Escaflowne - Wege des Schicksals

von sachmet85
GeschichteRomanze, Fantasy / P16
Allen Schezar Dryden Fassa Hitomi Kanzaki Merle Millerna "Milana" Sara Aston Van Fanel
17.10.2018
29.10.2018
11
81124
5
Alle Kapitel
1 Review
Dieses Kapitel
noch keine Reviews
 
 
 
Hallo ihr lieben nach über einen halben Jahr Pause habe ich beschlossen noch eine kleine Geschichte über Van und Hitomi zu schreiben. Allerdings wird es nicht so umfangreich werden wie meine erste Geschichte „Der Weg in die Zukunft“. Ich habe 10 bis 12 Kapitel geplant. Die Erzählung wird also zügig voranschreiten und auch nicht sehr detailliert sein. Ich hoffe das sie euch dennoch gefällt. Ich wünsche viel Spaß dabei. Eure sachmet85


Nicht wie geplant


Eine düstere Stimmung herrscht in der Luft. Der Regen prasselt hinunter und die dunkelgrauen Wolken sind mit Blitzen durchzogen. Es wirkt so als wäre der Himmel erbost als auch traurig, während er hinunter schaut. Eine kleine Lichtung ist erkenntlich, die eine grüne Wiese aufzeigt. In der Mitte ist ein großer grauer Felsen, der leicht schräg in die Höhe geht. Um das helle grün ist ein dichter Wald, dessen geöbgrünes Laub sowie die starken braunen Stämme vor Kraft strotzen. Sehr dicht aneinander sind die Erdwege von oben nicht erkennbar. Doch etwas anderes ist noch hier, was eigentlich nicht hier sein bzw. nicht versteift den schönen Ort mit Trauer erfüllen sollte. Neben dem großen Stein liegt leicht seitlich ein großer Stahlkoloss. Mit seiner schmalen weißen Figur, den langen Hals, der Kopf mit den blauen Augen, die hellen Flügel mit dunkler Segelhaut, die mit zwei grünen Steinen versehen sind sowie der lange Schwanz, hinterlassen den Eindruck als wäre er ein Drache. An einen seiner Arme ist ein rosa Stein der nicht aufschimmert. Direkt neben ihm ist eine junge Dame mit rosa schulterlangen Haar. Ihre Ohren sind eingezogen. Die dunklen langen Hosen als auch Stiefel, werden von einem gelben kurzärmeligen Shirt begleitet. Ihr braunes Fell sowie Kleidung ist schon völlig durchnässt und betont ihre weibliche Figur. Ihr blauen Augen sind erstarrt, vor dem was sich ihr zeigt. Am ganzen Körper zitternd, schweift ihr Antlitz von der Drachenrüstung zum Felsen. Ihre Zähne beginnen augenblicklich gegeneinander zu prallen und sämtlich Farbe ist aus ihrem Gesicht entwichen. Mit geweiteten Lidern bilden sich bereits Tränen, während der Himmel laut aufleuchtet. Auf dem grauen Gestein vor ihr ist eine weitere Person, doch diese zeigt keinerlei Regung. Die langen dunkelbraunen Hosen, werden von einer weißen mit roten Blumen bestückten langärmeligen Bluse begleitet. Mit dem kompletten Körper auf dem Stein seitlich liegend, wird die Figur durch den Regen betont. Das hellbraune lange Haar breitet sich unter dem Rücken wie ein Fächer auf dem Felsen aus. Die linke Hand ist neben dem Gesicht, während die andere an ihrem Körper liegt. Die grünen Lider sind geöffnet doch zeigen sie keinerlei Reaktion. Die Pupillen sind verschwunden und auch ihr Brustkorb scheint sich nicht mehr zu bewegen. Leicht den Kopf schüttelnd, will die stehende junge Dame das vor ihr sehende Bild nicht wahrhaben. Ihre Beine geben plötzlich nach und sie sackt auf die Knie. Mit den Händen auf der Wiese abstützend, weint das Katzenmädchen, während der Regen mit ihr trauert
„Warum. Das kann nicht sein. NEEIINNNNN.“
Erst leise verzweifelt gesprochen, kneift sie dann ihre Augen zu um Laut nein zu schreien. Wie konnte es nur dazu kommen. Wieso nur. Während sie dies zu sich sagt, erhellt eine Stimme in der Umgebung, doch diese kann von niemanden gehört werden, da sie von der Frau kommt die auf dem Felsen liegt und ihre Seele beginnt sich vom Körper zu lösen. Doch dies ist nicht erkennbar, sondern nur der Klang ihrer Stimme. Sie wirkt verwirrt und redet leise vor sich hin.
„Was ist geschehen. Habe ich es geschafft. Ja ich glaube schon. Ich kann ihn noch spüren. Ich konnte ihn retten aber zu welchen Preis.“ sie hält kurze inne und setzt dann betrübt fort
„Ich habe mir nie darüber Gedanken gemacht, wie ich diese Welt mal verlasse. Es schien unendlich fern. Aber das Schicksal ist unermüdlich. Kaum hat man sein Glück, schlägt es zu und nimmt es einigen wieder weg. Ich weiß wie sehr ich ihm damit weh tue. Aber es ging nicht anders. Um ihn seine Freunde die auch meine sind als auch Fanelia zu retten, musste ich es tun. Natürlich konnte ich nicht ahnen das es so verheerend ausgeht. Vergib mir bitte.“
Am Anfang noch klar, wurde die Stimme zum Schluss immer leiser als auch trauriger, bis sie gänzlich verschwand. Der Regen prasselt unaufhaltsam weiter, während alles auf einmal zu verschwimmen beginnt und die Zeit sich zurück zu drehen scheint.




Das blaue Meer, dessen zarte Wellen den kleinen geraden Sandstrand befeuchten, färbt sich
allmählich orange, da am Horizont die Sonne untergeht. Rechts sowie links bilden sich hohe
Felsmassive, die sehr kantig sind und kein grün aufweisen. Ihre braun gräuliche Farbe wird
allmählich zu dunkelbraun bis schwarz, während das Geräusch der dagegen schlagenden Wassers in die Bucht schallt. Einige Vögel kreisen dort umher und stürzen in den Ozean hinein um sich ihr Futter zu holen. Der Strand ist gerade mal drei Meter breit sowie 10 Meter lang und ein kleiner Holzsteg gleitet von dort ein paar Zentimeter ins Wasser. Auf diesen sitzt eine junge Dame ein Bein angewinkelt, wirkt sie verträumt. Ihr hellbraunes Haar ist lang und man kann einschätzen, dass es ihr bis zu den Knien reicht. Jedoch trägt sie es nicht offen. Vom Hals bis fast zum Ende der Haarspitzen umwickelt ein gelbes Band dieses. Eine fliederfarbene enge Jeans tragend als auch einen langärmeligen anliegenden Pullover im selben Ton sind ihre Füße nackt. Ihre hellen Schuhe mit den Strümpfen sind links neben ihr. Während ihre Arme etwas hinter ihren Körper sind um diesen ab zu stützen, weht gerade ein klares Lüftchen und wedelt ihr Haar etwas umher. Ein kleines Lächeln zeichnet sich auf ihrem Gesicht, wobei ihre smaragdgrünen Augen den Sonnenuntergang bewundern. Es wäre so schon friedlich, würde sich hinter ihr nicht eine erhöhte Steinmauer mit einer Asphaltstraße erheben, auf welcher dauerhaft Autos vorbei fahren. Doch das ignoriert sie gekonnt, denn ihre Gedanken sind bei einer ganz bestimmten Person und zugleich wird ihr Blick wieder verträumt.
5 Jahre ist es nun her seit sie wieder auf der Erde zurück gekehrt ist. Seit dem Tag versuchte sie
wieder ein normales Leben zu führen. Doch das war aufgrund der Erlebnisse auf Gaia gar nicht so
einfach. Zu Anfang unter Albträumen leidend, konnte sie sich weder ihren Freunden noch Familie
anvertrauen, aus Angst sie würden sie für verrückt halten. Den einzigen Lichtschimmer den sie hatte war ihre Liebe gewesen. Dieser besuchte sie so oft er konnte in ihren Träumen, wo sie über
verschiedene Dinge sprachen. Er spürte sofort das etwas nicht stimmte, geschweige dass ihre
Augenringe ihm dies bestätigten. Es ihm erzählt, versuchte er ihr zu helfen. Da sie ihm aber keine
Sorgen machen wollte, ging sie freiwillig zusätzlich zu einen Therapeuten. Durch dessen Hilfe als
auch Van ́s sie die Alpträume überwinden konnte. Je Älter sie wurde, desto mehr wurde ihr klar,
dass ihr Herz niemals wieder für einen anderen Mann als für ihn schlagen wird. Allein, dass sie
während ihrer Schulzeit egal welchen Jungen sie sah normal reagierte im Gegensatz zu Van, bei
dem sie immer Schmetterlinge im Bauch hatte, bestätigte ihr dies. Und obwohl er in solchen Sachen immer etwas unbeholfen war, konnte sie spüren das es ihm nicht anders erging.
Mit der Zeit wurde er genau wie sie reifer und überwanden ihre Zurückhaltung. Als er ihr sagte,
dass er sie liebt und keine andere im Leben jemals so lieben könnte, brach sie in Tränen aus. Sich
dann immer näher kommend, taten sie in ihren Träumen all das was ein normales verliebtes Paar
auch tun würde. Am Anfang noch leicht erschrocken über ihre körperlichen Reaktionen, wurde dies
schnell Alltag. Das Gefühl ihn zu umarmen war einfach berauschend, wie würde es erst sein, wenn
sie es in real tun würden. Hitomi, die schon vor den Geschehnissen in ihrem Herzen beschlossen
hatte nach Gaia zurück zu kehren, machte den Entschluss nun offiziell. Als sie sagte, dass sie für
immer zu ihm kommt, war ihre Liebe überglücklich. Doch aufgrund der Sphäre des Glücks wurde
die Verbindung von Erde zu Gaia trüb. Erst wenn sich dies gelegt hat, wäre es ihm möglich sie ab
zu holen. Es verging eine lange Phase, um genauer zu sein drei unendlich lange Jahre, ehe Van ihr endlich sagte, dass er zu ihr kommen kann. So lange mussten sie darauf warten und nun war es soweit. Hitomi, die nun bald 21 werden würde, packte nur das wichtigste zusammen. Ihr Familie
hatte den Entschluss recht gefasst aufgenommen, dass sie in ein anderes Land geht. Schließlich war sie erwachsen. Sie würden ihr fehlen aber da sich die Bindung zwischen Erde sowie Gaia wieder normalisiert hat, könnte sie diese immer mal besuchen. An dem Tag des Abschieds, welcher heute ist, flossen einige Tränen und musste versprechen gut aus sich auf zu passen. Natürlich konnte sie ihnen nicht sagen, wohin sie geht oder aus welchem Grund, denn schließlich kannten sie Van nicht und dann wären viele fragen aufgekommen. Nach einigen Umarmungen ging sie dann hier her. In diese Bucht mit den kleinen Strand. Der Ort ist sehr abgelegen und ab den späten Stunden fährt auch kein Auto mehr hier entlang. Heute würde ihre Liebe kommen und ihre Zukunft würde auf den mittelalterlichen Gaia sein. All die Jahre des Wartens würden heute enden. Ein wenig aufgeregt ist sie schon. Wie wird Van wohl aussehen. Er hat sich bestimmt zu einen attraktiven Mann entwickelt. Sie selbst konnte auch ihre erwachsene Weiblichkeit mit den Jahren begutachten. Taille, Hüfte als auch Brust alles hat sich an ihr verändert und wer weiß wie ihr Liebe auf sie reagieren wird. Sie hatten sich zwar immer in ihren Träumen besucht, aber sich real zu sehen, ist doch etwas anderes.
Ein wohliger Schauer gleitet nun über ihre Haut. Ein bisschen kindisch kommt sie sich schon vor,
schließlich haben sie in ihren Träumen schon so einiges getan. Die Lider schließend, schüttelt die
Grünäugige sich ein wenig. Schmunzelnd, steht sie nun auf um sich ihre Schuhe an zu ziehen.
Danach nochmal zum Meer geschaut, geht sie dann mit freudiger Miene den Steg Richtung Strand
entlang, wo sich vor ihr eine schwarze Tasche entpuppt die mit jedem Schritt größer wird. Dies ist
das Einzige was sie nach Gaia mitnehmen wird. Nach ein paar Metern dort angekommen, setzt sie
sich neben diese hin. Den Reißverschluss geöffnet, holt sie ein blaues Buch hervor. Mit
angewinkelten Knien legt sie dieses darauf und beginnt es an zu schauen. Es ist ein Fotoalbum, dass ihre Eltern ihr zum Abschied geschenkt haben, wo alle wichtigen Momente darin verewigt sind. Beim Durchschauen kommen ihr Tränen auf. Da sie beim Betrachten in Erinnerungen schwelgt. Sie wird ihre Heimat vermissen, aber an ihrem Entschluss wird sich nichts ändern. Sie wird ihren Weg mit Van auf Gaia in Fanelia gehen. Das Buch wieder zugeklappt, drückt sie dieses an ihre Brust.
„Ich danke euch für all eure Liebe die ihr mir gegeben habt. Ich werde es nie vergessen und im
meinen Herzen bewahren.“
Dies mit leicht flackernden Pupillen leise mit viel Gefühl gesagt, richten sich ihre Augen wieder
dem Himmel, der nun Dunkel wird, da die Sonne fast am Horizont verschwunden ist. Gleich ist es
soweit. Gleich wird sie ihre Liebe sehen in die Arme schließen und mit einer weißen Lichtsäule,
ihre Welt verlassen. Wieder leicht nervös werdend, versucht sie sich abzulenken, in dem sie auch
ihrer Tasche ihre Violine holt. Auf ihre Schulter abgelegt, beginnt die Hellbraun Haarige mit
geschlossenen Lidern zu spielen.

„Langsam. Seit vorsichtig.“
Ermahnt ein um die 40 Jährige mit schwarzen Haar, dass sehr kurz ist. Ein ockerfarbenes
kurzärmeliges Hemd tragend, sind dessen Arme auf seiner Hüfte gestemmt. Um diese wiederum ist ein lederner Werkzeuggürtel in dem ein gräulicher Hammer, eine Spachtel sowie eine Säge
vorhanden sind. Knielange schwarze Hosen tragend, mustern die goldenen Augen das Objekt sowie seine Angestellten vor sich. Eine riesige Saphirfarbene Mauer zeigt sich, an welcher ein Hölzernes Gerüst ist. Die vier starken Balken (zwei links außen, zwei rechts außer), reichen 5 Meter in die Höhe und haben eine Treppe in sich aus dem selben Material. Diese geht im Zickzack von einem Ende zum anderen. Da das Hilfsmittel so lang ist wie die Mauer selbst (20 Meter), sind zwischen den zwei Balken rechts als auch Links weitere Balken um die Stabilität zu gewährleisten. Des weiteren verstärken einige Bretter an der Vorderseite das Ganze. Das Gerüst hat des weiteren zwei Etagen in sich, wo zwei Männer (tragen das selbe wie der 40 Jährige) mit Seilen um den Hüften, dessen anderes Ende an der Konstruktion befestigt ist, an der Steinwand herumhantieren.
Schweißgebadet, wedeln die Spachteln umher, die mit einer weißen Masse kleinere Risse
behandeln. Zufrieden wie es vorangeht, entgeht dem Handwerksmeister ein kleines Lächeln. Auf
Sandfarbenen Gestein stehend, driftet sein Kopf leicht nach links und seine Miene wird schlagartig
ernst. Drei seiner Angestellten sitzen auf ein paar Holzkisten und scheinen sich über etwas zu
amüsieren, da ihre Antlitze lächeln. Ebenfalls die selbe Kleidung tragend wie er sind diese
aber gerade an die 16 Jahre. Ihre kurzen braunen Haare, werden durch blaue, grüne sowie braune
Pupillen unterstützt. Noch recht lässig soll ihn die Freude gleich vergehen. Mit zuckender
Augenbraue kann man mit jeder Sekunde erkennen, wie es in ihrem Chef brodelt. Zähne
knirschend, beginnt sein ganzer Körper zu beben. Tief Luft holend, reißt er die Lider weit auf und sein Blick wirkt bedrohlich.
„IHR HABT SIE WOHL NICHT MEHR ALLE. IHR SEIT NICHT ZUM VERGNÜGEN HIER.
MACHT DAS IHR WIEDER AN DIE ARBEIT KOMMT. SONST MACHE ICH EUCH BEINE.“
Schon nach den ersten drei Worten sind die jungen Männer zusammengezuckt sowie ruckartig
aufgestanden. Denn sie wussten sofort das nur einer in ganz Fanelia so brüllen kann und das ist ihr Chef. Am Körper leicht zitternd, wirken ihre Gesichter leicht blass. Kerzengerade stehend, sind ihre Augen zu ihren Vorgesetzten gerichtet. Seine bebende Brust sowie böse funkelnden Lider lassen sie innerlich einknicken. Ihn so betrachtend, befürchten sie schon das sein Kopf vor Wut explodiert.
Leicht stotternd bringen sie knapp hervor das sie sofort loslegen. Wie von der Tarantel gestochen,
wetzen sie Richtung Gerüst. Die bebende Brust des Handwerkers beruhigt sich langsam, während er den Kopf schüttelt.
„Man oh man. Kein Rückgrat mehr die Jugend.“
Aufseufzend verschränkt er nun die Arme, während er hinter sich plötzlich ein leichtes Lachen hört.
Leicht verwirrt, dreht er sich um und nimmt sofort eine respektvolle Haltung an.
„Rigo. Hör auf deinen Arbeitern solche Angst zu machen. Außerdem tut die Aufregung deinen
Blutdruck nicht gut“, kommt es leicht amüsiert aber auch besorgt.
Eine Hand in die Hüfte gestemmt, steht ein junger 21 jähriger vor ihm. Um die 180 Zentimeter ist
sein kurzes schwarzes Haar leicht struppig. Die warmen braunen Augen mustern sein gegenüber.
Ein rotes ärmelloses Shirt tragend, wird dieses von einer hellen Hose mit dunklen Stiefeln sowie
einen Ledergürtel um die Hüfte, wo sich ein Schwert befindet, begleitet. Mit maskuliner Statur
wirkt er sehr erhaben. Der Handwerksmeister verbeugt sich nun um dann mit seinen gegenüber zu
sprechen.
„Verzeiht das Schauspiel Majestät, aber bei den jungen Leuten heutzutage muss man hart
durchgreifen. Wenn ich das nicht täte wären wir wahrscheinlich in 6 Monaten mit der Palastmauer
nicht fertig.“
Bringt er mit Nachdruck sowie leicht verzweifelt rüber. Van schüttelt dabei nur leicht den Kopf. Er
versteht durchaus das sein gegenüber so schnell wie möglich fertig werden will.
Nachdem der Krieg zu Ende war, hat er seine ganze Kraft dafür eingesetzt Fanelia wieder
aufzubauen. Obwohl seine neuen Berater dagegen waren, hat er sich durchgesetzt, dass zuerst alle Häuser des Volkes wieder aufgebaut werden, genauso die Straßen und die Stadtmauern. Erst wenn das beendet ist, sollte der Palast wieder errichtet werden. Drei Jahre hatte das ganze in Anspruch genommen, da zusätzlich durch die Verwüstungen durch die Zaibbacher der Boden total uneben war. Danach wurde dann sein Palast in Angriff genommen und nun sind nur noch die Mauern übrig. Durch die finanzielle Hilfe von Astoria als auch Freid ging auch die militärische sowie wirtschaftliche Lage wieder bergauf. Sich dies so verinnerlicht ist er sehr stolz und glücklich auf sein Volk sowie sich selbst. Auch wenn er zu Anfang sehr mit seinen Amt zu hadern hatte, aufgrund seines leichten hitzköpfigen Charakters, lernte er in den Jahren sich zu zügeln. Geschweige das die Gespräche mit einer in seinem Herzen wohnenden Person ihn die Bürde erleichterte. Ja sie konnte das. Nur sie war in der Lage ihn in jeder Situation zu beruhigen, sodass er weiter machen konnte. Und ab heute würde sie für immer bei ihm sein. Seit er wusste, dass seine Hitomi zu ihm kommt, zählte er jede einzelne Sekunde und hoffte, dass der Weg von Erde zu Gaia sich so schnell wie möglich stabilisierte. Die Jahre die ins Land zogen bis es endlich soweit war, waren für ihn reinste Folter. Besonders weil seine Berater ihm seit langer Zeit in den Ohren liegen zu heiraten. Bisher konnte er es immer abwehren. Doch nun da er endlich seine Liebe abholen kann, würde er sobald das Thema kommt nicht mehr zurück weichen. In seinen Herzen gab es immer nur sie und trotz seiner etwas unbeholfenen Art zu Anfang, hat er ihr seine Liebe gestanden und ihre Freudentränen dann weg gewischt. Er hat keinen Zweifel daran, wenn er um ihre Hand anhält, dass sie ja sagen würde. Schon allein durch das was sie in ihren Träumen so alles getan haben. Bei dem Gedanken wird er innerlich leicht rot. Niemand hatte ihn auf sein Erwachsensein so richtig vorbereitet. Seine körperlichen Reaktionen im laufe der Zeit auf sie, hatten ihn erschreckt. Er holte sich dann Rat bei Allen, der ja mit Frauen mehr als genug Erfahrung hatte. Es kostete ihm viel Überwindung mit ihm darüber zu sprechen. Doch sein gegenüber blieb völlig neutral und lächelte ihn an. Ihm ruhig alles erklärt, begann er damit um zu gehen. Wenn er so zurück denkt, kommt es ihm schon lächerlich vor wie peinlich ihm das war. Aber er war noch sehr jung. Vor sich hin schmunzelnd, blickt er nun zum Himmel, der sich dunkelorange gefärbt hat. Sobald es dunkel ist wird er Hitomi an vereinbarten Treffpunkt abholen.
Plötzlich wird er aus seinen Gedanken gerissen, da jemand aufschreit. Sofort hektisch umgesehen, sieht er wie die unteren Arbeiter von der Mauer weg rennen. Rigo der vor ihm
steht schreit, dass sich alle sofort in Sicherheit bringen sollen. Leicht irritiert schaut er zur Mauer,
die auf einmal überall große Risse hat und einige Gesteinsbrocken sich lösen.
„SCHNELL LAUFT DIE MAUER STÜRZT EIN:“
brüllt der Goldäugige bevor er die Füße in die Hand nimmt. Nach links gelaufen, ist Van verwirrt
wie das passieren konnte und will gerade auch sich in Sicherheit bringen als er ein wimmerndes
Geräusch hört. Schnell umgeschaut, erfasst er einen jungen Arbeiter, der offenbar von seinen
Sicherungsseil am Gerüst nicht los kommt. Die Panik in seinen blauen Lidern ist unverkennbar.
Besonders, da durch die Erschütterungen, da kleine Wandstücke hinunter fallen, das ganze Gerüst
bebt. Die anderen Personen bekommen das gar nicht mit und für Van steht fest, dass er ihn retten
muss. Da er sehr weit entfernt ist und jede Sekunde zählt, zieht er schnell sein Oberteil aus. Mit
einen kräftigen Gedanken seine Flügel beschworen, welche um einiges größer sind als er 15 wahr,
drückt er sich vom Boden ab. Mit seinen starken strahlend weißen Schwingen zu der Person
geflogen, wirken diese wie Diamanten am Himmel. Mit wenigen Schlägen angekommen, hat er
schon während des Fluges sein Schwert gezogen. Auf der hölzernen Etage landend, versucht der
junge Arbeiter mit den kurzen braunen Haar sich verzweifelt von dem Seil zu lösen. Angst, Panik
als auch Schweißperlen zieren ihn. Das sein König neben ihn landet, bemerkt er gar nicht. Erst als
ein Schwert sein Hindernis durchschlägt, schaut er entgeistert in das Gesicht seines Herren. Total
neben der Spur packt Van den jungen Mann einfach und will mit ihm weg fliegen als es plötzlich
über ihn kracht. Erschrocken sowie mit finsterer Miene nach oben geschaut, stürzt gerade das
Gerüst ein, da einige Mauerstücke oben abbröckeln. Ihm ist klar, dass er es nicht rechtzeitig schafft hier weg zu kommen. Während die Holzbalken als auch Steine immer näher zu sein Antlitz rasen, umklammert er reflexartig den jungen Mann der wie Espenlaub zittert. Danach nur noch einen starken Schmerz spürend, wird alles dunkel um ihn herum.

In einem Pferdestall stehend, tut eine junge Dame mit Hellbraunen langen Haar, dass von Hals bis
fast zum Ende der Spitzen mit einen gelben Band umwunden ist, als auch grünen Augen recht
monoton einen Rappen neben sich abbürsten. Dunkle hohe Stiefel mit dunkler Hose sowie einen
hellen langärmeligen Pullover tragend, wirkt sie abwesend. Der kleine dunkelgrün stählerne
Pferdestall ist mit Heu am Boden übersät. Die Box ist aktuell zu und an der Tür ist eine Tränke
angebracht, wo Futter als auch Wasser enthalten sind. Das junge Tier bedient sich darin, während er die Streicheleinheiten seiner Pflegerin genießt. Während Hitomi das tut, wird ihr Blick immer
trüber. Es ist jetzt schon 2 Monat her, seit dem Tag, wo sie eigentlich bei Van sein müsste. Sie
wartete geduldig aber mit jeder weiteren vergehenden Stunde wurde sie unruhiger, geschweige das der kurze Schmerz den sie auf einmal hatte, sie erschrecken lies. Bei dem Gefühl aufgesprungen versuchte sie sofort ihre Liebe zu erreichen. Sie wusste das ihm etwas passiert sein muss. Doch als sie es tat, bekam sie keine Antwort und nach mehreren versuchen, war auf einmal eine Blockade da. Als würde etwas Hitomi daran hindern ihn zu erreichen. In ihrer Irrfahrt im Geiste wurden die Szenen woran es liegen könnte immer schlimmer. Den Kopf schütteln umklammerten ihre Arme ihre Oberkörper. Mit Tränen in den Lidern begriff sie nicht was los ist. Es dauerte lange bis sie einigermaßen wieder gefasst war. Sich umgeschaut war ihr klar, dass sie hier nicht übernachten konnte. Allerdings konnte sie auch nicht zu ihren Eltern zurück, da sonst all mögliche fragen aufkämen, die sie nicht in der Lage war zu beantworten. Hektisch griff sie dann zu ihrem Telefon in der Tasche und rief ihre Freundin Yukari an, die sie bat sie von der Bucht Yorush Bay ab zu holen. Dies getan lief Hitomi am Strand auf und ab. Die Hände in ihre Haare vergraben, kamen wieder Tränen in ihr auf. Mit leicht hektischer Atmung versuchte sie sich irgendwie zu beruhigen, dass es bestimmt nichts schlimmes sei und wenn sie ihn morgen gedanklich ruft, wird er ganz sicher antworten. Leicht verzweifelt umher gehend, merkt sie nicht, wie ihre Freundin Yukari bereits angekommen ist und sich ihr von hinten nähert. Als die Rothaarige ihre Hand auf Hitomis Schulter tat, zuckt die Grünäugige zusammen und drehte sich um, um in ein rätselndes Gesicht zu blicken. Leicht zittern, konnte sie nicht anders als ihre beste Freundin zu umarmen. Perplex davon, tat sie dann nach paar Sekunden diese erwidern. Yukari war klar, dass etwas passiert sein muss und gab ihr den halt den sie jetzt brauchte. Nach einer weile einigermaßen beruhigt, nahm sie Hitomi mit zu sich nach Hause. Ihre Eltern haben einen kleinen Bauernhof außerhalb der Stadt, wo sie aktuell mit Amano lebt. Nach einer unruhigen Nacht voller schlimmer Gedanken, bat sie die Rothaarige ob sie bei ihr wohnen kann, da sie nicht nach Hause will. Ihre Freundin hatte nichts dagegen, wollte aber wissen was los sei. Hitomi konnte ihr darauf nicht antworten und meinte nur sie würde es tun, wenn sie soweit ist. In den darauffolgenden Wochen versuchte sie immer wieder Van zu erreichen. Aber die Blockade blieb bestehen. Die Sorge wuchs bei ihr immer mehr was nur passiert sein kann, denn auch in ihren Träumen konnte sie ihn nicht erreichen. Verzweifelt weinte sie oft und der einzige Grund warum sie es tagsüber nicht tat, war weil Yukari sie ablenkte. Um ihr nicht mehr wie nötig auf die Last zu fallen bzw. ihren Fragen aus zu weichen, sprach sie mit ihren Eltern ob sie auf den Bauernhof arbeiten dürfte, da sie sich sehr für Pferde interessiert. Das Angebot wurde dankend angenommen, weil sie sowieso eine Arbeitskraft gesucht hatten. Somit lenkte Hitomi sich ab und verdiente genug Geld um Essen sowie Miete bei Yukari zu bezahlen. Außerdem bestand so keine Gefahr, dass sie irgendwie ihren Eltern begegnet. Nach einer weile kam sie dann einigermaßen damit klar, versuchte aber immer wieder zu Van durchzudringen. Doch die Blockade blieb. Das einzige was sich änderte war, dass nach einen Monat Escaflowne in Drachengestalt bei ihr erschien.
Am Anfang noch sehr verschwommen wurde es mit jedem Tag stärker und obwohl sie nicht wusste
wieso half sein erscheinen ihr gefühlsmäßig ruhiger zu werden. Des weiteren kommt es ihr so vor
als wolle die Rüstung ihr etwas sagen, kann es aber nicht deuten. Seine nähe genießend, sagt sie jedes mal zu sich, dass es einen triftigen Grund hierfür gibt. Van würde sie nicht einfach hängen lassen. Nun wartet die Grünäugige darauf, dass ihr Engel irgendwann doch erscheint. Sie wird auf ihn warten egal wie lange es dauert. Sie wird keine andere Bindung eingehen, selbst wenn er sie erst holt, wenn sie alt ist und sollte er gar nicht kommen oder ihr mitteilt, dass er sie nicht mehr liebt und wünscht dass sie ihr Glück hier findet, wird sie als einfache Jungfrau gehen.
Wieder im jetzt hört Hitomi auf einmal das Vieren des Pferdes. Zu seinen Kopf gesehen, steht
Yukari mit ihren langen roten Haaren als auch braunen Augen, ihre beiden Arme liegen auf der
grünen Boxtür, besorgt da. Ihr Körper wird von der großen Stahltür verdeckt sodass man nur den
gelben langärmeligen Pullover erkennt. Die beiden jungen Damen schauen sich eine weile an, ehe
die hellbraun Haarige leicht lächelt.
„Was gibt es denn?“ fragt sie unscheinbar
„Frag nicht so. Ich möchte von dir jetzt bitte eine Antwort. Ich habe lange genug dir Zeit gelassen
um es mir zu sagen. Ich habe auch eine Vermutung. Aber ich will es von dir hören“, kommt es mit
Nachdruck
Aufseufzend sowie leicht genervt, hört Hitomi auf den Rappe zu bürsten. Die Lider von ihrer
Freundin weggenommen muss sie mehrmals durchatmen. Die Grünäugige weiß, dass sie der
Rothaarigen eine Antwort schuldet. Wenn sie ehrlich ist, ist sie sogar etwas beeindruckt, dass sie so lang durchgehalten hat. Denn sie ist bei solchen Sachen, wenn es ihr nicht gut geht oder etwas
verbirgt nicht die Geduldigste. Aber wie es scheint ist auch sie erwachsen geworden. Ein kleines
Lächeln überkommt sie. Nun wieder zu ihr geschaut, antwortet Hitomi so gut und wahrheitsgemäß
wie möglich.
„Du hast recht. Na schön. Wie du dir wahrscheinlich denken kannst, wollte ich nicht nur wegen
einer schönen Landschaft oder eines Berufes umziehen, sondern auch, weil dort ein wundervoller
Mann lebt, dem mein Herz gehört. Wir haben schon seit sehr langer Zeit eine Beziehung und an
dem Tag, wo ich dich anrief, wollte er mich abholen. Aber er kam nicht. Ich versuche ihn seither zu
kontaktieren, jedoch erreiche ich ihn nicht. Ich weiß instinktiv, dass etwas passiert sein muss. Er
hätte mich niemals einfach sitzen gelassen. Niemals.“
Am Anfang sehr betrübt gesprochen, nahm sie zum Schluss ein sorgen reiches Antlitz an. Yukari hat nach den ersten Worten leicht die Miene verzogen, doch zum Ende war sie überrascht. Der
Optimismus sowie die Entschlossenheit an dem Mann nicht zu zweifeln, beeindruckt sie. Ihr wird
klar, dass es Hitomi mit ihm sehr ernst ist. Aber leider kennt sie den Jungen um den es geht nicht.
Also kann sie auch nicht einschätzen ob ihre Freundin recht hat oder nicht. Jedoch weiß sie durch
die vergangen Jahre, weil Hitomi nie Anstalten gemacht hat mit einem Jungen aus zu gehen oder
kennen zu lernen, dass die Sache mit der langen Beziehung stimmen muss. Sie hatte schon lange
den Verdacht, dass sie einen Freund hat, war ihr aber immer ausgewichen. Die Lider schließend,
geht sie kurz in sich.
„Ich verstehe. Nimm mir es bitte nicht übel, aber ich kann deine Meinung zu ihm nicht teilen, da ich
ihn nicht kenne. Außerdem was willst du tun, wenn er sich weiterhin nicht meldet. Ich finde es sehr
eigenartig, dass du ihn nicht erreichst. Wenn etwas vorgefallen ist, hätte er oder einer seiner
Verwandten dich doch bestimmt angerufen oder nicht!“
bringt die Rothaarige ruhig mit leichten Unterton. Doch die Frage beantwortet die Grünäugige ihr
sofort, da sie sich denken konnte, dass so was kommt. Schnell erklärt das ihr Freund keine
Verwandten mehr hat und auch seine Freunde sowie ihre Eltern nicht von ihre Beziehung wissen,
gehen Yukaris Brauen sofort nach oben. Leicht den Mund geöffnet starrt sie Hitomi an.
„Ist das dein ernst. Wieso?“
Dabei hebt sie rätselnd kurz die Hände um sie gleich wieder auf die grüne Stahltür zu legen. Irritiert blickt sie in das Antlitz ihrer Freundin, die etwas überfordert als auch erschöpft wirkt. Das wundert sie auch nicht, da die hellbraun Haarige in den vergangen Wochen nur wenig geschlafen hat. Aber sie will es wissen, denn das kann sie überhaupt nicht verstehen. Hitomi greift sich mit einer Hand ins Gesicht und muss sich erst mal sammeln. Ihr hätte klar sein müssen, dass ihre Aussage fragen aufwirft. In der anderen Hand noch die Bürste, umklammert sie diese stärker. Nach paar Sekunden setzt sie leise fort ohne zu der Rothaarigen zu schauen.
„Es ist ein bisschen kompliziert. Das Land in dem er lebt ist sehr weit weg und hat einen
mittelalterlichen Stand. Luxus im Form von Strom, Warmwasser sowie Technik gibt es dort nicht.
Auch sein Wissen sowie der der Bewohner ist nur auf dem Stand vom Mittelalter. Ich hatte einfach Angst, dass meine Familie ihn als Hinterwälder abstempeln bzw. nicht akzeptieren. Da ich erwachsen bin, hätten sie mich nicht daran hindern können, aber der Gedanke das sie meine Liebe nicht mögen, obwohl er so toll ist, hätte ich nicht ertragen. Und was sein Land betrifft so sind die Menschen dort strickt gegen Leute die aus der Stadt kommen. Um wie eine von ihnen zu wirken sowie angenommen zu werden, habe ich mich in den letzten Jahren darauf vorbereitet.“
Yukari muss das erst mal setzen lassen. Das es auf der Erde solche Menschen noch gibt, hätte sie
nicht erwartet. Doch nun wird ihr auch klar, warum Hitomi in ihrer Schulzeit als auch danach Kurse
besucht hat, wo es sich um altertümliche Etikette, Sitten als auch Politik geht. Ihr wird immer mehr
bewusst wie sehr sie den Mann lieben muss. Zugleich kommt ihr in den Sinn, dass wenn keine
Technik existiert es auch keine Telefone gibt und Hitomi wahrscheinlich per Brief ihn kontaktiert.
Die Augen schließend, atmet sie tief durch. Ihre Freundin tut ihr einfach nur Leid. Sie macht sich
übelste Sorgen und weiß nicht was los ist. Die Lider wieder geöffnet, tut die Braunäugige nun die
Stahltür zur Pferdebox öffnen. Hinein getreten (hat lange braune Hosen mit hohen Stiefeln im
selben Ton an), legt sie eine Hand auf Hitomis Schulter, welche aufgrund der Berührung sie nun
wieder ansieht. Ihre leicht flackernden Pupillen sagen ihr, dass es zu viel war. Sie in eine
Umarmung ziehend, versichert Yukari ihr das alles gut wird. Die Grünäugige entspannt sich
langsam bei der Umklammerung und erwidert diese ehe kleine Tränen fließen.

Verzweifelt vergräbt ein Fellknäuel ihr Gesicht in die Knie. Ihr rosa Haar reicht ihr etwas über die
Schulter, während ihre Katzenohren herunter hängen. Eine enge dunkle Hose tragend mit gelben
betonten ärmellosen Shirt, sitzt sie auf einen dunklen Dach. Die Sonne ist bereits untergegangen
und am Himmel sind die beiden Monde sowie unzählige Sterne ersichtlich. Ihr bräunliches Fell
wirkt schon fast schwarz, da es Nacht ist. Die Knie eng an ihren Körper gezogen umschlingen ihre
Arme diese. Links von ihr etwas entfernt zeichnet sich ein großer dichter Wald, welcher fast eine
schwarze Färbung hat aufgrund der Dunkelheit. Rechts von ihr sind unzählige Häuser aus
gräulichen Stein mit Holzdächern erkenntlich in welchen noch Licht brennt. Da die Monde heute
recht weit entfernt sind, ist sonst nichts weiter zu sehen, trotz das ihre blauen Augen besser sind als die eines Menschen. Den Kopf gehoben wirkt sie entkräftet ihre Pupillen zittern und am liebsten
würde sie wieder weinen, aber es würde nichts helfen. Denn ihre Tränen ändern nichts an der
Situation.
Alles verlief so gut. Der Krieg gegen Zaibbach war vor über 5 Jahren zu Ende. Van baute mit
seinem Volk Fanelia wieder auf und wurde von Astoria als auch Freid dabei unterstützt. Sie selbst
half auch tatkräftig. Als die Stadt wieder stand, wurde dann der Palast wieder erbaut. Obwohl die
Berater dies als erstes tun wollten, verneinte dies Van, weil sein Volk ihm wichtiger war. Ein kleines
Lächeln kommt in ihr hoch. So ist er nun mal. Ihr war auch nicht entgangen wie er in den Nächten
sehnsüchtig zum Mond der Illusionen schaute. Sie wusste das es an Hitomi lag an welcher er sein
Herz verloren hatte. Doch sie musste wieder auf die Erde zurück. In Sorge es könnte ihn verändern, musste sie sich wundern, dass er fast jeden Tag gut gelaunt war und auch einen glücklichen Schimmer hatte. Er wirkte ruhig und entspannt. Sie erfuhr dann auch von ihm, woran das lag. Er besuchte Hitomi ständig in seinen Träumen und redete über alles mögliche mit ihr. Er meinte auch dass sie ihm gesagt hat, dass sie zurück kehren will aber es durch die Einschränkung wegen der Sphäre des Glücks damals noch nicht geht. Es verging einige Zeit und Merle spürte seine Ungeduld, doch nun war es soweit. Er würde sie abholen, aber dazu kam es leider nicht. An dem besagten Tag, so hatte sie es im nach hinein erfahren, wurde einer der Palastmauern restauriert, aber es wurde zu spät erkannt das diese brüchig war. Van war zu dem Zeitpunkt vor Ort. Als die Mauer einstürzte war einer der Arbeiter an der Steinwand gefangen. Der König flog sofort zu ihm um den jungen Mann zu retten und in dem Moment krachte die Mauer zusammen. Schützend über den Handwerker geworfen, wurden beide von den Trümmern begraben. Völlig entsetzt, machten sich die Wachen sowie anderen Arbeiter dran die Steine weg zu räumen. Zu den beiden durchgedrungen, war der Handwerker nur leicht verletzt aber Van hatte eine Kopfverletzung. Er wurde dann in seine Gemächer getragen und ein Arzt wurde gerufen. Zu dem Zeitpunkt, war in der Stadt gewesen um etwa zu erledigen, kam sie wieder zum Palast und merkte sofort bei den trüben Gesichtern im Hof, dass etwas nicht stimmt. Lange musste sie auf die Antwort nicht warten, da einer von Vans Beratern zu ihr kam sowie alles erklärte. Entsetzt lief sie sofort zu ihm. Dufte aber nicht in sein Zimmer, da der Doktor noch drin war. Als dieser heraus trat sagte er knapp, das ihr Kindheitsfreund eine schwere Gehirnerschütterung hat und sich an nichts erinnert. Es ist auch nicht ab zu sehen, wann er sie wieder erlangt. Merle drohte nach der Nachricht umzukippen. Ihre Beine zitterten genau wie ihre Lider. Wie hypnotisiert in Vans Zimmer gegangen, lag dieser auf seinem Bett. Sein Kopf war verbunden und sein Antlitz blass. Ihn so zu sehen war zu viel. Auf die Knie gefallen, weinte sie auf den Holzboden. Es dauerte lange ehe sie sich soweit im Griff hatte um an sein Holzbett zu gehen. Dort angekommen, hockte sich das Katzenmädchen hin um dann seine Hand zu halten. Es vergingen mehrere Stunden ehe der Schwarzhaarige das Bewusstsein wieder erlangte. Als seine Lider sich öffneten, entging Merle ein kleines Lächeln. Aber das Verging schnell, da Van sie skeptisch anschaute und fragte wer sie sei. Sich hektisch aufgerichtet, Griff er sich am Kopf und wollte wissen. wo er ist als auch wer er sei. Die Rosahaarige kämpfte mit den Tränen. Als ihr Kindheitsfreund sich beruhigt hatte, erklärte sie in langsamen Schritten wer er ist sowie sie. Einige Wochen zogen ins Land und wie der Arzt es sagte, wusste Van überhaupt nichts mehr. Freunde, Familie als auch seine Liebe alles war wie gelöscht. Erst dann fiel ihr wieder ein, dass ihr König an dem Unfalltag ja Hitomi abholen wollte. Das hatte sie komplett vergessen. Da sie selbst keine so enge Bindung zu ihr hat, was auch daran lag, dass sie oft eifersüchtig auf sie war, war es ihr nicht möglich sie zu erreichen um es ihr zu erklären. Wer weiß was sie nun denkt. Vielleicht glaubt sie er hat sie fallen gelassen oder schlimmer sie ersetzt. Doch das sollte nicht ihre größte Sorge sein, denn ihr Van war nicht mehr wieder zu erkennen. Er benahm sich anders und traf für ihn untypische Entscheidungen. Außerdem nachdem nun 2 Monate vergangen sind und sein Zustand sich nicht
bessert, haben die Berater beschlossen dies auszunutzen um ihn zu verheiraten. Van hatte sich
strickt geweigert und sie wusste auch wieso. Denn in seinem Herzen gab es nur platz für eine Frau
und das war Hitomi. Doch nun hat er sie vergessen und seine Berater schmücken es so aus als wäre dies schon lange Thema gewesen, dem er nur noch nicht zu gestimmt hätte. Was soll sie nur tun. Sie weiß sich keinen Rat. Auch Allen, Millerna sowie Dryden waren geschockt dies zu hören (die Tatsache was ihm passiert ist sowie das Verhalten der Berater) und bekamen natürlich seine
Entscheidungen mit, da es oft mehrere Länder betrifft. Doch solange er nicht irgendetwas tut, was alle an seine Urteilsfähigkeit zweifeln lässt, sind ihr die Hände gebunden.
Sich während ihres Gedankenganges erhoben, hofft sie innerlich auf ein Wunder bzw. muss sie etwas tun und zwar so schnell wie möglich. Einen etwas entschlosseneren Blick angenommen, ballen sich ihre Hände zu Fäusten. Es muss etwas geschehen. In stehender Position auf dem Dach macht sie sich innerlich Mut.

Friedlich schlafend, ist ihr gesamter Körper von einer weißen Decke überschattet. Nur der Kopf ist
ersichtlich, welcher auf einen weißen Kissen ist. Das restliche Zimmer ist durch den Neumond
heute stockdüster und nichts weiter ist erkennbar. In sie eindringend, sitzt sie gerade mit einen
weißen langen Rock sowie rosa ärmellosen Shirt auf einen grauen Felsen, der von einer grünen
Wiese umrundet wird. Diese wird mit Blumen im roten gelben als auch orangenen Ton bestückt.
Rings um der Wiese ist ein grelles Licht. Da sie schon oft hier wahr, weiß sie das es ein Traum ist.
Denn hier haben sich Van als auch sie ständig getroffen. Doch wie zu erwarten, erscheint ihre Liebe nicht aber ein quietschendes Geräusch ist auf einmal zu hören. Ein kleines Lächeln kommt in ihr hoch, denn dieses kennt sie zu genüge. Die Lider geschlossen freut sie sich ihn zu sehen.
„Na Hallo. Schön das du mich wieder besuchst“, bringt sie liebevoll
In der Sekunde erscheint Escaflowne in seiner Drachengestalt. Die weiße Rüstung mit den grünen
Steinen an den Flügel schwebt galant aus dem Licht direkt vor ihre Füße. Auf den schmalen Krallen nun stehend, wedelt seine dunkle Flügelhaut umher. Der Kopf mit den blauen Augen ist direkt auf sie fixiert. Der helle Schwanz liegt ruhig auf der Wiese, während der Energiestein an einer seiner Beine rosa leuchtet. Hitomi die ihre Hände auf ihre Oberschenkel gelegt hat und leicht schräg auf dem Felsen sitzt, öffnet nun die Lider. Seine schmale Figur betrachtend, wirkt er auf sie anders als früher. Der Kopf der Rüstung schwankt etwas umher also wolle er etwas sagen. Ein kleines schmunzeln, kommt über Hitomis Lippen, während sie sich nun erhebt. Auf den Drachen zugehend, legt sie ihre Hand auf dessen Kopf und streichelt ihn.
„Ich wünschte ich könnte dich verstehen. Ich wünschte du könntest mir sagen was passiert ist,
damit ich verstehe warum ich Van nicht mehr erreichen kann. Wie ich dir sagte, weiß ich das er
mich nicht einfach so fallen lassen würde. Wenn er sich für eine andere entschieden hätte, hätte er
es mir gesagt. Außerdem glaube ich daran nicht, weil er sich so sehr darauf gefreut hat, dass ich zu ihm kommen. Ich mache mir einfach furchtbare sorgen.“
Mit betrübter Miene sowie in leisen Ton gesprochen, wendet sie ihre Sicht von Escaflowne ab.
Dabei bemerkt sie nicht wie dieser leicht zittert. Leicht zögernd, tut er seinen Kopf in ihre Richtung
um sie zu berühren. Kurz aufgeschreckt, starrt sie die Rüstung etwas verdattert an, denn das hat sie bisher noch nie getan. Sich aber gleich wieder gefangen, umarmt sie ihn nun lächelnd und plötzlich beginnt der Energiestein extrem zu leuchten. Bevor Hitomi realisiert was los ist, wird sie von dem rosa Licht geblendet. Ihre Augen schließend, hält sie sich reflexartig an Escaflowne fest. Das Licht brennt sich förmlich in ihren Körper und eine ungeheure Hitze macht sich in ihr breit. Nach einer weile nimmt dieses auf einmal ab. Immer noch ihre Kleidung wie im Traum tragend, öffnet sie langsam die Lider. Leicht verwirrt, erblickt sie auf einmal zwei Monde am Himmel begleitet von Dunkelheit sowie Sternen darauf. Leicht blinzelnd wird ihre Atmung etwas hektisch. Sich erhebend, stellt sie fest dass sie mitten in der Luft über einer Stadt ist. Da es sehr dunkle ist kann sie kaum etwas erkennen. Mehrere gräuliche Steinhäuser mit Holzdächern zeigen sich grob und dahinter auf einer Felserhöhung preist sich ein großer Palast an. Diesen näher betrachtet, erkennt sie ihn sofort. Es ist Vans Schloss. Die Saphirfarbenen Mauern mit den dunklen Dächern. Der große Innenhof aus Sandsteinfarben. Alles wirkt so, wie sie es von ihren ersten Besuch in Fanelia in Erinnerung hatte. Doch obwohl die Stadt wieder so aussieht wie früher, spürt sie das eine drückende Atmosphäre hier herrscht. Aber woran kann das liegen. Doch bevor sie weiter darüber nachdenken kann, spürt sie einen enormen Druck im Kopf. Es ist als würde sie mit enormer Wucht zur Erde gedrückt werden. Ihr Sicht beginnt dabei zu verschwimmen und das ihr gezeigte Fanelia wandelt sich zu einen dunklen Farbklecks. Die Lider zusammen kneifend, überkommt sie Übelkeit. Die Hände an ihren Kopf legend, verkrampft sich ihr ganzer Körper. Überall zitternd, kann sie kaum noch atmend, da sie das Gefühl hat als würden ihre Lungen zusammen gequetscht werden. Vom Schmerz übermannt, überkommt sie Dunkelheit und nur ein vages Gefühl, dass sie auf etwas weichen landet, nimmt sie noch wahr ehe die Bewusstlosigkeit völlig einsetzt.

------------------------------------------------------------------------------------------------

Somit ist das erste Kapitel schon mal durch.  Was denkt ihr. Ist Hitomi wirklich auf Gaia und wie wird wohl Van auf sie reagieren? Bleibt dabei.