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Eine Reise in eine fremde Welt

von Rush Push
GeschichteAbenteuer, Übernatürlich / P16 / Gen
Electra Greaseball OC (Own Character)
14.10.2018
24.06.2020
39
100.734
4
Alle Kapitel
57 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
28.12.2018 1.752
 
Wow, man sieht sich tatsächlich noch einmal vor dem Jahreswechsel... Aber ich hatte heute noch Zeit, deswegen dachte ich, man kann noch einmal ein Chap hochladen... Ich hoffe, so versüße ich euch das restliche Jahr noch einmal und beantworte offene Fragen, die mit Sicherheit im Laufe der letzten Kapitel entstanden sind. Wenn auch nur ein paar...
In der Hinsicht, möchte ich euch nicht unnötig aufhalten und wünsche euch einen guten Rutsch ins Neue Jahr

_____________

     Markus sah unbeeindruckt von dem Fernseher auf, als die Wohnungstür geöffnet wurde und Christine, Greaseball und Electra hineinkamen.
     Die junge Frau schlug die Tür wütend zu und ging im Anschluss in die Küche: „Was für ein Arschloch!“
     „Wieso verwundert mich das nicht?“, Markus blickte unbeeindruckt zu Christine, die den Kühlschrank aufriss und sich eine Flasche Wasser nahm, ehe sie Markus ansah: „Sind denn alle, mit denen ich zu tun habe, arrogant? Dr. Schäfer, dein Vater… die beiden!“ Sie deutete auf Greaseball und Electra, die nun beleidigt die Gesichter verzogen. Die beiden hatten es sich inzwischen, neben Markus, auf der Couch bequem gemacht.
     Der Pfleger warf nur einen Blick zu Electra, der die Fernbedienung direkt für sich beansprucht hatte, ehe er sich erhob und zu Christine ging, die einen kräftigen Schluck aus der Flasche nahm: „Ich habe euch gesagt, er ist ein Arschloch!“
     Er setzte sich an den Tresen und zog den Laptop, der dort noch immer stand, an sich heran: „Aber während ihr eure Zeit verschwendet habt, habe ich einiges herausgefunden.“
     „Sehr witzig, Markus. Was weißt du?“ Christine lehnte sich auf den Tresen und auch die Aufmerksamkeit der Züge lag nun auf den jungen Pfleger: „Bei den Sternenbildern handelt es sich um Herkules und den Pfeil“
     „Du hast dir gemerkt, wie sie aussahen?“ Christine sah ihren Freund beeindruckt an, der jedoch den Kopf schüttelte: „Ich habe sie wiedererkannt.“ Er drehten den Laptop zu ihr herum, damit sie die Muster ansehen konnte: „Die beiden Sternenbilder stehen sogar in Verbindung zueinander.“
     „Und welche?“ Kam es nun von Electra, der den Kopf über die Couchlehne reckte um eine  bessere Sicht zu haben, während Greaseball seinen Stein betrachtete.
     „Es ist eine einfach griechische Mythologie. Prometheus, der Titan, betrog Zeus, den höchsten Gott, und stahl ihm ein bestimmtes, wichtiges Feuer, das er den Menschen brachte. Zeus kettete Prometheus, zur Strafe, an einen Felsen und schickte jeden Tag einen Adler, welche Prometheus die Leber aushackte.“
     Markus nahm sich die Wasserflasche, die Christine auf den Tresen gestellt hatte und schraubte sie auf: „Dadurch das Prometheus unsterblich war, wuchs die Leber jedes Mal nach und so erlitt er jahrelang Qualen, bis Herkules kam…“, er deutete auf Greaseball: „Der mit einem Pfeil…“, er machte eine Handbewegung zu Electra: „… den Adler erschoss.“
     „Moment…“, unterbrach Greaseball nun Markus, der einen kräftigen Schluck aus der Wasserflasche nahm: „Wenn ich Herkules bin und Electra der Pfeil… Darf ich dann Electra nehmen und…“, bevor der ehemalige Diesel seine Gedanken zu Ende bringen konnte, unterbrach ihn Electra gereizt: „Nein, darfst du nicht!“
     Christine überging das kleine Streitgespräch zwischen Greaseball und Electra und sah Markus an: „Mal ganz davon abgesehen, dass diese Geschichte grausam ist... Es ist eine Mythologie. Nichts davon ist wahr. Und selbst wenn es damit zusammenhängt, das erklärt uns nicht, was es mit den Steinen auf sich hat, oder warum Electra und Greaseball jetzt hier in unserer Welt sind.“
     Markus seufzte kellertief: „Das kann ich euch auch nicht sagen. Ich habe in der Hinsicht nichts gefunden.“
     Er tippte ein wenig auf der Tastatur herum und schüttelte im Anschluss den Kopf, während sich Christine neben ihn setzte und mit auf den Bildschirm schaute.
     „Keine Zugwelt, keine magischen Edelsteine, keine verwunschenen Höhlen. Gar nichts. Es scheint, als würde es all das gar nicht geben.“, murmelte der Pfleger und stützte seinen Kopf auf seiner Faust ab.
     „Wir sitzen aber hier!“, Electra verschränkte beleidigt die Arme, während Christine sich auf ihrem Hocker im Kreis drehte: „Toll. Und nun?“
     „Ich weiß es echt nicht.“ Markus schüttelte den Kopf und sah im Anschluss zu Greaseball, der ungehalten schnaubte: „Also stehen wir wieder bei null.“
     „Gesundheit!“ – „Lass den Scheiß!“ Electra grinste süffisant, während Greaseball ihn böse anstierte.
     Christine sah die beiden kopfschüttelnd an, ehe sie sich Markus zuwandte: „Wer könnte sich denn mit so etwas auskennen?“
     „Ich weiß es nicht, Chrisi. Wir könnten zu jemanden gehen, der sich mit Edelsteinen auskennt. Aber der wird den Zusammenhang mit den Sternbildern nicht verstehen.“ Markus drehte seufzend zu seiner Freundin um und sah sie eine Weile schweigend an, während er die Lippen zusammenpresste: „Die einzige Person, die darüber etwas wissen könnte ist ein Astronom.“
     „Im Internet finden wir auch nichts mehr darüber? Wenn wir nach Edelsteinen suchen, zum Beispiel?“, fragte Christine weiter und sah abwesend zu Greaseball und Electra, die sich mittlerweile darum stritten, wer das Fernsehprogramm bestimmen durfte.
     „Chrisi, hast du eine ungefähre Ahnung, wie viel Edelsteine es da draußen gibt? Wenn wir die alle durchsucht haben, sind wir alt und grau!“
     Christine sah nachdenklich auf ihre dunkle Jeans und spielte an einem der einnähten Löcher herum. So führte das zu nichts und Markus hatte Recht, wenn er sagte, dass die selbstständige Suche zu lange dauern würde.
     Sicher, die konnten die Steine in ein Labor schicken, aber sie war sich sicher, dass Greaseball und Electra die nicht wieder hergeben würden. Immerhin hatten sie so viel dafür getan, überhaupt diese Steine wiederzubekommen, auch wenn sie sich nicht sicher war, ob die ehemaligen Loks damals überhaupt die Steine gesucht hatten.
     „Wo, sagtet ihr, habt ihr die Steine gefunden?“, rief sie nun über den Wohnbereich hinweg.
     „In einer Höhle.“ – „Waren da noch mehr?“ Während Markus nun interessiert eine Augenbraue hob, sahen Greaseball und Electra sich an, ehe sie nickten.
     „Dann kann es vielleicht sein, dass ihr nicht die Einzigen gewesen seid.“ Nachdenklich sah sie zu Markus, der langsam nickte: „Aber selbst, wenn es noch mehr da draußen gibt, wie wollen wir sie finden?“
     Ein erneutes Seufzen seitens Christine, die nun vom Barhocker sprang: „Ich habe echt keine Ahnung in der Hinsicht und im Moment auch wirklich keinen Bock.“
     Damit verschwand sie in ihr Zimmer und die drei Männer blieben zurück. Während Greaseball und Electra sich schnell wieder dem Fernsehprogramm zuwandten, sah Markus nachdenklich zu Boden.
     
     Er wusste, es gab jemanden, der ihnen helfen konnte. Jemand, der heute bereits seine Freunde abgewiesen hatte. Jemand, auf den er eigentlich keinen Bock hatte.
     Jemand, der sein Vater war. Professor Jules Hoenn, der berühmte Astronom. Er seufzte, bei dem Gedanken an seinen Vater und zog sein Handy hervor, ehe er es stumm betrachtete.
     Alles in dem Pfleger sträubte sich dagegen, dass er seinen Vater nun anrufen wollte. Er konnte diesen alten Mann einfach nicht leiden und dieser konnte Markus nicht ausstehen. Aber sollte der Pfleger jetzt stur hier herumsitzen und Greaseball und Electra seine Hilfe  verwehren, nur weil er zu Stolz war, mit seinem Vater zu reden?
     „Für diese Nummer schuldet ihr mir etwas…“, murmelte der Pfleger nun und wählte die Nummer seines Vaters. Diese kannte er in der Tat auswendig. Das tat er nur, weil er schon oft so auf sein Handy gestarrt hatte, mit dem Wunsch seinen Vater anzurufen. Warum, wusste er selbst eigentlich nie. Einmal wollte er ihm gehörig die Meinung geigen, nach ein oder zwei Bier zu viel, ein anderes Mal wollte er wissen, warum sie sich so hassten.
     Er legte das Handy an sein Ohr und lauschte dem regelmäßigen Hupen, ehe jemand, nach dem dritten Klingeln, abnahm: „Professor Hoenn.“
     Natürlich kannte der alte Sack seine Handynummer nicht. Markus hatte sie ihm nie gegeben und das war auch ganz gut so.
     „Hey, Papa.“ Bei seiner lieblosen Begrüßung sahen Greaseball und Electra nun überrascht auf,  ehe sie sich gegenseitig einen Blick zuwarfen.
     „Markus.“ Die Stimme am anderen Ende der Leitung ist kühl und der Pfleger wusste sofort, welchen Gesichtsausdruck sein Vater aufgelegt hatte. Es war dieser emotionslose, den er schon als Kind verachtet hatte.
     „Ich brauche deine Hilfe.“ – „Das verwundert mich nicht.“ Pass auf, nicht dass ich dir eine scheuer, dachte der Pfleger verärgert und wollte direkt schon auflegen.
     „Hast du schon einmal von Edelsteinen gehört, in welchen Sternenbilder sind?“ Markus presste die Frage beinahe hervor, während er seine Finger in sein Bein grub. Irgendwie musste er ja seinen Zorn loswerden. Es tat weh, das bekam er zu spüren und seine weißen Fingerknöchel zeugten davon, wie stark sich seine Nägel in sein Bein bohrten.
     „Was? Bist du wieder betrunken?“ – „Nein, ich bin nicht betrunken! Du hast aber heute meine Freunde ignoriert, als sie dir die Frage stellen wollten.“
     „Oh, du meinst diese… Personen, die mich heute nach der Vorlesung belästigt hatten. Die Frau sah ja noch vernünftig aus, aber die anderen beiden… Wirklich hell schienen die nicht.“
     War es eigentlich verboten, seinen eigenen Vater zu verprügeln? Markus warf einen Blick zu den beiden anderen im Raum, ehe er weitersprach: „Weißt du was darüber?“
     „Ist es denn so wichtig?“ – „Ja, das ist es! Wenn du mir schon kein guter Vater warst, kannst du wenigstens ihnen helfen.“, fauchte Markus nun durch den Hörer.
     „Wenn es denn sein muss. Schick mir eine Mail mit Bildern von den Steinen.“ Aufgelegt.
     Markus blickte überrascht auf sein Handy und schnaubte im Anschluss. Was für ein Arschloch!
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