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Eine Reise in eine fremde Welt

von Rush Push
GeschichteAbenteuer, Übernatürlich / P16 / Gen
Electra Greaseball OC (Own Character)
14.10.2018
24.06.2020
39
100.734
4
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26.08.2019 2.715
 
Heyo, hier bin ich wieder. Es hat dieses Mal tatsächlich gar nicht sooo lange für ein neues Kapitel gebraucht, was vermutlich auch daran liegt, dass es mir momentan viel Spaß macht, weiterzuschreiben

-Sagtest du nicht, dass es dir momentan schwer fällt zu schreiben?-

~Ich meine mich auch an etwas ähnliches zu erinnern~

Das wird schon. Ich habe schon lange nicht mehr weiter geschrieben. Das wird mit der Zeit besser. Ich will meine Leser auch gar nicht so lange hinhalten. Viel Spaß bei dem Kapitel

______________________

     „Gerald Cook… Gerald Cook… Gerald Cook…“, Christine scrollte sich im Internet durch das Telefonbuch, fand aber nichts, was sie resigniert seufzen ließ, ehe sie ihre Stirn mit einem Knall auf den Tresen fallen ließ, an welchem sie mit ihrem Laptop saß: „Das führt doch zu nichts!“
     Markus, der mit Greaseball und Electra auf der Couch saß und bis eben die Telefonbücher aus Papier durchgeblättert hatte, legte seines zur Seite und ging zu Christine, während die beiden ehemaligen Loks weitersuchten. Zumindest Greaseball, Electra weigerte sich nämlich, seitdem er sich zum dritten Mal in den Finger geschnitten hatte.
     „Wir haben jetzt beinahe alles durchsucht, sicher, dass dein Vater uns nicht belogen hat?“ Verzweifelt sah die junge Ärztin den Pfleger an, der nur traurig lächelte. Man erkannte es daran, dass sein Lächeln seine braunen Augen nicht erreichte: „Mein Vater konnte sich schon immer Namen gut merken. Ich denke nicht, dass er sich irrt. Er ist ein Arsch, aber er gibt nie falsche Informationen raus, dafür ist er zu stolz!“
     Nun knallte auch das dicke Telefonbuch mit einem Scheppern auf dem gläsernen Couchtisch, während Greaseball sich stur zurücklehnte: „Ich kann diese Namen nicht mehr sehen! Diese kleine Schrift ist furchtbar!“
     „Ich stimme ihm zu.“ Electra mischte sich, wie gewöhnlich, mit ein, woraufhin er einen fragenden Blick von Greaseball zugeworfen bekam: „Du hast doch gar nicht mitgemacht!“
     „Und wie ich das habe! Sieh!“ Damit hielt er dem Diesel seinen Zeigefinger unter die Nase, an dem sich nun wirklich minimale Schnitte abzeichneten.
     Greaseball sah eine Weile verdutzt auf den Finger, ehe er ihn mit trockenen Blick zur Seite schob: „Du bist eine Memme!“
     „Hast du eigentlich eine Ahnung, wie sehr die brennen? Als Lok wäre mir ja so etwas nie passiert.“, beschwerte sich Electra und sah seinen geschundenen Finger mitleidig an.
     „Nur wegen dir sind wir keine Loks mehr, also hör auf dich zu beschweren!“ – „Wer hat die Steine aus der Wand gezogen und damit den ganzen Sternenhimmel durcheinander gebracht? Das warst ja wohl du!“ – „Hättest du einen besseren Orientierungssinn, hättest du diese verdammte Höhle nie gefunden, du tolle Lok der Zukunft!“
     „Jungs!“ Christine funkte relativ entspannt dazwischen und deutete mit ihrem Finger auf die Wohnungstür: „Prügeleien bitte nur draußen. Ihr wisst noch: Blut und Möbel vertragen sich nicht und meine Mutter dreht bei so etwas durch.“
     Während Markus vor sich hin grinste, schauten die ehemaligen Loks Christine verdutzt an. Eine ganze Weile hielt diese Ruhe an, ehe sich Electra mit verschränkten Armen zurücklehnte: „Ich prügele mich nicht mit dem.
     „Ja, weil du keine Chance hättest.“ – „Wenn ich will, könnte ich dich im Schlaf besiegen.“ – „So, wie du es bei den Schlägern getan hast?“
     Christine legte mit einem Seufzen ihre Hand auf die Augen und schüttelte leicht den Kopf: „Was hat uns geritten, die beiden aufzunehmen?“

     Im Gegensatz zu seiner Freundin, amüsierte Markus sich prächtig über die täglichen Rangeleien zwischen Electra und Greaseball. Es war doch harmlos und bisher hatte niemand dem anderen wehgetan.
     Er warf einen Blick auf die Wanduhr und seufzte nun auch. Christines und seine Schicht würde bald beginnen. Es war inzwischen eine Woche seit dem Treffen mit seinem Vater vergangen und sie waren keinen Schritt weiter. Sehr zu ihrem Leidwesen.
     Hätten sie nur weitere Daten von diesem Gerald Cook, dann wären sie jetzt schon sehr viel weiter. Aber so hatten sie nur einen Namen und die Aussage, dass er offenbar schon älter war. Aber wie viel älter?
     Das war so eine schwammige Angabe, dass Markus direkt Kopfschmerzen bekam und sich genervt die Schläfen rieb.
     „Schauen wir zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal. Erst einmal müssen wir arbeiten.“, erklärte Christine und klappte ihren Laptop zu, ehe sie sich auf den Tresen lehnte.
     „Du hast Recht.“ Er betrachtete seine Freundin lächelnd, die ihm dieses freundlich erwiderte, während die beiden Loks ihnen zusahen.
     Schließlich war es Christine, die ihm mit einem „Piep!“, gegen die Nasenspitze tippte und im Anschluss in ihr Zimmer ging, um sich umzuziehen. Immerhin hatte die junge Ärztin im Moment noch ihre Schlafsachen an, welche aus einer kurzen Stoffhose und einem schwarzen T-Shirt bestand, mit der motivierenden Aufschrift: Ich trage heute wieder fröhliches Schwarz!
     Die pinke Schlafhose ließ das Ganze aber recht lächerlich wirken, während Markus ihr schmunzelnd hinterher sah. Dabei entgingen ihm die Blicke von Greaseball und Electra nicht.
     Als die Tür bei Christine ins Schloss gefallen war, lehnte er sich zurück und nahm sein Smartphone. Bis Christine fertig war, würde das noch eine ganze Weile dauern.
     „Warum sagst du es ihr nicht?“ Kam plötzlich die unerwartete Frage seitens Greaseball, der den jungen Pfleger angrinste. Dieser blinzelte nun überrascht den ehemaligen Diesel an, während er sein Handy sinken ließ: „Was meinst du?“
     „Bitte.“ Greaseball schnaubte belustigt und schlug Electra, als dieser mit einem frechen „Gesundheit“ antwortete. Daraufhin rieb sich die E-Lok den Arm und schaute den Diesel böse an, er nun zu Markus schlenderte.
     „Sieht doch jeder, dass du sie magst.“ Er versuchte lässig seine Hände in seine Hosentaschen zu stecken, was aber wegen seinem Gips nicht funktionierte.
     Markus indes zog nur eine Augenbraue nach oben und sah zu Greaseball hinauf: „Woher willst du das wissen?“
     „Ich habe da meine Quellen. Sehr vertrauenswürdige Quellen. Lass dir ein paar Tipps von einem Profi geben.“, fing er nun an, woraufhin Markus‘ Augenbraue noch weiter gen Haaransatz wanderte: „Wenn sie von dir sind…“
     Greaseball verzog beleidigt die Miene und warf einen bösen Blick zu Electra, der nun laut auflachte, während er schon wieder die Fernbedienung in Beschlag genommen hatte.
     „Hör mal, Markus. Ich bin ein Frauenheld in unserer Welt.“ Ein erneutes Auflachen seitens Electra, was Greaseball nun mit einem Knurren kommentierte. Markus schüttelte grinsend den Kopf: „Vergiss es, Grease! Du bist der Letzte, von dem ich Tipps annehme.“ – „Sie könnten dir nützen.“
     „Hör zu. Ich weiß zwar nicht, von welchen ‚vertrauenswürdigen‘ Quellen du sprichst… Aber sie liegen falsch. Christine und ich sind nur Freunde.“, erklärte Markus, der nun wieder sein Smartphone hob und in seinen sozialen Netzwerken herumschaute.
     „Ganz sicher?“ – „Ganz sicher, Greaseball!“ Markus nickte, ohne den ehemaligen Diesel noch einmal anzusehen, steckte dann sein Handy weg und ging zur Wohnungstür, wo er seine Schuhe anzog.
     Wenig später kam auch Christine fertig die Treppe hinunter und schloss sich Markus an, ehe die beiden die Wohnung. Die junge Ärztin ließ es sich aber nicht nehmen, noch einmal Greaseball und Electra zu sagen, dass sie sich benehmen sollten.
     
     So blieben die beiden zurück. Electra wieder im Bann des Fernsehers und Greaseball, der mitten im Wohnbereich stand und nichts mit sich anzufangen wusste.  
     Schließlich war es Greaseball, der selbstgefällig grinste: „Er wird schon noch kommen.“ Damit begab der Amerikaner sich zur Couch und setzte sich zu Electra, welcher ihm allerdings einen ungläubigen Blick zuwarf: „Und was soll das dann werden? Liebesexpress, oder was?“
     „Verschone mich damit.“ Greaseball wirkte nun genervt und schaute auf den Fernseher, während er seine Füße auf den Couchtisch legte. Oder zumindest auf eines der Telefonbücher. Einen Blick darauf werfend, seufzte er: „Aber bevor wir uns um Markus und Christine kümmern…“
     Weiter kam er nicht, da berichtigte Electra ihn schon: „Du meinst, du mischst dich bei ihnen in die Beziehung ein.“
     „Noch haben sie keine Beziehung und ich mische mich nicht ein. Ich helfe.“ – „Ich denke auf deine Hilfe können sie verzichten.“ Der ehemalige Diesel warf einen beleidigten Blick zu Electra, welcher die Nachrichten verfolgte. Schließlich fuhr Greaseball sich selbstgefällig durch die Haare: „Er wird kommen.“
     „Wird er nicht.“ – „Und wie er das wird!“ Greaseballs Grinsen wurde breiter, während man in Electras Gesicht keine Regung ablesen konnte: „Wird er nicht, wenn er klug ist.“
     „Ist er denn klug?“ – „Klüger als du auf jeden Fall. Aber das ist ja keine Kunst.“ Ein erneuter, beleidigter Blick von Greaseball.
     „Abgesehen davon, sollten wir uns im Moment um völlig andere Sachen Gedanken machen.“ Electra warf ihm einen ruhigen Blick zu: „Wir müssen diesen Gerald Cook finden. Er ist der Einzige, der weiß, was es mit den Steinen auf sich hat.“
     „Und wie wollen wir das anstellen?“ Greaseball sah Electra an, neugierig auf eine Lösung, die der E-Lok aber im Moment nicht einfiel. Hilflos zuckte Electra mit den Schultern und sah im Anschluss aus dem Fenster.
     „Wir müssen einfach weiter suchen.“

     Und das taten sie auch, auch wenn die Suche nach dem ominösen Mann sich als schwieriger herausstellte, als zuerst angenommen. So waren es zunächst noch Tage, die sie mit der Suche verbrachten. Diese wurden zu Wochen und nur ein Wimpernschlag später war ein Monat vorbei.
     Obwohl die Suche eher ernüchternd war, war es für Greaseball und Electra dennoch ein Grund zur Freude, denn Christine nahm nur wenige Tage später die Gipse ab.
     
     „Starlight sei Dank!“ Greaseball streckte seine geheilte Hand und ballte sie einige Male zur Faust, ehe er begann seine Hand zu kratzen: „Dieses Jucken war furchtbar!“.
     „Wem sagst du das?“ Electra stand im Bad vor dem Spiegel und fuhr prüfend mit seinem Finger über sein Nasenbein. Alles noch beim alten und das war auch ganz gut so. Niemand wollte sich ausmalen, was passiert wäre, wäre eine Narbe zurückgeblieben.
     So war die Ärztin nun erleichtert, während sie sich auf einen der Barhocker setzte und Markus dabei zusah, wie er gerade fleißig Schnitten schmierte. Er schien ihren Blick im Rücken zu spüren und drehte sich zu ihr herum, mit zwei Packungen Wurst in den Händen: „Salami oder Schinken?“
     „Eigentlich dürstet es mich nach einem Salatbrot, aber das steht nicht zur Auswahl, kann das sein?“
     Auf Markus‘ Kopfschütteln hin, seufzte sie und stützte ihren Kopf auf ihrer Hand ab: „Dann werde ich wohl mit Schinken Vorlieb nehmen müssen.“
     Der junge Pfleger wandte sich ab und arbeitete weiter an den Schnitten: „Wir hätten noch Salat, hätte eine gewisse Ärztin nicht gestern eine Fressorgie begonnen.“
     „Ich habe das begonnen? Das warst doch wohl eindeutig du!“ Die Beschuldigte verschränkte die Arme vor der Brust, während Markus sich nun an Electra und Greaseball wandte: „Hey, Jungs! Wollen wir uns heute Abend einen Film reinziehen?“
     „Ja Ja, schleich dich ruhig aus unserer Unterhaltung!“, schmunzelnd schüttelte Christine mit dem Kopf, während Markus weiterhin zu Greaseball und Electra sah, die sich nur gegenseitig einen Blick zuwarfen, ehe sie simultan mit den Schultern zuckten.
     „Wenn es sein muss.“ – „Aber nicht wieder einer dieser furchtbaren Filme!“ Electra verschränkte trotzig, wie ein kleiner Junge, die Arme vor der Brust und schaute Greaseball und Markus aus Schlitzen an, die seine Augen darstellten.
     „Du meinst Horrorfilme?“ Markus runzelte die Stirn und sah Electra an, der nur langsam nickte, ehe er von Greaseball ausgelacht wurde: „Ach, hat unsere Lok der Zukunft etwa Angst vor einem bösen Film!?“
     Christine schüttelte nur den Kopf und fing an Wasser im Wasserkocher aufzukochen und sich eine Tasse mit Tee vorzubereiten.
     Man konnte schon sagen, dass sie eine bessere Beziehung zueinander hatten, als damals. Deutlich besser, was wohl auch daran lag, dass Greaseball und Electra nicht mehr so eingebildet waren. Sie hätte nie gedacht, dass Electras Ausflug auch positive Seiten haben könnte. Aber tatsächlich hatte er welche, auch wenn die beiden Loks immer noch die ganze Zeit den großen Kerl raushängen ließen.
     Das störte ja Christine nicht einmal sehr, während sie sich an die Küchenschränke lehnte und dabei zusah, wie Markus zu den Loks ging.
     Sie hatte es damals viel eher gestört, dass Electra und Greaseball sich nur für sich selbst interessiert hatten. Andere Menschen waren ihnen egal gewesen und diese Seite hatten sie zumindest etwas abgelegt. Sie waren nicht mehr so herablassend zu Markus und Christine.
     „Wie wäre es mit Es?“ Markus ging zu den beiden und sah Electra an, der misstrauisch die Augen verengte: „Worum geht es da?“
     „Um einen Clown.“ Auf Markus‘ Antwort hin entspannte sich Electra, schnappte jedoch entsetzt nach Luft, als Christine sich einmischte: „Der kleine Kinder frisst.“
     Greaseball war es nun, der enttäuscht zu Christine sah: „Ehrlich, Christine? Du verpetzt uns?“
     „Es muss doch fair bleiben. Electra, der Film ist harmlos. Den hat sogar meine Mutter mit mir geschaut.“, beruhigte Christine die ehemalige E-Lok. Es lag ja nicht einmal daran, dass Electra diese Filme fürchtete. Das wusste Christine. Das Problem war, dass Electra denn Sinn dahinter nicht verstand. Warum wollte man sich freiwillig gruseln?
     Und sie hatte genügend Beispiele, bei denen man sehen konnte, dass das die wahre Meinung der E-Lok war, immerhin hatten sie schon genügend Filme miteinander gesehen.
     Sie kippte das heiße Wasser in ihre Tasse und tat den Teebeutel dazu, ehe sie wieder die Männer ansah. Sie verstand sowieso nicht, was die drei an diesen Filmabenden so mochten. Electra beschwerte sich meist nur über die Filme und fragte ständig nach, wenn er etwas nicht verstand, Greaseball war deswegen immer auch Hundertachtzig und würde die ehemalige E-Lok am liebsten verprügeln, Markus saß dazwischen und ignorierte sie weitestgehend.
     Und Christine? Tja, die tat sich diese Filmabende schon seit ein paar Wochen nicht mehr an. Ihr fehlte einfach die Geduld dafür und einen Film wollte sie ihn Ruhe und ohne Störungen sehen. Nein, die junge Ärztin verkroch sich entweder in ihr Arbeitszimmer, in das Schlafzimmer oder verbrachte den Abend mit ein paar Freundinnen.
     So würde sie es auch heute tun, nur dass sie den Abend nicht mit ihren Freundinnen, sondern mit ihren Eltern verbringen würde.
     Ihre Mutter hatte sie nämlich spontan zum Essen eingeladen. Ein wenig misstrauisch war Christine schon gewesen, denn es war unüblich für ihre Mutter, sie einfach zum Essen einzuladen… Aber entweder das Essen oder ein Filmabend mit Greaseball, Electra und Markus. Die Entscheidung fiel ihr da nicht besonders schwer.
     So lächelte Christine nur und nippte an ihrem Tee, während sie dabei zusah, wie die Herren der Schöpfung über die Filmauswahl diskutierten.
     Es würde noch eine Weile dauern, bis sie und Markus in die Spätschicht mussten und bis dahin konnte man sich auch ganz gut amüsieren.
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