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Eine Reise in eine fremde Welt

von Rush Push
GeschichteAbenteuer, Übernatürlich / P16 / Gen
Electra Greaseball OC (Own Character)
14.10.2018
24.06.2020
39
100.734
4
Alle Kapitel
57 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
15.12.2018 2.195
 
Wie kann ich diese Verspätung nur erklären? Ich bin einfach ehrlich... Ich kam gestern sehr spät nach Hause und hatte dann auch nicht mehr die Motivation das Kapitel auf Fehler zu prüfen und noch hochzuladen... Ich hoffe man kann mir vergeben und als Entschuldigung mache ich meine tolle Nummer, die ich geplant hatte. Denn jetzt habe ich... Greaseball

-Ich hoffe diese ganze ist es auch wert-

Und wie es das ist... Musik ist fertig, ich habe diese ganze Geschichte genau geplant. Das wird super... Also, du gehst dort hin und das ist dein Text... Electra, du musst... Wo ist Electra?

-Der wollte sich offenbar diesen Scheiß nicht antun... *den Text überflieg* Und ich erhebe übrigens auch massiv Einspruch gegen diesen Mist.-

Der kann doch nicht einfach abhauen. Ich brauche ihn für die Nummer. Habt ihr beide euch abgesprochen, oder was?

-Tja, solange er nicht hier ist *den Text wegwerf* Können wir auch deine Nummer nicht machen... Jammerschade-

Ich bringe ihn um... *Leserschaft anseh und breit grins* Viel Spaß bei dem Kapitel.... Wenn ihr mich nun entschuldigt... Ich werde eine E-Lok strangulieren... *abzieh mit einer Pfanne*

-Mit einer Pfanne stranguliert man niemanden... Dazu brauchst du ein Seil!-

Ich weiß!

-*Leser anseh, nachdem die Autorin weg ist* Wenn ich jetzt abhaue, kann sie mich nicht zu dieser Nummer zwingen... Wehe ihr verpetzt mich *Leserschaft böse anfunkel und dann wegschleich*-

___________

     „Was?!“
     Dinahs fassungslosen Ausruf konnte man gefühlt über den ganzen Bahnhof hören und sofort wandten sich alle Anwesenden zu dem zierlichen Speisewaggon um, welcher ungläubig zu Papa heraufsah.
     „Aber… Aber wir können die Suche doch nicht einfach aufgeben.“, stammelte sie nun und suchte nach einer guten Erklärung, warum es weitergehen sollte. Ihr fielen so viele gute Gründe ein, dass sie nicht wusste, welchen sie davon zuerst nennen sollte.
     „Kindchen, wir haben die beiden nahezu jeden Tag, beinahe zwei Wochen lang gesucht. Und bisher haben wir nichts gefunden. Nicht einmal eine Spur.“, redete die alte Dampflok auf Dinah ein, die den Tränen schon nah war.
     Er seufzte: „Und selbst wenn es Spuren gab, sind sie inzwischen schon lange fort. Rusty und ich müssen an den Wasservorrat denken, den wir schon sehr erschöpft haben, durch die Sucherei. Und wir haben nicht einmal eine freie Lok, die noch etwas Wasser an den anderen Bahnhöfen holen könnte.“
     Er sah auf Dinah hinab und legte ihr eine Hand auf die schmale Schulter: „Es tut mir Leid.“
     
     Dinah indes musste sich ihre Tränen verkneifen, merkte aber, wie ihr Kinn schon deutlich zitterte. Das konnte Papa doch nicht einfach machen. Er konnte doch nicht einfach die Suche aufgeben. Sie wusste, dass sie Greaseball und auch Electra finden würden. Sie mussten nur lang genug suchen. Es gab bestimmt eine Spur, der sie folgen konnten.
     Sie spürte, wie Papa seine Hand von ihrer Schulter nahm und davonrollte. Sie blieb allein zurück, nur mit ihren Gedanken, die sich beinahe überschlugen.
     Sie verstand die Welt nicht mehr. Dabei war vor zwei Wochen noch alles so friedlich gewesen. Greaseball und Electra hatten sich darum gestritten, wer der Bessere war, während sie mit ihren Freundinnen belustigt den Kopf geschüttelt hatte. Und jetzt waren sei einfach fort. Vom Erdboden verschluckt.
     Erneut wurde ihr eine Hand auf die Schulter gelegt, dieses Mal deutlich zierlicher, sodass sie sich gezwungen sah, aufzusehen.
     Pearl stand vor ihr, hinter ihr Buffy und Ashley, die sie besorgt musterten. Dinah sagte nichts. Dazu war sie auch gar nicht mehr fähig. Wenn sie könnte, würde sie sich selbst auf die Suche machen, aber dazu brauchte sie eine Lok und auf Rustys Hilfe konnte sie ebenso wenig zählen, wie auf die von Papa. Diese brave Lok würde es nie wagen, sich einer Anweisung von Papa zu widersetzen. Anders als Greaseball… Ihr Greaseball. Er hätte einfach getan, was er wollte oder worum sie ihn gebeten hätte. Greaseball hätte sich auf die Suche gemacht. Zwar nicht freiwillig und mit sehr viel Nörgelei, aber er hätte es getan, wenn Dinah ihn darum gebeten hätte. Aber Greaseball war nicht hier. Greaseball war derjenige, der verschwunden war. Zusammen mit Electra. Hatten seine Components nicht GPS oder irgendwas, mit dem man wenigstens Electra finden konnte? Zu irgendetwas muss doch diese ganze Technik in der Lage sein.
     „Dinah…“, fing Pearl langsam an und brach damit den Damm, den Dinah zu mühevoll aufgebaut hatte. Die Tränen brachen aus ihr heraus und sie warf sich dem Erste-Klassewaggon mit einem Schluchzen um den Hals.
     Das war doch nicht gerecht! Sicher, Greaseball und Electra waren nicht die Vorzeige-Lokomotiven, aber sie konnten sie doch nicht einfach aufgeben! Das hatten die beiden nicht verdient.
     Während sie von ihrem Schluchzen durchgeschüttelt wurde und ihre Schultern bebten, spürte sie, wie Pearl ihr sanft über den Rücken strich: „Alles wird wieder gut, Dinah.“
     „Nein.“ Ein heftiges Kopfschütteln von Dinah, die weiterhin ihr Gesicht in die Halsbeuge ihrer Freundin drückte.
     Gar nichts würde mehr gut werden. Was war, wenn die beiden verletzt waren? Entführt? Oder gar tot? Vielleicht brauchten sie Hilfe und würden nun daran zugrunde gehen, nur weil die alte Dampflok sich entschlossen hatte, nicht weiter zu suchen.
     „Süße, lass uns erst einmal nach Hause gehen. Das müssen nicht alle mitbekommen.“, flüsterte Buffy nun leise und zog Dinah mit sich, die sich nur schwer von Pearl lösen ließ. Beinahe wie ein Seestern hatte sich Dinah an dem Erste-Klasse-Waggon festgekrallt.
     Gemeinsam rollten sie zu dem Depot, dass Dinah mit Greaseball bewohnte und betraten es.
     Während Dinah sich auf die Couch fallen ließ, das nächste Kissen nahm, in das sie ihr Gesicht drückte und nun noch lauter schluchzte, setzte sich Pearl neben sie und strich ihr weiter über den Rücken.
     Ashley setzte sich nun auch neben Dinah auf das Sofa, während Buffy schnell in der Küche verschwand um einen Tee für ihre Freundin zu machen.
     „Wir können sie doch einfach nicht aufgeben!“, schluchzte der blonde Speisewaggon und drückte ihr Gesicht noch mehr in das senfgelbe, schmutzige Kissen, welches schon einmal bessere Tage gesehen hatte.
     Pearl warf einen zweifelnden Blick zu Ashley mit der stummen Frage, ob sie Dinah darauf hinweisen sollten, wie schmutzig das Kissen war. Diese weitete entsetzt ihre Augen und schüttelte den Kopf.
     Die arme Dinah hatte im Moment ganz andere Probleme.
     „Dinah, Greaseball und Electra geht es bestimmt gut.“, versuchte Pearl ihre Freundin aufzumuntern. Die Betonung hierbei lag auf dem Wort „Versuch“, denn der Speisewaggon jaulte nun noch lauter auf: „Greaseball!“
     „Süße, nun beruhige dich doch einmal. Wir verstehen, dass das schlimm für dich sein muss, aber das bringt uns auch nicht weiter.“ Buffy kam nun wieder aus der Küche gerollt und stellte eine Tasse mit heißem Tee auf dem Tisch.
     „Aber wir können die beiden doch nicht aufgeben. Was ist, wenn sie verletzt sind? Wenn es ihnen nicht gut geht? Pearl, kannst du nicht mit Rusty sprechen?“, bettelte Dinah nun ihre Freundin an, die jedoch langsam den Kopf schüttelte: „Es tut mir Leid. Aber Rusty ist so sehr von Regeln und Vorschriften überzeugt. Da kann selbst ich nichts übernehmen.“
     „Wir verstehen, dass du traurig bist…“, begann nun Ashley, zuckte aber zurück, als der Speisewaggon sie anfunkelte: „Woher wollt ihr wissen, wie sich das anfühlt. Ihr habt ja noch alles und ihr habt Electra und Greaseball nie wirklich gemocht!“
     Betretenes Schweigen erfüllte nun den Raum, während Dinah sich mit ihrem Handballen die Tränen wegwischte, wodurch ihr Make-Up verwischt wurde.
     Sie zog ihre Beine an ihre Brust und zog die Kette von Greaseball hervor: „Lasst mich bitte allein.“
     „Dinah…“, Pearl wollte noch etwas sagen, kam aber nicht dazu, als Dinah mit einem festen Ton nachsetzte: „Geht! Jetzt.“
     Die Freundinnen sahen sich an, ließen dann schweren Herzens Dinah zurück, welche nun wieder das Kissen in ihr Gesicht drückte und bitterlich weinte.

***


Unschlüssig warf Greaseball Electra einen Blick zu, der diesen erwiderte und mit den Schultern zuckte, ehe er zu Markus sah, der nun einen Topf – lauter als notwendig – auf den Schrank stellte und sich vor die ehemaligen Loks stellte, als würden die gerade zum frühmorgendlichen Appell antreten: „Na dann wollen wir mal. Aufgabenverteilung: Electra, du wirst das Gehackte anbraten und Greaseball, du wirst das Messer schwingen und das Gemüse schneiden.“
     „Warum muss ich schneiden?“ Missmutig verschränkte Greaseball die Arme – er versuchte es zumindest – und verzog die Lippen, während Markus die Augen verdrehte.     
     „Ich denke der liebe Markus passt die Aufgaben nur an deine Fähigkeiten an.“, schmunzelte Electra und erntete damit einen trockenen Blick von Greaseball: „Warum genau habe ich dir den Arsch gerettet?“
     Greaseball meinte das auf keinen Fall bösartig. Aber Electra zu sticheln machte einfach zu viel Spaß. Erst recht dann, wenn sie Markus damit in den Wahnsinn trieben, der nun die Hand auf die Stirn gelegt hatte, ehe er Greaseball das Messer reichte und im Anschluss ein Brett auf den Tresen legte, zusammen mit Karotten und Sellerie: „Das schneidest du jetzt in kleine Würfel und kein Murren.“
     „Und was machst du, wenn wir fragen dürfen?“, fragte der Amerikaner nun und nahm auf einem Barhocker Platz, ehe er anfing den Sellerie zu schneiden.
     „Ich koche die Nudeln, decke den Tisch und passe auf, dass ihr euch nicht bei dem Versuch zu kochen umbringt.“
     Fassungslos und mit offenen Mund sah Electra den Pfleger nun an, während er den Kochlöffel bereits in der Hand hielt: „Für wie dämlich hältst du uns eigentlich?“
     „Ehrliche Antwort? Brate einfach das Fleisch an und pass auf, dass es nicht verbrennt. Kriegst du das hin?“
     „Ich weiß, wie so etwas funktioniert!“, echauffierte sich nun Electra und schüttete das Gehackte in die Pfanne:  „Siehst du? Kinderleicht.“
     „Wie wäre es? Du machst vielleicht erst einmal die Herdplatte an, bevor du das Fleisch noch mit kalter Luft anbrätst.“, schlug Markus schmunzelnd vor und schaltete die besagte Herdplatte an, ehe er anfing den großen Topf mit Wasser zu füllen.
     
     So verlief es alles sogar recht ruhig. Die Nudeln köchelten vor sich hin, der Tisch wurde von Markus ordentlich – mit Servietten, man höre und staune – das Fleisch wurde angebraten, Greaseball schnitt ruhig und Electra beschwerte sich am laufenden Band, dass er ständig Fetttropfen abbekam, die ihn verbrannten, obwohl der Schaden nun wirklich minimal waren, im Vergleich zum Vortag.
     „Au! Verdammte Scheiße, warum ist dieses bescheuerte Messer auch so scharf?“
     Zumindest bis jetzt.
     Markus schaute vom Esstisch auf und erblickte zuerst Electra, der sich fragend umgewandt hatte, ehe er zu Greaseball sah, der sich nun die Fingerspitze in den Mund steckte,  ehe er prüfend seinen besagten Finger betrachtete.
     „Wirst du verbluten oder reicht ein Pflaster?“, fragte der Pfleger amüsiert und ging im Anschluss in das Bad im Erdgeschoss ehe er Greaseball das Pflaster reichte, welcher ihm nur das missmutig aus der Hand riss und seinen Finger behandelte: „Warum schneidest du nicht das Gemüse?“
     „Ich kann das schon. Ihr noch nicht, wenn ich mir das so ansehe.“, erklärte Markus ruhig und mit verschränkten Armen. Sofort brüstete sich Greaseball ungehalten: „Ich kann Gemüse schneiden.“
     Schweigend betrachtete Markus im Augenwinkel das Gemüse, dass jede Form aufwies, nur keine Würfel. Von den unterschiedlichen Größen der einzelnen Stücke ganz zu schweigen. Der Pfleger entschied sich, nichts zu sagen. Lieber keine schlafenden Hunde wecken.
     „Für den Anfang nicht schlecht. Trotzdem habt ihr viel zu lernen, wenn ihr in eurer Welt zeigen wollt, dass ihr auch etwas aus diesem ungewollten Abenteuer gelernt habt.“, meinte Markus schließlich und ging mit dem Gemüse zu dem Topf, in dem Electra  bisher die Soße vorbereitet hatte.
     Zu dem Fleisch gesellten sich nun das Gemüse und kurz darauf auch die passierten Tomaten, ehe die Soße vor sich hin köchelte.
     Die Nudeln wurden abgegossen, der Tisch wurde fertig gedeckt und schon war es auch schon erledigt.

     Jetzt hieß es nur noch Essen fassen.
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