinnen war und die Lösung sich ihm nicht erschließen wollte. All das hatte am Ende zu Redbeards Tod geführt. Kein Hund, wie er heute wusste. Sein bester Freund. Um diesen Fehler nicht zu wiederholen hatte er damals das einzige getan, dass ihm sinnvoll erschien. Er hatte beschlossen sich nicht mehr von Emotionen leiten oder beeinflussen zu lassen. Eine Technik, die er über die Jahre perfektioniert hatte. Sein Bruder war dabei sehr hilfreich gewesen, das perfekte Übungsobjekt, um seine kühle und sachliche Haltung zu trainieren. Leider erwies sich Mycroft als zu perfekt. Perfekter als er, ein hochfunktionaler Soziopath mit einem kleinen - okay, vielleicht auch größeren, Drogenproblem.

So war er, als John ihm das erste Mal begegnete, bereits das perfekte Arschloch, wie sein Freund in Zukunft noch öfter mal festzustellen pflegte. Oh, Sherlock verstand Emotionen durchaus, und auch was diese dann bei den Menschen bewirkten. Sie korrekt zuzuordnen, wenn er auf sie traf, lag jedoch außerhalb seiner Fähigkeiten. Was er nicht verstand, war, wie seine eigenen Handlungen, die doch total emotionsfrei waren, bei anderen Menschen so häufig eine steigende Gereiztheit bis hin zu offener Wut hervorrufen konnten. Alles was er sagte war doch nur die Wahrheit, basierend auf Fakten, die klar auf der Hand lagen. Wieso waren die Menschen nicht froh darüber, wenn man ihnen die Wahrheit sagte? Verletzte Gefühle waren für ihn nicht von Belang. Er hatte das hinter sich gelassen und sein Umfeld sollte das besser auch. Lieber jetzt als später. Er konnte auf solche Dinge keine Rücksicht nehmen. Alles was zählte waren die Rätsel, die kleinen Details, welche so sorgsam verborgen waren, auf dass sie keiner entdecken sollte. Keiner, außer ihm - Sherlock Holmes.

John war von der ersten Sekunde an das Yin zu seinem Yang gewesen. Oh, nicht Watsons Beobachtungsgabe, die war nun wirklich eine Katastrophe. Der Mann sah, ohne wirklich zu sehen. Aber darum ging es auch nicht. Nicht wirklich. Um zu sehen, dafür war er schließlich da. Der Meisterdetektiv. Er brauchte niemanden, der ihm nochmal sagte, was er schon innerhalb von einem Wimpernschlag erfasst hatte. Ein Papagei auf seiner Schulter hätte den selben Zweck erfüllt. John war Soldat gewesen. War im Krieg gewesen. War verletzt worden und heimgekehrt. Ohne Plan wie es weitergehen sollte, aber mit einem Stock. Die Gewalt, welche er gesehen hatte, die ständige Gefahr, der er immerzu ausgesetzt gewesen war, noch nicht mal seine Verletzung, hatten diesen Mann von seinem Weg abbringen können. Vielmehr glaubt Sherlock zu erkennen, dass all diese Umstände John erst zu dem Mann gemacht hatten, als den er ihn kennengelernt hatte. Nicht zu diesem humpelnden vom PTBS gezeichnete Wrack, das damals alle in ihm sehen wollten. Er hatte den Soldaten gesehen, der immer noch nicht aus dem Krieg heimgekehrt war. Allein aus dem Grund, hatte er Dr.Watson mit zu diesem Fall geschleift. Mehr Anreiz hatte der gute Doktor nicht gebraucht. Nur diesen Hauch von Gefahr. Sherlock war vom ersten Moment an fasziniert gewesen. Weniger von John, als vielmehr von der Art, wie andere Menschen auf ihn reagierten. Und wie er sich das zunutze machte, damit die Leute ihm ihre Informationen freiwillig gaben, wo Sherlock schon provozieren musste. Gespräche mit ihm beendeten die meisten Menschen mit einem "Verpiss dich", zu John sagten sie dagegen "Danke." Irgendwie fand Sherlock das nicht gerecht, aber er war Arschloch genug, um diese Erkenntnis schamlos auszunutzen und sich so an der ignoranten Bevölkerung zu rächen, welche scheinbar mitfühlende Heuchelei mehr zu schätzten wussten als schonungslose Wahrheiten. So viel also zu Jesus "Die Wahrheit wird euch frei machen." Nun ja, auch ein Jesus konnte sich ja mal irren.

Heuchelei war noch nie sein Ding gewesen. Er hatte nie den Sinn darin gesehen, sich für andere Menschen zu verstellen. In seinem ganzen Leben hatte er nur ein einziges Mal eine Ausnahme gemacht - John. Ganz London sprach darüber, wie es Sherlock vorkam. Wodurch sein Mitstreiter genügend Gelegenheiten fand, lautstark kundzutun, dass ganz London sich irrte. Er sei nicht schwul. Sherlock erkannte es, wenn John log. Das war nicht schwer, John war ein erbärmlicher Lügner. Im Gegensatz zu ihm. Sein Freund hatte nie angezweifelt, dass Sherlock diese Gerüchte ebenfalls als lächerlich abtat. Er hatte ihm nie Anlass dazu gegeben, etwas anderes zu vermuten. Die Hochzeit mit Mary, Rosis Geburt ... das alles hatte die Stimmen verstummen lassen, die ihnen eine heiße Affäre nachsagten. Ironischerweise war sich der Meisterdetektiv erst über seine Gefühle klar geworden, als das für die Klatschpresse schon längst geschmolzener Schnee vom letzten Winter war. Oh, er meinte damit nicht die Tatsach. Das Männer ihn anzogen. Dass war ihm schon vor langer Zeit aufgefallen, aber er hatte es als unwichtiges Detail verdrängt, da er es sowieso nicht in Erwägung zog, sich jemandem auf diese Art zu nähern. Die oft damit einhergehenden Verwicklungen waren nichts, was er in seinem Leben haben wollte, das schon ohne diese Dinge kompliziert genug war. Dass er für John aber bereit wäre, diesen Vorsatz über Bord zu werfen, hatte ihn selber überrascht. Doch leider änderte seine eigene Erkenntnis nichts daran, dass John Watson nicht schwul war.

Gefühle ... nur weil er sich weigerte, sich mit ihnen auseinanderzusetzen, bedeutete das ja nicht, dass er keine hatte. Ein Fehler, den viele Leute begingen, wenn sie ihn kennenlernten, zu glauben seine kühle, distanzierte Art mit fehlenden Gefühlen gleichzusetzen. Welche Ironie, dass ganz London bereits lange vor ihm über das Bescheid wusste, was ihm erst klar wurde, als es bereits zu spät war. Alles was ihm jetzt noch blieb, war der jämmerliche Versuch Abbitte zu leisten und wenigstens zu retten, was noch zu retten war. Rosi den Vater wieder zu geben, nachdem er ihr schon die Mutter genommen hatte. Was dabei aus ihm wurde, spielte für den Detektiv nur eine nebensächliche Rolle. Es war kein Selbstmord, bei weitem nicht, aber es war auch nicht so weit davon entfernt, wie Sherlock es sich gerne einredete. Er hatte den Fall, welchen Mary ihm übertragen hatte, gelöst. John war gerettet, war wieder zurückgekehrt, um am Leben teilzuhaben und hatte Mary dahin gehen lassen, wohin die Toten nun mal gingen. Für dieses Ziel war Sherlock selber der Grenze zwischen Leben und Tod nahe gekommen. Zu nahe gekommen. Noch heute schrak er in manchen Nächten schweißgebadet auf und meinte die Hände zu spüren, welche ihm den Zugang zum lebensnotwendigen Sauerstoff verwehrten. Er hatte damit gerechnet vergiftet zu werden - naja, nicht wirklich natürlich, weil er ja das Morphium gegen Kochsalzlösung hatte austauschen lassen. Aber er hatte nicht mit Smith's Ungeduld gerechnet. John hatte ihn gerettet, aber vor den Alpträumen, die er seit dem hatte, hatte ihn niemand retten können. Die Versuchung den Träumen ein Ende zu setzen, indem er sein kleines Drogenlabor wieder ins Leben rief, wurde wieder sehr präsent, nachdem seine liebreizende Schwester ihre Spielchen mit Mycroft, John und ihm getrieben hatte. Noch widerstand er ihr, immer noch war die Erinnerung zu frisch, wo ihn sein letzter Ausrutscher in Sachen Drogen hingeführt hatte. Doch es gab eine Sache, wegen der er nicht rückfällig werden durfte. Wegen der er alles tat, um nicht erneut in diese Schlangengrube zu steigen. Er ging den einzigen Weg, den er kannte und der ihn von den Drogen weg, statt zu ihnen hin führte - seine Fälle.

Zu seinem großen Unmut, versuchte sein Umfeld ihm bei diesem Vorhaben, wo es scheinbar nur ging, Steine in den Weg zu legen, die ihn ausbremsen sollten. Er war sogar schon gezwungen gewesen, das Haus über eine Dachluke zu verlassen, über das Dach in ein Nebenhaus zu gelangen, um von dort aus auf die Straße gehen zu können, weil sein herzallerliebster Bruder doch tatsächlich eine Wache vor seiner Haustür postiert hatte. Welch jämmerlicher Versuch, ihn einzubremsen. Es hätte ihn eigentlich nicht überraschen sollen, dass Mycroft so vorgeführt, nun die harten Geschütze auffuhr. Ein Knarzen unterbrach Sherlocks gedankliche Schimpftirade und ließ seinen Kopf leicht ruckend herumfahren, wobei er schon dabei war, die Details zusammenzufügen.

Zweite Treppenstufe, ein tiefes Knarren, zwischen dem ersten Knarren und dem zweiten, welches immer von der vierten Stufe kam, vergingen genau 1.23 Sekunden, was bedeutete, dass John ein Tablett hielt und langsamer lief, eindeutig um den heißen Tee nicht zu verschütten, was jedoch ein unnötiges Unterfangen war, da er auch diese Tasse Tee garantiert nicht trinken würde, ohne das Tablett wären nur 1.19 Sekunden vergangen und John wäre jetzt schon in seinem Zimmer, was jedoch wegen des Tabletts genau ...(Pause) jetzt erst der Fall war.

Trotzig drehte Sherlock der Tür den Rücken zu und starrte finster an die gegenüberliegende Wand, auf welcher sich immer noch der Teefleck von heute Morgen abzeichnete. Ein stilles Zeugnis von Mrs. Hudson fruchtlosem Versuch, ihn dazu zu bewegen, von dem Tee auch etwas zu trinken. Er war Brite. Natürlich war er Teetrinker. Aber das, was ihm gerade in regelmäßigen Abständen in zugegeben Teetassenähnlichen Gebilden serviert wurde, war des Wortes Tee nicht würdig. Und dabei war es ihm verflucht noch mal egal, was seine ach so primadonnenhaften Nieren dazu sagen würden. Sie würden sich auch ohne etwas erholen, das man unter der Bezeichnung Blasen-Nieren-Tee verkaufte und im Grunde auf jeder Wiese pflücken konnte. Scheinbar hatte er Mrs. Hudson ernsthaft damit verärgert, dass er die Teetasse einmal quer durch den Raum geworfen hatte, wo sie an der Wand abgeprallt war, bevor sie in einer anmutigen Drehbewegung zu Boden gefallen war. Nachdem ihm verkündet worden war, dass man ihm dies von seiner Mietkaution abziehen würde, war Mrs. Hudson schnaubend wie eine kleine Dampflok die Treppen heruntergerauscht und ward von da an nicht mehr gesehen. Nicht das der Detektiv sie vermisste. Ihre Drohung nahm er sowieso nicht mehr ernst, sie hatte sich über den gelben Smiley, die Einschusslöcher in der Wand, die menschlichen Überreste im Kühlschrank und die Messerstiche im Kaminsims genauso aufgeregt und sich auch wieder beruhigt. Sie würde seiner Einschätzung nach früher wieder auftauchen, als es ihm und seinen Nieren lieb war, in der Hoffnung, dass sein schlechtes Gewissen ihre Mission, ihn mit stinkenden Kräutertees abzufüllen, erleichtern würde. Nur hatte Sherlock kein schlechtes Gewissen.

Mit einem Mal ging ihm auf, dass ihn niemand in seinen Gedankengängen unterbrochen hatte. Er hatte aber auch niemanden mehr auf der Treppe gehört, was nur eine Schlussfolgerung zuließ. John stand immer noch mit seinem Tablett in der offenen Tür und starrte ihm vermutlich Löcher in den Rücken. Ja, genau, da konnte er dieses Kitzeln in seinem Nacken spüren und wie sich die feinen Härchen dort aufrichteten. "John, meinen Nieren und mir geht es hervorragend. Es ist kein weiterer Tee mehr von Nöten", informierte er seinen Freund kühl, ohne sein Starren an die Wand zu beenden. Er musste nicht hinsehen, um zu wissen, dass Johns Lippen sich jetzt verärgert zusammenpressen würden.


John wusste gar nicht, wie er sich nur hatte dazu überreden lassen können. Die letzten Monate waren, was seine Freundschaft zu Sherlock anging, ein einziges Auf und Ab gewesen. Gut, Marys Tod stand nicht länger zwischen ihnen. Trotzdem war nicht alles wieder beim Alten. Wie sollte es auch? Sie konnten nicht wieder einfach an den Punkt zurückkehren, von dem an es angefangen hatte, zwischen ihnen schief zu laufen und kompliziert zu werden. Angefangen mit Sherlocks vorgetäuschten Tod. Damals war Johns Leben weitergegangen und es hatte ihn geradewegs zu Mary geführt. Mit Mary war sein Auszug aus der Baker Street endgültig besiegelt worden und auch nach ihrem Tod stand eine Rückkehr nicht zur Debatte. Immerhin war da noch Rosie. Und der Gedanke ein Kleinkind Sherlocks Wohnung auszusetzen, ließ Johns väterliches Frühwarnsystem auf Alarmstufe Rot schalten. Da spielte es keine Rolle, wie liebevoll Sherlock mit dem Baby umging. Er konnte doch unmöglich ein Baby in einer Wohnung aufwachsen lassen, die je nach Stimmung mal eher die Gerichtsmedizin war, dann wieder ein Drogenlabor oder auch etwas aus Alice im Wunderland glich. Ganz davon abgesehen, dass sie schon zweimal in die Luft geflogen war. Gut, genaugenommen war es einmal das Apartment gegenüber gewesen, doch das war für Johns Geschmack immer noch zu nah gewesen.

Um Marys Wunsch zu erfüllen, hatte Sherlock seinen Körper zu Grunde gerichtet. Über dessen geistige Verfassung konnte John nur knobeln. Darüber konnte man sich bei seinem Freund nie so wirklich sicher sein. Kaum das er wieder halbwegs auf den Beinen war, hatte Eurus ihre Spielchen mit ihnen getrieben. Danach hatte Sherlock sich wieder in die Arbeit gestürzt und dabei alle Warnsignale missachtet, die sein mitgenommener Körper ihm gesandt hat. Jeden guten Rat seiner Freunde hatte er ignoriert und Fälle quasi am Fließband gelöst. Dadurch hatte Sherlock sich in eine derart desolate Lage gebracht, dass John quasi keine andere Wahl mehr blieb, als sich der geballten Front von Molly, Mrs. Hudson, Greg und sogar Mycroft zu ergeben und wieder einzuziehen, um Sherlocks selbstzerstörerischen Treiben endlich Einhalt zu gebieten.
Vorerst, wie er immer wieder betonte.

Als er das Zimmer betrat, wurde ihm lediglich die kalte Schulter gezeigt. Er sah einen Haufen Stoff, Sherlocks Morgenmantel, und daraus lugten ein paar unordentliche Locken hervor. Es verschaffte ihm zumindest einen kleinen Moment der Genugtuung, dass es am Ende der Patient war, der die Geduld verlor und das Schweigen brach. Die kühle herablassende Art Sherlocks tropfte an ihm ab. Mittlerweile wusste er nur zu gut, dass sie Show war. Lautlos formten seine Lippen das Wort Dramaqueen und er stellte seine Last ab, Dennoch pressten sich dann seine Lippen verärgert zusammen angesichts der Sturheit, die ihm gerade entgegenschlug. Eigentlich war es jedoch die Sorge um seinen Freund, die diesen Ärger hervorrief. Er wusste, wie man einen Holmes aus der Reserve lockte. "Wenn das so ist, wirst du nichts dagegen haben, für mich in einen Becher zu pinkeln."

"HERRGOTT, JOHN!", fuhr Sherlock aufgebracht hoch und verhedderte sich beinah noch in seinem Morgenrock, so eilig hatte er es auf einmal sich aufzusetzen und ihn niederzustarren, vor allem nachdem ein schneller Blick ihm tatsächlich versichert hatte, dass sich da ein Plastikbecher genau neben der Teetasse auf dem Tablett befand. "Reicht es nicht, dass du mir Nierentee, wie einem Großväterchen servierst? Musst du mir jetzt auch noch mit einem Becher kommen?", herrschte er aufgebracht seinen Freund an, der dies alles mit einer stoischen Ruhe über sich ergehen ließ, die verriet, dass er schon einiges an Erfahrung damit hatte.

Sherlocks helle Augen funkelten ihn angriffslustig an und irgendwie war John dankbar für dieses so deutliche Anzeichen von Leben, denn der Rest von ihm sah irgendwie nicht danach aus. Die Augen lagen tief in ihren Höhlen, was ihre Intensität allerdings nur zu verstärken schien. Die lockigen Haaren glichen eher einem verwilderten Vogelnest, wobei die Haare an den Schläfen und im Nacken feucht waren. Fieber deduzierte er ohne Hand angelegt zu haben. Die markanten Wangenknochen, die dem Gesicht sonst eine aristokratische Note gaben, welche dessen Arroganz nur zusätzlich nochmal unterstrich, standen nun so deutlich hervor, dass John wusste, was Sherlock da unter dem Morgenrock verbarg, den er fast schon zweimal um sich wickeln konnte. Er musste nicht sehen, um zu wissen, dass man auf den Rippenbögen Sherlocks derzeit Klavierspielen konnte, so wie sie hervorstanden. Sein Freund war schon immer sehr schmal gebaut gewesen, aber jetzt zeigte er deutliche Zeichen einer Unterernährung.

"Ich bin dein Arzt, nicht deine Krankenschwester!", zischte John und jetzt hörte man ihm doch etwas von seiner Verärgerung an.

"Ich habe dich damals mitgenommen, damit du dir die Leichen ansiehst", schnappte der Detektiv zurück.

"Dann brauche ich ja nur noch bis morgen warten", fauchte John. Sherlock wurde bei diesen Worten noch weißer, falls das überhaupt noch möglich war und versteifte sich, sodass er kerzengerade dasaß. Sein Blick hatte sich nach innen gerichtet und als John das sah, taten ihm die harten Worte schon wieder leid. Es dauerte eine gute Minute, bis wieder Leben in die hellen Augen kam, die nun seinen Blick suchten.

"Steht es so schlimm?" Die Frage kam so leise, dass John sich nur sicher war die Worte gehört zu haben, weil sich Sherlocks Lippen bewegt hatten. Er konnte keinerlei Emotionen aus dem Ausdruck auf Sherlocks Gesicht ablesen. Aber die Tatsache, dass er seine herablassende Art für eine Minute aufgegeben hatte, verriet ihm dann doch genug.

John lag schon die nächste scharfe Erwiderung auf der Zunge. Immerhin konnte der Meisterdetektiv alles und jeden lesen. Und dann war er nicht mal in der Lage seinen eigenen Gesundheitszustand zu erkennen? Mit einem lautlosen Seufzen wurde sein Blick weich. Nein, er konnte es nicht, war die schlichte Antwort. Denn Sherlock war nicht wie die meisten Menschen. Er war Arzt, ihm war bereits nach wenigen Tagen der Verdacht gekommen, dass sein neuer Bekannter nicht, wie der selbst immer so gern behauptete, ein hochfunktionaler Soziopath war. Wobei das mit dem hochfunktional durchaus stimmte. Ein Soziopath - Nein. Wohl eher jemand, der seit frühester Kindheit an Asperger litt. Eine milde Form des bekannten Autismus. Und der Schlüssel zum egozentrischen Verhalten des Holmes. Zu wissen, wieso Sherlock sich derart schwer mit anderen Menschen tat, war gerade jetzt aber auch nicht hilfreich. "Ich habe keinen Röntgenblick. Aber das hier würde dabei helfen." Dabei nickte er zu dem Tablett hin und Sherlocks Blick folgte ihm und heftete sich auf den verhassten Becher. Unter brummeln und murren raffte er den Morgenrock und schwang die Beine über die Bettkante. John starrte ihn immer noch an, als wäre er die Mona Lisa, welche sich anschickte aus ihrem Bild zu entsteigen.

Sein Freund erstarrte in der Bewegung und sah ihn auffordernd an. Da John sich immer noch nicht rührte, hob er eine dürre Hand und machte eine kurze, wedelnde Bewegung. "Würdest du?" Der Angesprochene fuhr zusammen, aus Gedanken aufgeschreckt, welche Sherlock im Augenblick nicht kennen wollte. Er war sonst nicht genant, aber er mochte es nicht, wie Johns Blick an seinen gezeichneten Beinen gehangen hatte. Der Doktor riss sich zusammen, und verschwand mit einem gemurmelten "Natürlich" nach unten.

Das Badezimmer befand sich nur zwei Türen weiter, Sherlock Holmes kam es vor, wie eine Meile. Er hatte einiges an Gewicht verloren, trotzdem schienen seine Beine kaum in der Lage zu sein, ihn bis zur Toilette und wieder zurück in sein Bett zu tragen. Sein Körper war schweißbedeckt und er zitterte so heftig, dass er fürchtete den Inhalt des Bechers zu vergießen. Gerade so schaffte er es seine brisante Fracht auf dem Nachttisch abzustellen, bevor er aufs Bett sank. Die Welt drehte sich um ihn und er flüchtete sich an den einzigen Ort, wo er sich jetzt noch sicher fühlen konnte - seinen Gedankenpalast. So hörte er nicht mal mehr, wie John zurückkehrte und den Becher mitnahm.

Weit musste John nicht laufen, Sherlocks Küche enthielt alles, was er für eine anständige Analyse brauchte. Essen wurde hier zwar gelegentlich zubereitet, doch eigentlich war das hier ein Labor, in dem auch gelegentlich Nahrungsmittel konsumiert wurden. Er hatte es aufgegeben, darauf hinzuweisen, dass es gute Gründe gab, warum man Küche und Labor in der Regel in unterschiedlichen Räumen unterbrachte. Mittlerweile musste er zugeben, es hatte durchaus auch seine praktischen Seiten. Sein Tee, ein guter englischer Earl Grey den Sherlock bestimmt nicht verschmäht hätte, aber wegen seines angegriffenen Magens bestimmt nicht lang bei sich behalten hätte, hatte gerade die richtige Temperatur erreicht. So trank John mit der einen Hand, während er mit der anderen Hand ein PH-Stäbchen durch die Flüssigkeit im Becher zog, die gerade so den Boden bedeckte und noch dazu grellgelb war. Allein das reichte dem studierten Mediziner schon aus um zu erkennen wie es um die Nieren seines Freundes bestellt war. Die Tests waren eigentlich nur noch der Routine wegen.

Ein weiteres Mal versuchte John das Rätsel zu lösen, warum sein Freund gerade dabei war, sich selber zu zerstören. Er wollte nicht sterben, dass wusste John sicher. Dass war nicht der Grund. Und auch Marys Videobotschaft konnte damit nichts zu tun haben. Schließlich hatte Sherlock den Fall gelöst. John war hier. Gerettet. Also Eurus. Ging es hierbei darum? Eurus und Redbeard? Der tote Junge? Oder fehlte ihm schlicht und ergreifend der Drogenkick? War er einmal zu oft rückfällig geworden? John seufzte und hob die Hand um zu trinken. Der scharfe aufsteigende Geruch, der ihn in der Nase kitzelte, warnte ihn in letzter Sekunde und er stellte den Urinbecher eilig mit einem Laut des Ekels auf den Tisch. Genau DESWEGEN konsumierte man keine Lebensmittel in einem Labor, rief er sich mahnend zum bestimmt hundertsten Mal, seit dem er Sherlock kennen gelernt hatte, in Erinnerung. Es würde nichts daran ändern, dass das hundertunderste Mal auch kommen würde. Er verließ die Küche, mit der Teetasse in der Hand, ohne überhaupt auf den Streifen mit dem PH-Wert draufgesehen zu haben.

Eine Tür ging und Watson lächelte bereits, noch bevor Mrs. Hudson mit seiner Tochter auf dem Arm reinkam. Er streckte die Hände aus und bekam das kleine Bündel gereicht. Rosie grinste und John konnte gar nicht anders als das zu erwidern, angesichts des einzelnen Zahns, den sie dabei präsentierte und der John mit einem vielleicht kindischen, aber doch nicht zu leugnenden Stolz erfüllte.

"Wie geht es ihm?", riss ihn Mrs. Hudsons besorgte Frage aus dem kleinen Wettbewerb mit seiner Tochter, wer wohl breiter grinsen konnte. Ihre runden Augen lagen mit einem ungeduldigen Ausdruck auf ihm.

"Meine Meinung als Arzt?", fragte er nicht ohne Zynismus zurück, ließ ihr jedoch keine Zeit ihn dafür zu rügen, sondern sagte ihr das, was sie eigentlich hatte von ihm hören wollen.

"Er stirbt nicht." 'Nicht heute', fügte er in Gedanken an. Über den morgigen Tag, war er sich nicht so sicher. "Er ist Sherlock", setzte er nach, als wäre damit alles gesagt. Was es im Grunde auch war. Sein Freund war egozentrisch, starrköpfig, verbohrt und eine Dramaqueen.
Und sensibel, menschlich, mit einem Herzen versehen, dass manchmal zu groß war, für seinen hochgezüchteten Verstand.

"Na dann ...", sagte Mrs. Hudson eindeutig erleichtert und bereits wieder mit einem geschäftigen Unterton, wobei sie ihm Rosie wieder aus den Armen nahm. Der unterschwellige Hinweis darauf, dass er sich lieber um sein anderes Kind kümmern sollte, dass im Bett schmollte. "Schlafen sie dann hier, oder soll ich ihnen ihr altes Zimmer zurecht machen?"

Mrs. Hudson ignorierte gekonnt den Umstand, dass Dr. Watson gerade einem Vulkan glich, in dem die Lava allmählich nach oben stieg. Man konnte regelrecht sehen, wie sich der unweigerlich folgende Ausbruch in seinem Magen sammelte, bis der Druck dort zu groß wurde und er deswegen in seinem Körper nach oben wanderte, sich sein Brustkorb weitete und die Wirbelsäule aufrichtete, der Mund sich öffnete und die Augen Funken zu sprühen schienen, bis die Worte "Mrs. Hudson!" seinen Mund verließen. "Wie oft denn noch? Wir sind kein ..."

"Ja, ja, ich weiß. Natürlich seid ihr das nicht", ließ die Dame ihn gar nicht erst aussprechen, drehte sich um und marschierte nach draußen, weswegen sie den konsternierten Blick von John gar nicht mehr sah. "...Paar", beendete der seinen Satz trotzdem und schickte noch ein genervtes Schnauben nach, auch wenn das niemand mehr hörte. Es schien auch niemanden zu interessieren, außer ihn. Selbst Sherlock machte sich nicht die Mühe, diesen ewigen Anspielungen den Wind aus den Segeln zu nehmen. Vermutlich weil er es amüsant fand John dabei zu beobachten, wie er versuchte dieses Gerücht im Keim zu ersticken. Oder weil der Meisterdetektiv daraus eines seiner Experimente gemacht hatte.

Sein altes Zimmer hatte sich gewandelt. Als er es betrat, stand dort Rosies Bettchen drin. Eine Wickelkommode, statt des alten Sideboards, in dem damals seine Socken, Unterwäsche und die Bettwäsche gelegen hatten. Ein paar Spielsachen von Rosie lagen herum und der Stoffotter, welchen Sherlock ihr geschenkt hatte und den sie abgöttisch liebte. John wusste bis heute nicht, warum ausgerechnet ein Otter. Wer schenkte einem Baby einen Otter? Bären, Katzen, Hunde, das alles hätte John ja noch verstanden. Aber Otter? Sherlock hatte ihm nicht verraten wieso, aber garantiert war es keine zufällige Entscheidung gewesen. Der Detektiv tat nie etwas ohne Grund. Marys Geschmack war übrigens nicht besser gewesen, dachte er mit Blick auf den Igel, welcher bei seiner Tochter genauso hoch im Kurs stand. Sein Bett war jetzt sauber bezogen. Bestimmt würde Mrs. Hudson ihn bei nächster Gelegenheit daran erinnern, dass sie keine Haushälterin war. Und sie hatte damit so recht. Sie war soviel mehr für die beiden Männer, die sie gelegentlich einfach "Ihre Jungs" nannte als wären sie noch Teenager. Es hatte etwas mütterliches an sich, wie sie die beiden manchmal umsorgte. Jede normale Mutter wäre mit solchen Jungs gnadenlos überfordert gewesen. Doch Mrs. Hudson war nicht die Art Mutter. In ihrer Garage stand ein Lamborghini und auch wenn sie immer wieder betonte, nur Schreibkraft im Drogenkartell ihres Mannes gewesen zu sein, ließ sich nicht bestreiten, dass sie sich wohl das eine oder andere dort abgeschaut hatte. John erinnerte sich immer noch an seine Fassungslosigkeit, als Mrs. Hudson ihm den mit seinen eigenen Handschellen gefesselten Sherlock im Kofferraum präsentiert hatte, den sie mit seiner eigenen Waffe zur widerstrebenden Kooperation überredet hatte. Ja, sie war alles andere als gewöhnlich.

Vielleicht sollte er sie fragen, wo Sherlock seine Handschellen aufbewahrte, schoss es ihm in einem Anflug von Sarkasmus durch den Kopf. Er wusste, es brauchte mehr als eine Pistole und ein paar Handschellen, wenn sein Freund sich auf eine seiner fixen Ideen versteift hatte. Mit einem entschlossenen Schnaufen stellte er die Tasse beiseite und schickte sich ein weiteres Mal an, sich in die Höhle des Löwen zu begeben, um die zweite Runde einzuläuten. Nur um kurz darauf festzustellen, dass diese noch etwas warten musste, denn der Löwe schlief tief und fest. Unschlüssig stand John im Raum, bevor er sich dazu entschloss, sich auf den Stuhl zu setzen, von dem aus er sein Sorgenkind im Blick behalten konnte. Sherlocks Gesicht war ihm zugewandt, doch selbst jetzt im Schlaf sah er nicht gelöst aus. Was immer ihn beschäftigte, es ließ ihn auch im Schlaf nicht los. John wusste nicht, ob das ungewöhnlich oder schlicht und ergreifend normal bei ihm war. Er pflegte ihn sonst nicht im Schlaf zu beobachten. Eigentlich sah er ihn so gut wie nie schlafen, außer jemand hatte ihn mal wieder angeschossen oder betäubt. Was zugegeben häufiger vorkam, als man vermuten würde, aber eben doch nicht mit einem normalen Schlaf zu vergleichen war. Er hatte noch andere Dinge zu tun, als Sherlock beim schlafen zu beobachten. Rosie zu füttern, zum Beispiel. Oder sie ins Bett zu bringen. Dieses Privileg hatte er sich von Mrs. Hudson erkauft, in dem er das Baby-baden an sie abgetreten hatte. Doch am Ende des Tages, war er wieder genau hier gelandet. Auf dem unbequemen Stuhl, an Sherlocks Seite. Der nebenbei bemerkt, immer noch schlief.

Eine Tätigkeit, die zumindest das Fieber hatte sinken lassen, wie in schneller Kontrollgriff an dessen Stirn zeigte. Aber John wusste, das würde kaum genügen, um eine langfristige Besserung zu garantieren. Immerhin, die Wasserflasche war nicht mehr zur Gänze gefüllt. Was nur bedeuten konnte, dass jemand von ihr getrunken hatte. Sherlock, sofern er es nicht einfach benutzt hatte, um die Blumen zu gießen. Doch in Sherlocks Zimmer gab es keine Blumen, was diese Möglichkeit wieder ausschloss. Aber die Flasche war nicht so leer, wie er es sich gewünscht hätte. Die Atemfrequenz des anderen hatte sich verändert. Kaum merkbar, doch John hatte jetzt mehrere Stunden dem monotonen Auf und Ab gelauscht. Er hätte schon tot sein müssen, um es nicht zu bemerken, da konnte Sherlock die Augen ruhig weiterhin geschlossen halten, in der Hoffnung, dass sein selbsternannter Wächter sich von seinem Stuhl schwang, um selber etwas Schlaf zu bekommen.

"Du trinkst zu wenig. Das schließe ich aus deinem Urin." Ein zutiefst unwilliges Stöhnen, gedämpft von einem Kissen, drang aus Richtung des Betts zu ihm. Johns Mundwinkel zuckte kurz nach oben, bevor er gnadenlos fortfuhr. "Und du isst zu wenig." Er verkniff es sich auszusprechen, woraus er das geschlossen hatte.

"Brillant beobachtet, Doktor Watson", tropfte es zynisch vom Bett hervor. Der Detektiv wusste das auch ohne, dass man ihn darauf hinwies. Er sah jedoch keinen Sinn darin zu erklären, dass ihm gerade allein der Gedanke an Essen beträchtliche Übelkeit verursachte. Und es gab wohl kaum etwas demütigenderes, als in Gegenwart anderer Menschen die Kloschüssel zu umklammern, als wäre sie eine Geliebte. Oder in seinem Fall, wohl eher ein Geliebter. Er schluckte die aufsteigende Übelkeit herunter.

Johns Augenbrauen zogen sich nachdenklich zusammen, als er den charakteristisch zuckenden Adamsapfel seines Freundes sah. Ihm fiel ein, dass Sherlock auch im Krankenhaus damals nur schlecht gegessen und  sich des Öfteren heimlich abgesetzt hatte, um in eines seiner Lieblingsrestaurants zu verschwinden. Er pflegte den Ort als Krankenhauskantine zu bezeichnen, wenn er dafür gerügt wurde, dass er sich abgesetzt hatte. Nicht gerade das, was der Doktor als magenschonende Mahlzeit verordnen würde. Sherlocks Zustand beunruhigte ihn mittlerweile in einem Maß, dass er bereit war, Chips als Schonkost durchgehen zu lassen. Stumm versuchte er den wahren körperlichen Zustand seines Patienten zu erfassen. Er kannte Sherlock und hatte es zu oft schon beobachtet, wie dieser angesichts Mycrofts Bevormundung in seine trotzigste Kleinkindphase zurückfiel. Also strich er den Dramaqueenanteil weg, dazu den geweckten Holmes-Trotz und kam zu dem Ergebnis, dass er ein kleines Experiment riskieren konnte.

Himmel, er dachte ja fast schon wie Sherlock. Der Mann übte tatsächlich einen schlechten Einfluss auf ihn aus.

Ein breites Grinsen zierte sein Gesicht, ohne das er sich dessen bewusst war.

"Zieh deinen Mantel an", forderte er trocken und erhob sich von dem Stuhl, wobei er es sich verkniff, sich die schmerzende Kehrseite zu reiben. Dieser Stuhl war wirklich nicht für längere Nachtwachen geeignet. Mrs. Hudsons Lösung für dieses Problem, würde er aber auch nicht in Erwägung ziehen. Soweit kam es noch.
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