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Eine Reise in eine fremde Welt

von Rush Push
GeschichteAbenteuer, Übernatürlich / P16 / Gen
Electra Greaseball OC (Own Character)
14.10.2018
24.06.2020
39
100.734
4
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01.12.2018 1.892
 
Christine hatte Markus und Greaseball recht schnell eingeholt, was sie sehr überraschte. Normalerweisen waren beide Männer… gut, Mann und Lokomotive, recht schnell unterwegs. Dass sie die beiden nun so schnell eingeholt hatte, hatte sie nicht erwartet. Auf der anderen Seite wusste die junge Ärztin von der Standpauke, die Markus Greaseball verpasst hatte, nichts.
     So war die Brünette noch überraschter, als sie Markus und Greaseball fand. Während Markus wie immer wirkte, nur ein wenig gehetzter, trottete Greaseball wie ein geprügelter Hund hinter ihm her.
     Verwirrt und nach Atmen ringend blieb sie neben den beiden stehen, ehe sie sich auf ihren Knien abstützte: „Ich werde Electra für diese Aktion den Hals umdrehen.“
     „Wir haben bisher noch keine weitere Spur.“, Markus zog ihre Aufmerksamkeit auf sich. Der junge Pfleger verschränkte die Arme und sah sich um: „Das ist sinnlos. Electra könnte überall sein. Und bald machen auch die letzten Geschäfte zu. Irgendwann sind wir vollkommen auf uns allein gestellt.“
     Er wirkte nervös und besorgt. Das konnte man auch ganz gut nachvollziehen. Weder Greaseball und Electra kannten sich in der menschlichen Welt genug aus, um auf eigene Faust etwas zu unternehmen. Es würde nur eine Frage der Zeit sein, bis etwas ganz gewaltig schief ging. Und darauf konnte Christine auch ganz gut verzichten.
     „Greaseball, hast du eine Ahnung, wo Electra sein könnte?“, wandte sie sich nun an den Diesel, der ihr allerdings nicht antwortete. Stattdessen erhielt sie ein Murren.
     „Welche Laus ist dir denn über die Leber gelaufen?“, fragte sie nun verwirrt, erhielt aber daraufhin von ihm einen bitterbösen Blick, ehe Greaseball sich wieder anderen Dingen zuwandte. Die Hauswand, zum Beispiel, die er sich gerade ansah und als deutlich bessere Gesellschaft betrachtete.
     Was war denn mit dem nun los? Sie hatte schon gemerkt, dass es ihm nicht passte, nach Electra zu suchen. Verständlich, immerhin waren Electra und Greaseball selbsternannte Todfeinde. Nun gut, eher Konkurrenten. Aber bisher hatte er seinen Unmut durch gehässige Kommentare geäußert.
     Mit einer hochgezogenen Augenbraue sah sie zu Markus, der die Augen schloss und seufzte, ehe er die Hand hob: „Frag nicht! Ich erkläre es, wenn wir den Stromkasten gefunden haben.“
     „Sind etwa Dinge vorgefallen, von denen ich wissen sollte?“, fragte sie nun wieder misstrauisch und huschte mit ihren Augen zwischen Greaseball und Markus hin und her.
     „Wie gesagt. Sobald wir Electra gefunden haben, erkläre ich es dir.“ – „Dann lass uns keine Zeit verlieren. Dort hinten sind noch Geschäfte offen. Lass uns dort nachfragen.“ Christine deutete mit einem Kopfnicken auf zwei Läden, am Ende der Gasse.
     Markus erspähte diese auch und nickte, ehe die beiden sich zu diesen begaben.
     
     Greaseball blieb an Ort und Stelle stehen und atmete erleichtert auf, als er erkannte, dass Christine und Markus nicht bemerkten, dass er ihnen nicht folgte.
     Er würde diesem dreckigen Bastard zeigen, dass er nicht arrogant und selbstverliebt war!
     Der Schwarzhaarige sah sich um. Er hatte eine gewisse Ahnung, welchen Weg Electra genommen haben könnte. Sicher war er sich dabei aber nicht. Genauso wenig war er sich sicher, ob es eine gute Idee war, alleine nach der E-Lok zu suchen.
     Aber im Gegensatz zu dem Stromschlucker hatte Greaseball einen recht guten Orientierungssinn. Es sollte ihm nicht schwer fallen, den Weg wieder zurück zu finden, solange er sich an den markanten Punkten orientierte, die er sich merkte.
     So stapfte der ehemalige Diesel entschlossen in eine kleine Seitengasse und machte sich auf der Suche nach Electra.
     Wenn er diese E-Lok erst einmal in die Finger bekam, würde Greaseball ihm den dürren Hals umdrehen. So viel war sicher!

***


     Electra war sich nun ziemlich sicher, dass er sich verirrt hatte. Die Gegend, in der er sich befand, war ihm fremd und auch die Gestalten, denen er über den Weg lief, waren alles andere als vertrauenserweckend.
     Zuerst hatte die ehemalige E-Lok noch versucht, den Weg zurück zu finden. Dann hatte er sich tatsächlich entschieden, nach dem Weg zu fragen, bis ihm eingefallen war, dass er nicht einmal wusste, wonach er fragen sollte. Er hatte nicht die geringste Ahnung in welcher Straße Christines und Markus Wohnung lag.
     Naja, wenigsten war es nicht kalt, versuchte Electra das Positive in seiner Lage zu sehen und sah sich nach links und rechts um, in der Hoffnung endlich einen markanten Punkt zu finden, der ihm vertraut vorkam.
     Nur leider, hatte Electra sich nicht wirklich die Mühe gemacht, seine Umgebung genauer zu betrachten, als er losgegangen war.
     Wie gerne hätte er jetzt seine ganze Technik wieder. Mit der hätte er sich sicherlich nicht verfahren. Da war er sich sicher und ignorierte die Tatsache, dass er sich damals auch mit seiner Technik verfahren hatte, was letzten Endes dazu geführt hatte, dass er die Höhle entdeckte.
     Und die Folge dessen, bekam er schon seit einer geraumen Zeit zu spüren. Unglaublich, dass nicht einmal ein halber Monat seit dem Zwischenfall vergangen ist.
     Electra kam es vor, als würde er schon seit einer Ewigkeit in dieser furchtbaren Welt und in diesem schrecklichen Körper feststecken.
     Gedankenverloren ging die Ex-E-Lok die ruhigen Straßen entlang und überlegte, was er tun sollte, sollte er nicht so schnell den Weg wiederfinden.
     Er hatte keine Anhaltspunkte, keine Handynummer, die er kontaktieren konnte, keine Straße, nach der er fragen konnte. Dennoch war zu stolz, sich einzugestehen, dass es an ihm lag. Dass all das seine Schuld war.
     Er trug ja auch wirklich keine Schuld daran. Hätte Christine ihm gesagt, wo sie wohnten, dann wäre es nie zu diesem Schlamassel gekommen. Diese schnippische Ärztin hätte ihm ja auch ein Smartphone geben können. Dann würde er sie erreichen können, auch wenn er nicht besonders scharf darauf war, der Ärztin zu sagen, dass er sich verlaufen hatte.
     In seinen ärgerlichen Gedanken verloren, wurde Electra erst wieder an die Realität erinnert, als er gegen einen breiten und großen Rücken lief.
     Verärgert rieb sich die ehemalige E-Lok die Stirn und fixierte aus verengten Augen den Kerl vor sich.
     Der Kerl vor ihm, mit dem dunklen, kurz geschorenen Haar, der eher einem Schrank glich, als einem Menschen, drehte sich um und blickte auf Electra hinab, ehe er abfällig zur Seite spuckte: „Pass gefälligst auf, du Clown!“
     Mit erhobenen Kinn sah Electra die anderen drei Typen hinter dem Schrank an, die ihn mit verschränkten Armen ansah. Allesamt trugen dunkle Kleidung und sie erinnerten Electra recht stark an Greaseballs Gang.
     Vom Geruch her, erkannte Electra zumindest keinen Unterschied, denn in den Augen der E-Lok stanken sie sogar noch bestialischer als dieser lästige Diesel.
     „Dann steh‘ nicht im Weg herum!“, meinte Electra schnippisch und verschränkte die Arme. Er hatte keine Angst vor diesen Typen. Die waren nicht besser als Greaseball und seine Jungs. Und der Diesel hatte es bisher auch nie gewagt, ihn zu schlagen.     
     „Du Hanswurst weißt wohl nicht, wer wir sind.“, grinste der Schrank vor ihm.
     „Ich weiß, dass ihr stinkt.“ Electra sah abfällig zu ihm herauf und verschränkte die Arme, während seinem Gegenüber das Grinsen von den  Lippen wich.
     Mit gerunzelter Stirn blickte er auf Electra herab, der sich nun an ihm vorbeischob: „Wenn ihr mir nun entschuldigt. Ich muss weiter.“
     Die E-Lok wollte gerade weitergehen, wurde aber am Kragen gepackt und unsanft auf den Boden, zwischen den gefährlichen Gestalten bugsiert, die sich nun um ihn herum aufreihten, wie Dominosteine.
     Entgegen ihrer Erwartung, Electra würde ihnen nun den Respekt entgegen bringen, den sie wollten, sprang die E-Lok nur auf und baute sich vor dem Schrank auf, was nicht wirklich viel brachte, da dieser Typ mindestens ein Kopf größer war, als er selbst.
     Dennoch versuchte er einen Eindruck zu schinden. Solche Typen kannte er aus dem Tal zu genüge. Große Fresse, nichts dahinter!
     Electra erinnerte sich noch zu gut, als er zwei Diesel von Greaseballs Gang begegnet war. Zuerst hatten sie ihn dumm angemacht, aber waren dann recht schnell verschwunden, als die E-Lok ihnen gezeigt hatte, wer eigentlich das Sagen hatte.
     „Hast du einen Bruder? Einer allein kann doch nicht so blöd sein, um sich mit mir anzulegen.“, meinte Electra triumphierend und grinste, als der Kerl ihn fassungslos ansah.
     Dennoch japste die E-Lok überrascht auf, als der Kerl ihn nun am Kragen packte und nach oben hob. Seine Füße hingen nun schlaff in der Luft, während Electra versuchte, keine Miene zu verziehen: „Lass mich auf der Stelle herunter, ansonsten wirst du es bitter bereuen.“
     Daraufhin erklang ein simultanes Lachen, dass so klang, als würden diese Typen jeden Augenblick an einer Raucherlunge zugrunde gehen.
     Electra wedelte sich mit seiner Hand um die Nase, während der Schrank ihn mit gelblichen Zähnen angrinste: „Du und welche Armee?“
     „Ich brauche keine Armee.“ Electra machte eine lässige Handbewegung und wollte aus der Gewohnheit heraus einen Stromschlag abgeben. Als dann jedoch nichts geschah, unterdrückte er das Bedürfnis aufzujaulen.
     Dieser menschliche Körper war furchtbar! Wie konnte er nur vergessen, dass er keinen Strom mehr hatte?
     „Was sollte das denn jetzt werden?“, lachte der Schrank, während seine Kameraden einstimmten. So schnell konnte Electra gar nicht reagieren, da wurde er auch schon unsanft gegen die Mauer geschlagen.
     Mit einem dumpfen „Uff“, wurde die Luft aus seinen Lungen gepresst. Er umgriff die Handgelenke seines Gegners, der ihn angrinste: „Du wirst schon noch begreifen, was mit denen passiert, die die Frechheit besitzen uns zu beleidigen. Haltet ihn fest, Jungs.“
     Seine Arme wurden gepackt und neben ihn an die Hauswand gepresst, ehe eine Faust seinen Magen traf, wie ein schwungvoll geführter Hammer.
     Electra keuchte erschrocken auf und sehnte sich im Moment seine Components herbei. Diese konnten ihm in dieser Situation schlecht helfen und er war auf sich allein gestellt. Er musste sich eingestehen, dass er sich in dieser Hinsicht hoffnungslos überschätzt hatte. Hauptsache war das nun nicht sein Untergang.
     Erneut traf eine Faust seinen Magen und im Anschluss sein Gesicht, wo nun etwas sehr unschön knirschte. Sofort spürte Electra, wie eine feuchte und warme Flüssigkeit aus seinen Nasenlöchern trat und über seine schmalen Lippen lief. Seine Atmung wurde schwerer und er musste nur den Mund nach Luft schnappen.
     Die Flüssigkeit, bei der es sich nur um Blut handeln konnte, drang in seinen Mund und hinterließ einen scheußlichen, bleiernen Geschmack.
     Neben dem unfassbaren Schmerz, den er im Moment empfand, hörte er ein unerträgliches Fiepen und seine Sicht verschwamm ein wenig.
     Erschöpft blinzelte die ehemalige E-Lok ein wenig und konnte gerade noch sehen, wie der Schrank ihn an den Schultern packte und dann sein Knie in die Magengrube Electras stieß.
     Die Hände, die seine Arme gepackt hatten, ließen ihn los und kraftlos, wie ein Sack Mehl, ging Electra zu Boden und hielt sich den schmerzenden Bauch, während er sich etwas zusammenkrümmte.
     In der Hoffnung, sie hätten endlich von ihm abgelassen, sah er auf, musste dabei aber das Gegenteil feststellen.
     Statt ihrer Wege zu ziehen, lachten die Typen schadenfroh und Electra spürte, wie man ihm in den Rücken trat, was ihn sofort wieder auf den Boden verfrachtete.
     Er konnte nur hoffen, dass die Kerle irgendwann die Lust verloren, auf ihn einzuprügeln und ihn dann in Ruhe ließen.

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*um Ecke lins* *weiße Flagge raushalt* Ich ergebe mich! Bitte bringt mich nicht um! Nehmt sie *Electra und Greaseball vorschieb*

-Was soll der Scheiß?!-

~Warum machst du so einen Aufriss?~

Ihr habt das Kapitel nicht gelesen, richtig? Gut, ich gehe mich schnell verstecken und bete um Vergebung... *verstecken geh*

~*Stirn runzel* *Kapitel les* ICH BRING SIE UM!!! *Autorin hinterherjag*~

-*hinterher schau* Bin ich jetzt ganz allein hier? Na dann... Tschüss und danke für's lesen-
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