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Eine Reise in eine fremde Welt

von Rush Push
GeschichteAbenteuer, Übernatürlich / P16 / Gen
Electra Greaseball OC (Own Character)
14.10.2018
24.06.2020
39
100.734
4
Alle Kapitel
57 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
19.12.2018 2.372
 
*Scheppern*
*Schreie*

-*kommt reingestolpert* Sag mal, hast du sie noch alle, du blöde Kuh?!-

~Hast du nun endgültig deinen Verstand verloren, Weibsbild?! *hält sich seinen Kopf*~

*mit Pfanne dazu komm* Ihr denkt wohl, dass ihr euch einfach davonstehlen könnt?

-Bisher hat es doch ganz gut funktioniert... Und dann hast DU *Electra anfunkel* unsreren Standort verraten!-

~Entschuldige, aber wer von uns hatte das Versteck zuerst?~

-Ich!-

Kündigt einfach das Review an und dann machen wir das nächste Mal die Nummer!

-Mach du *Electra schubs*-

~Mach doch selbst!~

JUNGS!!! *Pfanne heb*

*beide* Viel Spaß bei dem Kapitel

________________

     Schneller als gedacht, kam das Wochenende und der damit verbundene „Termin“ bei Frau Klein, dem Christine zugesagt hatte. Kaffee und Kuchen war nie falsch, obwohl die ehemalige Babysitterin von Christine es gerne mal übertrieb und beinahe für eine ganze Armee kochte oder backte.
     Während Markus sich tierisch auf den Kuchen freute und Electra sich nach Strich und Faden beschwerte, blieb Greaseball völlig gelassen. Er amüsierte sich sogar herrlich über die E-Lok, denn mit dem Gips auf der Nase, sah Electra einfach zu dämlich aus, um ernst genommen zu werden.
     Mit einem Kopfhörer in einem Ohr, lehnte er neben der Wohnungstür und ignorierte Christines breites Grinsen, das sie ihm schon seit gestern zuwarf.
     Es war dieser Ich-hab’s-dir-doch-gesagt-Blick, den sie aufgelegt hatte. Wie gesagt, Greaseball versuchte sie zu ignorieren. Stattdessen entschied er sich, Electra zusammenzustauchen: „Bist du dann mal fertig, Steckdose?! Wenn dir Kuchen nicht passt, kannst du auch gerne einen Stecker kriegen, an dem du nuckeln kannst.“
     Electra warf ihm nur einen bitterbösen Blick zu: „Wieso hängst du dich überhaupt da rein?“ – „Weil du mir gerade gewaltig auf die Nerven gehst. Also krieg dich ein, Stehlampe, bevor ich dir eine reinhaue.“
     Mit diesen Worten öffnete er die Wohnungstür und verließ, erhobenen Kopfes, die Wohnung, gefolgt von Christine und dann Markus.
     Electra starrte den anderen eine Weile hinterher, ehe er beleidigt schnaubte und die Wohnung ebenfalls verließ. Härter als eigentlich notwendig, zog der die Tür ins Schloss und folgte im Anschluss den anderen.
     
***


     Frau Klein strahlte regelrecht, als ihre vier Besucher vor ihrer braunen, Holztür standen, die sie soeben geöffnet hatte. Sie hatte Ofenhandschuhe über ihre kleinen Hände gezogen und ihre grauen Haare waren wirr hochgesteckt.
     „Guten Tag, Frau Klein.“, begrüßte Christine die alte Frau, die sie im Anschluss umarmte. Frau Klein erwiderte die herzliche Begrüßung, ehe sie einen nach dem anderen hereinbat.
     Electra schaute sie erschrocken an, während sie eine Hand vor ihren Mund hielt: „Ach, Junge. Was ist denn mit Ihnen passiert?“
     Electra wollte gerade antworten, da kam ihm aber Greaseball dazwischen: „Er ist gegen eine Tür gelaufen.“
     Der Diesel grinste breit, während Electra ihn fassungslos und zugleich sauer ansah. Der Diesel lachte etwas, als er seine Kopfhörer und den damit verbunden Musikplayer in seine Hosentasche steckte, während Frau Klein Electra kopfschüttelnd ansah: „Diese Jugend von heute. Hat den Kopf immer in den Wolken. Nun kommt aber erst einmal ins Wohnzimmer.“
     Während Frau Klein in der Küche verschwand, gefolgt von Christine, die der alten Frau helfen wollte, verschwand Markus im Wohnzimmer.
     Electra warf Greaseball einen bitterbösen Blick zu: „Sei froh, dass ich keine Stromschläge mehr verteilen kann.“
     Mit diesem Worten, stapfte Electra Markus hinterher, während Greaseball weiterhin grinste und einen Blick in die Küche warf.
     Der verführerische Geruch von Kuchen drang ihm in die Nüstern, während er den Damen dabei zusah, wie sie den Kuchen anschnitten. Greaseball musste zugeben, dass er normalerweise kein Fan von Kuchen war, aber dieser hier verlockte ihn schon. Sogar so sehr, dass er nicht merkte, dass die beiden Frauen ihn bemerkt hatten.
     „Wenn du schon sinnlos dort herumstehst, kannst du auch direkt mal das Kuchengeschirr mitnehmen.“, wollte Christine ihn schon anweisen, da war der Diesel aber schnell ins Wohnzimmer geflüchtet. Auf zusätzliche Arbeit hatte er so gar keine Lust, also ließ er sich neben Markus auf die Couch fallen, ehe er sich im Wohnzimmer umsah.
     So verführerisch es in der Küche gerochen hatte, so alt roch es in diesem Zimmer. Eine braune, alte Schrankwand nahm die kleinere Wand, direkt neben der Tür ein und verdeckte zumindest dort die gelbe Wand.
     Auf der anderen Seite der Tür, stand eine Stehlampe mit einem alten Lampenschirm und direkt neben diesem die braune Couch, auf der Greaseball mit Markus saß.
     Vor der Lampe, die eigentlich die Ecke einnahm, stand ein brauner Sessel, auf dem ein Kunstfell ausgebreitet war. Ein Korb mit Strickzeug stand neben ihm.
     In der Mitte stand ein brauner Holztisch, der in der Mitte mit Fließen verfeinert wurde und auf der anderen Seite des Tisches stand ein weiterer, brauner Sessel, auf dem Electra, mit überschlagenen Beinen saß, der sich ebenfalls, mit hochgestreckter Nase, umsah.
     Der Boden war mit einem dunklen Holzboden ausgekleidet und hinter Electra standen eine ganze Ansammlung von Pflanzen und eine große Standuhr, die regelmäßig tickte.
     Genau gegenüber von der Couch stand ein Fernseher, der aber nicht eingeschaltet war. Neben dem Fernseher waren zwei große Glastüren, die man aufschieben konnte und die in den Hintergarten führten.
     Bevor sich Greaseball aber weiter mit der Einrichtung beschäftigen konnte, kamen auch schon die beiden Frauen herein.
     Während Christine die Teller austeilte, warf sie einen vorwurfsvollen Blick zu Greaseball, der sich inzwischen zurückgelehnt hatte und Christine fragend ansah: „Was ist denn jetzt schon wieder?“
     „Tisch decken und abräumen ist für euch ein Fremdwort, kann das sein?“ Sie sah einen Mann nach dem anderen an. Zuerst Greaseball, dann Electra und schließlich sogar Markus, der gespielt nachdenklich sein Kinn kratzte: „Tisch decken… Tisch decken… Irgendwo habe ich das schon einmal gehört… War das nicht diese japanische Kampfsportart?“
     Während Christine nun ihren Freund mit vorwurfsvollen Blicken ermordete, lachte Greaseball laut auf und schlug sogar mit Markus ein, der seine Hand zum High Five erhoben hatte.
     Sogar Electra, der auf seinem Sessel saß, wie der König der Welt, gluckste leise vor sich hin.
     Frau Klein schüttelte lächelnd den Kopf und tätschelte Christine die Schulter: „Kindchen, mach dir nichts draus. Die dürfen nachher den Abwasch übernehmen.“
     Das Gekicher im Wohnzimmer seitens der Männer erstarb augenblicklich und drei Augenpaare musterten die alte Frau ungläubig.
     Nun lag es an Christine zu kichern, während Frau Klein tadelnd mit dem Finger wackelte: „Ihr seid viel zu faul. Die arme Chrisi bekommt vermutlich gar keine ruhige Minute, bei euch zuhause.“
     Markus seufzte und tat sich ein Stück Kuchen auf den Teller: „Immerhin sind es nur die Teller.“
     „Na wo denkt ihr hin?“ Frau Klein sah Markus mit großen Augen an, der Schlimmes erahnte, während er Greaseball und Electra auch ein Stück auftat.
     „Da sind noch die Schüsseln für den Kuchenteig, der Topf, den ich für die Mandelblätter genommen hatte, das Blech…“, zählte Frau Klein auf und während dieser Aufzählung stöhnten die beiden Männer auf der Couch nun simultan auf.
     Nur Electra hatte die Arme verschränkt und sah fassungslos zu der alten Frau: „Und was ist mit Christine?!“
     „Die kann sich nachher einmal mein Knie ansehen. Chrisi, das ist schon wieder so angeschwollen und ganz blau. Und da sind schon wieder die Adern deutlich zu sehen.“, erklärte die alte Frau nun und sah flehend zu Christine, die verständnisvoll nickte: „Gerne.“
     Electra verzog angewidert das Gesicht, während Greaseball müde die Augen schloss: „Zu viel Details.“
     Markus neben ihm lachte leise: „Hast du eigentlich so ein Knie schon einmal von innen gesehen? Ist ein echter Traum.“
     Electra, der inzwischen seine Gabel genommen hatte und sich eigentlich ein Stück Kuchen in den Mund schieben wollte, ließ diese nun wieder sinken und schob seinen Teller weg: „Das ist ekelhaft.“
     Wieder ein Kichern seitens Markus, der genüsslich auf seinen Kuchen herumkaute.

     Nachdem der Kuchen zur Hälfte aufgegessen wurde, kam der Teil, auf den die Männer sich am wenigsten freuten, aber der dennoch erledigt werden musste. Frau Klein war in der Hinsicht unnachgiebig und wer wollte es sich schon mit dieser liebevollen, kleinen Frau verscherzen?
     So hatten Greaseball und Markus sich bereits auf den Weg in die Küche gemacht, während Electra mit verschränkten Armen und überschlagenen Beinen sitzen blieb.
     Frau Klein sah ihn an: „Willst du nicht mitgehen?“ Ein scharfer Blick von Electra: „Ich denke gar nicht daran. Das ist niedere Arbeit und ich bin ein Superstar!“
     Christine hockte sich vor Frau Klein und krempelte die Kompressionsstrümpfe herunter: „Der Superstar kann auch gerne hierbleiben und dabei zusehen, wie ich Frau Kleins Knie behandle. Oh, als Sie sagten, es sei angeschwollen hätte ich nicht gedacht, dass es so schlimm aussieht.“
     So schnell konnten die beiden Frauen gar nicht schauen, da war Electra praktisch aus dem Wohnzimmer geflüchtet.
     Während Christine leise kicherte, schaute Frau Klein sie entsetzt an: „So schlimm?“
     Christine winkte ab: „Nein. Alles noch im normalen Bereich. Aber irgendwie muss man diesen Quacksalber ja loswerden.“ Sie deutete mit einem Kopfnicken auf die Tür, aus der Electra geflüchtet war und kicherte im Anschluss mit Frau Klein vor sich hin, wie kleine Schulmädchen.
     
     Electra wusste nicht, was er sagen sollte, als er die Küche betrat und wäre am liebsten direkt wieder in das Wohnzimmer umgekehrt. Aber bei dem Gedanken an dem geschwollenen Knie, schüttelte die ehemalige E-Lok sich nur und entschied sich, dass dieses Schlachtfeld von Küche wirklich das geringere Übel war.
     Eigentlich war sie gar nicht so unordentlich. Nur ein wenig klein, wodurch das nur dreckig wirkte. Einen Finger rühren würde Electra dennoch nicht. Also setzte er sich auf einen der kleinen Holzstühle und schlug die Beine übereinander, was ihm zwei fassungslose Blicke einbrachte, die von Markus und Greaseball stammten.
     „Sag mal, geht’s noch?“, fauchte Greaseball ihn an: „Wenn wir diesen Saustall schon aufräumen sollen, kannst du auch mithelfen, du Lok der Zukunft.“ Die letzten drei Worte spie der ehemalige Diesel beinahe aus, während Markus zustimmend nickte, denn auch der Pfleger sah nicht ein, dass Electra nichts machte.
     „Ich putze nicht. Dafür bezahle ich schließlich andere.“ – „Okay, dann bezahl uns!“ Greaseball legte das Handtuch weg, das er bis eben in der Hand hatte und musste sich zusammennehmen, Electra nicht erneut die Nase zu brechen, als dieser nur desinteressiert abwinkte: „Ihr bekommt euer Geld, wenn wir wieder zuhause sind.“
     Desinteressiert sah Electra auf seine Fingernägel und runzelte verärgert die Stirn, als der den Dreck darunter sah. Weiter konnte er aber auf sein Problem nicht eingehen, da traf ihn ein Handtuch am Kopf, wo es auch hängen blieb.
     Dieses riss die ehemalige E-Lok sich herunter und sprang auf: „Wer war das?! Du?!“ Er deutete vorwurfsvoll auf Greaseball, schnappte jedoch entsetzte nach Luft, als Markus antwortete: „Ich war’s. Und jetzt mach gefälligst mit, du Superstar!“
     Damit wandte sich der Pfleger dem Spülbecken zu und ließ Wasser ein, während Greaseball seinen Musikplayer aus seiner Tasche zog und sich einen Kopfhörer in das rechte Ohr steckte, ehe er von Markus den ersten, nassen Teller entgegennahm und diesen abtrocknete. Diesen reichte er dann an Electra weiter, welcher diesen nur anfasste, als würde es sich um eine tote Ratte handeln. Abfällig hob er eine Augenbraue und sah sich in der Küche um, ehe er begann, willkürlich einige Schränke zu öffnen, bis schließlich der gesuchte Geschirrschrank gefunden war, in welchen er den Teller legte.
     So verlief die Arbeit eine ganze Weile schweigend. Markus konzentrierte sich darauf, den eingebrannten Kuchenteig vom Blech zu bekommen, Greaseball hörte seine Musik und Electra war mit jedem neuem, abgetrocknetem Teil unzufriedener.
     Wie lange sollte das denn noch gehen?, dachte die ehemalige E-Lok genervt und atmete erleichtert auf, als Markus das Wasser aus dem Spülbecken ließ.
     Gerade rechtzeitig, denn Frau Klein kam in die Küche und strahlte über beide Ohren: „Na seht ihr, war das denn so schlimm?“
     Christine lehnte hinter der Frau am Türrahmen und grinste breit, während sie ihre Arme verschränkt hatte.
     Frau Klein kam nun zu Electra, der eine weitere häusliche Aufgabe befürchtete. Drum weitete er seine Augen, runzelte dann jedoch die Stirn, als die alte Frau ihm seinen Edelstein reichte. Woher hatte sie den?
     Electra griff in seine Hosentasche, in welcher er diesen gesteckt hatte, musste jedoch feststellen, dass er dort nicht mehr war.
     „Der lag auf dem Sessel. Du solltest auf deine Sachen mehr aufpassen, Jungchen. Vor allem wenn sie noch so schön und wertvoll sind. Obwohl das Muster recht einfach ist, wenn du mich fragst.“
     Electra griff wie paralysiert nach dem Stein und Christine horchte auf: „Wissen Sie, was für ein Muster das denn ist?“
     „Ja, natürlich. Das sind Sternbilder!“
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