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Eine Reise in eine fremde Welt

von Rush Push
GeschichteAbenteuer, Übernatürlich / P16 / Gen
Electra Greaseball OC (Own Character)
14.10.2018
24.06.2020
39
100.734
4
Alle Kapitel
57 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
14.06.2019 1.524
 
Hallo? *um Ecke lug* Ist hier noch jemand? *Kapitel hochhalt* Ich habe hier ein neues Kapitel...

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Ich lasse es hier mal liegen... *Kapitel hinleg* Vielleicht entschuldigt das die lange Pause *davonschleich*

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     Die Antwort von Markus‘ Vater kam recht flink, was auch dem geschuldet war, dass Markus die Mail gleich losgeschickt hatte. Zumindest, nachdem er das Telefonat mit seinem Vater hatte.
     Um nicht zu sagen, bekam Markus die Antwort bereits am nächsten Tag. Und diese war auch schon wieder eine Frage für sich, denn der Professor lud sie alle zu sich ein, mit dem Zusatz, es sei dringend.
     
     So machten sie sich auf den Weg zum örtlichen Planetarium, in welchem Professor Hoenn sie eingeladen hatte. Obwohl keiner der Vier besonders scharf darauf war, den alten Mann wiederzusehen, so war er dennoch die letzte Hoffnung.
     Wer sonst konnte etwas über die Steine wissen, wenn nicht er? Er rühmte sich doch immer damit, dass er das Lexikon der Sterne sei.
     Markus ging schon damals dieses großkotzige Verhalten auf den Senkel und er gab Christine Recht, wenn sie sich fragte, warum sie nur dieser Sorte von Person über den Weg liefen.
     Greaseball und Electra entsprachen diesem Muster ebenfalls, auch wenn die beiden es nie freiwillig zugeben würden. Und dieses Verhalten hatte sich auch merklich gebessert, seitdem Electra sich für einen Alleingang in die Stadt entschieden hatte.
     Markus hatte Greaseball gehörig die Meinung gegeigt und Electra hatte auf die harte Tour lernen müssen, dass er nicht so toll war, wie er immer dachte. Zwar waren die beiden immer noch ganz schön überheblich, aber das war ja auch weiter nicht schlimm. Jeder hatte seine Schwächen und es wären ja nicht Greaseball und Electra, würden sie diese Seite von sich nun endgültig ablegen.
     Markus seufzte, als er das Auditorium betrat und seinen Vater am Sternenprojektor stehen sah. Er konnte es nicht leiden, seinem Vater so zu Kreuze zu kriechen. Hauptsächlich, weil er sich eigentlich einmal geschworen hatte, nie wieder ein Wort mit dem alten Mann zu wechseln. Er sollte vielleicht mal einen Schuldschein für Greaseball und Electra führen. Das könnte am Ende sehr lukrativ werden, dachte er Pfleger und stieg die Treppe mit einem genervten Gesichtsausdruck hinab.
     Sein Vater hatte ihn schon bemerkt und sah die vier herannahenden Besucher abwesend an, ehe er sich weiter an dem Projektor zu schaffen machte.
     „Du hast dich schnell gemeldet.“, kommentierte Markus das untypische Verhalten seines Vaters, der nur schnaubte: „Ich wollte das so schnell wie möglich hinter mir bringen. Kann ich bitte die Steine sehen?“
     Greaseball und Electra sahen misstrauisch auf die erwartende Hand vor sich. Schließlich war es Greaseball, der seinen Stein aus der Tasche zog und als erster in die Hand des alten Mannes legte.
     Daraufhin landete auch Electras Stein in der Hand und der Professor wandte sich kommentarlos ab. Er betrachtete sie ein wenig: „Ich habe mir einige Gedanken zu den Steinen gemacht. Es handelt sich bei den Figuren um Herkules und den Pfeil.“
     „Das wissen wir auch schon. Erzähl uns etwas Neues, Opa!“ Auf diese Aussage hin, bekam Electra von Christine einen Schlag auf den Hinterkopf, woraufhin sich dieser beleidigt die geschundenen Stelle hielt: „Ich verstehe nicht, was das soll? Niemand mag ihn.“
     „Electra halt die Klappe, oder ich breche dir deine Nase gleich noch einmal!“ Auf diese trockene Drohung hin, schnappte Electra beleidigt nach Luft und ließ sich mit verschränkten Armen in einen der blauen Sitze fallen: „Ich bin ein Superstar und ihr behandelt mich als wäre ich…“ Der Rest seines Gemeckers ging in seinem Gemurmel unter, so konnten sich die anderen drei wieder auf Jules Hoenn konzentrieren, der nun die vielen Stufen der Treppen hinauf ging, hinein in ein Konsolenraum, in welchem er sofort das Licht abschaltete.
     Mit einem lauten Klicken surrte der Sternenprojektor los und projizierte die unglaublichsten Bilder an die Kuppel des Auditoriums.
     Alles war von einem dunklen Blau einhüllt und die Sterne erhellten als einziges die große Halle. Während Christine dieses fantastische Bild mit einem Strahlen bewunderte und den Kopf in den Nacken legte, setzte sich Greaseball neben Electra und lehnte sich interessiert zurück.
     Auch Electra hatte beeindruckt die Augenbraue gehoben. Nur Markus wirkte genervt, aber das auch nur, weil er seinem Vater nicht die Genugtuung geben und zeigen wollte, wie sehr ihm das gefiel.
     „Ich habe mir einige Gedanken gemacht, bezüglich der Steine und dachte, dass es sich bei den Steinen um eine Assoziation mit den hellsten Sternen des entsprechenden Sternbildes handelt. Da der Pfeil ein recht unscheinbares Sternbild ist, begann ich mit Herkules.“, erklärte Jules Hoenn und vergrößerte die Sicht auf Herkules. Zuerst sah man nur das Muster, das man in den Steinen erkannte, dann aber wurde noch ein Bild auf das Muster projiziert, das den legendären Krieger zeigte.
     
     Interessiert lehnte sich Greaseball nach vorn und sah sich das Bild an. Der Krieger, den sie zu sehen bekamen, stand Kopfüber, mit einer Keule in der einem und einem Strauch in der anderen Hand. Der rechte Fuß war auf ein Drachenkopf gestemmt.
     „Herkules ist eines der Sternenbilder des Sommers.“, erklärte Jules weiter und wurde dann von Electra unterbrochen: „Also sieht man sie nur im Sommer?“
     „Man sieht sie im Sommer am besten! Wie dem auch sei. Zuerst dachte ich, eure Steine hingen mit den hellsten Sternen des Bildes zusammen. In diesem Fall wäre es: Ras Algethi.“
     „Und?“ Christine sah zum Kontrollraum, wo Jules weiter arbeitete.
     „Da kommt das merkwürdige der Geschichte. Als ich letzte Nacht nach dem Sternenbild sehen wollte, fand ich es nicht. Genauso verhält es sich auch mit dem Pfeil.“ Der Mann wirkte ernsthaft verwirrt über die Tatsache, während er die Bilder an der Kuppel betrachtete.
     „Vielleicht ist es einfach die falsche Jahreszeit. Oder sie sind woanders.“, meinte Greaseball nun und man hörte den Professor nur nach Luft schnappen.
     Während der Diesel die Stirn runzelte und das Gefühl hatte, er hätte etwas Falsches gesagt, kam Jules Hoenn die Treppe herunter. Er nahm zwei Stufen mit einem Mal und sah dann Greaseball beinahe bösartig an: „Sternenbilder ändern nicht einfach ihre Position! Das haben sie noch nie getan und werden sie auch nie tun! So etwas lernt man schon in der Schule!“
     Der ehemalige Diesel verzog nun beleidigt die Miene, ehe er sich in seinen Sitz fallen ließ.
     „Weißt du nun, was es mit diesen Steinen auf sich hat, oder habe ich dich umsonst kontaktiert?“, mischte sich nun Markus ungehalten ein, der sich neben seinen Vater stellte, welcher mit den Steinen in seinen Händen spielte.
     „Ich habe so einen schon einmal gesehen. Aber mit einem anderen Sternenbild.“, erklärte der Professor und bekam somit die Aufmerksamkeit aller.
     Während Greaseball und Electra sich interessiert aufsetzten, hoben Markus und Christine interessiert die Augenbrauen.
     „Ein älterer Herr kam einmal mit einem ähnlichen Anliegen zu mir. Das ist aber schon Jahre her. Er wird euch vermutlich mehr sagen können, als ich.“ Damit händigte der Professor Markus die Steine aus, der sie an Electra und Greaseball weiterreichte, die nun auch zu der Gruppe stießen.
     „Nun. Wenn ihr mich nun entschuldigt. Ich habe noch andere Termine.“ Damit richtete der Professor seine Krawatte und nickte jedem zu, ehe er mit einem kühlen Blick zu Markus sah: „Markus.“
     „Kannst du uns vielleicht sagen, wie der Mann hieß?“, murrte der junge Pfleger mit seiner tiefen, rauchigen Stimme nur und verschränkte mit grimmiger Miene die Arme.
     Nun schien Professor Hoenn zu überlegen und er kratzte leicht sein bärtiges Kinn: „Ich weiß es nicht mehr genau. Das ist ganz schön lang her. Ich glaube, sein Name war Gerald… Cook, wenn ich mich richtig erinnere.“ Jules warf einen Blick auf seine Uhr: „Jetzt muss ich wirklich los.“
     Damit verschwand er wieder im Kontrollraum und schaltete alles aus und das Licht wieder an, ehe er aus der Tür verschwand.
     Die anderen vier konnten sich gar nicht über die Unfreundlichkeit des Professors ärgern, sondern starrten nun auf die Steine in den Händen der ehemaligen Lokomotiven.
     Nur Markus war es, der den Kopf hob und die beiden ehemaligen Lokomotiven beinahe vorwurfsvoll ansah: „Da lässt man euch fünf Minuten aus den Augen und ihr bringt den gesamten Kosmos durcheinander!“
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