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Eine Reise in eine fremde Welt

von Rush Push
GeschichteAbenteuer, Übernatürlich / P16 / Gen
Electra Greaseball OC (Own Character)
14.10.2018
24.06.2020
39
100.734
4
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Dieses Kapitel
3 Reviews
 
30.08.2019 2.239
 
Es geht weiter mit einem neuen Kapitel, das dieses Mal etwas anders ist. Ich hoffe dennoch, dass ihr Spaß haben werdet... So... Ich werde jetzt mal Greaseball und Electra wieder zusammensuchen gehen, jetzt, wo die Geschichte vorläufig flüssig weitergeht

*auf die Suche geh*

__________________________________________

     Zufrieden pflanzte Electra sich im Schneidersitz auf die Couch, mit einer großen Schüssel Popcorn in seinem Schoß, während Greaseball am DVD-Player kniete und schon den Film heraussuchte.
     Es würde nicht mehr lang dauern und dann käme Markus nach Hause. Christine war mit ihren Eltern essen und das bedeutete, dass die Männer die Wohnung ganz für sich allein hatten und das musste man genießen. Christine spielte nämlich gerne mal die Spaßbremse. Auch wenn es manchmal berechtigt war, aber das verdrängten die jungen Männer gerne mal.
     Die Wohnungstür öffnete sich. Genau da fand Greaseball auch den gewünschten Film, legte ihn ein und suchte sich dann den nächstbesten Platz auf der Couch.
     Markus, der einen Bierkasten in der Hand hatte, trat seine Schuhe weg und ging zielstrebig auf die Couch zu, ehe er den Bierkasten in greifbarer Nähe abstellte. Er hatte die nächsten drei Tage Urlaub genommen und das musste man doch ausnutzen. Gerade weil Christine nicht da war. Sie bremste seinen Alkoholkonsum gerne mal. Der junge Pfleger erinnerte sich nicht einmal mehr daran, wann er das letzte Mal so richtig blau gewesen ist.
     So öffnete er mit einem Zischen sein kühles Bier und nahm einen kräftigen Schluck, ehe er zu Greaseball und Electra sah. Letzterer schaltete gerade den Film ein, während Greaseball einen langen Arm um Markus‘ Rücken machte und sich ein Bier angelte.
     „Christine ist bei ihren Eltern?“, erkundigte sich der ehemalige Diesel und sah Markus aufmerksam an, der jedoch stumm nickte, wieder einen Schluck aus seinem Bier nahm und den Film sah, der bereits lief.
     Zufrieden nickte Greaseball und öffnete nun auch sein Bier, ehe er es Markus gleich tat und einen Schluck nahm.
     Nur Electra weigerte sich so ein Gesöff zu trinken und schob sich ein Popcorn nach dem anderen in den Mund, während auch er den Film in Ruhe ansah.

     „Ist es üblich, dass Christine mit ihren Eltern essen geht?“, fragte schließlich Greaseball leise, als der kleine Georgie im Fernseher gerade von dem Clown gefressen wurde.
     Markus schüttelte den Kopf: „Nein. Eigentlich nicht. Ich bin eher verwirrt. Normalerweise laden wir die beiden ein.“ – „Vielleicht wollen sie sie verkuppeln.“
     Oh, jetzt ging das wieder los! Markus unterdrückte ein Verdrehen seiner Augen, während er zu Greaseball sah, der grinsend den Film verfolgte: „Greaseball, deine Beziehungstipps sind Mist!“
     „Woher willst du das wissen? Du hast sie noch nie probiert.“ – „Dis muss man nicht erst probieren, um zu wissen, dass die schlecht sind. Jetzt sei leise und schau den Film.“
     Eine Weile war Ruhe.
     „Meine Tipps sind gut. Dinah und ich sind inzwischen so lang schon ein Paar. Nichts wird sie dazu bringen mich zu verlassen.“, meinte Greaseball schließlich überzeugt.
     „Es sei denn, ein gewisser Bremswaggon nutzt deine Abwesenheit schamlos aus und tröstet Dinah mehr als nötig.“ Der Satz von Electra ließ Greaseball innerlich stutzen, ehe er frustriert die Arme verschränkte: „Das wagt dieser kleine, rote Bastard nicht.“
     „Darf ich dich daran erinnern, wer bei der Weltmeisterschaft eine entscheidende Rolle gespielt hat?“ Greaseball sah Electra eine Weile schweigend an, ehe er schnaubte.
     „Gesundheit.“ – „Wie lange willst du das mit dem 'Gesundheit' noch durchziehen?“, genervt sah der ehemalige Diesel Electra an, der nur wie ein Idiot vor sich hin grinste und weiterhin sein Popcorn knabberte.
     „Muss ich nachvollziehen können, wovon ihr gerade gesprochen habt?“ Markus schnappte sich eine Hand voll Popcorn, ignorierte dabei den Prostest seitens Electra und stopfte sich die komplette Portion in den Mund.
     „Nein.“ Damit war die Sache für Greaseball erledigt.
     
     Beinahe am Ende des Filmes und sehr viele Biere später, waren Markus und Greaseball sehr angeheitert und Electra genervt. Man, gerade wo der Film interessant wurde, begannen die beiden mit nerven? Einen frustrierten Blick zu den beiden werfend, verschränkte er die Arme. Vielleicht sollte er einfach auch so hemmungslos trinken. Dann wäre er bestimmt nicht so genervt, wie im Moment. Kaum hatte er den Gedanken zu Ende gedacht, schüttelte er auch schon entschieden den Kopf und schaute den Rest des Filmes. Er würde im Anschluss direkt in sein Zimmer gehen und die Herrschaften einfach den Rest des Tages ignorieren. Das war meistens keine schlechte Idee.
     Eine Weile funktionierte das mit dem Ignorieren ja, aber dann fingen die beiden aber wieder das Thema Beziehungen an.
     Er war davon nicht genervt, nein. Tatsächlich interessierte die ehemalige E-Lok das sogar sehr, denn bisher hatten diese beiden nie volltrunken dieses Thema angeschnitten. Vielleicht würde er so einige pikante Details erfahren, die er gegen die beiden verwenden könnte.
     So stellte er seine, beinahe leere, Schüssel Popcorn auf den Couchtisch und schaute den beiden interessiert zu.
     Bisher ging es nur über die zahllosen Liebschaften Greaseballs. Das war ja nichts Neues. Aber manchmal reichte ein kleiner Schubs in die richtige Richtung:
     „Wie es mit Greaseballs Liebschaften aussieht ist eine Sache. Aber was ist mit dir, Markus?“
     Aus gläsernen Augen sah Markus ihn an, ehe er einige Male blinzelte. Seine Stirn hatte er kraus gezogen, ehe er mit Grinsen begann. Greaseball sah Electra hingegen fassungslos an: „Das hat doch Christines Vater doch gesagt. Er mag Christine… Wie hieß der Kerl noch gleich?“
     Nachdenklich sah Greaseball auf den Tisch, ehe er mit den Schultern zuckte und seine Flasche ansetzte. Electra wedelte sich die Alkoholfahne aus dem Gesicht und sah dann wieder zu Markus. Dieser warf nur einen Blick in seine leere Bierflasche, ehe er nach der nächsten Griff.
     Sicher, Electra hatte schon oft die Macht des Alkohols erlebt. Hauptsächlich wegen Greaseball und seiner Gang. Den jungen Pfleger nun so betrunken zu sehen, überraschte ihn dennoch. Markus war sonst immer so vernünftig und nun schlug er über alle Stränge.
     Vielleicht war der junge Pfleger auch einfach nur froh, nicht immer nur mit Christine herumzuhängen.
     „Markus?“ Electra hob neugierig die Augenbraue, während der junge Mann ihn anblinzelte, ehe er anfing zu Grinsen: „Soll‘ ich’s wirklich sag’n? Ja…“
     Das war schon wieder zu einfach. Electra runzelte ein wenig die Stirn und betrachtete den jungen Mann dabei, wie er versuchte seine neue Flasche zu öffnen.
     Dieses Bild an sich war sehr interessant. Allein deshalb, weil Markus den Flaschenöffner falsch benutzte.
     Während Electra erneut die Augenbraue hob, sah sich Greaseball das Ganze eine Weile schweigend und schwankend an, ehe er Markus die Flasche aus der Hand riss: „Jetzt gib ma‘ her… Kann sich ja keine Lok mit anseh’n“
     Damit beugte er sich hinunter zum gläsernen Couchtisch und zielte genau. Electra weitete seine Augen und versuchte noch das schlimmste zu verhindern – immerhin würde er genauso viel Ärger bekommen, würde etwas kaputt gehen – da war es aber schon zu spät. Greaseball hatte versucht den Deckel an der Tischkante abzuschlagen und das hatte auch ganz gut funktioniert. Jedoch zierten nun auch unschöne Kratzer den sonst so einwandfreien Glastisch. Also würde entweder Christine an die Decke gehen oder ihre Mutter. Oder beide.
     Electra schüttelte sich und blickte böse zu Greaseball: „Ein Flaschenöffner wäre nicht gegangen?“
     Greaseball warf ihm daraufhin einen betrunkenen, verwirrten Blick zu, während Markus den besagten Flaschenöffner hochhielt: „Der is‘ kaputt!“
     Die E-Lok vermied es sich durch das Gesicht zu wischen und erhob sich schließlich. Es wurde Zeit, dass er die beiden ignorierte und sein eigenes Zimmer aufsuchte.  Lange hielt er diesen Blödsinn nicht mehr aus.
     „Greaseball, was für Tipps hattest du?“ Die Frage von Markus ließ Electra stutzen. Er betrachtete interessiert den jungen Pfleger, während er sich wieder setzte.
     „Wieso willst’n das wissen?“ Greaseball sah ihn verwirrt an, während Markus grinste: „Chrisi wird bald zurück sein. Da kann ich’s ihr auch gleich sag’n, oder nicht?“
     Oh, das wurde jetzt sehr interessant. Electra mochte es ja, wenn sich betrunkene Männer zum Affen machten. Das war immer so lustig und man konnte sie schön mit diesem Wissen aufziehen, schließlich erinnerten sie sich nicht mehr daran, deswegen lehnte er sich interessiert nach vorn.
     „Na gut. Also zuerst musst du… Was machst’n du noch hier?“ Greaseball wollte gerade zur Erklärung ansetzen, als er dann jedoch Electra ansah, der nur unschuldig grinste: „Ich bin nur ein gespannter Zuhörer. Sprich weiter.“
     „Könntest du aufhör’n zu Grins’n? Siehst so merkwürdig aus wie Caboose.“ Der Diesel sah Markus wieder an: „Du musst ihr zeig’n, dass du der Mann bist. Frauen steh’n drauf!“
     Was würde Electra nur für eine Kamera geben? Es fehlte nur noch, dass die beiden sich einen Kuss austauschten. So lauschte die ehemalige E-Lok gespannt den „hilfreichen“ Tipps von Greaseball. Wirklich Neues erfuhr er nicht. Benimm dich wie ein gefühlsloser Gorilla und baggere Frauen auf möglichst dümmste Art und Weise an. So konnte man Greaseballs Tipps prima zusammenfassen.
     Sehr schnell endete die Lehrstunde und Electra entschied nun endgültig, sich in ein Zimmer zu verziehen. Diese Ausdrucksweise der beiden war furchtbar. Weiter kam er jedoch nicht, da wurde er schon Markus angesprochen: „Wohin willst’n?“
     „In mein Zimmer. Viel Glück bei Christine.“ Electra würde auf keinen Fall schon schlafen gehen. Er musste sich zumindest noch die Versuche von Markus anhören, der Christine billig anmachte.
     „Du hast dir noch gar nisch die Glühwürmchen angeseh’n.“, maulte Greaseball nun enttäuscht, woraufhin Electra verärgert die Stirn runzelte: „Welche Glühwürmchen? Es ist Anfang Herbst und wir sind in einer Wohnung.“
     „Doch, da sind welche! Genau hinter dir.“ – „Für wie bescheuert hältst du mich eigentlich, Diesel?“ – „Dann bis‘ du doof!“
     Markus neben ihm kicherte wie ein kleines Schulmädchen, während Electra sich das Nasenbein rieb, ehe er sich umdrehte und aus der Fensterfront sah. Denn als doof würde sich die ehemalige E-Lok bestimmt abstempeln lassen. Schließlich zuckte er mit den Schultern und sah mit verschränkten Armen zu den beiden betrunkenen Gestalten, die noch auf der Couch saßen: „Da ist nichts.“
     Markus und Greaseball tauschten sich nur ein betrunkenes Grinsen aus, ehe sie nickten und Electra angrinsten: „Verarscht!“
     „Ja, sehr lustig, ihr beiden. Ich bin ja gespannt was Christine zu eurem Zustand sagen wird…“ Damit wollte Electra schon wieder seines Weges gehen, als ausgerechnet Markus damit begann, ihn zu provozieren: „Die wird disch auslach’n. Weil du ne Pussy bist und nisch mitmachst!“ – „Ich bin keine Pussy!“
     „Dann eben ne Muschi!“, lachte nun Greaseball neben Markus, was Electra nun herumfahren ließ: „Ich bin auch keine…! Wisst ihr was? Vergesst es! Ich gehe jetzt in mein Zimmer. Ich lasse mich nicht auf euer Niveau hinab.“ Electra wollte schon weitergehen, blieb aber, wie vom Donner gerührt stehen, als Markus ihm trocken antwortete: „Der ist ne Muschi!“
     Die ehemalige E-Lok atmete tief durch, ehe er weitergehen wollte, wäre da nicht Greaseball gewesen, der Gackern nachahmte.
     „Das war ein Huhn!“ Electra sah den ehemaligen Diesel angesäuert an, der nur die Bierflasche hob: „Passt doch. Ein komisches Federvieh bist du auch!“
     Damit nahm der ehemalige Champion einen großen Schluck, ehe Markus nachsetzte: „Und ein feiges Huhn!“
     „Ich bin kein feiges Huhn und auch kein komisches Federvieh!“ – „Dann beweis es und trink mit. Oder hast du Angst?“ Provozierend angelte Greaseball eine Bierflasche aus dem Kasten und warf sie Electra zu. Dieser, zu überrascht von dem plötzlichen Wurf, ließ diese beinahe auf dem Boden fallen, konnte sie aber noch retten, bevor noch ein Unglück geschehen konnte.
     Im Anschluss hielt er die Flasche am Flaschenhals mit zwei Fingern weg: „Auf gar keinen Fall werde ich dieses Gesöff trinken.“
     „Ich hab‘ doch gesagt, dass er das nicht durchzieht.“ Greaseball stieß Markus in die Seite, der nur zustimmend nickte: „Nur ganze Männer trinken Bier. Aber er ist ja ne Pussy!“
     Das reicht! Entschlossen schnappte sich Electra den Flaschenöffner und öffnete seine Flasche, ehe er entschieden einen Schluck nahm.
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